Movember: „Männer, kümmert euch um eure Gesundheit“

Universitätsklinik für Urologie setzt Fokus auf Männergesundheit

Wer Prof. Dr. med. Karl-Dietrich Sievert begegnet, muss nicht bis zum November warten, um einen „Mo“ zu sehen. Der Direktor der Universitätsklinik für Urologie am Klinikum Lippe trägt selbst Schnurrbart – und das nicht nur im Aktionsmonat. Doch der „Movember“ liegt ihm besonders am Herzen. Denn zu dieser Zeit wird in jedem Jahr der Schnurrbart, englisch „Moustache“, weltweit zum sichtbaren Zeichen für ein Thema, das deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient: die Gesundheit von Männern.

Porträt Chefarzt

Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert ist es wichtig, im Movember über die Prostatavorsorge aufzuklären.

„Der Movember-Schnurrbart sorgt für Aufmerksamkeit und bringt Menschen miteinander ins Gespräch. Genau das brauchen wir bei der Männergesundheit“, sagt Prof. Sievert. „Noch immer gibt es Themen, über die viele Männer ungern sprechen oder die sie zu lange vor sich herschieben. Der Aktionsmonat ist eine gute Gelegenheit, daran etwas zu ändern.“

Im „Movember“ rücken jedes Jahr im November Themen wie Prostata- und Hodenkrebs, psychische Erkrankungen, sexuelle Gesundheit und Suizidprävention in den Mittelpunkt. Das Klinikum Lippe unterstützt die internationale Aktion und appelliert an Männer, Beschwerden ernst zu nehmen und Angebote zur Früherkennung zu nutzen.

„Viele Männer kennen die Motorleistung ihres Autos genau, wissen aber nur wenig über ihre persönlichen Gesundheitswerte“, sagt Prof. Sievert. Unter dem Motto „Der TÜV für den Mann“ möchte er dazu ermutigen, sich mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen. „Vorsorge sollte für Männer ebenso selbstverständlich sein wie die regelmäßige technische Kontrolle des Autos. Entscheidend ist, nicht erst dann ärztlichen Rat zu suchen, wenn Beschwerden den Alltag bereits deutlich beeinträchtigen.“

Ein Zahlenvergleich verdeutlicht, warum Männergesundheit mehr Aufmerksamkeit benötigt: Im Jahr 2025 kamen in Deutschland 2.832 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. An den Folgen von Prostatakrebs sterben deutschlandweit jährlich rund 14.300 Männer – mehr als fünfmal so viele Menschen. „Die Verkehrssicherheit wurde über Jahrzehnte durch klare Regeln, technische Verbesserungen und konsequente Prävention deutlich erhöht“, erklärt Prof. Sievert. „Auch bei der Männergesundheit können Aufklärung, Vorsorge und frühzeitige Diagnostik dazu beitragen, Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen und Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern.“

Eine besondere Rolle spielt die Früherkennung von Prostatakrebs. Die Erkrankung ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Das Risiko steigt insbesondere mit zunehmendem Alter. Ein möglicher Bestandteil der Früherkennung ist die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens, kurz PSA, im Blut. Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Prostatakrebs vorliegt. Auch gutartige Veränderungen oder Entzündungen können den Wert beeinflussen.

„Der PSA-Test sollte deshalb nicht isoliert betrachtet werden“, erklärt Prof. Sievert. „Wichtig sind eine ärztliche Beratung, die persönliche Risikosituation und eine gemeinsame, informierte Entscheidung über die weitere Diagnostik.“ Bei auffälligen Befunden stehen heute moderne Untersuchungsverfahren wie die multiparametrische Magnetresonanztomografie zur Verfügung. Sie können dabei helfen, das individuelle Risiko genauer einzuschätzen und unnötige Eingriffe zu vermeiden.

Auch Hodenkrebs gehört zu den zentralen Themen des Movember. Zwar ist er insgesamt selten, bei jüngeren Männern jedoch eine der häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen. Tastbare Verhärtungen, Schwellungen, Größenveränderungen oder ein Schweregefühl im Hoden sollten deshalb zeitnah urologisch abgeklärt werden. Früh erkannt, lässt sich Hodenkrebs in der Regel gut behandeln.

Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert bietet im Oktober und November mehrere kostenlose Vorträge zur Männergesundheit aus der Perspektive des Urologen an. Er sagt: „Ich würde mich sehr freuen, viele Männer zu den Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.“

Mittwoch, 14.10.2026, 19 bis 20.30 Uhr
Kooperation mit der Volkshochschule Detmold-Lemgo
Männergesundheit: Prostatakrebs – Was muss Mann wissen?
Veranstaltungsort: Kalletal-Hohenhausen, Bürgerhaus am Markt, Vortragsraum
Anmeldung: über die Volkshochschule

Dienstag, 03.11.2026, 18 bis 19 Uhr
Kooperation mit dem Weserrenaissance-Museum Schloss Brake
„Visite im Museum“ – Stark bleiben: Männergesundheit im Fokus
Veranstaltungsort: Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, Lemgo-Brake
Anmeldung: über Weserrenaissance-Museum

Donnerstag, 19.11.2026, 16 bis 19.45 Uhr
Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre Prostatazentrum Lippe“
Veranstaltungsort: Campus 9, Detmold

Rund 100 Besucher beim 5. Detmolder Wundabend

Fachvorträge, Fallbeispiele und Workshops boten praxisnahe Impulse zur Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden.

Rund 100 Besucherinnen und Besucher nahmen am 30. September am 5. Detmolder Wundabend der Klinik für Dermatologie teil. Unter dem Titel „Wege finden – Entscheidungen treffen“ standen Menschen mit chronischen Wunden und komplexen Krankheitsverläufen im Mittelpunkt. Die Veranstaltung am Campus 9 war ein voller Erfolg.

Organisatoren und Referierende des 5. Detmolder Wundabends am 30.09.2026 in Detmold

Das Programm beleuchtete verschiedene Herausforderungen der Wundversorgung: von seltenen Diagnosen und atypischen Ulzera über Wundinfektionen bis hin zu Situationen, in denen kurative und palliative Behandlungsmöglichkeiten gegeneinander abgewogen werden müssen. Drei Workshops zu Fersenentlastung, Entstauung und Kompression sowie Wundauflagen ergänzten die Vorträge.

Die Referentinnen und Referenten brachten ihre fachlichen Erfahrungen in Vorträgen und Fallbeispielen ein. Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich kollegial auszutauschen.

Die Klinik für Dermatologie am Klinikum Lippe bedankt sich bei allen Teilnehmenden, Referentinnen und Referenten sowie den unterstützenden Partnern für den gelungenen Abend.

 

