| Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Lippe

Hotline
Das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum leistet Aufklärungsarbeit, informiert Betroffene und bietet optimale Versorgung für alle, die Probleme mit der Blasen‐ und Darmkontrolle haben. Um für die betroffenen Menschen die Hemmschwelle, darüber zu reden, möglich niedrig zu halten, richtet das Klinkum Lippe eine Hotline ein, an die sich Menschen mit Problemen der Inkontinenz wenden können. Die Hotline wird zeitnah eingerichtet und ist dann von montags bis freitags in der Zeit von 8.00 bis 16:00 Uhr mit fachkundigen Mitarbeitern besetzt.

Über diese Hotline sollen keine medizinischen Ferndiagnosen erstellt werden, sondern betroffene Patienten werden an die entsprechenden Spezialsprechstunden weitervermittelt.

| KONTINENZ- UND BECKENBODENZENTRUM LIPPE

Was wir für Sie tun können

Inkontinenz ist immer noch ein Tabuthema. Das Problem ist weit verbreitet und kann jeden, ob Frau oder Mann, jung oder alt, treffen: Harn oder Stuhl geht unkontrolliert ab. Für die Betroffenen gilt: Sie sind nicht allein. Es kann ihnen geholfen werden!

Man geht davon aus, dass in Deutschland etwa 5 Millionen Menschen an einer Harn‐oder Stuhlinkontinenz leiden. Eine nicht unerhebliche Dunkelziffer dürfte die genaue Anzahl der Betroffenen aber noch deutlich höher liegen. Viele Betroffene ziehen sich aus Scham oder Furcht aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Nur jeder 5. wendet sich mit diesem Problem an einen Arzt oder eine Ärztin, obwohl durch geeignete Untersuchungen und Einleitung entsprechender Behandlungsmethoden ein Großteil von ihrem Leiden befreit oder zumindest verbessert werden können.

Deshalb haben sich unsere Spezialisten für die Behandlung der Blasen‐ und Darmschwäche zusammengeschlossen, um im Kontinenz- und Beckenbodenzentrum am Klinikum Lippe Detmold  gemeinsam mit allen Betroffenen optimale Beratungs‐ und Behandlungsmöglichkeiten anbieten zu können.

Der Beckenboden bildet den muskulären Abschluss des Bauchraums nach unten. Er trägt zur stabilen Positionierung der Beckenorgane (Blase, Harnröhre und Darm) bei. Eine gut funktionierende Beckenbodenmuskulatur ist die Grundlage für ein physiologische Blasen‐ und Darmaktivität. Sowohl der Verschluss der Ausscheidungsorgane (Speicherung) als auch die reibungslose Entleerung werden maßgeblich über die Beckenbodenmuskulatur beeinflusst. Auch Senkungsbeschwerden (bei der Frau) oder Schmerzzustände können durch einen stabilen Beckenboden vermieden werden. Um langfristig den Beckenboden gesund zu erhalten, sind neben einer gezielten Beckenbodengymnastik vor allem Veränderungen der Lebendgewohnheiten nötig.

Regelmäßige Bewegung, maßvolles Essen und Trinken sowie eine physiologische Blasen‐ und Darmentleerung können vorbeugend und auch heilend sein. Fehlbelastungen des Beckenbodens durch Übergewicht, chronisches Asthma bronchiale und Nervenschädigungen durch Diabetes mellitus sollten vermieden werden. Schwere körperliche Arbeiten sind nicht immer zu vermeiden, können aber durch Erlernen bestimmter „Sicherheitsmaßnahmen“ vermieden werden.

Nach Schätzungen sind allein in Deutschland etwa 5 Millionen Menschen an einer Harn‐ oder Stuhlinkontinenz betroffen. Viele Betroffene ziehen sich aus Scham oder Furcht aus ihrem sozialen Umfeld zurück und versorgen sich mit Hilfsmitteln selbst. Nur jeder 5. spricht einen Arzt auf dieses Problem an, obwohl entsprechende Untersuchungen und durch entsprechende Behandlungen/Therapien die meisten von ihrem Leiden befreit werden können.

