Klinikum Lippe bietet ab sofort Lungenkrebsscreening an Lungenkrebszentrum Lippe-Weserbergland verkündet Neuigkeit beim Lungenkrebsforum 21.09.2026. Das Klinikum Lippe erweitert sein Angebot um die Früherkennung von Lungenkrebs: Ab sofort kann am Klinikum […]

Woche der Wiederbelebung: Prüfen. Rufen. Drücken. = Leben retten!

18.09.2026. Was tun Sie, wenn direkt neben Ihnen ein Mensch plötzlich zusammenbricht? Viele Menschen sind in einer solchen Situation zunächst unsicher. Dabei können wenige, einfache Schritte entscheidend sein. Vom 21. bis 27. September 2026 findet bundesweit die Woche der Wiederbelebung statt. Zahlreiche Organisationen und Einrichtungen machen in dieser Zeit darauf aufmerksam, wie wichtig die Laienreanimation ist. Auch das Klinikum Lippe beteiligt sich mit mehreren Aktionen.

Einfach ausprobieren: Reanimation am Klinikum Lippe

Zum Auftakt der Aktionswoche laden wir am Montag, 21. September 2026, von 11 bis 14 Uhr zu einer offenen Mitmachaktion am Klinikstandort Detmold ein.

An verschiedenen Reanimationspuppen können Interessierte im Haupteingang selbst ausprobieren, worauf es bei der Wiederbelebung ankommt. Dabei stehen Puppen eines Neugeborenen, eines Kindes und eines Erwachsenen zur Verfügung. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Im Mittelpunkt steht das praktische Ausprobieren: Berührungsängste abbauen, Wissen auffrischen und Sicherheit für den Ernstfall gewinnen.

Denn wenn ein Mensch nicht reagiert und nicht normal atmet, gilt:

1. Prüfen: Reagiert die Person? Atmet sie normal?
2. Rufen: Notruf 112 wählen.
3. Drücken: Fest und schnell in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft.

Reanimation auf dem Detmolder Wochenmarkt

Am Samstag, 26. September 2026, ist das Team unserer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin gemeinsam mit dem Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe von 9 bis 13 Uhr auf dem Detmolder Wochenmarkt vertreten. Auch dort können Interessierte die Herzdruckmassage an Übungspuppen trainieren und sich informieren. Die Open-Air-Aktion findet nur bei trockenem Wetter statt.

Gemeinsam drücken für den Weltrekord

Darüber hinaus unterstützt das Klinikum Lippe das Franziskus Hospital Bielefeld bei einem besonderen Weltrekordversuch: Vom 21. bis 27. September 2026 soll dort sieben Tage und sieben Nächte lang ohne Unterbrechung an Reanimationspuppen gedrückt werden. Wer die Dauerreanimation unterstützen möchte, kann sich für einen Zeitraum anmelden.

Informationen und Anmeldung zum Weltrekordversuch Dauerreanimation

Unser gemeinsames Ziel: Mehr Menschen die Sicherheit geben, im Notfall zu handeln, denn „Prüfen. Rufen. Drücken.“ kann Leben retten.

Gemeinsam stark: Azubi Kick-Off Event im Teampark Detmold

Am vergangenen Mittwoch verbrachten insgesamt 23 Auszubildende aus unseren kaufmännischen und medizinischen Ausbildungsbereichen einen abwechslungsreichen Nachmittag im Teampark Detmold. Von 12 bis 16 Uhr standen dabei nicht nur Spaß und gemeinsame Erlebnisse, sondern vor allem Teamwork, Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen im Mittelpunkt.

Unsere aktuellen Auszubildenden zur Kauffrau für Büromanagement wurden von ihrer Ausbilderin Johanna Mücke begleitet. Die Auszubildenden zur Medizinischen Fachangestellten (MFA) waren gemeinsam mit unserer MFA-Ausbildungskoordinatorin Ramona Rejall und Personalreferentin Celia Weimann vor Ort.

In verschiedenen Teams stellten sich die Auszubildenden unterschiedlichen Herausforderungen. An insgesamt drei Stationen konnten sie beim Bogenschießen, Klettern und bei verschiedenen Teambuilding-Aufgaben ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Dabei waren insbesondere eine gute Kommunikation, gegenseitige Unterstützung, Vertrauen und gemeinsames strategisches Denken gefragt.

Zum Abschluss erwartete die Gruppe eine gemeinsame Aktion, bei der Teamfähigkeit, Geschicklichkeit und Kommunikation noch einmal besonders gefordert waren. Die verschiedenen Aufgaben zeigten eindrucksvoll, wie wichtig es ist, sich aufeinander verlassen zu können, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und als Team zu agieren.

Neben unseren Ausbildungsberufen ,,Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement“ und ,,Medizinische Fachangestellte/Medizinischer Fachangestellter“ bieten wir zahlreiche weitere attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Unser Ausbildungsangebot reicht von der Pflegeausbildung über verschiedene kaufmännische Berufe und die Informationstechnik bis hin zu dualen Bachelorstudiengängen.

