Rückblick: Lippischer Pflegetag 2026 – „Interprofessionelle Versorgung Hochbetagter“

Die Reanimation des Lippischen Pflegetags war ein voller Erfolg!

Bereits vor Anmeldeschluss war die Veranstaltung komplett ausgebucht – ein deutliches Zeichen, dass das Thema Interprofessionelle Versorgung Hochbetagter bei Fachkräften auf großes Interesse stößt.

Geschäftsführung und Pflegedirektor des Klinikum Lippe begrüßten über 150 Teilnehmende aus verschiedenen Berufsgruppen, darunter:

  • Pflegefachpersonal,
  • Therapeuten,
  • Mediziner,
  • MFA
  • und Sozialarbeiter.

Neben Mitarbeitenden aus ambulanten Pflegediensten, stationärer Langzeitpflege, Praxen, Beratungsangeboten und Ausbildungseinrichtungen in Lippe waren auch Kolleginnen und Kollegen aus Akutkliniken der Nachbarkreise Paderborn, Gütersloh, Hameln sowie der Stadt Bielefeld angereist.

Auftakt

Die Keynote-Vorträge bildeten den Auftakt des Tages. Prof. Christoph Redecker vom KLL referierte praxisnah zu Bewegungsstörungen im Alter mit Schwerpunkt Parkinson, während Prof. Timo Prell von der Universität Jena die Quantifizierung funktioneller Aktivitäten vorstellte. Beide Vorträge fanden in einem bis auf den letzten Platz gefüllten Hörsaal großen Anklang und boten den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in aktuelle Forschung und klinische Praxis.

Workshops und Podiumsdiskussion

Im Anschluss fanden drei parallele Workshop-Runden statt, in denen insgesamt 18 Kurzimpulse zu verschiedenen Facetten des Alterns präsentiert wurden. Die Beiträge kamen aus unterschiedlichen Bereichen:

  • Pflege,
  • Medizin,
  • Physiotherapie,
  • Ernährungsberatung
  • und Sozialdienst.

Ergänzend stellten Tanja Lupuljev von der Altenhilfeplanung und Quartiersentwicklung im Kreis Lippe die prognostizierte Entwicklung des lokalen Pflegebedarfs sowie die vorhandenen Versorgungsstrukturen und Personalressourcen dar. Petra Melching, Allgemeinmedizinerin, ergänzte mit praktischen Beispielen aus der hausärztlichen Versorgung und den Schnittstellen zu Klinik und Weiterversorgern.

„Und jetzt -Was ist zu tun“ 

Mit dieser Frage leitete Moderator Uwe Borchers die abschließende Podiumsdiskussion ein, bei der zentrale Akteurinnen und Akteure aus Klinik, Pflege und Hausärztlicher Versorgung gemeinsam diskutierten. Unter reger Publikumsbeteiligung wurden Probleme benannt, Erfahrungen ausgetauscht und erste Lösungsansätze skizziert. Die Diskussionsrunde bot einen lebendigen Abschluss des Tages und verdeutlichte die Relevanz der interprofessionellen Zusammenarbeit in der Versorgung hochbetagter Menschen.

Besonderer Dank

Ein besonderer Dank gilt der Küche Lieme für die hervorragende Verpflegung, Emil Löwen aus der IT für die technische Vorbereitung und Standby sowie allen Helferinnen und Helfern aus der Pflege, die den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung ermöglicht haben. Zudem konnten durch eine Waffelverkaufsaktion Spenden an die Clowns-Visiten und den Ambulanten Hospizdienst weitergeleitet werden.

Fazit

Am Ende das Tages war deutlich: Der Lippische Pflegetag 2026 hat nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch den interprofessionellen Austausch gefördert und die Zusammenarbeit zwischen Klinik, Pflege, Therapie und Sozialdiensten gestärkt. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv, und viele sprachen den Wunsch aus, dieses Fortbildungsformat regelmäßig fortzuführen.

