Fehler finden ausdrücklich erwünscht: Klinikum Lippe lädt zum „Room of Error“ ein

Mitmach-Aktion zum Welttag der Patientensicherheit am 17. September in Detmold und Lemgo

11.09.2026. Ein Pflegebett mitten in der Eingangshalle, eine Puppe als Patient und rundherum jede Menge Fehler und versteckte Risiken: Anlässlich des Welttags der Patientensicherheit am Donnerstag, 17. September 2026, lädt das Klinikum Lippe Patientinnen und Patienten, Angehörige, Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeitende zu einer besonderen Mitmach-Aktion ein. Von 9 bis 12 Uhr können Interessierte in den Eingangshallen der Standorte Detmold und Lemgo im sogenannten „Room of Error“ selbst zu Fehler-Detektiven werden.

Dafür wird eine möglichst realistische Situation aus dem Krankenhausalltag nachgestellt. Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung zu sein. Wer jedoch genauer hinsieht, entdeckt verschiedene bewusst eingebaute Fehler, Gefahrenquellen und Risiken aus Medizin und Pflege. Die Aufgabe der Teilnehmenden: aufmerksam hinschauen und möglichst viele davon erkennen.

Mit der Aktion möchte das Klinikum Lippe den Blick für mögliche Gefahren im Krankenhausalltag schärfen und gleichzeitig zeigen, dass Patientensicherheit eine gemeinsame Aufgabe ist. Mitarbeitende können ihre Aufmerksamkeit für vermeidbare Risiken außerhalb des Arbeitsalltags trainieren. Patientinnen und Patienten sowie Angehörige erfahren, worauf auch sie achten und wie sie aktiv zu mehr Sicherheit beitragen können.

Der „Room of Error“ steht zugleich für einen offenen und konstruktiven Umgang mit Fehlern, denn Patientensicherheit bedeutet nicht nur, auf bereits geschehene Fehler zu reagieren. Entscheidend ist, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, offen anzusprechen und daraus Maßnahmen abzuleiten, bevor Patientinnen und Patienten zu Schaden kommen.

Patientensicherheit lebt von Aufmerksamkeit, guter Kommunikation und einer Kultur, in der mögliche Risiken offen angesprochen werden können. Der ‚Room of Error‘ soll auf eine anschauliche und spielerische Weise genau dafür sensibilisieren.

Die Aktion findet am Donnerstag, 17. September 2026, von 9 bis 12 Uhr zeitgleich in den Eingangshallen des Klinikums Lippe in Detmold und Lemgo statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte können einfach vorbeikommen, auf Fehlersuche gehen und ihr Gespür für Patientensicherheit testen. Für besonders erfolgreiche Fehler-Detektive hält das Klinikum Lippe eine kleine Aufmerksamkeit bereit.

Verstehen. Begleiten. Stärken.
Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Lippe lädt zum Tag der offenen Tür ein

20.08.2026. Wie sieht der Alltag in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aus? Wie werden junge Menschen mit psychischen Erkrankungen behandelt und begleitet? Und welche Rolle spielen dabei beispielsweise Kunst, Musik, Tiere oder Bewegung? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es am Samstag, 5. September 2026: Von 10 bis 15 Uhr lädt die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Klinikums Lippe zum Tag der offenen Tür in die Heldmanstraße 45 in Bad Salzuflen ein.

Unter dem Motto „Verstehen. Begleiten. Stärken.“ erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen, Führungen sowie zahlreichen Aktions- und Informationsständen. Auch für Essen und Getränke zu kleinen Preisen ist gesorgt. Als besonderen Gast begrüßt das Klinikum Lippe den TBV Lemgo Lippe.

„Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen verdient unsere besondere Aufmerksamkeit. Mit dem Tag der offenen Tür möchten wir zeigen, wie vielfältig und multiprofessionell die Versorgung in unserer Kinder- und Jugendpsychiatrie ist. Gleichzeitig investieren wir mit der Erweiterung des Standortes ganz bewusst in die Zukunft der psychiatrischen Versorgung junger Menschen in Lippe und darüber hinaus“, sagt Dr. Niklas Cruse, Geschäftsführer des Klinikums Lippe.