Gesundheit im Fokus

VHS Detmold-Lemgo und Klinikum Lippe laden zu Herbstvorträgen ein

Bereits seit drei Jahren bringen das Klinikum Lippe und die VHS Detmold-Lemgo medizinisches Wissen dorthin, wo es für die Menschen besonders wichtig ist: mitten in den Alltag. Auch im Herbstsemester 2026 laden beide Partner wieder zu einer gemeinsamen Vortragsreihe ein. An vier Abenden informieren Expertinnen und Experten des Klinikums verständlich und praxisnah über aktuelle Gesundheitsthemen. Die Veranstaltungen finden in Lemgo, Kalletal und Detmold statt.
Den Auftakt macht am Dienstag, 13. Oktober, Dr. Hagen Vorwerk, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin am Klinikum Lippe. Unter dem Titel „Erholsamer Schlaf – Vom Wunsch zur Wirklichkeit!?“ geht es darum, wann Schlafprobleme tatsächlich zur Schlafstörung werden, warum guter Schlaf für die Gesundheit so wichtig ist und was jeder selbst für eine bessere Schlafqualität tun kann. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im Haus Wippermann der VHS in Lemgo.
Einen Tag später steht die Männergesundheit im Mittelpunkt. Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert, Direktor der Universitätsklinik für Urologie am Klinikum Lippe, informiert am Mittwoch, 14. Oktober, um 19 Uhr im Bürgerhaus am Markt in Kalletal-Hohenhausen über das Thema „Prostatakrebs – Was muss Mann wissen?“. Der Vortrag gibt einen verständlichen Überblick über Früherkennung, Diagnostik sowie moderne Behandlungs- und Operationsverfahren. Eingeladen sind ausdrücklich auch Frauen.
Am Mittwoch, 4. November, richtet sich der Blick auf die Lungengesundheit. Priv.-Doz. Dr. Jan Groetzner, Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie am Klinikum Lippe, spricht ab 18 Uhr in der VHS Detmold über „Tabakentwöhnung und Lungenkrebsfrüherkennung – Zukunftsplanung nicht nur für Männer!“. Der Vortrag erläutert Zielgruppe, Technik und Ablauf der Lungenkrebsfrüherkennung und zeigt Möglichkeiten der Tabakentwöhnung auf.
Zum Abschluss wird es am Dienstag, 10. November, digital. Unter dem Titel „Röntgen & Roboter: Wie künstliche Intelligenz und Digitalisierung die diagnostische Medizin verändern“ geben Expertinnen und Experten des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie Einblicke in aktuelle Entwicklungen der bildgebenden Medizin. Priv.-Doz. Dr. Mirjam Gerwing, stellvertretende Institutsdirektorin und Spezialistin für moderne onkologische Diagnostik, Prof. Dr. Matthias Benndorf, geschäftsführender Oberarzt und Spezialist für digitale Biomarkerforschung in der MRT-Bildgebung, sowie Prof. Dr. Dr. Michel Eisenblätter, Institutsdirektor und Lehrstuhlinhaber für Radiologie an der Medizinischen Fakultät OWL der Universität Bielefeld, erläutern, welche Möglichkeiten künstliche Intelligenz bereits heute bietet, wo ihre Grenzen liegen und wie Digitalisierung die Diagnostik und Krankenversorgung künftig verändern könnte. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im Haus Wippermann der VHS in Lemgo und findet in Kooperation mit dem Smart City-Projekt digital.interkommunal Kalletal.Lemgo statt.

Die Termine im Überblick

 
Erholsamer Schlaf – Vom Wunsch zur Wirklichkeit!?
Dienstag, 13. Oktober 2026, 18.00 bis 19.30 Uhr
Dr. Hagen Vorwerk
VHS Lemgo, Haus Wippermann, Raum 010, Kramerstraße 5
Um Voranmeldung wird gebeten: www.vhs-detmold-lemgo.de
 
Männergesundheit: Prostatakrebs – Was muss Mann wissen?
Mittwoch, 14. Oktober 2026, 19.00 bis 20.30 Uhr
Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert
Bürgerhaus am Markt, Am Markt 4, Kalletal-Hohenhausen
Um Voranmeldung wird gebeten: www.vhs-detmold-lemgo.de
 
Tabakentwöhnung und Lungenkrebsfrüherkennung –  Zukunftsplanung nicht nur für Männer!
Mittwoch, 4. November 2026, 18.00 bis 19.30 Uhr
Priv.-Doz. Dr. Jan Groetzner
VHS Detmold, Vortragsraum, Krumme Straße 20
Um Voranmeldung wird gebeten: www.vhs-detmold-lemgo.de
 
Röntgen & Roboter: Wie künstliche Intelligenz und Digitalisierung die diagnostische Medizin verändern
Dienstag, 10. November 2026, 18.00 bis 19.30 Uhr
Priv.-Doz. Dr. Mirjam Gerwing, Prof. Dr. Matthias Benndorf und Prof. Dr. Dr. Michel Eisenblätter
VHS Lemgo, Haus Wippermann, Raum 010
Verbindliche Anmeldung erforderlich: www.vhs-detmold-lemgo.de

Woche der Wiederbelebung: Prüfen. Rufen. Drücken. = Leben retten!

18.09.2026. Was tun Sie, wenn direkt neben Ihnen ein Mensch plötzlich zusammenbricht? Viele Menschen sind in einer solchen Situation zunächst unsicher. Dabei können wenige, einfache Schritte entscheidend sein. Vom 21. bis 27. September 2026 findet bundesweit die Woche der Wiederbelebung statt. Zahlreiche Organisationen und Einrichtungen machen in dieser Zeit darauf aufmerksam, wie wichtig die Laienreanimation ist. Auch das Klinikum Lippe beteiligt sich mit mehreren Aktionen.