Du bist auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz und möchtest deine berufliche Zukunft bei uns starten? Dann informiere dich über die vielfältigen Möglichkeiten an Klinikum Lippe. Vielleicht ist genau das Richtige für dich dabei!

Danke für einen gelungenen Nachmittag mit vielen gemeinsamen Erfahrungen, neuen Eindrücken und jeder Menge Teamgeist. Wir freuen uns bereits auf den nächsten Azubiausflug!

Text und Foto: Abby Prädel, Auszubildende Kauffrau für Büromanagement, 3. Ausbildungsjahr

 

Fehler finden ausdrücklich erwünscht: Klinikum Lippe lädt zum „Room of Error“ ein

Mitmach-Aktion zum Welttag der Patientensicherheit am 17. September in Detmold und Lemgo

11.09.2026. Ein Pflegebett mitten in der Eingangshalle, eine Puppe als Patient und rundherum jede Menge Fehler und versteckte Risiken: Anlässlich des Welttags der Patientensicherheit am Donnerstag, 17. September 2026, lädt das Klinikum Lippe Patientinnen und Patienten, Angehörige, Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeitende zu einer besonderen Mitmach-Aktion ein. Von 9 bis 12 Uhr können Interessierte in den Eingangshallen der Standorte Detmold und Lemgo im sogenannten „Room of Error“ selbst zu Fehler-Detektiven werden.

Dafür wird eine möglichst realistische Situation aus dem Krankenhausalltag nachgestellt. Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung zu sein. Wer jedoch genauer hinsieht, entdeckt verschiedene bewusst eingebaute Fehler, Gefahrenquellen und Risiken aus Medizin und Pflege. Die Aufgabe der Teilnehmenden: aufmerksam hinschauen und möglichst viele davon erkennen.

Mit der Aktion möchte das Klinikum Lippe den Blick für mögliche Gefahren im Krankenhausalltag schärfen und gleichzeitig zeigen, dass Patientensicherheit eine gemeinsame Aufgabe ist. Mitarbeitende können ihre Aufmerksamkeit für vermeidbare Risiken außerhalb des Arbeitsalltags trainieren. Patientinnen und Patienten sowie Angehörige erfahren, worauf auch sie achten und wie sie aktiv zu mehr Sicherheit beitragen können.

Der „Room of Error“ steht zugleich für einen offenen und konstruktiven Umgang mit Fehlern, denn Patientensicherheit bedeutet nicht nur, auf bereits geschehene Fehler zu reagieren. Entscheidend ist, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, offen anzusprechen und daraus Maßnahmen abzuleiten, bevor Patientinnen und Patienten zu Schaden kommen.

Patientensicherheit lebt von Aufmerksamkeit, guter Kommunikation und einer Kultur, in der mögliche Risiken offen angesprochen werden können. Der ‚Room of Error‘ soll auf eine anschauliche und spielerische Weise genau dafür sensibilisieren.

Die Aktion findet am Donnerstag, 17. September 2026, von 9 bis 12 Uhr zeitgleich in den Eingangshallen des Klinikums Lippe in Detmold und Lemgo statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte können einfach vorbeikommen, auf Fehlersuche gehen und ihr Gespür für Patientensicherheit testen. Für besonders erfolgreiche Fehler-Detektive hält das Klinikum Lippe eine kleine Aufmerksamkeit bereit.

Benefiz-Radtour für rheumakranke Kinder macht Station am Klinikum Lippe

„U Can Ride For Arthritis“ erreicht am 5. September Detmold: Kinderklinik unterstützt Aktion für mehr Aufmerksamkeit, bessere Versorgung und Forschung

03.09.2026. Hunderte Kilometer auf dem Fahrrad für Kinder und Jugendliche mit Rheuma: Die Benefiz-Radtour „U Can Ride For Arthritis“ (UCANR4A) macht am Samstag, 5. September 2026, Station am Klinikum Lippe. Gegen 16 Uhr wird das Team an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Standort Detmold erwartet.

Die mehrtägige Radtour führt quer durch Deutschland und verbindet Kliniken und Zentren, die sich mit der Versorgung rheumakranker Kinder und Jugendlicher beschäftigen. Die diesjährige Route startet am 5. September in Münster und führt zunächst nach Sendenhorst und anschließend nach Detmold. Von Detmold geht es am Sonntag, 6. September 2026, weiter nach Hannover und anschließend über Magdeburg bis nach Leipzig.

Das Ziel der Aktion: Aufmerksamkeit für Kinderrheuma schaffen und Spenden für eine bessere Versorgung und Forschung sammeln. Denn Rheuma ist keineswegs nur eine Erkrankung älterer Menschen. Rund 20.000 Kinder in Deutschland leben mit einer rheumatischen Erkrankung. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Lippe unterstützt die Aktion und empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei ihrer Ankunft in Detmold.