Deshalb haben sich die Spezialisten im Klinikum Lippe für die Behandlung der  Blasen‐ und Darmschwäche zusammengeschlossen, die  früher auch schon in ihren Fachbereichen erfolgreich Patienten/Patientinnen behandelt haben, um im Kontinenz- und Beckenbodenzentrum am Klinikum Lippe in Detmold gemeinsam mit allen Betroffenen optimale Beratungs‐ und Behandlungsmöglichkeiten anbieten zu können.

Die Betreuung inkontinenter Menschen erfordert genaue medizinische Kenntnisse zu den unterschiedlichen Inkontinenzformen, deren Diagnostik und Therapie.

Spezialisierte Ärzt*innen der

  • Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
  • Frauenklinik
  • Klinik für Urologie
  • Klinik für Neurologie und Neurogeriatrie (Lemgo)
  • Klinik für Kinderchirurgie
  • Klinik für Geriatrie (Lemgo)

arbeiten daher in unserem Kontinenz‐Zentrum Hand in Hand interdisziplinär zusammen, um für den Betroffenen den bestmöglichen Behandlungserfolg zu gewährleisten.

Ein organisatorischer Leiter*in koordiniert das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum. Er stellt sicher, dass die Vorgaben der Deutschen Kontinenzgesellschaft eingehalten werden und die Voraussetzungen zu den regelmäßigen Rezertifizierungen eingehalten werden. Der  Leiter*in des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums zeichnet verantwortlich für die Durchführung interner und externer Fortbildungsveranstaltungen und auch für Patientenseminare etc.

In interdisziplinären Fallkonferenzen werden die Patienten besprochen werden, die einer fachübergreifenden Diagnostik und Therapie bedürfen. Dadurch soll der Kenntnisstand aller beteiligten Disziplinen auch über das eigene Fach hinaus erweitert und ständig aktualisiert werden.

Das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum leistet Aufklärungsarbeit, informiert Betroffene und bietet optimale Versorgung für alle, die Probleme mit der Blasen‐ und Darmkontrolle haben.

Die Betreuung inkontinenter Menschen erfordert genaue medizinische Kenntnisse zu den unterschiedlichen Inkontinenzformen, deren Diagnostik und Therapie. Spezialisierte Ärzte und Ärztinnen der Chirurgie, Frauenheilkunde und Urologie arbeiten in unserem Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Hand in Hand, um für den Betroffenen den bestmöglichen Behandlungserfolg zu gewährleisten.

In Zusammenarbeit mit ausgebildeten Kontinenzberatern/‐beraterinnen bieten wir über die medizinische Behandlung hinaus optimale Lösungen zur Alltagsbewältigung und Verbesserung der Lebensqualität.

Mitarbeiter*innen unserer krankengymnastischen Abteilung stehen mit speziellen Trainingsprogrammen zur Verfügung.

Wir sind bemüht, alle erforderlichen diagnostischen Maßnahmen sowie die Vorbereitung auf einen evtl. erforderlichen Eingriff unter ambulanten Bedingungen durchzuführen. Hierdurch sowie durch den zunehmenden Einsatz minimalinvasiver Verfahren  kann  der  stationäre Aufenthalt auf ein Minimum beschränkt bleiben. Einzelheiten über den jeweiligen Ablauf werden individuell mit den Patientinnen und Patienten abgesprochen.

Um langfristig ein gutes operatives Ergebnis zu gewährleisten, ist eine gezielte Beckenbodengymnastik frühestens acht Wochen nach der Operation wichtig. Auch sollten bestimmte Verhaltensregeln erlernt werden, um eine Fehlbelastung des Beckenbodens zu vermeiden. Deshalb bekommt jede Patientin nach der Operation ein ausführliches Abschlussgespräch und Informationsmaterial, in dem nochmals auf alle wichtigen Aspekte eingegangen wird.

