| Kinder- und Jugendmedizin

Damit Kinder schnell wieder gesund werden, achten wir besonders auf die Bedürfnisse unserer kleinen Patienten. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist auf die Behandlung von kleinsten Frühgeborenen bis hin zu Teenagern spezialisiert.

Wir bieten folgende Sprechstunden an

  • Adipositas
  • Frühgeborenen-Nachsorge
  • Kinderkardiologie
  • Neuropädiatrie
  • Schreiambulanz

Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter Telefon 05231 72-3171.

| CHEFARZT

Prof. Dr. med.
Thomas Brune

Klinikum Lippe
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Sekretariat: Katharina Verkamp
Telefon: 05231 72-3171

Dr. med.</br>Beate Ruppert

Dr. med.
Beate Ruppert

Leitende Oberärztin
Dr. med.<br />Michael Fleischer

Dr. med.
Michael Fleischer

Oberarzt
Dr. med. Ulrich Wunderle

Dr. med. Ulrich Wunderle

Oberarzt
Christian Weise

Christian Weise

Oberarzt

| KINDER- UND JUGENDMEDIZIN

Pädiatrie

Pro Jahr behandeln wir 3.000 kleine Patienten stationär und versorgen ca. 11.000 ambulant, mehr als 2.000 Babys werden im Klinikum geboren. Stationäre Behandlungsschwerpunkte liegen in der Versorgung von Früh- und kranken Neugeborenen, Kindern mit angeboren Herzerkrankungen, in der Diabetologie, der Kinderneurologie (Neuropädiatrie) sowie der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit psychosomatischen Erkrankungen.

Der ärztliche Dienst der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin besteht aus Fachärzten für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, das Pflegepersonal aus examinierten Kinderkrankenpflegekräften. Darüber hinaus sind Operationsmethoden, Therapien und Behandlungen auf Kinder- und Jugendliche ausgerichtet. So können Sie sich auf langjährige Erfahrungswerte, Know-how und modernste Diagnosemöglichkeiten verlassen. Denn seit mehr als 80 Jahren gibt es in Detmold ein Kinderkrankenhaus.

Asthma bei Kindern und Jugendlichen

Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Sie kann bereits im Vorschulalter, aber auch im Jugendlichenalter beginnen. In der Regel ist eine Dauertherapie erforderlich.

Sie kann nur funktionieren, wenn der Patient und seine Eltern über Asthma bronchiale, die Ursachen, die Behandlung und mögliche Komplikationen informiert sind. Daher ist bei Diagnosestellung, eine ausführliche Aufklärung erforderlich. Mit zunehmendem Alter müssen aber nicht nur die Eltern, sondern auch die Kinder gut informiert sein.

Lungenerkrankungen

Erkrankungen der Lunge und der Atemwege sind bei Kindern häufig. In den meisten Fällen sind sie als Infektionserkrankungen zeitlich begrenzt. Wenn Kinder anhaltend über Wochen husten, auffällige Atemgeräusche haben oder nicht mehr belastbar sind, sollte eine kinderpneumologische Diagnostik überdacht werden.

Hierzu stehen uns verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die abhängig sind von den Beschwerden und dem Alter des Patienten:

  • Bildgebung: konventionelles Röntgen, Computertomographie (Schichtaufnahmen) mit/ohne Kontrastmittel, Sonographie
  • Bronchoskopie (Spiegelung der tiefen Atemwege)
  • Lungenfunktionsmessung (Bodyplethysmographie) in Ruhe und nach Belastung (Laufband, Ergometer)
  • pH-Metrie (Messung des Säuregehaltes in der Speiseröhre)
  • Blutgasanalyse
  • Pricktest (Allergietest auf der Haut)
  • Labordiagnostik

Angeborene Herzfehler sind die häufigsten angeborenen Fehlbildungen überhaupt. Man rechnet auf ca. 100 Geburten mit einem Kind mit einem Herzfehler. Erworbene Herzfehler und andere Störungen des Herzens oder der Herzaktion sind dagegen eher selten.
Ob ein Herzgeräusch harmlos ist oder ob tatsächlich eine Fehlbildung ursächlich ist, kann in der Regel mit der Echokardiographie entschieden werden.