„Die Pflege ist entscheidend für die Genesung der Patienten“,

betonte eine Teilnehmerin und machte damit deutlich, wie zentral die Pflege in allen Versorgungsbereichen ist.

Mehr als Therapie: Wie Boxen Parkinson-Patienten stärkt

9. Netzwerktreffen
PNOWL+ am 18.03.2026
im CIIT Auditorium Lemgo

„Teilnehmer berichten uns: Ich hätte nie gedacht, dass ich mal wieder eine Treppe hochlaufe – einfach so.“ Der Satz fällt leise. Fast nebenbei. Und doch bleibt er im Raum stehen.

Es ist der 18. März, 9. Netzwerktreffen des Parkinsonnetz OstwestfalenLippe+. 84 Menschen sind nach Lemgo gekommen – Physiotherapeuten, Logopäden, Pflegekräfte, Apotheker, Ärztinnen und Ärzte. Einige sind sogar aus Niedersachsen angereist. Sie alle eint ein Thema: Parkinson. Und die Frage, wie Versorgung besser gelingen kann.

Man hört Stühle rücken, leises Murmeln, dann konzentrierte Stille. Univ.-Prof. Dr. Christoph Redecker, Direktor der Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie am Klinikum Lippe, ausgewiesener Parkinson-Experte und Initiator des Netzwerktreffens, sagt zu Veranstaltungsbeginn: „Parkinson ist nicht gleich Parkinson. Der Verlauf dieser Erkrankung hängt stark vom Lebensstil ab.“ Allen Expertinnen und Experten, die aus verschiedenen Berufsgruppen an diesem Abend zusammengekommen sind, ist klar: Es geht hier nicht nur um Krankheit. Es geht um Lebensqualität und Leben mit Parkinson.

Die Fakten sind schnell genannt: Parkinson wird durch Dopaminmangel verursacht. Es gibt medikamentöse Therapien. Wichtig sind vor allem aber therapeutische und aktivierende Ansätze sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Prof. Redecker ist es wichtig, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch die Perspektiven auf Parkinson zu verändern. Er weiß: „Es gibt nicht den einen Ansatz, der allen Parkinson-Patienten hilft. Parkinson verläuft sehr individuell. Ein Couchpotato hat andere Symptome als ein aktiver Mensch.“

Der Perspektivwechsel und der Wissenstransfer ist auch der Ansatz des Parkinsonnetzes OstwestfalenLippe+. Es ist eines von insgesamt 21 Netzwerken in Deutschland, die untereinander gut vernetzt sind. Der Netzwerkatlas wächst. Und mit ihm die Erkenntnis: Gute Versorgung entsteht nur gemeinsam.

Nach dem Vortrag starten drei Workshops. In einem davon erzählen Kai Gutmann und Beke Bas vom „Parkinson-Boxen“. Vor einem halben Jahr hat die Sportschule Tosa Inu in Lemgo dieses neue Angebot organisiert und seitdem an die Bedürfnisse der Teilnehmenden angepasst. Kai Gutmann, Inhaber des Studios, erzählt: „Es ist sehr beeindruckend, wenn die Kursteilnehmer mit unsicheren Schritten zu uns ins Studio kommen und nach dem Training plötzlich selbstständig die Treppenstufen aus dem Studio heraus bewältigen können. Die Teilnehmer berichten uns: Ich hätte nie gedacht, dass ich mal wieder eine Treppe hochlaufe – einfach so.“

v.l.n.r.: Kai Gutmann und
Beke Bas von der Sportschule
Tosa Inu in Lemgo und Univ.-Prof. Dr. Christoph Redecker, Direktor der Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie am Klinikum Lippe