Prof. Dr. med.<br />Karl Dietrich Sievert

Prof. Dr. med.
Karl Dietrich Sievert

Zentrumsleitung

Klinik für Urologie
Telefon 05231 72-1491
E-Mail

Dr. med.<br />Dorothea Möller

Dr. med.
Dorothea Möller

Zentrumskoordinatorin

Frauenklinik
Telefon 05231 72-3013
E-Mail

Dr. med.<br />Britta Eikötter

Dr. med.
Britta Eikötter

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Telefon 05231 72-1151
E-Mail

Christine Herbst

Christine Herbst

Interne Koordinatorin

Fachkrankenschwester,
Urotherapeutin

Reiner Schmidt

Reiner Schmidt

Stomatherapeut

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Sprechstunden

Urologie

Prof. Dr. med. Karl Dietrich Sievert (Neurourologie)
nach telefonischer Vereinbarung

Dr. med. Alfons Gunnemann
nach telefonischer Vereinbarung

Urogynäkologie

Dr. med. Dorothea Möller
Mittwoch von 10:00 – 14:00 Uhr

Viszeralchirurgie / Koloproktologie

Dr. med. Britta Eikötter
Montag von 08:30 – 16:00 Uhr

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Leistungsspektrum

In Zusammenarbeit mit ausgebildeten Kontinenzberatern und‐beraterinnen bieten wir über die medizinische Behandlung hinaus optimale Lösungen zur Alltagsbewältigung und Verbesserung der Lebensqualität.

Mitarbeiter*innen unserer krankengymnastischen Abteilung stehen mit speziellen Trainingsprogrammen zur Verfügung.

  • Ärztliche Kontinenzsprechstunden in der Chirurgie, Frauenheilkunde oder Urologie je nach individuellem Beschwerdebild
  • Zusammenarbeit aller an der Beratung und Behandlung beteiligten Fachgebiete
  • Umfassende Diagnostik der Harn‐ oder Stuhlinkontinenzformen und deren Ursachen
  • Durchführung sämtlicher nicht‐operativer und operativer Therapieverfahren
  • Beratungssprechstunden zum Umgang mit der Inkontinenz im Alltag durch speziell ausgebildete Fachkräfte
  • Vermittlung krankengymnastischer Angebote wie z. B. Beckenbodentraining (neue Kurstermine), sowie Biofeedback, Elektrostimulation.

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Harninkontinenz

Harninkontinenz und Blasenfunktionsstörungen

Diagnostik

Um den größtmöglichen Erfolg einer Therapie von Harnblasenfunktionsstörungen zu gewährleisten ist eine differenzierte Diagnostik erforderlich, um eine individuell abgestimmte therapeutische Entscheidung zu treffen. Die Urologische Klinik stellt hierzu die gesamte Palette moderner Diagnostik zur Verfügung.

An erster Stelle gehört hier die Erhebung der Krankengeschichte um die Auswirkungen besser zu verstehen (Anamnese). Daran schließen sich oft ein Miktionstagebuch an, um die Beschwerden zu objektivieren. Des weiteren können entsprechende Untersuchungen wie die Blasendruckmessung (Urodynamik), ggf. in Kombination  mit  Röntgen  (Videourodynamik);  Röntgendiagnostik  des unteren Harntraktes (Harnblase und Harnröhre) mit Kontrastmittel (z. B. Zystogramm, Miktionszysturethrogramm, Urethrogramm), Sonographie (Ultraschall) des oberen und unteren Harntraktes, Harnröhrenmessungen, Blasen‐ und Scheidenspiegelung sowie alle erforderlichen klinischen Funktionsuntersuchungen durchgeführt werden.

Therapie

Im Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Lippe werden alle Formen der Harninkontinenz und der Harnblasenfunktionsstörungen therapiert. Hierzu zählen u.a. die Belastungs‐ und Dranginkontinenz. Darüber hinaus werden aber auch andere Formen der Harninkontinenz behandelt, die z. B. durch Fistelbildung zwischen der Harnblase und der Scheide bedingt sind. Hierzu stehen alle modernen gängigen Verfahren zur Verfügung.

Konservative Verfahren werden in der Regel durch die betreuenden niedergelassenen Ärzte durchgeführt. Wir stehen beratend zur Verfügung oder leiten eine konservative Therapie ein, falls dies von den behandelnden Kollegen gewünscht wird. Zu den konservativen Verfahren gehören z.B. die vaginale und rektale Elektrostimulation, Biofeedback‐Training, Beckenbodengymnastik sowie die medikamentöse Behandlung.