Uns stehen moderne hochleistungsfähige Farbdoppler – Echokardiographiegeräte ebenso zu Verfügung wie EKG, Belastungs – EKG, Langzeit – EKG, Langzeitblutdruckmessung, Blutgasanalysen und die Möglichkeiten der Kinderradiologie und Pädiatrischen Pneumologie.

Wir pflegen eine enge Zusammenarbeit mit dem Herzzentrum NRW Bad Oeynhausen.

Im Rahmen der kindlichen Entwicklung kann es für Eltern und Kind zu belastenden Schwierigkeiten kommen, die z.B. im Bereich von Schluck-, Ernährungs-, Schlaf- und Interaktionsstörungen liegen können. Die Therapie dieser Störungsbilder ist häufig schwierig und bedarf eines multimodalen Ansatzes. Dafür steht im Klinikum Lippe ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten und Oekotrophologen (Ernährungswissenschaftler) zur Verfügung, um eine umfassende Diagnostik und ein entsprechendes Behandlungskonzept zu gewährleisten.

Ziel dieses Therapiekonzeptes ist einerseits, körperliche Probleme diagnostisch aufzuarbeiten und zu therapieren, andererseits, Hilfe zur Selbsthilfe bei Problemen in der Interaktion zu bieten.

Es werden therapiert:

  • Patienten mit dauerhaftem und anhaltendem Schreien und Schlafstörungen
  • Patienten mit Schluckstörungen
  • Patienten mit allen Arten von Ernährungs- und Gedeihstörungen
  • Säuglinge und Kleinkinder mit Bindungsproblemen.

Sondenentwöhnung

Eine Sondenentwöhnung lässt sich in vier Phasen einteilen und kann – in Abhängigkeit von Sondierungsdauer und Grunderkrankung des Kindes – nach folgendem Prinzip ablaufen:

1. Eingewöhnungsphase
Ausschluss organischer Ursache, Beobachtung der Ernährungssituation und Besprechung des weiteren Vorgehens.

2. Phase der Nahrungsreduktion
Langsames Beenden der Zuführung von Sondenkost und damit Beginn der Sondenentwöhnung , Entwicklung des Hungergefühls.

3. Intensivphase
Umsetzung des gemeinsam entwickelten und auf die Bedürfnisse des Kindes angepassten Behandlungsplans unter intensiver therapeutischer Begleitung.

4. Stabilisierungsphase
Ein normales Essverhalten wird etabliert, es kommt wieder zu einer adäquaten Gewichtszunahme auch ohne Sondennahrung.

5. Nach einer häuslichen Belastung folgt die Entlassung.
Nach der Entlassung werden Sie und Ihr Kind noch einige Zeit weiter von unserem Team betreut und begleitet.


Im Rahmen unseres Behandlungsansatzes kommen folgende Techniken zum Einsatz:

  • Verwendung von videogestützten Techniken
  • Gemeinsames Anschauen der Aufzeichnungen mit der Mutter/den Eltern
  • Unterstützung der Bezugspersonen durch Identifizierung von positivem, fürsorglichem Verhalten
  • Beobachtung von problematischen Interaktionssequenzen mit anschließender Unterbreitung alternativer Interpretationsmöglichkeiten für kindliches Verhalten bei etwaiger Fehlwahrnehmung der kindlichen Signale
  • Verstärkung der kindlichen Kompetenzen und Selbstständigkeit Verstärkung von wünschenswerten Interaktionen durch Ermutigung/Lob, Fokussierung auf das »Hier und Jetzt«.
  • Gemeinsames „spielerisches“ Essen zur Motivation von Kleinkind und Eltern

Für eine Kontaktaufnahme stehen wir bei Bedarf gerne unter 05231-72-3171 zur Verfügung. Im Rahmen akuter Belastungssituationen besteht selbstverständlich jederzeit die Möglichkeit sich auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten an die Notfallambulanz in der Zentralen Notaufnahme zu wenden.

Bereits im Kindes- und Jugendalter können Erkrankungen auftreten, die mit der Ernährung in direktem Zusammenhang stehen. In diesem Fall ist eine Ernährungsberatung oder -therapie von großer Bedeutung für die weitere gesundheitliche Entwicklung der betroffenen Patientinnen und Patienten.

