| Brustzentrum Lippe

Kontakt
Frauenklinik
Sekretariat: Marion Rottmann
Telefon 05261 26-4083
Fax 05261 26-4704

| BRUSTZENTRUM LIPPE

Was wir für Sie tun können

Das Brustzentrum Lippe ist ein Zusammenschluss unterschiedlicher Fachabteilungen des Klinikum Lippe, niedergelassener Ärzte und weiterer Kooperationspartner, die sich mit der Diagnostik und Behandlung von Brustkrebs und anderen Erkrankungen der Brustdrüse befassen.

Die Abteilung für Senologie umfasst das Teilgebiet der Frauenheilkunde, welches sich speziell mit den gut- und bösartigen Erkrankungen der weiblichen Brust befasst. Dabei steht die Behandlung von Brustkrebs (Mammakarzinom) im Vordergrund. Neben einer umfassenden Diagnostik bietet die Abteilung das gesamte Behandlungsspektrum der Senologie an.

Das Brustzentrum Lippe am Klinikum Lemgo war eines der ersten anerkannten Zentren des Landes Nordrhein-Westfalens. Es wurde 2014 zum dritten Mal erfolgreich rezertifiziert. Die regelmäßigen Wiederholungen des Audits sichern die hohe Versorgungsqualität nach modernsten Standards sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung des Brustzentrums Lippe.

Dorothé Düpont

Dorothé Düpont

Zentrumsleitung

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Leistungsspektrum

Dem Behandlungserfolg dienen folgende Maßnahmen, an denen wir kontinuierlich arbeiten:

  • Ausbau und Verbesserung der Früherkennung
  • Zusammenarbeit aller beteiligten ärztlichen Disziplinen durch z.B. wöchentliche Fallkonferenzen
  • Weiterentwicklung der Interdisziplinarität
  • Schnelle Umsetzung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die klinische Versorgung
  • Qualitätssicherung von Diagnostik, Therapie und Nachsorge anhand international anerkannter Standards
  • Partnerschaftliche Einbeziehung der Patientinnen in Therapieentscheidungen
  • Angebot psychologischer Betreuung zu jedem Zeitpunkt der Erkrankung, auch für Angehörige
  • Vernetzung von Hausärzten, niedergelassenen Gynäkologen, Klinik und Rehabilitation

Ein weiterer Ausdruck der interdisziplinären Kooperation ist die Tumorkonferenz nach dem Vorliegen des feingeweblichen Befundes einige Tage nach dem Eingriff. In unserem Klinikum findet diese Tumorkonferenz an jedem Mittwoch um 14.15 Uhr statt. Daran nehmen alle beteiligten Fachdisziplinen teil – Senologie/Gynäkologie, Radiologie, Onkologie, Strahlentherapie, Pathologie, Psychoonkologie, die Breast Care Nurses und in vielen Fällen die niedergelassenen GynäkologInnen und OnkologInnen. Entsprechend der Tumorcharakteristik wird gemeinsam ein Therapiekonzept erarbeitet.

Entscheidende Parameter für eine evtl. notwendige Anschlussbehandlung sind die Art der Operation, das Alter der Patientin, der Lymphknotenstatus, das Vorhandensein von Hormonrezeptoren, der Tumortyp und seine Wachstumsgeschwindigkeit.

Besitzt der Tumor z. B. Bindungsstellen auf seinen Zelloberflächen für die weiblichen Geschlechtshormone (Östrogen und Progesteron), kann durch eine Hemmung dieser sog. Rezeptoren der Tumor in seiner Teilungsfähigkeit gehemmt werden. Wir sprechen von einer Antihormontherapie.

Das bekannteste Medikament in dieser Gruppe ist das Tamoxifen. In letzter Zeit haben zusätzlich sog. Aromatasehemmer (z.B. Arimidex® und Femara®) Eingang in diese Therapieform gefunden.

Diese Therapieform wird vorzugsweise bei Frauen nach der Menopause eingesetzt. Aber auch bei Frauen mit Tumoren und vorhandenen Hormonrezeptoren vor der Menopause wird die Antihormontherapie verwendet. In diesen Fällen kann durch spezielle Medikamente (sog. GnRH-Analoga) die Funktion der Eierstöcke blockiert werden.

Bei bestimmten Risikopatientinnen mit größeren oder aggressiveren Tumoren bzw. Lymphknotenbefall wird meist eine zusätzliche Chemotherapie empfohlen. In großen Studien der Vergangenheit konnte gezeigt werden, dass durch diese Verfahren der sog. adjuvanten Therapie die Prognose der betroffenen Frauen wesentlich verbessert werden kann.

Zum Therapiekonzept bei brusterhaltender Operation gehört die Strahlentherapie. Die betroffene Brust wird nach Abschluss der evtl. durchzuführenden Chemotherapie in einem Zeitraum von ca. 6 Wochen bestrahlt. Diese Behandlungsform hat das Ziel, ein Wiederauftreten des Karzinoms in der erkrankten Brust zu verhindern. Im Rahmen der Tumorkonferenz bestimmt der Strahlentherapeut über die Notwendigkeit und das Ausmaß dieser Therapiemodalität. Im Anschluß an die Tumorkonferenz wird ein Protokoll für jede Patientin verfasst, in dem der Therapieplan und die Empfehlungen für den einweisenden Arzt festgehalten werden.

Informationen gegen Angst

Das Brustzentrum Lippe und das Darmzentrum Lippe haben für die betroffenen Patienten Ordner entwickelt, die es den Patienten ermöglichen den Behandlungsweg zu verstehen und wichtige medizinische Dokumente immer griffbereit zu haben.

Dieser Ordner soll und kann kein Gespräch ersetzen. Manche Fragen stellen sich oft erst zu Hause, und in diesem Fall soll er unseren Patienten eine Anleitung und Hilfe sein.

