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Klinik für Urologie
Sekretariat: Sabine Diekmann
Telefon 05231 72-1491
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Anmeldung: Sabine Diekmann
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Was wir für Sie tun können

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes und wird jährlich bei rund 33.000 Männern neu diagnostiziert. Die Heilungschancen hängen neben einer möglichst frühzeitigen Diagnose auch von einem optimal abgestimmten Therapiekonzept ab.

Hier liegt der entscheidende Vorteil der interdisziplinären Zusammenarbeit von erfahrenen Spezialisten im Prostatazentrum Lippe. Neben Urologen arbeiten hier Strahlen-und Nuklearmediziner, Onkologen sowie Pathologen fachübergreifend zusammen. Eingebunden sind auch niedergelassene Ärzte, Pflegedienste und Physiotherapeuten.

Das Klinikum Lippe ist als ein Zentrum der PCO-Studie der Deutschen Krebsgesellschaft anerkannt und gewährleistet hierdurch im Zusammenspiel mit den Kooperationspartnern ein Höchstmaß an Nachsorgesicherheit für eingebundene aber auch für nicht an der Studie teilnehmende Patienten. Die internationale PCO-Studie wird von allen relevanten Fachgremien unterstützt und hat zum Ziel, aus den Beobachtungen die optimale Therapieform für das lokal begrenzte Prostatakarzinom abzuleiten.

Dr. med.<br />Alfons Gunnemann

Dr. med.
Alfons Gunnemann

Chefarzt der Klinik für Urologie

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Leistungsspektrum

Inzwischen werden jährlich in Deutschland etwa 35 000 neue Prostatakarzinome diagnostiziert. So beängstigend die Diagnose auch sein mag, die Chancen für eine Heilung sind inzwischen sehr groß, wenn das Karzinom noch auf die Prostata begrenzt ist. Durch das frühe Erkennen der Erkrankung ist dies  derzeit bei über 90 Prozent der Betroffenen der Fall. Es lohnt sich also, am Früherkennungsprogramm teilzunehmen. Ist die Diagnose durch eine feingewebliche Untersuchung eindeutig gesichert so stellt sich die Frage: Welche Behandlung ist für Sie am besten geeignet? Nur erfahrene Spezialisten können Sie individuell beraten, ob Operation, Bestrahlung, Seed-Implantation, medikamentöse Therapie oder lediglich ein abwartendes und den Krankheitsverlauf beobachtendes Verhalten für Sie die günstigste Art der Behandlung darstellen, und welche Vor- und Nachteile mit den einzelnen Behandlungsarten verbunden sein können.

Das Prostatazentrum Lippe ist ein Verbund von spezialisierten Klinikärzten verschiedener Fachrichtungen, die eng mit niedergelassenen Urologen zusammenarbeiten.

Die niedergelassenen Urologen, die für die ambulante Diagnostik sorgen, übernehmen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus wiederum die nachstationäre Tumornachsorge.

Nachfolgend lesen Sie einige wichtige Hinweise im Zusammenhang mit einer operativen Behandlung im Prostatazentrum. Diese Informationen zeigen Ihnen, wie Sie selbst beitragen können zu einer möglichst schnellen Genesung und zu einem dauerhaften Therapieerfolg. Selbstverständlich stehen Ihnen unsere Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.


Kontinenz und Inkontinenz

Besonderes Augenmerk legen die Operateure des Prostatazentrums auf den Erhalt der Kontinenz. Dennoch ist es nicht auszuschließen, dass Sie nach dem operativen Eingriff zumindest vorübergehend unter Inkontinenz leiden werden. Deshalb sollten Sie bereits vor der Behandlung mit dem Beckenbodentraining beginnen. In dieser Patienteninformation finden Sie geeignete Übungen, die Sie allein oder unter physiotherapeutischer Anleitung durchführen sollten.