Das Team der Ernährungsberatung und -therapie berät, schult und betreut Ihr Kind und Sie individuell und alltagstauglich und bemüht sich stets, persönliche Umstände und Vorlieben zu berücksichtigen. Die Beratungen werden auf Grundlange aktueller Leitlinien, produktneutral und- wenn möglich- vor allem bei jüngeren PatientInnen gemeinsam mit den Angehörigen durchgeführt. Längerfristig aufgenommene Patienten werden bei der Umsetzung einer ausgewogenen, bedarfsgerechten und genussvollen Ernährung gefördert und können in regelmäßig stattfindenden Einzel- und Gruppenberatungen lernen, ihr Ernährungsverhalten langfristig zu reflektieren und zu optimieren. Die Zusammenarbeit im interdisziplinären Team hat einen hohen Stellenwert und es findet eine enge Absprache mit Ärzten, Pflegepersonal und gesamten Therapeutenteam statt.


Leistungsspektrum

Ambulante Ernährungsberatung und – therapie

Adipositassprechstunde
Im Rahmen der Adipositassprechstunde wird eine einmalige Ernährungsberatung angeboten, an der die PatientInnen und ihre Eltern bzw. betreuenden Bezugspersonen teilnehmen. Ziel ist die Vermittlung einer altersentsprechenden, gesunden Lebensmittelauswahl unter Berücksichtigung der individuellen Vorlieben und Lebensgewohnheiten.

Sonstige ambulante Ernährungsberatung und – therapie
Bezüglich ambulanter Ernährungsberatungen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat der Kinderklinik. Eine Kostenübernahme ihrer Krankenkasse ist notwendig.

Stationäre Ernährungsberatung und -therapie bei somatischen Erkrankungen

In gemeinsamen Beratungsgesprächen mit den kleinen und größeren Patienten und ihren Eltern bzw. betreuenden Bezugspersonen werden ernährungsmitbedingte Ursachen für die jeweilige Erkrankung beleuchtet und die geeignete Lebensmittelauswahl unter Berücksichtigung individueller Vorlieben und Gewohnheiten erarbeitet.

Behandelte Krankheitsbilder:

  • Übergewicht und Adipositas
  • Untergewicht und Mangelernährung
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien (z.B. Lactoseintoleranz, Fructosemalabsorption, Kuhmilcheiweißallergie, Zöliakie, Neurodermitis)
  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus Typ 1, Fettstoffwechselstörung etc)
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Reizdarmsyndrom)
  • Obstipation
  • Kurzdarmsyndrom
  • Refluxkrankheit
  • Künstlicher Ernährung,Sondennahrung
  • Ketogener Diät, usw

Mitbetreuung der stationären Ernährungstherapie von Früh- und kranken Neugeborenen

Die Allerkleinsten unter den Patienten bedürfen einer besonderen Aufmerksamkeit und sorgfältigen Betreuung hinsichtlich ihrer Ernährung. Ein optimal angepasster Nahrungsaufbau ist lebenswichtig für adäquates Wachstum und Entwicklung. Ein hygienisch äußerst hoher Standard im Umgang mit der Muttermilch und spezieller Frühgeborenennahrung wird von Beginn an gewährleistet durch das Lebensmittelsicherheitssystem HACCP. Die Versorgung mit Muttermilch als optimales Nahrungsmittel hat insbesondere bei sehr kleinen Frühgeborenen oberste Priorität.

Leistungen:

  • Regelmäßigen interdisziplinäre Ernährungsvisiten
  • Bereitstellung von Muttermilch/ Spezialnahrungen durch die Milchküche
  • Bereitstellung von Spenderinnenmilch durch die Frauenmilchbank
  • Überwachung nach HACCP

Stationäre Ernährungsberatung und -therapie von Säuglingen und Kleinkindern

Bei Fütterungs- und Gedeihstörungen arbeitet die Ernährungsberatung im multimodalen Team. Häufig betroffen sind ehemalige extrem kleine Frühgeborene, die auf der neonatologischen Intensivstation behandelt und über einen langen Zeitraum per Sonde ernährt wurden sowie Kinder mit therapierten Grunderkrankungen (z.B. Ösophagusstenose). Zur Diagnose und Therapie können dabei Videoaufnahmen von Fütterungs- und Esssituationen erstellt und ausgewertet werden. Im Rahmen der Sondenentwöhnung werden gemeinsame Spieleessen („Babypicknick“) durchgeführt.