Mitmachen, informieren und die Klinik kennenlernen: Auf der Blaulichtmeile gibt es Einsatzfahrzeuge und die Arbeit der beteiligten Organisationen zu entdecken. Für jüngere Besucherinnen und Besucher stehen unter anderem Hüpfburg, Kinderschminken, Glücksrad und Bastelstation auf dem Programm. An zahlreichen Informations- und Aktionsständen stellen Mitarbeitende und Partner weitere Themen vor. Dazu gehören Hygiene, tiergestützte Therapie, Hippotherapie und Sozialdienst.

Wer die Arbeit der Klinik noch genauer kennenlernen möchte, kann an thematischen Führungen teilnehmen. Angeboten werden eine Führung durch die Schule im Klinikum sowie Führungen durch die Klinik und ihre Stationen. Dabei erhalten die Gäste unter anderem Einblicke in die Ergo-, Kunst- und Musiktherapie und erfahren, wie unterschiedliche Professionen bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten. Auch das Vortragsprogramm greift unterschiedliche Aspekte der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf. Fachleute informieren über Adipositas bei jungen Menschen und stellen ein Deeskalationsprogramm vor.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zukunft des Standortes: In einem Vortrag wird der Erweiterungsbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bad Salzuflen vorgestellt. Besucherinnen und Besucher erfahren, wie sich die Klinik baulich und medizinisch weiterentwickeln wird und welche zusätzlichen Möglichkeiten für die Versorgung junger Patientinnen und Patienten entstehen.

Tag der offenen Tür auf einen Blick

Samstag, 5. September 2026, 10 bis 15 Uhr
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Klinikum Lippe, Heldmanstraße 45, 32108 Bad Salzuflen

Das erwartet die Gäste:

  • Vorträge und Führungen
  • Blaulichtmeile
  • TBV Lemgo Lippe zu Gast
  • Spiel und Spaß: Hüpfburg, Kinderschminken, Bastelstation, Glücksrad
  • Aktion und Info: Hygiene, Tiergestützte Therapie (TGT), Hippotherapie, Sozialdienst, Ernährung und Lebensmittel aus Eigenanbau
  • Essen und Getränke zu kleinen Preisen und vieles mehr

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen: Tag der offenen Tür in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

 

Fachlicher Austausch in Detmold auf hohem Niveau

Zweites Onkologisches Pflegesymposium des UK OWL gut besucht

Das Onkologische Pflegesymposium ist eine Initiative der drei Krankenhäuser des Universitätsklinikums OWL der Universität Bielefeld: des Klinikums Lippe, des Klinikums Bielefeld und des Evangelischen Klinikums Bielefeld Bethel. Nach dem erfolgreichen Auftakt im November 2025 in Bielefeld wurde die Reihe nun am 3. Juli 2026 in Detmold fortgesetzt. Ziel ist es, den fachlichen Austausch onkologischer Pflegekräfte zu fördern und die Vernetzung über die einzelnen Standorte hinaus zu stärken.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Lippe, und Univ.-Prof. Dr. Christine Dierks, Direktorin der Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie am Klinikum Lippe.

Wie hoch spezialisiert die onkologische Pflege heute ist, machte das darauffolgende Programm eindrucksvoll deutlich: Von der Stomatherapie über das Management chemotherapie-induzierter Neuropathien, die Wundversorgung von Tumoren im palliativen Setting und die Ernährung in der Sterbephase bis hin zu den Grundlagen der Zytostatikatherapie, der Hautpflege in der Strahlentherapie und der Pflege im Umfeld robotischer Chirurgie reichte das Themenspektrum. Die Vorträge wurden von onkologischen Fachpflegekräften, Wundexpertinnen und -experten sowie Fachtherapeutinnen aller drei Häuser gestaltet. Alles gemäß dem Motto: Pflegende berichten für Pflegende aus ihrer täglichen Praxis. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, welche die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch einmal zum Austausch nutzten.

„Ich freue mich, dass wir heute über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort und weitere online erreichen konnten. Die onkologische Pflege ist längst ein hochspezialisiertes Berufsfeld mit eigener Expertise. Genau dieses Fachwissen sichtbar zu machen und den kollegialen Austausch zu fördern, ist das Anliegen dieser Veranstaltungsreihe“, betonte Sascha Hetmeier, Pflegedienstleitung am Klinikum Lippe. Er organisierte und moderierte den Fachtag gemeinsam mit Dorothea Baus (EvKB) und Nele Schwier (Klinikum Bielefeld).

