| Perinatalzentrum

Kontakt

Frauenklinik
Sekretariat: Petra Görlich
Telefon 05231 72-3141 oder E-Mail

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Sekretariat: Susanne Frühling
Telefon 05231 72-3171 oder E-Mail

| PERINATALZENTRUM LIPPE

Schritt für Schritt ankommen

Wenn Mutter und Kind vor, während oder nach der Geburt besondere medizinische Versorgung brauchen, sind sie im Perinatalzentrum der Familienklinik bestens aufgehoben: Etwa, wenn Probleme wie eine Schwangerschaftsdiabetes vorliegen oder ernste Risiken bekannt sind – z. B. eine vor dem Muttermund liegende Plazenta. Ärzte und Pflegepersonal sind darauf ausgebildet, Mutter und Kind rund um die Uhr umfassend zu betreuen. Die Ausstattung entspricht den modernsten medizinischen Standards.

Die Familienklinik ist als Perinatalzentrum Level 1 anerkannt. Zudem unterwirft sich das Perinatalzentrum des Klinikums einer freiwilligen Zertifizierung durch ÄKZERT, der Zertifizierungsstelle der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Seit 2011 erfolgen daraufhin jährlich Überwachungsaudits.

Im Perinatalzentrum Level 1 können Babys, die vor der 29. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, voraussichtlich unter 1.250 Gramm wiegen oder nach der Geburt die Hilfe eines Kinderchirurgen brauchen, zur Welt kommen.

Dank modernster Untersuchungsmethoden können Probleme des Kindes schon während der Schwangerschaft (Pränataldiagnostik) erkannt und behandelt werden. Als Perinatalzentrum Level 1 arbeitet die geburtshilfliche Station eng mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin (Neonatologie) zusammen – auch im räumlichen Sinne. Die Frühchen-Intensivstation und der Kreißsaal liegen in der Familienklinik Wand an Wand.

Schritt für Schritt kommen die Frühchen in der Welt draußen an. Dazu gehört auch ein schneller Mutter-Kind-Kontakt, denn immerhin müssen die Frühchen zehn Wochen und länger ohne die heimische Geborgenheit in der Familie auskommen. Deshalb sind tägliche Körperkontakte so wichtig. Die Eltern, deren Kinder viel zu früh und zart zur Welt kommen, werden von Anfang an in die Pflege ihrer Kinder einbezogen. Auch über den Klinikaufenthalt hinaus erhalten sie in der Frühgeborenen-Nachsorge und in der Elternschule Hilfestellung.

Weitere Informationen zur Ergebnisqualität des Perinatalzentrums finden Sie auf dem Informationsportal Perinatalzentren.org

Prof. Dr. med.<br />Thomas Brune

Prof. Dr. med.
Thomas Brune

Zentrumsleitung

Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Dr. med.<br />Corinna Bryan

Dr. med.
Corinna Bryan

Zentrumsleitung

Chefärztin der Frauenklinik

| PERINATALZENTRUM LIPPE

Frauenmilchbank

Muttermilch gilt als der Goldstandard, wenn es um die Ernährung von Neugeborenen geht. Dabei zeigen immer mehr Studien, dass insbesondere sehr kleine Frühgeborene von den wertvollen Inhaltsstoffen profitieren, die in ihr enthalten sind. Zahlreiche Enzyme und Abwehrstoffe schützen vor Infektionen sowie anderen Komplikationen und stimulieren die Entwicklung des noch unreifen Immun- und Verdauungssystems. Schon 100 ml Muttermilch am Tag reichen aus, um ein besonders kleines Frühgeborenes zu ernähren und sein Infektionsrisiko deutlich zu senken.

Doch was ist, wenn die Brust der Mutter keine oder nicht ausreichend Milch produziert? Oft steht gerade für die Frühchen in den ersten Tagen nach der Geburt keine oder nicht ausreichend Muttermilch zur Verfügung, da die Milchbildung der eigenen Mutter noch nicht in Gang gekommen ist. Durch die Frauenmilchbank am Klinikum Lippe können auch diese Kleinsten in den ersten Lebenstagen mit gespendeter Frauenmilch versorgt werden, bis ausreichend Milch der eigenen Mutter vorhanden ist.

Warum heißt es Frauenmilchbank?

Den Begriff Muttermilch verwenden wir, wenn es sich um die Milch der Mutter für das eigene Kind handelt. Von Frauenmilch hingegen sprechen Experten, wenn Frauen Muttermilch spenden, die dann für fremde Kinder verwendet wird.

„Spenden können ausschließlich gesunde Mütter mit einer ausreichenden Milchbildung, die ihr Kind im Perinatalzentrum geboren haben. Wenn sie sich bereit erklären, einen Teil ihrer im Überschuss vorhandenen Muttermilch zu spenden, können sie so einem weiteren im Perinatalzentrum zu früh geborenen Kind oder sogar Mehrlingen eine wertvolle Starthilfe ins Leben geben“ betont Prof. Dr. Thomas Brune, Chefarzt der Kinderklinik und Leiter des Perinatalzentrum Lippe. Milchspenden von außerhalb des Klinikums werden nicht angenommen. Jede gespendete Milchprobe wird im Labor sorgfältig untersucht, in der Milchküche pasteurisiert und tiefgefroren gelagert. Dabei gelten höchste hygienische und medizinische Auflagen, die das Klinikum Lippe erfüllt.

Das Klinikum Lippe ist Mitglied im Frauenmilchbank-Initiative e.V..

„Muttermilch für das eigene Kind wird selbstverständlich auch bei uns schon immer in der Milchküche gelagert und bei Bedarf portioniert an das Kind verfüttert. Nun haben wir die zusätzliche Möglichkeit, Spenderinnenmilch, das heißt Muttermilch einer anderen Frau nach ausführlichen Untersuchungen, an ein sehr kleines Frühgeborenes zu verfüttern, wenn dessen eigene Mutter zu dem Zeitpunkt keine Muttermilch produziert. Voraussetzung ist natürlich immer, dass alle Beteiligten einverstanden sind. Wichtig ist auch, dass unsere Milchbank derzeit ausschließlich Spenderinnenmilch von Frauen annimmt, deren Kind im Perinatalzentrum behandelt wird. Wir können keine Milchspenden von außerhalb der Klinik oder von anderen Patientinnen annehmen.“

Dr. rer. nat. Bettina Brune
Oecotrophologin
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

| PERINATALZENTRUM LIPPE

Zentrumspartner

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Frauenklinik

| TEAMARBEIT

Kompetenz für Kinder- und Jugendliche

Das Klinikum Lippe bietet innerhalb der Region und darüber hinaus eine kompetente Versorgung von Kindern. Diese reicht vom Heranwachsenden im Mutterleib (pränatal) bis ins Jugendalter. Die an der Versorgung von Kindern beteiligten Kliniken und Abteilungen bieten ein breites Leistungsspektrum von Kopf – sowohl physisch, wie auch psychisch – bis Fuß. Die Partner des Perinatalzentrums arbeiten bei Bedarf eng zusammen mit folgenden Abteilungen:

350000

Lipper sind unser Ansporn

50000

Patienten werden bei uns jährlich stationär versorgt

Über 1224

Betten verfügt das Klinikum Lippe

Rund 2800

Mitarbeiter engagieren sich für Ihre Gesundheit