Behandelte Krankheitsbilder:

  • Gedeihstörungen und Mangelernährung
  • Fütterungsstörungen
  • Sondenentwöhnung

Stationäre Ernährungsberatung und -therapie bei psychosomatischen Erkrankungen

Im Rahmen der Gruppenberatungen wird regelmäßig gemeinsam gekocht und gegessen.

Behandelte Krankheitsbilder:

  • Essstörungen (z.B. Anorexia nervosa, Binge Eating Disorder, Bulimie, Adipositas)
  • Noncompliance bei ernährungsassoziierten Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus Typ 1)

Im Rahmen der Ernährungsberatung und- therapie der Psychosomatik finden regelmäßige Gruppenschulungen und ein wöchentliches therapeutisches Kochen statt. Dabei werden die Patienten in den gesamten Prozess von der Planung incl. Rezeptauswahl, über den Einkauf der Lebensmittel, bis zur praktischen Umsetzung in unserer Therapieküche mit einbezogen. Die Angebote sollen dazu dienen, die Patienten bei der praktischen Umsetzung einer ausgewogenen, bedarfsgerechten Ernährung im Alltag zu unterstützen. Ebenso sollen die Patienten Handlungskompetenzen erlernen, um ihr Ernährungsverhalten langfristig zu reflektieren und zu optimieren.

Apparative Ausstattung:

  • Bioelektische Impedanz Analyse (BIA) zur Ermittlung der Körperzusammensetzung, des Grundumsatzes und des Ernährungszustandes
  • PC mit Nährwertberechnungsprogramm zur Berechnung von Nährstoffbedarf und -aufnahme sowie der Erstellung von individuellen Tagesplänen

Ansprechpartnerinnen

Ärztliche Leitung

Dr. med. Beate Ruppert
Fachärztin für Kinder- und Jugenmedizin, Ernährungsmedizinerin

Leitung der Ernährungsberatung und der Küchen in der Kinderklinik

Dr. rer.nat. Bettina Brune
Oecotrophologin (Dipl. oec. troph.) Ernährungsberaterin DGE

Stellvertretung

Stina Götmann
Oecotrophologin (Bc. oec. troph.) Ernährungsberaterin VDOE (in Arbeit)

Die Klinik für Kinderchirurgie ist ein Teil der Familienklinik. In enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin wird das gesamte Spektrum der kinderchirurgischen Grundversorgung bis hin zur spezialisierten Versorgung von Früh- und Neugeborenen, Säuglingen sowie Kindern und Jugendlichen angeboten.

Sie wollen mehr erfahren? Informieren Sie sich gern hier: Kinderchirurgie

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie unterscheiden sich von uns Erwachsenen durch ihren Körperbau, ihre Größe und ihr Gewicht, aber auch in Hinblick auf ihre Stoffwechselfunktionen. Und Kind ist nicht gleich Kind. Deshalb gibt es in der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin die Spezialisten für Kinderanästhesie.

Sie wollen mehr erfahren? Informieren Sie sich gern hier: Kinderanästhesie

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist Teil des zertifizierten Perinatalzentrums Lippe..

Sie wollen mehr erfahren? Informieren Sie sich gern hier: Perinatalzentrum Lippe

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist Teil der Familienklinik.

Sie wollen mehr erfahren? Informieren Sie sich gern hier: Familienklinik

| FRÜH- UND NEUGEBORENE

Neonatologie / Kinderintensivmedizin

Die Betreuung gesunder Neugeborener und die Durchführung der üblichen Vorsorgeuntersuchungen (U1 / ggf. U2) im Neugeborenenzimmer Detmold wird kinderärztlich gewährleistet. Bei entsprechenden Risikofaktoren (mütterlicher insulinpflichtiger Gestationsdiabetes, Vakuumextraktion, Hüftfehlbildungen etc. ) wird eine Ultraschalluntersuchung ergänzend durchgeführt.