Organisatoren, Referenten und Gastgeber des 2. Onkologischen Pflegesymposiums des UK OWL freuten sich über eine gelungene Veranstaltung. (Foto: © Klinikum Lippe, Mandy Lange)

Weltkrebstag 2026: Telefonaktion des Onkologischen Zentrums Lippe

„Gemeinsam einzigartig“ für eine optimale Versorgung

Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar 2026 beteiligt sich das Onkologische Zentrum Lippe mit einer besonderen Telefonaktion. Unter dem Motto „Gemeinsam einzigartig“ stehen an diesem Tag ausgewiesene Expertinnen und Experten aus den zertifizierten onkologischen Zentren des Klinikums Lippe persönlich für Fragen von Bürgerinnen und Bürgern, Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen zur Verfügung.

Krebserkrankungen sind so individuell wie die Menschen, die betroffen sind. Entsprechend vielfältig sind auch die Fragen zu Diagnostik, Therapie, Nebenwirkungen, Vorsorge und Nachsorge. Mit der Telefonaktion möchte das Onkologische Zentrum Lippe niedrigschwellig informieren, Orientierung geben und zeigen, welche spezialisierten Versorgungsstrukturen am Klinikum Lippe für Betroffene bereitstehen.

Telefonaktion am Weltkrebstag – 04.02.2026 von 13:00 bis 16:00 Uhr
Telefonnummer Onkologisches Zentrum Lippe: 05231 72-2222

Folgende Expertinnen und Experten sind am Weltkrebstag telefonisch erreichbar:

  • Prof. Dr. Frank Hartmann
    Ärztlicher Leiter des Onkologischen Zentrums und des Zentrums für Hämatologische Neoplasien: Ansprechpartner für Leukämien, Lymphome und weitere Erkrankungen des blutbildenden Systems
  • Univ.-Prof. Dr. Jens Höppner
    Ärztlicher Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums: Ansprechpartner für Krebserkrankungen von Darm, Magen, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse und weitere Tumore des Magen-Darm-Traktes
  • Dr. Stefan Nestoris
    Ärztlicher Leiter des Hautkrebszentrums: Ansprechpartner für Hautkrebs und andere maligne Erkrankungen der Haut
  • PD Dr. Jan Groetzner
    Ärztlicher Leiter des Lungenkrebszentrums: Ansprechpartner für Lungenkrebs und weitere Tumore des Thorax
  • Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert
    Ärztlicher Leiter des Uroonkologischen Zentrums: Ansprechpartner für Prostata-, Blasen-, Nierenkrebs und weitere Tumore des Urogenitaltraktes
  • Univ.-Prof. Dr. Beyhan Ataseven
    Ärztliche Leiterin des Brustzentrums und des Gynäkologischen Krebszentrums: Ansprechpartnerin für Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs und weitere gynäkologische Tumore
  • Dr. Dr. Friedrich Stefan Lautenschläger
    Leitender Oberarzt der Strahlentherapie: Ansprechpartner für Fragen zur Strahlentherapie bei onkologischen Erkrankungen

Ergänzend steht die Krebsberatungsstelle Lippe für allgemeine Fragen, psychosoziale Unterstützung und weiterführende Beratung zur Verfügung: Telefon Krebsberatungsstelle Lippe 05231 62-7724.

Gute Krebsmedizin beginnt nicht erst mit der Therapie, sondern mit Aufklärung, Orientierung und persönlicher Begleitung. Mit dieser Aktion möchte das Klinikum Lippe gemeinsam mit der Krebsberatungsstelle Lippe medizinische Expertise anbieten und Mut machen, Fragen zu stellen, Unsicherheiten anzusprechen und sich frühzeitig zu informieren.