Sind konservative Maßnahme ohne Erfolg geblieben oder liegt eine schwere Harninkontinenz vor ist durch oftmals nur durch eine Operation ein gutes Ergebnis zu gewährleisten.

Östrogen (Frau):
Unterstützung des Harnröhren‐ und Scheidengewebe von Frauen nach der Menopause (das Ende der Menstruationsblutungen) oder bei generellem Hormonmangel.

Duloxetin:
Serotonin‐ und Noradrenalin‐Wiederaufnahmehemmer stärkt die Durchblutung, Spannung und Reaktion der Muskeln um die Harnröhre. Blasenverschluss und Entleerung werden besser kontrolliert (vor allem bei Belastungsinkontinenz).

Anticholinergika/Antimimetika:
Hemmen die unwillkürliche oder zu früh einsetzende Kontraktion der Blasenmuskulatur, sowohl der zu häufige Harndrang als auch ein plötzlicher unwillkürlichen Urinverlust können verhindert werden (bei Dranginkontinenz).

Biofeedback:
Verfahren, um die Kontraktion des Beckenbodens optisch und akustisch sichtbar zu machen. Die Patientin erhält direkte Kontrolle darüber, ob auch wirklich die richtige Muskelgruppe angespannt wird. Nur nach intensiver Anleitung durch eine(n) Physiotherapeuten/Physiotherapeutin oder eine(n) Ärztin/Arzt und bei konsequentem Training ist ein Therapieerfolg zu erwarten.

Belastungsinkontinenz der Frau

Minimalinvasive Verfahren

  • Suburethrale Schlingenverfahren (TVT, TVT‐O)
  • Rekonstruktion der Beckenbodenanatomie durch transvaginale Operationsverfahren (Netze)
  • Rekonstruktion  der  Anatomie  durch  laparoskopische  Verfahren (Schlüssellochchirurgie)

Konventionelle (offene) Verfahren

  • Kolposuspension nach Burch bei Rezidiven oder Problemfällen
  • Rekonstruktion der Anatomie bei ausgeprägten Senkungen z. B. durch Kolposakropexie

Offene Verfahren aber auch unter der Nutzung des robotischen Verfahrens (DaVinci®)

  • Sphinkterprothesenimplantation

Belastungsinkontinenz des Mannes

Minimalinvasive Verfahren

  • Implantation von Schlingen nach operativen Eingriffen

Offene Verfahren

  • Sphinkterprothesenimplantation
  • In seltenen Fällen ist die Entfernung der Harnblase und Anlage eines IleumConduits die Therapie der Wahl, aber erst wenn die anderen Therapieverfahren ausgeschöpft sind

Dranginkontinenz bei Mann und Frau

Minimalinvasive Verfahren

  • Beim Mann ggf. operative Therapie der veränderten Prostata
  • Botoxbehandlung der Harnblase
  • Sakrale Neurostimulation und ‐implantation

Harninkontinenzformen

Mit ca. 60% die häufigste Harninkontinenzform. Diese Erkrankung ist nicht unbedingt eine Erkrankung die erst im höheren Alter auftritt, auch junge Menschen (Frau oder Mann) können betroffen sein. Unter körperlicher Belastung, z. B. Husten, Niesen, Lachen oder Heben übersteigt der Blasendruck den Verschlußdruck der Harnröhre und es kommt zum unwillkürlichen Urinverlust. Hier ist neben der Beckenbodenschwäche, eine Veränderung des Bindegewebes, des venösen Durchblutung des Blasenhalsregion oder eine nervale Fehlsteuerung des Blasenverschlussmechanismus die Ursache.

Bei der Dranginkontinenz handelt es sich um eine Inkontinenzform die durch ein unwillkürliches „Zusammenziehen“ der Blasenmuskulatur zustande kommt (motorisch). Auch Erkrankungen wie z.B. die Multiple Sklerose oder der Diabetes mellitus können eine Harnblaseninstabilität verursachen. Die sensorische Dranginkontinenz ist eine Fehlreizleitung der Blaseninnenseite ohne dass die Blase die entsprechende Füllung hat und eine „Fehlinformation“ auslöst. Der/die Betroffene bekomme einen pplötzlichen Harndrang der in einem Harnverlust münden kann.