Den Schwerpunkt der neonatologischen Arbeit bildet die Betreuung des „Frühgeborenen“. Als Frühgeborene werden Kinder bezeichnet, die vor 37 Schwangerschaftswochen auf die Welt kommen. Durch die Weiterentwicklung der Neonatologie hat sich die Grenze der Überlebensfähigkeit auch von extrem früh geborenen Kindern ab 23 – 24 Schwangerschaftswochen und einem Gewicht von 500 Gramm und weniger insgesamt enorm erhöht. Die hierfür notwendigen Voraussetzungen sind in unserer Klinik durch den Umzug in neue Räumlichkeiten mit Tür-an-Tür Nachbarschaft zum Kreissaal, der materiellen Ausstattung und qualifizierten Besetzung ideal.

Die intensive Unterstützung der lebensnotwendigen Körperfunktionen kann daher bei Bedarf ohne Verzögerung begonnen werden. Sie wird fortgesetzt bis Reifung und Wachstum einen stabilen Stand erreicht haben.
Die Einbeziehung der Eltern in dieser Lebensphase ist uns sehr wichtig. Neben der Förderung des Stillens, der Verfütterung von Muttermilch und Kangarooing, gibt es für die Eltern keine festen Besuchszeiten. Vielmehr sind wir bestrebt in allen Kontakten, pflegerischen Maßnahmen und medizinischen Eingriffen auf die individuellen Bedürfnisse unserer kleinen Patienten einzugehen. Je nach Zustand ist auch die Unterbringung in Eltern-Kind-Zimmern möglich. Hochrisiko-Frühgeborene werden zur Sicherheit noch bis zu 2 Jahren von „ihrem“ Neonatologen nachbetreut (Nachsorge).

Sprechstunden: Früh- und Risikoneugeborennachsorge

Auch bei normal verlaufender Schwangerschaft kann es zu seltenen Anpassungsschwierigkeiten des Kindes kommen oder zu anderen, nicht vorhersehbaren Problemen. Auch hier wird ein Neonatologe hinzugezogen.
Durch die Kooperation mit der Kinderchirurgie, Kinderanästhesie, Mund-Kiefer-Gesichtschirugen, Augen- und Hals-Nasen-Ohrenärzten und der Kinderkardiologie sowie Kinderkardiochirurgie im Herzzentrum Bad Oeynhausen, ist eine optimale Versorgung auch in diesen Bereichen gewährleistet. Unter anderem können so Kinder mit diversen angeborenen Fehlbildungen behandelt werden (z.B. angeborenen Herzfehler, Gastrochisis, Ösophagusatresie, Analatresie, Hiaturhernie, Hämangiom, Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Myelomenigozele, Hydrocephalus).

| KINDER- UND JUGENDMEDIZIN

Stationen

Die Station bietet Platz für bis zu 21 Säuglinge und Kleinkinder und eines Elternteils. Die Einbindung der Eltern in die Pflege und Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern ist ein wichtiger Baustein unseres Therapiekonzeptes in der Behandlung dieser kleinen Patienten. Daher ist diese Station als Eltern-Kind-Station konzipiert. Sie besteht sowohl aus Einzelzimmern (jeweils 1 Mutter-Kind-Einheit) mit medizin-technischer Überwachungsmöglichkeiten (Monitoring), Zweibettzimmer (jeweils zwei Mutter-Kind-Einheiten) sowie Dreibettzimmer. Die Auswahl eines geeigneten Zimmers erfolgt nach Krankheitsbild Ihres Kindes und der Belegungssituation der Station. Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes Bad mit Dusche und Toilette. Examinierte Erzieherinnen entlasten tagsüber die Eltern.

Typische Krankheitsbilder, die auf dieser Station behandelt werden sind: Entwicklungsstörungen von Neugeborenen, Neugeborenenikterus (Gelbsucht), Infektionen der oberen und unteren Atemwege, Magen-Darm- Erkrankungen und Harnwegsinfektionen bis zur Nierenbeckenentzündung Zudem werden andere angeborene Erkrankungen, wie z. B. Stoffwechselstörungen oder Fehlbildungen, diagnostiziert und behandelt.