Einfach ausprobieren: Reanimation am Klinikum Lippe

Zum Auftakt der Aktionswoche laden wir am Montag, 21. September 2026, von 11 bis 14 Uhr zu einer offenen Mitmachaktion am Klinikstandort Detmold ein.

An verschiedenen Reanimationspuppen können Interessierte im Haupteingang selbst ausprobieren, worauf es bei der Wiederbelebung ankommt. Dabei stehen Puppen eines Neugeborenen, eines Kindes und eines Erwachsenen zur Verfügung. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Im Mittelpunkt steht das praktische Ausprobieren: Berührungsängste abbauen, Wissen auffrischen und Sicherheit für den Ernstfall gewinnen.

Denn wenn ein Mensch nicht reagiert und nicht normal atmet, gilt:

1. Prüfen: Reagiert die Person? Atmet sie normal?
2. Rufen: Notruf 112 wählen.
3. Drücken: Fest und schnell in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft.

Reanimation auf dem Detmolder Wochenmarkt

Am Samstag, 26. September 2026, ist das Team unserer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin gemeinsam mit dem Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe von 9 bis 13 Uhr auf dem Detmolder Wochenmarkt vertreten. Auch dort können Interessierte die Herzdruckmassage an Übungspuppen trainieren und sich informieren. Die Open-Air-Aktion findet nur bei trockenem Wetter statt.

Gemeinsam drücken für den Weltrekord

Darüber hinaus unterstützt das Klinikum Lippe das Franziskus Hospital Bielefeld bei einem besonderen Weltrekordversuch: Vom 21. bis 27. September 2026 soll dort sieben Tage und sieben Nächte lang ohne Unterbrechung an Reanimationspuppen gedrückt werden. Wer die Dauerreanimation unterstützen möchte, kann sich für einen Zeitraum anmelden.

Informationen und Anmeldung zum Weltrekordversuch Dauerreanimation

Unser gemeinsames Ziel: Mehr Menschen die Sicherheit geben, im Notfall zu handeln, denn „Prüfen. Rufen. Drücken.“ kann Leben retten.

Fehler finden ausdrücklich erwünscht: Klinikum Lippe lädt zum „Room of Error“ ein

Mitmach-Aktion zum Welttag der Patientensicherheit am 17. September in Detmold und Lemgo

11.09.2026. Ein Pflegebett mitten in der Eingangshalle, eine Puppe als Patient und rundherum jede Menge Fehler und versteckte Risiken: Anlässlich des Welttags der Patientensicherheit am Donnerstag, 17. September 2026, lädt das Klinikum Lippe Patientinnen und Patienten, Angehörige, Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeitende zu einer besonderen Mitmach-Aktion ein. Von 9 bis 12 Uhr können Interessierte in den Eingangshallen der Standorte Detmold und Lemgo im sogenannten „Room of Error“ selbst zu Fehler-Detektiven werden.

Dafür wird eine möglichst realistische Situation aus dem Krankenhausalltag nachgestellt. Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung zu sein. Wer jedoch genauer hinsieht, entdeckt verschiedene bewusst eingebaute Fehler, Gefahrenquellen und Risiken aus Medizin und Pflege. Die Aufgabe der Teilnehmenden: aufmerksam hinschauen und möglichst viele davon erkennen.

Mit der Aktion möchte das Klinikum Lippe den Blick für mögliche Gefahren im Krankenhausalltag schärfen und gleichzeitig zeigen, dass Patientensicherheit eine gemeinsame Aufgabe ist. Mitarbeitende können ihre Aufmerksamkeit für vermeidbare Risiken außerhalb des Arbeitsalltags trainieren. Patientinnen und Patienten sowie Angehörige erfahren, worauf auch sie achten und wie sie aktiv zu mehr Sicherheit beitragen können.

Der „Room of Error“ steht zugleich für einen offenen und konstruktiven Umgang mit Fehlern, denn Patientensicherheit bedeutet nicht nur, auf bereits geschehene Fehler zu reagieren. Entscheidend ist, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, offen anzusprechen und daraus Maßnahmen abzuleiten, bevor Patientinnen und Patienten zu Schaden kommen.