In circa 20% der Fälle besteht eine Mischform von Stress‐ und Dranginkontinenz.

Durch neurogene Störung z. B. bei Querschnittslähmung wird die Kontrolle des Blasensteuerungszentrums im unteren Teil des Rückenmarks, von der zentralen Steuerung im Gehirn abgeschnitten. Blase und Schließmuskelfunktion lassen sich dann nicht mehr koordinieren und es kommt zum reflektorischen unwillkürlichen Urinabgang.

Die Überlaufinkontinenz ist im Gegensatz zu den anderen Inkontinenzformen zunächst einmal eine Störung der Blasenentleerung. Durch die zu hohen Restharnmengen kommt es zum kontinuierlichen Druckanstieg in der Blase. Bei chronischem Verlauf wird die Blasenmuskulatur überdehnt und der Verschlussmechanismus überwunden. Die Folge ist ein entsprechender Urinabgang. Ursachen der Überlaufinkontinenz können z. B. Medikamente sein, die die Blasenmuskulatur schwächen. Bei der Frau kann auch eine Senkung der Blase/Gebärmutter durch Abknicken der Harnröhre zu einer Blasenentleerungsstörung mit hohen Restharnmengen führen. Beim Mann ist es in der Regel die Veränderung der Prostata, seltener Engen in der Harnröhre.

Therapieansatz ist hier entweder die Umstellung der bestehenden Medikation oder ein operative Sanierung der Ursache.

Senkungsbeschwerden von Blase, Harnröhre, Gebärmutter oder des Enddarms können isoliert oder gemeinsam auftreten. Hier kann neben einer gestörten Beckenbodenfunktion auch eine Veränderung des Bindegewebes, eine schlechte Durchblutung oder eine Fehlbelastung der Grund für eine Senkung sein. Auch Schwankungen im Hormonhaushalt sind nicht selten Ursache einer Beckenbodenstörung.

Einer der Hauptfaktoren für generelle Störungen des Beckenbodens sind Überdehnung und Verletzungen unter der Geburt. Die Beschwerdesymptomatik kann hier recht unterschiedlich sein. Von „Fremdkörpergefühl“ in der Scheide, Harn‐ und /oder Stuhlinkontinenz bis zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr reichen die Symptome. Dieses kann durch eine spezielle Beckenbodengymnastik frühzeitig entgegengewirkt werden. Es kann aber auch notwendig sein, dass eine operative Korrektur notwendig ist.

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Stuhlinkontinenz

Der Begriff Stuhlinkontinenz bezeichnet das Unvermögen, den Inhalt des Darms im Enddarm zurückzuhalten. Unwillkürlicher Verlust von Darminhalt (Luft, Darmschleim oder Stuhl) ist die Folge. Die Stuhlinkontinenz ist das Symptom unterschiedlicher Erkrankungen. Die Inkontinenz ist aufgrund der Einschränkung der Lebensqualität sehr belastend für die Patienten, die sich häufig erst nach einer längeren Erkrankungsdauer trauen, einen Arzt aufzusuchen.

Ursachen

Es gibt sehr viele unterschiedliche Erkrankungen, die zu einer Stuhlinkontinenz führen. So können die Ursachen im Bereich des Sphinkters oder des Analkanals liegen, aber auch neurologische Erkrankungen, Veränderungen der Stuhlkonsistenz und (entzündliche) Darmerkrankungen können eine Stuhlinkontinenz verursachen.

Diagnostik

Aufgrund der vielfältigen Ursachen der Stuhlinkontinenz ist zu Anfang  immer die ausführliche Anamneseerhebung in Form eines Fragebogens und des persönlichen Gesprächs erforderlich. Es erfolgen immer eine Spiegelung des Enddarms (Proktoskopie und Rektoskopie) und ein Ultraschall des Sphinkters/Analkanal (Endosonographie). Weitere Untersuchungen werden unter Berücksichtigung der erhobenen Befunde durchgeführt.

Therapie

Nach eingehender Untersuchung und in Abwägung des Einzelfalls werden individuelle Behandlungsoptionen angeboten. Wir bieten nahezu das gesamte Spektrum der konservativen und operativen Therapiemöglichkeiten an und informieren Sie gerne darüber. Nicht selten werden auch konservative und operative Maßnahmen kombiniert. Das operative Spektrum reicht dabei von konventionellen bis hin zu modernsten Operationsmethoden wie z.B. die Implantation von Sonden zur Sakralnervenstimulation (Beckenbodenschrittmacher).