Wichtig ist es außerdem, dass Sie sich bereits vor der Operation geeignete Inkontinenzvorlagen besorgen. Diese werden in Sanitätshäusern, Drogerien oder auch im Internet angeboten.


Verhalten nach der Operation

Die vollständige Abheilung der Wundflächen dauert eventuell einige Wochen. In dieser Zeit sollten Sie sich besonders schonen.
Diese körperlichen Anstrengungen sollten Sie vorübergehend vermeiden:

  • Ca. 6 Wochen lang nicht mehr als 4 Kilogramm heben
  • Ca. 4 Monate auf das Fahrradfahren verzichten
  • Nur mäßig in Haus und Garten arbeiten (z. B. nicht den Rasen mähen)
  • Beim Stuhlgang nicht pressen, auf ballaststoffreiche Ernährung achten
  • Kein Tragen von einengenden Kleidungstücken und Gürteln.

Bitte beachten Sie außerdem unbedingt die physiotherapeutischen Anweisungen und trainieren Sie weiterhin gut Ihren Beckenboden.


Nachsorgeuntersuchungen

Sie haben von uns einen Nachsorgepass erhalten. Bitte vereinbaren Sie nach der Entlassung aus dem Krankenhaus umgehend einen Termin bei Ihrem Urologen. Dieser wird dann mit Ihnen den Ablauf der Nachsorge ausführlich besprechen. Wünschen Sie eine Nachsorge hier im Prostatazentrum, sprechen Sie uns an.
Die Nachsorge ist lebenswichtig!

Seelsorge

Während eines Klinikaufenthaltes stellen sich oft ganz neue Fragen, Sie müssen sich auf vieles neues einlassen, manches ist belastend, manches macht Angst. Ihren Weg hier begleiten wir gern. Wir haben Zeit für Sie. Wir kommen Sie auf Wunsch besuchen und auch ein vertrauliches Gespräch im Raum der Seelsorge ist möglich.

Weitere Informationen über die Seelsorge am Klinikum Lippe finden Sie hier.


Psychoonkologische Beratung

Wir möchten Männern, die die Diagnose Prostatakrebs erhalten haben, und deren Frauen, die Möglichkeit bieten, fachkundigen Rat und Unterstützung im Umgang mit dieser Erkrankung zu bekommen.

In dem Moment, in dem ein Arzt die Diagnose Prostatakrebs in den Raum stellt, wissen Betroffene oftmals nicht mehr, wie es weitergehen soll. Mit der Diagnose kommen nicht nur medizinische Fragen auf, sondern auch Fragen bezüglich Partnerschaft oder Ängste vor der Zukunft.

Hier tut es häufig sehr gut, mit anderen Betroffenen Erfahrungen auszutauschen.

Weitere Informationen über die Psychoonkologie am Klinikum Lippe gibt es hier.


Sozialdienst

Eine Erkrankung wirft oft nicht nur medizinische, sondern auch persönliche und soziale Fragen auf, die auch über den Aufenthalt im Krankenhaus hinaus bedeutsam sind. Die Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes informieren Sie über Leistungen verschiedener Unterstützungsangebote und begleiten Sie gern bei deren Inanspruchnahme. Auch ambulante Patienten können den Service des Sozialdienstes nutzen. Bitte vereinbaren Sie dazu einen Termin über die Urologische Ambulanz.

Informationen zum Sozialdienst am Klinikum Lippe finden Sie hier.

Der Austausch auf Augenhöhe ist das Besondere der Selbsthilfe. Miteinander zu sprechen, kann hilfreich und heilsam sein. Wir, die Mitglieder der Selbsthilfegruppe „Prostatakrebs Lippe“ haben uns zusammengefunden, um uns auszutauschen, gemeinsam Neues über die Krankheit zu erfahren, um uns gegenseitig zu unterstüzen oder einfach mal gemeinsam was zu erleben. Wenn auch Sie die Diagnose Prostatakrebs erhalten haben oder Ihr Ehemann oder ein Angehöriger oder Freund, sind wir gern da, um zu helfen, unsere Erfahrungen weiterzugeben oder einfach nur um zuzuhören.