Patientensicherheit lebt von Aufmerksamkeit, guter Kommunikation und einer Kultur, in der mögliche Risiken offen angesprochen werden können. Der ‚Room of Error‘ soll auf eine anschauliche und spielerische Weise genau dafür sensibilisieren.

Die Aktion findet am Donnerstag, 17. September 2026, von 9 bis 12 Uhr zeitgleich in den Eingangshallen des Klinikums Lippe in Detmold und Lemgo statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte können einfach vorbeikommen, auf Fehlersuche gehen und ihr Gespür für Patientensicherheit testen. Für besonders erfolgreiche Fehler-Detektive hält das Klinikum Lippe eine kleine Aufmerksamkeit bereit.

Verstehen. Begleiten. Stärken.
Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Lippe lädt zum Tag der offenen Tür ein

20.08.2026. Wie sieht der Alltag in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aus? Wie werden junge Menschen mit psychischen Erkrankungen behandelt und begleitet? Und welche Rolle spielen dabei beispielsweise Kunst, Musik, Tiere oder Bewegung? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es am Samstag, 5. September 2026: Von 10 bis 15 Uhr lädt die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Klinikums Lippe zum Tag der offenen Tür in die Heldmanstraße 45 in Bad Salzuflen ein.

Unter dem Motto „Verstehen. Begleiten. Stärken.“ erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen, Führungen sowie zahlreichen Aktions- und Informationsständen. Auch für Essen und Getränke zu kleinen Preisen ist gesorgt. Als besonderen Gast begrüßt das Klinikum Lippe den TBV Lemgo Lippe.

„Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen verdient unsere besondere Aufmerksamkeit. Mit dem Tag der offenen Tür möchten wir zeigen, wie vielfältig und multiprofessionell die Versorgung in unserer Kinder- und Jugendpsychiatrie ist. Gleichzeitig investieren wir mit der Erweiterung des Standortes ganz bewusst in die Zukunft der psychiatrischen Versorgung junger Menschen in Lippe und darüber hinaus“, sagt Dr. Niklas Cruse, Geschäftsführer des Klinikums Lippe.

Mitmachen, informieren und die Klinik kennenlernen: Auf der Blaulichtmeile gibt es Einsatzfahrzeuge und die Arbeit der beteiligten Organisationen zu entdecken. Für jüngere Besucherinnen und Besucher stehen unter anderem Hüpfburg, Kinderschminken, Glücksrad und Bastelstation auf dem Programm. An zahlreichen Informations- und Aktionsständen stellen Mitarbeitende und Partner weitere Themen vor. Dazu gehören Hygiene, tiergestützte Therapie, Hippotherapie und Sozialdienst.

Wer die Arbeit der Klinik noch genauer kennenlernen möchte, kann an thematischen Führungen teilnehmen. Angeboten werden eine Führung durch die Schule im Klinikum sowie Führungen durch die Klinik und ihre Stationen. Dabei erhalten die Gäste unter anderem Einblicke in die Ergo-, Kunst- und Musiktherapie und erfahren, wie unterschiedliche Professionen bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten. Auch das Vortragsprogramm greift unterschiedliche Aspekte der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf. Fachleute informieren über Adipositas bei jungen Menschen und stellen ein Deeskalationsprogramm vor.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zukunft des Standortes: In einem Vortrag wird der Erweiterungsbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bad Salzuflen vorgestellt. Besucherinnen und Besucher erfahren, wie sich die Klinik baulich und medizinisch weiterentwickeln wird und welche zusätzlichen Möglichkeiten für die Versorgung junger Patientinnen und Patienten entstehen.