Im Rahmen unserer koloproktologischen Sprechstunde (immer montags von 08:30 ‐ 16:00, Terminvereinbarung unter 05231 721151) können wir gerne ausführlich über Ihre Beschwerden und über die weitere Diagnostik und Therapie sprechen.

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Beckenbodentraining

Physiotherapeutisches Angebot zum Beckenbodentraining für Frauen und Männer

Aufgrund der vielfältigen Ursachen der Stuhlinkontinenz ist zu Anfang  immer die ausführliche Anamneseerhebung in Form eines Fragebogens und des persönlichen Gesprächs erforderlich. Es erfolgen immer eine Spiegelung des Enddarms (Proktoskopie und Rektoskopie) und ein Ultraschall des Sphinkters/Analkanal (Endosonographie). Weitere Untersuchungen werden unter Berücksichtigung der erhobenen Befunde durchgeführt.

  • Einführung in die Anatomie und Physiologie des Recto‐Genital‐Systems
  • Darstellung der funktionellen Zusammenhänge und ihrer Störungen/Dysfunktionen/ Dysbalancen
  • Wahrnehmungsschulung der Atembewegung
  • Wahrnehmungsschulung der Beckenbodenmuskulatur
  • Reaktives und reflektorisches (Be)üben der muskulären Beckenbodenstrukturen
  • Motivation und Förderung der Selbstkompetenz des Patienten
  • Verhaltenstherapie in Belastungsphasen / mentale‐mechanische‐funktionelle Aufschubstrategien
  • Teilnehmer lernen, dass ‚neue‘ Wissen alltäglich zu nutzen z. B. schonendes Heben, Husten, Niesen etc.
  • Sicherung der verbesserten Funktionen

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Hauptkooperationspartner

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Zentrumspartner

Neurologie

Gastroenterologie

Geriatrie

Laboratoriums­medizin

Pädiatrie

Pflege

Physiotherapie

Psychologie / Psychosomatik

Radiologie

Sanitätshaus

Schmerztherapie

Selbsthilfegruppen

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Informationen zum Herunterladen

Flyer Kontinenz

Hier finden Sie demnächst den Informations-Flyer zum Thema Kontinenz des Klinikum Lippe.

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Computerassistierte Chirurgie / daVinci(R)-Operationssystem

Im Kontinenzzentrum Lippe setzen wir bei bestimmten Indikationen auch unser DaVinci-Operationssystem ein. Das computergesteuerte System erleichtert es dem Operateur, Nerven und Muskeln optimal zu erkennen und das Verletzungsrisiko dieser sensiblen Strukturen zu minimieren. Der Operateur steuert über eine Konsole die Instrumente millimetergenau und zitterfrei. Durch ein etwa zehnfach vergrößertes dreidimensionales Bild kann jede kleine Gewebestruktur genau erkannt werden. Dadurch bietet dieses Verfahren der minimalinvasiven, bildgestützten Präzisionschirurgie viele Vorteile für den Operateur und die Patienten.

Die Urologen profitieren von überlegener Visualisierung, verbesserter Geschicklichkeit, größerer Genauigkeit und ergonomischem Komfort. Für die Patienten bedeutet dies neben den Vorteilen der präziseren Operation eine deutlich reduzierte Narbenbildung und eine geringere Komplikationsrate sowie eine kürzere Genesungszeit. Das daVinciR-Operationssystem ist ein modernes Werkzeug des Chirurgen, das ihm hilft, besser zu sehen und präziser zu arbeiten, ihn in seinem Wissen und Können unterstützt, aber keinesfalls ersetzt.

Bilder mit freundlicher Genehmigung der Intuitive Surgical Deutschland GmbH

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Zertifikate

350000

Lipper sind unser Ansporn

50000

Patienten werden bei uns jährlich stationär versorgt

Über 1224

Betten verfügt das Klinikum Lippe

Rund 2800

Mitarbeiter engagieren sich für Ihre Gesundheit