Hier werden Patienten mit allen chirurgischen Erkrankungen, z.B. hypertrophe Pylorusstenose, vesikoureteraler Reflux, Ureterabgangsstenose, Hypospadie, Leistenbruch, Hodenhochstand etc., dieser Altersgruppe betreut. (zur Kinderchirurgie)

Die Risiko-Neu-und Frühgeborenen werden nach der ersten Intensivphase, zusammen mit Ihren Müttern, auf der Mutter-Kind-Station, betreut. Die Einbeziehung und Unterstützung der Eltern (Stillberatung / KG-Handling / FG-Nachsorge / ggf. Frühe-Hilfen) ist für uns selbstverständlich.

In Zusammenarbeit mit dem Kinderneurologen (Neuropädiater) und der Kinderpsychologin führen wir Abklärungen und Behandlungen bei Entwicklungsverzögerungen und Krampfanfällen durch.

Die Neontaologie und die pädiarischen Intensivstation sind in unserer Kinik nicht integriert sondern räumlich getrennt. Auf der Neonatologie werden aus Gründen des Infektionsschutzes ausschließlich Kinder, die im eigenen Haus entbunden wurden, versorgt. Kinder, die von außen zu uns verlegt werden, werden auf der pädiatrischen Intensivstation (Päd-ITS) behandelt. Beide Stationen sind durch eine Schleuse getrennt.

Die beiden Stationen verfügen über die personellen und technischen Voraussetzungen zur Behandlung aller intensivmedizinischer Krankheitsbilder (außer extrakorporaler Verfahren) bei Kindern, Kleinkindern sowie Früh- und Neugeborenen. Dafür steht ein Team von 30 Fach-Krankenschwerstern und -Pflegern bereit. Die ärztliche Versorgung erfolgt durch 2 Oberärzte und insgesamt 7 Stationsärzte, die im Schichtsystem eingesetzt werden. Die Patienten werden bei entsprechenden Erkrankungen interdisziplinär durch unsere Kinderchirurgen, Anästhesisten, Kardiologen und Kinderkardiologen sowie Radiologen betreut. Bis auf angeborene Herzfehler und spezielle neurochirurgische Erkrankungen werden alle angeborenen Fehlbildlungen direkt im Klinikum operativ versorgt. In der Versorgung angeborenener Herzfehler besteht eine enge Kooperation mit dem Herzzentrum Bad Oynhausen. Neugeborene mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte werden in Kooperation mit einem Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie behandelt. Ein wichtiger Bestandteil der Therapie ist auch die regelmäßige Durchführung physiotherapeutischer Maßnahmen durch speziell geschultes Personal der krankengymnastischen Abteilung.

Neonatologie

Die neonatologische Station bietet Platz für maximal 16 Kinder. Sie wurde im Januar 2012 bezogen und ist optimal auf die Bedürfnisse der kleinen Patienten ausgelegt. Die Station verfügt darüber hinaus über eine eigenes Eltern-Kind-Zimmer mit separater Nasszelle, in dem die Mutter auch bei Ihrem beatmeten Kind übernachten kann. Der Kreißsaal einschließlich des Sectio-OPs befindet sich in unmittelbarer Nähe zu der neontologischen Station (Wand-an-Wand-Versorgung). So können Früh- und Neugeborene unmittelbar nach Geburt möglichst schonend versorgt werden. Langwierige Transportwege und unnötige Umlagerungen werden somit verhindert.

Nach der Erstversorgung werden die Frühgeborenen und kritisch kranken Neugeborenen in speziellen Wärmebetten (Inkubatoren) versorgt. Aus hygienischen Gründen hat die Neonatologie eine eigene Besucherschleuse, die über den Zugang zum Kreissaal erreichbar ist. Der gesamte Intensivbereich besitzt eine zentrale Be- und Entlüftung mit modernster Luftfilterung.

Neben dem freundlichen Ambiente ist die Ausstattung mit hochmodernen Intensivgeräten zu erwähnen. Die Kreislaufüberwachung erfolgt mit einer leistungsstarken zentralen Monitoranlage. Bei Atemstörungen werden alle etablierten Beatmungsverfahren (einschließlich Hochfrequenzoszillation und NO (Stickstoffmonoxid) Beatmung) angewendet. Es stehen bis zu 9 Beatmungsplätze zur Verfügung. Eine ausreichende Anzahl gut ausgebildeter Pflegekräfte ist der Schlüssel für die individuelle und schonende Pflege gerade der Früh- und Neugeborenen (minimal-handling). Die Station erfüllt sämtliche personellen und räumlichen Anforderungen zur Versorgung extrem unreifer Frühgeborener und ist zusammen mit der Geburtshilflichen Abteilung des Klinikum Lippe als Perinatalzentrum der höchsten Stufe (Level 1) zertifiziert.