Tag der offenen Tür auf einen Blick

Samstag, 5. September 2026, 10 bis 15 Uhr
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Klinikum Lippe, Heldmanstraße 45, 32108 Bad Salzuflen

Das erwartet die Gäste:

  • Vorträge und Führungen
  • Blaulichtmeile
  • TBV Lemgo Lippe zu Gast
  • Spiel und Spaß: Hüpfburg, Kinderschminken, Bastelstation, Glücksrad
  • Aktion und Info: Hygiene, Tiergestützte Therapie (TGT), Hippotherapie, Sozialdienst, Ernährung und Lebensmittel aus Eigenanbau
  • Essen und Getränke zu kleinen Preisen und vieles mehr

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen: Tag der offenen Tür in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

 

Fachlicher Austausch in Detmold auf hohem Niveau

Zweites Onkologisches Pflegesymposium des UK OWL gut besucht

Das Onkologische Pflegesymposium ist eine Initiative der drei Krankenhäuser des Universitätsklinikums OWL der Universität Bielefeld: des Klinikums Lippe, des Klinikums Bielefeld und des Evangelischen Klinikums Bielefeld Bethel. Nach dem erfolgreichen Auftakt im November 2025 in Bielefeld wurde die Reihe nun am 3. Juli 2026 in Detmold fortgesetzt. Ziel ist es, den fachlichen Austausch onkologischer Pflegekräfte zu fördern und die Vernetzung über die einzelnen Standorte hinaus zu stärken.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Lippe, und Univ.-Prof. Dr. Christine Dierks, Direktorin der Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie am Klinikum Lippe.

Wie hoch spezialisiert die onkologische Pflege heute ist, machte das darauffolgende Programm eindrucksvoll deutlich: Von der Stomatherapie über das Management chemotherapie-induzierter Neuropathien, die Wundversorgung von Tumoren im palliativen Setting und die Ernährung in der Sterbephase bis hin zu den Grundlagen der Zytostatikatherapie, der Hautpflege in der Strahlentherapie und der Pflege im Umfeld robotischer Chirurgie reichte das Themenspektrum. Die Vorträge wurden von onkologischen Fachpflegekräften, Wundexpertinnen und -experten sowie Fachtherapeutinnen aller drei Häuser gestaltet. Alles gemäß dem Motto: Pflegende berichten für Pflegende aus ihrer täglichen Praxis. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, welche die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch einmal zum Austausch nutzten.

„Ich freue mich, dass wir heute über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort und weitere online erreichen konnten. Die onkologische Pflege ist längst ein hochspezialisiertes Berufsfeld mit eigener Expertise. Genau dieses Fachwissen sichtbar zu machen und den kollegialen Austausch zu fördern, ist das Anliegen dieser Veranstaltungsreihe“, betonte Sascha Hetmeier, Pflegedienstleitung am Klinikum Lippe. Er organisierte und moderierte den Fachtag gemeinsam mit Dorothea Baus (EvKB) und Nele Schwier (Klinikum Bielefeld).

Organisatoren, Referenten und Gastgeber des 2. Onkologischen Pflegesymposiums des UK OWL freuten sich über eine gelungene Veranstaltung. (Foto: © Klinikum Lippe, Mandy Lange)

Weltkrebstag 2026: Telefonaktion des Onkologischen Zentrums Lippe

„Gemeinsam einzigartig“ für eine optimale Versorgung

Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar 2026 beteiligt sich das Onkologische Zentrum Lippe mit einer besonderen Telefonaktion. Unter dem Motto „Gemeinsam einzigartig“ stehen an diesem Tag ausgewiesene Expertinnen und Experten aus den zertifizierten onkologischen Zentren des Klinikums Lippe persönlich für Fragen von Bürgerinnen und Bürgern, Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen zur Verfügung.

Krebserkrankungen sind so individuell wie die Menschen, die betroffen sind. Entsprechend vielfältig sind auch die Fragen zu Diagnostik, Therapie, Nebenwirkungen, Vorsorge und Nachsorge. Mit der Telefonaktion möchte das Onkologische Zentrum Lippe niedrigschwellig informieren, Orientierung geben und zeigen, welche spezialisierten Versorgungsstrukturen am Klinikum Lippe für Betroffene bereitstehen.