Beke Bas, 32 Jahre alt, Profiboxerin, dreifache Weltmeisterin im Leichtgewicht, Boxtrainerin und gelernte Heilerziehungspflegerin, erinnert sich: „Wir haben schnell festgestellt, dass die Balance das größte Problem für die Parkinson-Patienten ist.“ Die ersten Trainingsstunden beschreibt sie so: „Zögerliche Bewegungen. Unsicherheit. Unterschiedliche Krankheitsverläufe, unterschiedliches Alter von Anfang 30 bis 85 Jahre, Männer und Frauen, alle auf einem anderen Stand. Das war eine Herausforderung. Wir mussten unser Training zu Beginn sehr anpassen. Übungen, die geplant waren, funktionierten nicht. Also wurde neu gedacht.“

Kai Gutmann ergänzt: „Wir haben dann langsamer, kleinschrittiger, präziser trainiert. Erst Aufwärmen. Dann einfache Bewegungen. Dann erste Schläge. Sechs Schläge kombiniert – und plötzlich entsteht mehr Sicherheit.“ Sechs Basisschläge lernen die Teilnehmenden, darunter gerade Schläge und Haken, aber auch Kombinationen. Was nach hartem Sport klingt, ist in der Realität mehr als Training. Es ist ein Stück weit Therapie: Gleichgewicht, Koordination und Bewegungssicherheit werden trainiert. „Nach diesem halben Jahr können wir sagen, dass die Teilnehmenden heute stabiler stehen und gehen und sich einfach auch mehr trauen“, sagt Kai Gutmann. Das Training findet einmal wöchentlich statt. Eine halbe Stunde Aufwärmen, dann Partnerübungen und Kombinationen. Aus zwölf Teilnehmenden sind sieben geworden. Nicht, weil das Angebot nicht funktioniert – sondern, weil es sich weiterentwickelt. Weil es fordert. Und weil Parkinsonpatienten viele Herausforderungen zu bewältigen haben.

Am Ende des Netzwerktreffens bleibt die Erkenntnis: Parkinson-Therapie funktioniert nur im Zusammenspiel. Medizin, Therapie, Pflege – und eben auch neue Ansätze wie das Boxen.

Das Parkinsonnetz OstwestfalenLippe+ besteht seit drei Jahren und trifft sich vier Mal pro Jahr – drei Mal vor Ort und einmal digital. Das Ziel des Netzwerkes ist es, die Versorgung von Menschen mit Parkinson in OWL zu verbessern. Die Netzwerkmitglieder sind überzeugt: Das geht nur mit vereinten Kräften, wenn Ärzte, Therapeuten, Pflege, Sanitätshäuser und weitere an der Versorgung von Parkinson-Patienten beteiligte Bereiche möglichst gut zusammenarbeiten.

Mehr Informationen auf: www.pnowlp.de

Klinikum Lippe erneut als selbsthilfefreundliches Krankenhaus ausgezeichnet

Das Klinikum Lippe trägt erneut das Qualitätssiegel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“. Die Auszeichnung würdigt die enge, systematische und verlässliche Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen im Kreis Lippe.

Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Lippe, betont: „Die Auszeichnung als selbsthilfefreundliches Krankenhaus zeigt, wie ernst wir die Beteiligung und Expertise unserer Patientinnen und Patienten nehmen. Selbsthilfegruppen leisten einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitskompetenz und unterstützen Betroffene in einer Phase, in der Austausch auf Augenhöhe besonders wichtig ist. Wir sind stolz auf diese Zusammenarbeit und werden sie weiter stärken.“

Selbsthilfegruppen bieten Betroffenen und Angehörigen Raum für Information, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Sie ergänzen die professionelle medizinische Behandlung um wertvolle Erfahrungsperspektiven. Das Klinikum Lippe sieht diese Zusammenarbeit seit Jahren als festen Bestandteil einer patientenorientierten Versorgung. Die Grundlage bildet dabei ein gemeinsames Qualitätsverständnis, das kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Sabine Bornemeier, Selbsthilfebeauftragte des Klinikums Lippe, weiß aus der Zusammenarbeit: „Selbsthilfe lebt von Begegnung und Vertrauen. Wir schaffen im Klinikalltag aktiv Räume dafür – von Informationsangeboten über Vermittlung bis hin zu gemeinsamen Projekten. Die kontinuierliche Qualitätssicherung zeigt, wie wertvoll und nachhaltig diese Kooperationen sind.“

Im Kreis Lippe engagieren sich zahlreiche Selbsthilfegruppen zu unterschiedlichen Krankheitsbildern, einige kooperieren mit dem Onkologischen Zentrum Lippe und den Organkrebszentren. Die Selbsthilfekontaktstelle im Kreis Lippe ist dabei zentrale Anlaufstelle und unterstützt sowohl Betroffene als auch die kooperierenden Einrichtungen.