Das Wintersymposium 2025 bot auch in diesem Jahr einen zentralen Treffpunkt für Ärztinnen, Ärzte sowie Fachkräfte aus der regionalen Gesundheitsversorgung. Gemeinsam organisiert vom Klinikum Lippe und dem Ärztenetz Lippe…

17.11. Welt-Frühgeborenentag: Laternenrundgang und Wärmespeicher in Purpur
Perinatalzentrum Lippe macht auf kleinste Patienten aufmerksam

Am 17. November ist Weltfrühgeborenentag – ein Tag, der weltweit auf die besonderen Herausforderungen von Frühgeborenen und ihren Familien aufmerksam macht. Auch das Perinatalzentrum Lippe des Klinikums Lippe beteiligt sich wieder an diesem besonderen Anlass und lädt alle ehemaligen Frühchen, ihre Geschwister, Eltern und Angehörigen herzlich zu einem Laternenrundgang am Klinikstandort Detmold ein.

Der Laternenumzug startet am Montag, 17. November 2025, um 17:30 Uhr am Haupteingang des Klinikstandorts Detmold. Im Anschluss lassen Teilnehmende und das Klinik-Team den Abend bei Punsch und Stutenkerlen in gemütlicher Atmosphäre ausklingen. Für die musikalische Begleitung sorgt der Cultur-Tupfer e.V.

Ein besonderes Zeichen der Solidarität gibt es am 17. November auch in der Stadt: Die Stadtwerke Detmold lassen mit Einbruch der Dunkelheit ihren Wärmespeicher in purpur erstrahlen. In den letzten Jahren hatten anlässlich des Welt-Frühgeborenentages bereits das Hermannsdenkmal und das Schloss in Detmold ein sichtbares Zeichen für die Allerkleinsten gesetzt.

Der Welt-Frühgeborenentag steht symbolisch für die Stärke, den Mut und die Lebensfreude von Kindern, die zu früh auf die Welt gekommen sind – und für den großen Einsatz, den Eltern, Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte jeden Tag leisten. Die Farbe purpur und weltweite Beleuchtungsaktionen unter dem Motto „Purple for preemies“ gelten dabei als Zeichen der Hoffnung für Frühgeborene.

Herzwochen 2025: Gesunde Gefäße – gesundes Herz
Klinikum Lippe informiert über koronare Herzkrankheit und Herzinfarktprävention

Atemnot, Brustenge oder Schmerzen bei körperlicher Anstrengung – viele Menschen kennen diese Beschwerden, doch kaum jemand denkt sofort an das Herz. Oft steckt eine koronare Herzkrankheit (KHK) dahinter – eine schleichende Schädigung der Herzkranzgefäße, die über Jahre unbemerkt verlaufen kann. Die KHK ist die häufigste Herzerkrankung in Deutschland und zugleich Hauptursache für Herzinfarkte.

Porträt Mann

„Die koronare Herzkrankheit entwickelt sich oft über Jahre unbemerkt. Gerade deshalb ist Aufklärung so wichtig“, betont Univ.-Prof. Dr. Stephan Gielen, Direktor der Universitätsklinik für Kardiologie am Klinikum Lippe. „Wer seine Risikofaktoren kennt und frühzeitig handelt, kann Herzinfarkten effektiv vorbeugen. Bewegung, gesunde Ernährung, Nichtrauchen und die Kontrolle von Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker sind dabei die wirksamsten Maßnahmen.“

Aufklärung ist auch das Ziel der Deutschen Herzstiftung, die mit dem Motto „Gesunde Gefäße – gesundes Herz: Den Herzinfarkt vermeiden“ vom 1. bis 30. November 2025 über Ursachen, Risikofaktoren, Vorbeugung und moderne Therapiemöglichkeiten dieser Volkskrankheit informiert. Das Klinikum Lippe beteiligt sich an der bundesweiten Aufklärungsaktion – mit einer Informationsveranstaltung am Tag der offenen Tür am Klinikstandort Lemgo.

Herzwochen-Vortrag am Klinikum Lippe in Lemgo
Gesunde Gefäße – gesundes Herz: Den Herzinfarkt vermeiden

Samstag, 8. November 2025, 14.00 bis 15.00 Uhr
in der Mitarbeiter-Cafeteria (Ausschilderung ab Haupteingang folgen), Klinikum Lippe, Lemgo

Referenten: Univ.-Prof. Dr. Stephan Gielen, Dr. Mohammad Al Mawed und Irma Bagdoniene
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Vortrag zum Thema Schlaf und Schlafapnoe gut besucht

Zwei Männer halten einen Vortrag.Am 23.09.2025 fand in der Volkshochschule Hohenhausen (Kalletal) ein gemeinsamer Informationsabend der VHS Detmold und des Klinikums Lippe statt. Rund zwanzig interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich über „Schlaf und Schlafapnoe“ zu informieren.