Telefonaktion am Weltkrebstag – 04.02.2026 von 13:00 bis 16:00 Uhr
Telefonnummer Onkologisches Zentrum Lippe: 05231 72-2222

Folgende Expertinnen und Experten sind am Weltkrebstag telefonisch erreichbar:

  • Prof. Dr. Frank Hartmann
    Ärztlicher Leiter des Onkologischen Zentrums und des Zentrums für Hämatologische Neoplasien: Ansprechpartner für Leukämien, Lymphome und weitere Erkrankungen des blutbildenden Systems
  • Univ.-Prof. Dr. Jens Höppner
    Ärztlicher Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums: Ansprechpartner für Krebserkrankungen von Darm, Magen, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse und weitere Tumore des Magen-Darm-Traktes
  • Dr. Stefan Nestoris
    Ärztlicher Leiter des Hautkrebszentrums: Ansprechpartner für Hautkrebs und andere maligne Erkrankungen der Haut
  • PD Dr. Jan Groetzner
    Ärztlicher Leiter des Lungenkrebszentrums: Ansprechpartner für Lungenkrebs und weitere Tumore des Thorax
  • Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert
    Ärztlicher Leiter des Uroonkologischen Zentrums: Ansprechpartner für Prostata-, Blasen-, Nierenkrebs und weitere Tumore des Urogenitaltraktes
  • Univ.-Prof. Dr. Beyhan Ataseven
    Ärztliche Leiterin des Brustzentrums und des Gynäkologischen Krebszentrums: Ansprechpartnerin für Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs und weitere gynäkologische Tumore
  • Dr. Dr. Friedrich Stefan Lautenschläger
    Leitender Oberarzt der Strahlentherapie: Ansprechpartner für Fragen zur Strahlentherapie bei onkologischen Erkrankungen

Ergänzend steht die Krebsberatungsstelle Lippe für allgemeine Fragen, psychosoziale Unterstützung und weiterführende Beratung zur Verfügung: Telefon Krebsberatungsstelle Lippe 05231 62-7724.

Gute Krebsmedizin beginnt nicht erst mit der Therapie, sondern mit Aufklärung, Orientierung und persönlicher Begleitung. Mit dieser Aktion möchte das Klinikum Lippe gemeinsam mit der Krebsberatungsstelle Lippe medizinische Expertise anbieten und Mut machen, Fragen zu stellen, Unsicherheiten anzusprechen und sich frühzeitig zu informieren.

Das Wintersymposium 2025 bot auch in diesem Jahr einen zentralen Treffpunkt für Ärztinnen, Ärzte sowie Fachkräfte aus der regionalen Gesundheitsversorgung. Gemeinsam organisiert vom Klinikum Lippe und dem Ärztenetz Lippe…

17.11. Welt-Frühgeborenentag: Laternenrundgang und Wärmespeicher in Purpur
Perinatalzentrum Lippe macht auf kleinste Patienten aufmerksam

Am 17. November ist Weltfrühgeborenentag – ein Tag, der weltweit auf die besonderen Herausforderungen von Frühgeborenen und ihren Familien aufmerksam macht. Auch das Perinatalzentrum Lippe des Klinikums Lippe beteiligt sich wieder an diesem besonderen Anlass und lädt alle ehemaligen Frühchen, ihre Geschwister, Eltern und Angehörigen herzlich zu einem Laternenrundgang am Klinikstandort Detmold ein.

Der Laternenumzug startet am Montag, 17. November 2025, um 17:30 Uhr am Haupteingang des Klinikstandorts Detmold. Im Anschluss lassen Teilnehmende und das Klinik-Team den Abend bei Punsch und Stutenkerlen in gemütlicher Atmosphäre ausklingen. Für die musikalische Begleitung sorgt der Cultur-Tupfer e.V.

Ein besonderes Zeichen der Solidarität gibt es am 17. November auch in der Stadt: Die Stadtwerke Detmold lassen mit Einbruch der Dunkelheit ihren Wärmespeicher in purpur erstrahlen. In den letzten Jahren hatten anlässlich des Welt-Frühgeborenentages bereits das Hermannsdenkmal und das Schloss in Detmold ein sichtbares Zeichen für die Allerkleinsten gesetzt.

Der Welt-Frühgeborenentag steht symbolisch für die Stärke, den Mut und die Lebensfreude von Kindern, die zu früh auf die Welt gekommen sind – und für den großen Einsatz, den Eltern, Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte jeden Tag leisten. Die Farbe purpur und weltweite Beleuchtungsaktionen unter dem Motto „Purple for preemies“ gelten dabei als Zeichen der Hoffnung für Frühgeborene.

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