„Das Klinikum Lippe ist ein verlässlicher Partner. Die systematische Umsetzung der Qualitätskriterien erleichtert die Zusammenarbeit enorm und verbessert die Sichtbarkeit der Selbsthilfe für Patientinnen und Patienten im gesamten Kreis Lippe“, ergänzt Silke Stegelmann, Selbsthilfekontaktstelle Kreis Lippe.

Die bundesweit festgelegten Qualitätskriterien der Selbsthilfefreundlichkeit wurden speziell für Krankenhäuser entwickelt und beschreiben zentrale Anforderungen für eine gute und nachhaltige Kooperation. Sie beschreiben unter anderem die Einbindung der Selbsthilfe in Informationsangebote des Krankenhauses, die Förderung des Austauschs zwischen Patientinnen und Patienten und Selbsthilfegruppen, die Bereitstellung verlässlicher Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie transparente Kommunikations- und Kooperationsstrukturen. Sie bieten eine klare Orientierung, wie eine dauerhafte und optimale Zusammenarbeit gestaltet werden kann.

Gruppenfoto

v.l.n.r.: Silke Stegelmann, Selbsthilfekontaktstelle Kreis Lippe, Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer Klinikum Lippe, Sabine Bornemeier, Selbsthilfebeauftragte Klinikum Lippe, Fikrete Schlottmann, Qualitätsmanagement Klinikum Lippe. (© Klinikum Lippe)

Ärztliche Direktoren an den Klinikstandorten Detmold und Lemgo gewählt

Die Chefärztinnen und Chefärzte des Klinikum Lippe haben ihre neuen ärztlichen Direktoren gewählt. Die Wahl stärkt die medizinische Leitung an den Klinikstandorten Detmold und Lemgo und setzt ein wichtiges Signal für die Weiterentwicklung der Patientenversorgung im Kreis Lippe.

Ärztliche Direktoren für den Standort Detmold

Für das Klinikum Lippe am Standort Detmold übernimmt weiterhin Univ.-Prof. Dr. Johannes J. Tebbe die Funktion des Ärztlichen Direktors. Zu seinem Stellvertreter wurde Univ.-Prof. Dr. Dr. Michel Eisenblätter gewählt. Beide bringen langjährige klinische Erfahrung und umfassende wissenschaftliche Expertise mit.

Führungsteam für den Standort Lemgo

Am Standort Lemgo wurde Prof. Dr. Christoph Friedrich zum neuen Ärztlichen Direktor gewählt. Sein Stellvertreter ist Univ.-Prof. Dr. Christoph Redecker. Das neue Leitungsteam steht für kontinuierliche Qualitätsentwicklung, moderne Medizin und eine starke akademische Ausrichtung im Rahmen des Universitätsklinikums OWL.

Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer, freut sich: „Die Wahl der Ärztlichen Direktoren trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung der medizinischen Qualität, zur Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit und zur Verzahnung von Klinik und Wissenschaft bei. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies eine weiterhin hochwertige, verlässliche und moderne Versorgung an beiden Standorten.“

 

Gruppenbild

v.l.n.r.: Dr. Niklas Cruse, Univ.-Prof. Dr. Christoph Redecker, Univ.-Prof. Dr. Johannes J. Tebbe, Univ.-Prof. Dr. Dr. Michel Eisenblätter, Prof. Dr. Christoph Friedrich