In dem Moment, in dem der Arzt die Diagnose Prostatakrebs in den Raum stellt, weiß man als Betroffener oftmals gar nicht mehr, wie es weitergehen soll. Mit der Diagnose kommen nicht nur medizinische, sondern auch viele persönliche Fragen auf. Dann tut es häufig sehr gut, mit anderen Betroffenen Erfahrungen auszutauschen, einen Rat zu bekommen und sich nicht allein zu fühlen.

Wir organisieren regelmäßig Veranstaltungen, auf denen Fachärzte und Mitarbeiter der verschiedensten Berufsgruppen, Vorträge halten und anschließend für weitere Fragen zur Verfügung stehen. Wir treffen uns zu Einzel- und Gruppengesprächen zur Krankheitsbewältigung  und zur Gesundheitsförderung.

Sie sind herzlich eingeladen, Kontakt zu uns aufzunehmen. Wir freuen uns, Sie kennenzulernen.


Kontakt

Herr Uwe Stubben
Telefon: 05261 . 189309
Email: u.stubben[at]teleos-web.de


Treffen

Detmold:
Jeden 1. Mittwoch im Monat, 17.00 – 18.30 Uhr
im Gebäude des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes,
Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Lippe,
Schorenstr. 12, 32756 Detmold

Lemgo:
Ca. 6x im Jahr Vorträge, dienstags, 18.30 – 20.00 Uhr
im Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes des
Klinikum Lippe Lemgo, Rintelner Str. 85, 32657 Lemgo
(Termine auf Anfrage)


Besonderheiten

Telefonische und persönliche Einzelberatung

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS).

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Zentrumspartner

Physiotherapie

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Übungen für Sie

Die Stärkung des Beckenbodens vor und nach der Operation hilft, einer Harninkontinenz vorzubeugen.

Ihren Beckenboden können Sie weder sehen noch fühlen. Trotzdem hat diese Muskelgruppe, die das Becken nach unten hin abschließt, wichtige Funktionen: Sie gibt den Bauch- und Beckenorganen Halt und unterstützt die Schließmuskulatur von Harnröhre und After.

Im Zusammenhang mit einer urologischen Operation ist es daher wichtig, den Beckenboden gezielt zu trainieren. Ein paar Übungen helfen Ihnen dabei, den äußeren Blasenschließmuskel so zu stärken, dass eine Harninkontinenz vermieden oder gemildert wird. Alle vier Übungen sind geeignet, den Beckenboden bereits vor der Operation zu kräftigen.

Mit folgenden Übungen können Sie direkt nach der OP wieder beginnen:

Zugbrücke
Rollen Sie ihr Becken aufwärts und atmen Sie dabei aus.

Beinschaukel
Bewegen Sie beide Knie so weit wie möglich nach links und rechts.

Diese Übungen können Sie nach Entfernung des Blasenkatheters ausführen:

Zugbrücke im Sitzen
Wiederholen Sie die Zugbrücke nun im Sitzen. Beim Beckenaufwärtsrollen spannen Sie den äußeren Schließmuskel an.

Blinzeln (Dynamisches Blasenschließmuskeltraining)
Legen Sie sich ganz entspannt auf den Rücken. Die Knie sind mit einem Kissen gelagert. Nun versuchen Sie, im Bereich der Harnröhre ganz leicht eine Spannung zu erreichen. Vielleicht ist das einfacher, wenn Sie sich vorstellen, dass Sie einen Tropfen in Ihrer Harnröhre festhalten wollen. Wiederholen Sie die Übung mindestens 20 Mal pro Tag.

350000

Lipper sind unser Ansporn

50000

Patienten werden bei uns jährlich stationär versorgt

Über 1224

Betten verfügt das Klinikum Lippe

Rund 2800

Mitarbeiter engagieren sich für Ihre Gesundheit