Die Anwesenheit der Eltern ist gerade bei schwer erkrankten Kindern unverzichtbar. Daher gibt es keine festen Besuchszeiten. Die Eltern können ihre Kinder jederzeit besuchen. Um eine ruhige Atmosphäre herzustellen haben wir allerdings die Besucherzahl pro Kind auf maximal zwei Personen beschränkt. Bei Besuch von Verwandten/Bekannten muss immer ein sorgeberechtigter Angehöriger anwesend sein. Bei Besuch von Kindern bitten wir, das Pflegepersonal zu informieren. Aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr der Intensivpatienten sollten alle Besucher frei von Infekten sein. Beim ersten Besuch werden alle Besucher in die durchzuführenden Hygienemaßnahmen eingewiesen und über das Verhalten auf den Intensivstationen aufgeklärt. Abgepumpte Muttermilch kann direkt beim Pflegepersonal abgegeben werden. Diese wird in einer eigenen Milchküche dann sofort gekühlt bzw. eingefroren und steht dann den Säuglingen jederzeit zur Verfügung. Früh- und Neugeborenen, die ausreichend trinken, können direkt auf der Station gestillt werden. Bei extrem frühgeborenen Säuglingen erfolgt vor Verfütterung der Nahrung eine mikrobiologische Testung der Muttermilch. Zur Förderung der Eltern-Kind-Beziehung und zur Stabilisierung des Gesundheitszustandes wird bei Früh- und Neugeborenen die Känguru-Methode (Herstellung eines intensiven Hautkontaktes zwischen Kind und Eltern) praktiziert. Stabile Neugeborene werden so schnell wie möglich entweder in das Neugeborenenzimmer oder auf unsere Säuglings-Kleinkinderstation (Eltern-Kindstation 3 D) verlegt.

Pädiatrische Intensivstation

Die Pädiatrische Intensivstation (Päd-ITS) befindet sich in unmittelbarem Anschluss an die Neo-ITS. Der Zugang erfolgt hier über die Besucherschleuse der Erwachsenen-Intensivstation. Die Station verfügt über zwei Patientenzimmer mit insgesamt 4 Beatmungsplätzen. Wie auf der Neonatologie wird zur Kreislaufüberwachung ein zentrales Monitoring durchgeführt und es stehen alle etablierten Beatmungsverfahren (einschließlich Hochfrequenzoszillation und NO (Stickstoffmonoxid)-Beatmung) angewendet. Neben anderen intensivpflichtigen Kindern und Jugendlichen werden auf dieser Station auch die kinderchirurgischen Patienten nach größeren Eingriffen nachbeatmet.

Die Station bietet Platz für bis zu 21 Säuglinge und Kleinkinder und eines Elternteils. Die Einbindung der Eltern in die Pflege und Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern ist ein wichtiger Baustein unseres Therapiekonzeptes in der Behandlung dieser kleinen Patienten. Daher ist diese Station als Eltern-Kind-Station konzipiert. Sie besteht sowohl aus Einzelzimmern (jeweils 1 Mutter-Kind-Einheit) mit medizin-technischer Überwachungsmöglichkeiten (Monitoring), Zweibettzimmer (jeweils zwei Mutter-Kind-Einheiten) sowie Dreibettzimmer. Die Auswahl eines geeigneten Zimmers erfolgt nach Krankheitsbild Ihres Kindes und der Belegungssituation der Station. Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes Bad mit Dusche und Toilette. Examinierte Erzieherinnen entlasten tagsüber die Eltern.

Typische Krankheitsbilder, die auf dieser Station behandelt werden sind: Entwicklungsstörungen von Neugeborenen, Neugeborenenikterus (Gelbsucht), Infektionen der oberen und unteren Atemwege, Magen-Darm- Erkrankungen und Harnwegsinfektionen bis zur Nierenbeckenentzündung Zudem werden andere angeborene Erkrankungen, wie z. B. Stoffwechselstörungen oder Fehlbildungen, diagnostiziert und behandelt.