Das Anliegen der Herausgeber ist es, die Patienten nicht nur für die Behandlungszeit zu begleiten, sondern auch danach aufkommende Fragen umfassend zu beantworten. Unsicherheiten die meistens dann auftreten, wenn man zuhause ist und keine Ärztin oder Arzt erreichbar ist sollen damit abgebaut und verhindert werden.

Die einzelnen Abteilungen der Zentren werden vorgestellt, die Patienten erkennen auf dem Bild ihren Arzt und haben dabei die Adresse und Telefonnummer, wo diese erreichbar sind.  Das ganze am Heilungsprozess teilnehmende Team stellt sich vor und gibt Tipps und macht Vorschläge, wie die Menschen diese meist schwierige Phase ihres Lebens meistern können. Das Pflegepersonal ist ebenso vertreten, wie alle am Prozess beteiligten Therapeut/innen.

Der Ordner soll aber auch Leitfaden sein, damit die Patienten immer genau wissen, an welchem Behandlungspunkt sie stehen und sich vergewissern können, dass die Therapie nach den vorgeschrieben Richtlinien durchgeführt wird.  Ebenso findet man im Anhang ein umfassendes medizinisches Wörterbuch, in dem die wichtigsten medizinischen Begriffe erklärt werden.

Da kein Stück Papier der Welt ein Gespräch ersetzen kann, sind überall Ansprechpartner und  der Telefonnummern und Adressen abgedruckt.

Jeder Patient, der im Brustzentrum Lippe oder Darmzentrum Lippe behandelt wird, bekommt diesen Ordner nach ärztlichem Gespräch kostenlos.

Aktion: Früherkennungs-Seminare

Einladung zum Seminar Brust-Selbstuntersuchung

Die Selbstuntersuchung der Brust ist ein wichtiger Bestandteil der Früherkennung von Brustkrebs.

Wenn Sie Ihre Brust regelmäßig untersuchen, gewinnen Sie Sicherheit und können Veränderungen in der Brust frühzeitig erkennen. Sie können für Ihre Gesundheit selbst etwas beitragen!

Für den Raum Detmold und Umgebung bieten wir kostenlose Gruppenseminare an, in denen die Selbstuntersuchung an lebensechten Tastmodellen aus Kunststoff gelernt werden kann.

Sagen Sie es Ihren Freunden und Bekannten weiter!

Es gibt immer wieder Momente, in denen Sie den Wunsch haben über Ihre veränderte Lebenssituation zu sprechen. Die Diagnose Krebs kann bei Ihnen selbst, wie auch bei Ihren Familienangehörigen, das Bedürfnis wecken, sich über die besonderen Belastungen oder über das Erlebte auszutauschen. Vielleicht grübeln Sie viel, können nachts nicht schlafen und wünschen sich, eine Entspannungsmethode kennen zu lernen.

Wir möchten Sie unterstützen und Ihnen zur Seite stehen, das Schöne zu sehen und Wichtiges im eigenen Leben zu erkennen.

Sie möchten mehr erfahren? Informieren Sie sich über unsere Angebote: Institut für Psychoonkologie

Teamarbeit steht im Vordergrund

Entscheidend für den Behandlungserfolg ist eine eng abgestimmte Teamarbeit im Brustzentrum. In den vergangenen Jahren hat sich eine Zusammenarbeit entwickelt, die von guter Kollegialität und Vertrauen in die Leistungsbereitschaft der jeweils anderen Fachdisziplin geprägt ist.

Diese Teamarbeit findet Ausdruck im präoperativen Konsil und der Tumorkonferenz nach Abschluss der operativen Behandlung.

Während des präoperativen Konsils bespricht der Radiologe einen Tag vor der Operation die im Rahmen der Diagnostik gewonnenen Befunde mit dem Operateur. Dabei werden Größe, Lokalisation und Tumorcharakteristik erörtert und das optimale Operationsverfahren abgesprochen.

In vielen Fällen ist eine Drahtmarkierung durch den Radiologen unmittelbar vor der Operation notwendig. Dies trifft insbesondere bei Tumoren zu, die nicht tastbar sind.

Noch während der Operation wird dann durch eine Präparateradiographie (Röntgenuntersuchung des entfernten Gewebes) geklärt, ob der Tumor komplett entfernt wurde. Durch eine zusätzliche Schnellschnittdiagnostik während der Operation im Pathologischen Institut können auch feingeweblich die Schnittränder des entfernten Gewebepräparates untersucht werden. In manchen Fällen ist dann eine Nachresektion (Nachschneiden) erforderlich.

Neben den hausinternen Kooperationen ist uns der Kontakt zum Westdeutschen Brustzentrum in Düsseldorf besonders wichtig.

Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten in Lippe und diversen Praxen:

  • Dr. med. Schwarz, Detmold
    Tel 05231 458490
  • Gemeinschaftspraxis Dr. med. Kleinsorge, Dr. med. Levknecht, Dr. med. Weise, Detmold
    Tel 05231 9102400
  • Dr. med. Weinert, Bad Salzuflen
    Tel 05222 50014
  • ALRA Apparategemeinschaft lippischer Radiologen, Lemgo
    Tel 05261 94960
  • Salzetalklinik, Bad Salzuflen
    Tel 05222 1890
  • Klinik am Burggraben, Bad Salzuflen
    Tel 05222 370
  • Rose-Klinik, Bad Meinberg
    Tel 05234 9070

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Zentrumspartner

350000

Lipper sind unser Ansporn

50000

Patienten werden bei uns jährlich stationär versorgt

Über 1224

Betten verfügt das Klinikum Lippe

Rund 2800

Mitarbeiter engagieren sich für Ihre Gesundheit