Erfolgreicher Abschluss des Lehrgangs „Leitung einer Station / eines Bereiches“

Am 23. Februar 2026 haben sieben Mitarbeitende des Klinikum Lippe den Lehrgang „Leitung einer Station / eines Bereiches“ erfolgreich abgeschlossen. Über einen Zeitraum von 15 Monaten vertieften sie ihre Kenntnisse in den Bereichen Führung, Organisation und Kommunikation und bereiteten sich intensiv auf zukünftige Leitungsaufgaben vor.
Zu den Absolventinnen und Absolventen gehören: Alexander Bär, Alina Baroke, Steffi Lilie, Arthur Nering, Tim Röwekamp, Melanie Schmuck und Lena Wattenberg.
Der Lehrgang vermittelt umfassende Inhalte zu Personalführung, Teammoderation, Qualitätsmanagement sowie rechtlichen Grundlagen im Gesundheitswesen. Ziel ist es, angehende Führungskräfte für die vielfältigen Anforderungen im klinischen Alltag zu qualifizieren.
Wir freuen uns, dass unsere Mitarbeitenden diese anspruchsvolle Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Gut ausgebildete Führungskräfte sind entscheidend für eine hochwertige Versorgung unserer Patientinnen und Patienten und stärken das gesamte Team.
Das Klinikum Lippe gratuliert allen Teilnehmenden herzlich zum Abschluss und wünscht ihnen für ihre zukünftigen Aufgaben viel Erfolg. Mit ihrem neuen Wissen und den erweiterten Kompetenzen tragen sie maßgeblich zur Weiterentwicklung der Bereiche bei, die sie künftig führen werden.
Eine Gruppe von Menschen

Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs „Leitung einer Station / eines Bereiches“ am Klinikum Lippe.

Fünf Mitarbeitende starten Weiterbildung in der Notfallmedizin

Fünf Mitarbeitende des Klinikums Lippe haben in dieser Woche ihre Weiterbildung zur Notärztin bzw. zum Notarzt begonnen. Ziel ist es, die Notfallversorgung in der Region weiter zu stärken und langfristig abzusichern. Die Qualifizierung findet an der Johanniter-Akademie Bremen/Niedersachsen in Hannover statt und kombiniert Online-Lerneinheiten mit praxisnahen Trainings vor Ort.

Aus der Pneumologie nehmen Mahmut Algerwi und Timo Reisewitz teil. Aus der Anästhesiologie starten Christiane Hildebrandt, Sven von Frantzki und Roy Bryson in die Weiterbildung. Die Teilnehmenden werden umfassend auf ihre zukünftigen Aufgaben im Notarztdienst vorbereitet – von der theoretischen Grundlage über Simulationstrainings bis hin zu realen Einsätzen im Rettungsdienst.
Die Weiterbildung erfolgt im Blended-Learning-Format. Dazu gehören Online-Theorie, praxisorientierte Übungen an der Johanniter-Akademie sowie eine enge Begleitung durch erfahrene Notärztinnen und Notärzte des Klinikums. Nach der Theoriephase folgt die praktische Ausbildung im Notarztdienst. Unter Supervision übernehmen die Teilnehmenden schrittweise die Einsatzführung, bis sie selbstständig arbeiten und später auch zukünftige Kolleginnen und Kollegen ausbilden können.
Mit der Qualifizierung weiterer Notärztinnen und Notärzte investiert das Klinikum Lippe gezielt in Qualität, Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit – zum Wohle der Patientinnen und Patienten in Lippe.
Eine Gruppe von Ärzten vor einem Rettungshelikopter.

Aus der Pneumologie sind Mahmut Algerwi (ganz links) und Timo Reisewitz (ganz rechts) dabei.
Aus der Anästhesiologie starten Christiane Hildebrandt, Sven von Frantzki und Roy Bryson (2. von links / 2. von rechts).

Am 16. Februar 2026 hat das Klinikum Lippe seine neue, hochmoderne Intensivstation erfolgreich in Betrieb genommen. Der Umzug der Patientinnen und Patienten…

Klinikum Lippe spendet über 100 Betten an Kinder in Not Lippe e.V.