Hier werden Patienten mit allen chirurgischen Erkrankungen, z.B. hypertrophe Pylorusstenose, vesikoureteraler Reflux, Ureterabgangsstenose, Hypospadie, Leistenbruch, Hodenhochstand etc., dieser Altersgruppe betreut. (zur Kinderchirurgie)

Die Risiko-Neu-und Frühgeborenen werden nach der ersten Intensivphase, zusammen mit Ihren Müttern, auf der Mutter-Kind-Station, betreut. Die Einbeziehung und Unterstützung der Eltern (Stillberatung / KG-Handling / FG-Nachsorge / ggf. Frühe-Hilfen) ist für uns selbstverständlich.

In Zusammenarbeit mit dem Kinderneurologen (Neuropädiater) und der Kinderpsychologin führen wir Abklärungen und Behandlungen bei Entwicklungsverzögerungen und Krampfanfällen durch.

Die Station bietet Platz für 26 Patienten. Unsere Stationen besteht sowohl aus Einzelzimmern mit medizin-technischer Überwachungsmöglichkeiten (Monitoring), Zweibettzimmer, sowie Dreibettzimmer. Die Auswahl eines geeigneten Zimmers erfolgt nach Krankheitsbild Ihres Kindes und der Belegungssituation der jeweiligen Station. Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes Bad mit Dusche und Toilette.

Schwerpunkte der Station sind neben den allgemeinpädiatrischen Erkrankungen die Blut- und Krebserkrankungen, endokrinologische Krankheitsbilder einschließlich Diabetes mellitus sowie neuropädiatrische Erkrankungen (Entwicklungsstörungen, Krampfanfälle etc.) sowie auch psychosomatischen Erkrankungen. Einen Schwerpunkt bilden die Atemwegserkrankungen, besonders das Asthma bronchiale.

Die kinderchirurgischen Patienten dieser Altersstufe werden integrativ auf dieser Station prä- und postoperativ versorgt.

| KINDER- UND JUGENDMEDIZIN

Bildergalerie

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Ambulanzen

In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin finden Spezialsprechstunden nach Terminvereinbarung statt. Termine erhalten Sie unter: 05231 72-3161. Damit wir uns ein umfassendes Bild von Ihrem Kind machen können, bitten wir Sie, folgende Unterlagen mitzubringen:

  • Gelbes Untersuchungsheft
  • Arztbriefe und Laborergebnisse
  • Sonstige Vorbefunde
  • Aktuelle ambulante Überweisung von einem Arzt, Kinder- und Jugendarzt oder ggf. Kinderhämatoonkologen

Adipositasambulanz

Dr. med. Beate S. Ruppert

Frühgeborenen-Nachsorge

Dr. med. Günther Golla

Agnieszka Wieler

Christian Weise

Dr. med. Ulrich Wunderle

Kinderkardiologie

Prof. Dr. med. Thomas Brune

Dr. med. Ulrich Wunderle

Neuropädiatrie

Dr. med. Günther Golla

Schreiambulanz

Prof. Dr. med. Thomas Brune

Dr. med. Michael Fleischer

Dr. rer. nat. Bettina Brune

Tabea Brakhage

Sarah Hennig

Kinderchirurgie

Dr. med. Rolf-Peter Möritz

Andreas Loick

Dr. med. Heike Öhl

| TEAMARBEIT

Kompetenz für Kinder- und Jugendliche

Das Klinikum Lippe bietet innerhalb der Region und darüber hinaus eine kompetente Versorgung von Kindern. Diese reicht vom Heranwachsenden im Mutterleib (pränatal) bis ins Jugendalter. Die an der Versorgung von Kindern beteiligten Kliniken und Abteilungen bieten ein breites Leistungsspektrum von Kopf – sowohl physisch, wie auch psychisch – bis Fuß.

Rund 3000

Kinder und Jugendliche behandeln wir jährlich stationär

Seit über 80

Jahren gibt es in Detmold eine Kinderklinik

Rund 11000

ambulante Patienten behandeln wir jährlich