Als Referenten standen Dr. Hagen Vorwerk, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin am Klinikum Lippe, und Michael Klotz, Atmungstherapeut, Rede und Antwort. Sie erklärten, dass die obstruktive Schlafapnoe eine weit verbreitete Erkrankung ist, die oft unterschätzt wird. Typische Symptome sind Schnarchaussetzer, die meist von Bettpartnerinnen oder Bettpartnern bemerkt werden, sowie ausgeprägte Tagesschläfrigkeit. Auch ein schwer einstellbarer Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2 und Übergewicht können Hinweise sein.

Die Referenten betonten, dass eine unbehandelte Schlafapnoe nicht nur die Lebensqualität einschränkt, sondern auch ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall darstellt. Eine bewährte und einfache Therapie bietet die Behandlung mit einer nCPAP-Maske, die während des Schlafs kontinuierlich Atemluft zuführt. Besonders praxisnah war die Beantwortung von Fragen aus dem Publikum.

Wie komme ich ins Schlaflabor Lemgo?
→ Voraussetzung ist eine vorher durchgeführte Polygraphie (Voruntersuchung) und eine Überweisung.

Wie kann ich Kontakt aufnehmen?
Das Schlaflabor Lemgo ist unter der Telefonnummer 05261 26-6080 erreichbar. Hier erhalten Interessierte weitere Informationen und können einen Termin vereinbaren.

Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie wertvoll die enge Zusammenarbeit von Volkshochschule Detmold-Lemgo und Klinikum Lippe ist, um Gesundheitswissen in die Region zu tragen und Betroffenen direkte Wege zur Hilfe aufzuzeigen.

Beim Heimspiel des TBV Lemgo Lippe am 25. September 2025 stand neben dem Sport ein weiteres wichtiges Thema im Mittelpunkt: die Laienreanimation…

Rückblick: 9. Lippische Parkinson-Akademie in Lemgo

Stuhlreihen mit Gästen während eines VortragesAm 24. September 2025 fand im Forum des Engelbert-Kämpfer-Gymnasiums in Lemgo die bereits 9. Lippische Parkinson-Akademie statt. Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr ein Thema, das Betroffene wie Angehörige gleichermaßen bewegt, aber häufig unterschätzt wird: die Angst vor dem Fortschreiten der Krankheit. Sorgen um den Verlust der Selbstständigkeit, körperliche Einschränkungen oder die Angst, pflegebedürftig zu werden, können die Lebensqualität stark beeinträchtigen.

Die Gerontologin Dr. Ann-Kristin Folkerts, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uniklinik Köln, beleuchtete in ihrem Vortrag eindrücklich, wie sich diese Ängste äußern können und welche Möglichkeiten es gibt, ihnen zu begegnen. Ihr Vortrag bot sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch praktische Ansätze für den Alltag.

Traditionell fasste Univ.-Prof. Dr. Christoph Redecker, Direktor der Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie, die neuesten Entwicklungen in Diagnostik und Therapie der Parkinson-Erkrankung zusammen. Seine Übersicht gab den Anwesenden wertvolle Einblicke in aktuelle Forschungsansätze und Behandlungsoptionen. „Unser Ziel ist es, den Patientinnen und Patienten sowie ihren Angehörigen Mut zu machen und ihnen zu zeigen, dass die moderne Medizin viele Möglichkeiten bietet, mit der Erkrankung besser zu leben“, betonte Prof. Redecker.

Zum Abschluss blieb Raum für einen regen Austausch: Viele Fragen aus dem Publikum führten zu einer lebhaften Diskussion, bei der Betroffene, Angehörige und Fachleute ins Gespräch kamen. Die positive Resonanz und die hohe Teilnehmerzahl unterstreichen, wie wichtig die Parkinson-Akademie als Forum für Information, Austausch und Unterstützung ist. Bereits jetzt freuen sich viele auf die nächste Veranstaltung.

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