Lieferung im Sommer in die Ukraine und nach Litauen

Verladung von Krankenhausbetten in einen LKW

Verladung eines Teils der Krankenhausbetten am Klinikstandort Lemgo (©Klinikum Lippe)

Das Klinikum Lippe hat mehr als 100 ausgemusterte, aber voll funktionsfähige Krankenhausbetten an den Verein Kinder in Not Lippe gespendet. Die Betten werden im Sommer an medizinische Einrichtungen in der Ukraine und in Litauen überführt.

Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse betont: „Mit dieser Spende leisten wir einen konkreten Beitrag für Kinder und medizinische Einrichtungen, die dringend Unterstützung benötigen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, funktionsfähige Ausstattung sinnvoll weiterzugeben an Einrichtungen, in denen sie einen großen Unterschied macht.“

60 der Betten werden nach Charkiw (Ukraine) transportiert. Weitere Betten gehen nach Litauen, um dort Einrichtungen zu unterstützen, die besonders auf Spenden angewiesen sind. Die Abholung und der Weitertransport erfolgen durch Jürgen Wattenberg und Georg Nowak sowie das ehrenamtliche Team des Vereins Kinder in Not Lippe. Der eingetragene Verein kooperiert bereits seit über 30 Jahren eng mit dem Klinikum Lippe und organisiert regelmäßig Hilfstransporte in besonders belastete Regionen Europas.

Weltkrebstag 2026: Telefonaktion des Onkologischen Zentrums Lippe

„Gemeinsam einzigartig“ für eine optimale Versorgung

Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar 2026 beteiligt sich das Onkologische Zentrum Lippe mit einer besonderen Telefonaktion. Unter dem Motto „Gemeinsam einzigartig“ stehen an diesem Tag ausgewiesene Expertinnen und Experten aus den zertifizierten onkologischen Zentren des Klinikums Lippe persönlich für Fragen von Bürgerinnen und Bürgern, Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen zur Verfügung.

Krebserkrankungen sind so individuell wie die Menschen, die betroffen sind. Entsprechend vielfältig sind auch die Fragen zu Diagnostik, Therapie, Nebenwirkungen, Vorsorge und Nachsorge. Mit der Telefonaktion möchte das Onkologische Zentrum Lippe niedrigschwellig informieren, Orientierung geben und zeigen, welche spezialisierten Versorgungsstrukturen am Klinikum Lippe für Betroffene bereitstehen.

Telefonaktion am Weltkrebstag – 04.02.2026 von 13:00 bis 16:00 Uhr
Telefonnummer Onkologisches Zentrum Lippe: 05231 72-2222

Folgende Expertinnen und Experten sind am Weltkrebstag telefonisch erreichbar:

  • Prof. Dr. Frank Hartmann
    Ärztlicher Leiter des Onkologischen Zentrums und des Zentrums für Hämatologische Neoplasien: Ansprechpartner für Leukämien, Lymphome und weitere Erkrankungen des blutbildenden Systems
  • Univ.-Prof. Dr. Jens Höppner
    Ärztlicher Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums: Ansprechpartner für Krebserkrankungen von Darm, Magen, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse und weitere Tumore des Magen-Darm-Traktes
  • Dr. Stefan Nestoris
    Ärztlicher Leiter des Hautkrebszentrums: Ansprechpartner für Hautkrebs und andere maligne Erkrankungen der Haut
  • PD Dr. Jan Groetzner
    Ärztlicher Leiter des Lungenkrebszentrums: Ansprechpartner für Lungenkrebs und weitere Tumore des Thorax
  • Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert
    Ärztlicher Leiter des Uroonkologischen Zentrums: Ansprechpartner für Prostata-, Blasen-, Nierenkrebs und weitere Tumore des Urogenitaltraktes
  • Univ.-Prof. Dr. Beyhan Ataseven
    Ärztliche Leiterin des Brustzentrums und des Gynäkologischen Krebszentrums: Ansprechpartnerin für Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs und weitere gynäkologische Tumore
  • Dr. Dr. Friedrich Stefan Lautenschläger
    Leitender Oberarzt der Strahlentherapie: Ansprechpartner für Fragen zur Strahlentherapie bei onkologischen Erkrankungen

Ergänzend steht die Krebsberatungsstelle Lippe für allgemeine Fragen, psychosoziale Unterstützung und weiterführende Beratung zur Verfügung: Telefon Krebsberatungsstelle Lippe 05231 62-7724.

Gute Krebsmedizin beginnt nicht erst mit der Therapie, sondern mit Aufklärung, Orientierung und persönlicher Begleitung. Mit dieser Aktion möchte das Klinikum Lippe gemeinsam mit der Krebsberatungsstelle Lippe medizinische Expertise anbieten und Mut machen, Fragen zu stellen, Unsicherheiten anzusprechen und sich frühzeitig zu informieren.

Univ.-Prof. Dr. René Staritzbichler übernimmt Professur für Physikalische und Digitale Labordiagnostik am Klinikum Lippe

Gruppenfoto

v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Claudia Hornberg, Dekanin der Medizinischen Fakultät OWL, Univ.-Prof. Dr. phil. nat. habil. René Staritzbichler, Universitäts-institut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und klinische Pathobiochemie am Universitäts-klinikum OWL Campus Klinikum Lippe, Prof. Dr. Angelika Epple, Rektorin der Universität Bielefeld, Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer Klinikum Lippe (©Universität Bielefeld / Norma Langohr)

Dr. phil. nat. habil. René Staritzbichler hat den Ruf der Universität Bielefeld auf die Professur für Physikalische und Digitale Labordiagnostik angenommen. Im November 2025 erhielt er die Berufungsurkunde aus den Händen der Rektorin der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Angelika Epple.

Als W2-Professor wird Univ.-Prof. Staritzbichler künftig die Entwicklung innovativer Analyse- und Diagnostikverfahren zur Verbesserung der Patientenversorgung maßgeblich vorantreiben. Die modernen Verfahren der Labordiagnostik liefern heute unverzichtbare Informationen für Diagnosen, Therapieentscheidungen und Verlaufskontrollen. Gleichzeitig sind viele dieser Verfahren ressourcenintensiv und auf die gezielte Anforderung durch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte angewiesen. Fehlende oder verzögerte Labordiagnostik kann jedoch den Behandlungserfolg gefährden.

Gemeinsam mit dem Direktor des Universitätsinstituts für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Klinische Pathobiochemie, Prof. Dr. Thorsten Kaiser, verfolgt Univ.-Prof. Staritzbichler das Ziel, durch die Kombination spektroskopischer Verfahren mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz künftig kostengünstig zahlreiche Biomarker gleichzeitig in einer einzigen Probe nachzuweisen. Damit soll eine noch schnellere, präzisere und zielgerichtete Diagnostik ermöglicht werden. Für diese innovative Methode wurde den beiden Wissenschaftlern bereits ein Patent erteilt; zudem erhielten sie den renommierten Jörg-Schwarzbich-Inventor-Award.

Nach seinem Physikstudium an der Universität Hamburg und der Promotion an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main arbeitete Univ.-Prof. Staritzbichler als Wissenschaftler an verschiedenen international renommierten Einrichtungen, darunter das Max-Planck-Institut für Biophysik, die Vanderbilt University sowie die BioNTech SE. Bevor er im Jahr 2023 an das Universitätsinstitut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Klinische Pathobiochemie im Universitätsklinikum OWL am Campus Lippe wechselte, war Univ.-Prof. Staritzbichler am Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Universität Leipzig tätig.

Mit der Berufung von Univ.-Prof. Staritzbichler stärkt das Klinikum Lippe gezielt den Bereich der digitalen und KI-gestützten Labordiagnostik und setzt einen weiteren wichtigen Impuls für die universitäre Spitzenmedizin in Ostwestfalen-Lippe.

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