Prof. Dr. Christian Klemann, Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Lippe,  sagt: „Kinderrheuma ist in der Öffentlichkeit noch immer viel zu wenig präsent. Für betroffene Kinder und ihre Familien bedeutet die Erkrankung häufig eine langjährige medizinische Begleitung und erhebliche Belastungen im Alltag. Mit ‚U Can Ride For Arthritis‘ wird dieses wichtige Thema buchstäblich in Bewegung gebracht. Wir unterstützen die Aktion sehr gern und freuen uns, das Team bei uns in Detmold willkommen zu heißen.“

Die Fahrerinnen und Fahrer kommen aus unterschiedlichen Bereichen: Ärztinnen und Ärzte sind ebenso dabei wie Betroffene, Angehörige und weitere Unterstützende. Gemeinsam wollen sie mit jedem gefahrenen Kilometer auf die Situation rheumakranker Kinder aufmerksam machen.

Die im Rahmen der Aktion gesammelten Spenden fließen an die Sabine Löw Stiftung für Kinderrheumatologie. Sie sollen dazu beitragen, die Behandlungsstandards und die Forschung für Kinder und Jugendliche mit rheumatischen Erkrankungen weiterzuentwickeln.

Neue Klinikdirektorin für die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Klinikum Lippe

Dr. Dr. Meike Wördemann übernimmt zum 1. September die Leitung der Klinik in Bad Salzuflen – Ausbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie schafft zusätzliche Behandlungskapazitäten

01.09.2026

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum Lippe bekommt eine neue Klinikdirektorin: Zum 1. September 2026 übernimmt Dr. Dr. med. Meike Wördemann die Leitung der Klinik am Standort Bad Salzuflen. Die erfahrene Kinder- und Jugendmedizinerin sowie Kinder- und Jugendpsychiaterin wechselt von der LWL-Universitätsklinik Hamm zum Klinikum Lippe. Sie folgt auf Dr. med. Dr. rer. nat. Ulrich Preuß, der die Klinik seit vielen Jahren als Direktor prägt und zum Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand geht.

Mit dem Wechsel in der Klinikleitung beginnt für die Kinder- und Jugendpsychiatrie zugleich eine wichtige Phase ihrer Weiterentwicklung. Das Klinikum Lippe wird die Behandlungskapazitäten am Standort Bad Salzuflen deutlich ausbauen. Geplant sind 32 zusätzliche Behandlungsplätze durch einen vom Land NRW geförderten, kompakten Neubau auf dem Klinikgelände.

„Mit Frau Dr. Dr. Wördemann gewinnen wir eine sehr erfahrene Medizinerin, die sowohl die Kinder- und Jugendmedizin als auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie aus langjähriger klinischer Tätigkeit kennt. Diese Verbindung ist eine besondere Stärke“, sagt Dr. Niklas Cruse, Geschäftsführer des Klinikums Lippe. „Gleichzeitig steht die Klinik vor einer bedeutenden Weiterentwicklung. Mit der Erweiterung in Bad Salzuflen schaffen wir dringend benötigte zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche in unserer Region. Frau Dr. Dr. Wördemann wird diesen Prozess medizinisch und konzeptionell entscheidend mitgestalten.“

Dr. Dr. Meike Wördemann bringt einen breit gefächerten medizinischen und wissenschaftlich geprägten Werdegang mit nach Bad Salzuflen. Nach zwei Jahren Studium der Psychologie an der Universität Trier wechselte sie zur Humanmedizin an den Universitäten Bonn und Lübeck. Ihre ersten klinischen Stationen führten sie unter anderem an das Tropeninstitut in Tübingen sowie an die Universitätsklinik nach Antwerpen. Nach weiteren beruflichen Stationen in Belgien kehrte Wördemann nach Deutschland zurück und arbeitete von 2009 bis 2011 als Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin am Evangelischen Krankenhaus Bielefeld.

Seit 2012 ist sie an der LWL-Universitätsklinik Hamm, Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, tätig. Dort absolvierte sie ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Anschließend übernahm sie zunehmend Leitungsverantwortung an der LWL-Universitätsklinik Hamm: ambulant, tagesklinisch und stationär. Seit Januar 2024 ist sie geschäftsführende Oberärztin am Standort Campus Gütersloh.

Die 54-Jährige ist sowohl Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin als auch Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Neben ihrer medizinischen Promotion erwarb sie 2013 in Belgien einen PhD. Damit verbindet sie langjährige Erfahrung in Pädiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie mit wissenschaftlicher Qualifikation und umfassender Erfahrung in der ambulanten und tagesklinischen Versorgung.

„Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit dem multiprofessionellen Team die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Klinikum Lippe weiterzuentwickeln“, sagt Dr. Dr. Meike Wördemann. „Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen und ihre Familien brauchen gut erreichbare und auf ihre individuelle Situation abgestimmte Hilfen. Der Ausbau in Bad Salzuflen bietet uns die große Chance, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen und gleichzeitig die verschiedenen stationären, tagesklinischen und ambulanten Angebote noch stärker miteinander zu verzahnen.“

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Lippe übernimmt eine wichtige Versorgungsfunktion über die Grenzen des Kreises Lippe hinaus. Die stationäre Versorgung ist in Bad Salzuflen angesiedelt; hinzu kommen tagesklinische und ambulante Angebote in der Region. Die Klinik behandelt das gesamte Spektrum psychischer Erkrankungen und Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter. Der Bedarf ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Bereits seit der letzten Erweiterung der Klinik im Jahr 2010 nahmen die Patientenzahlen zu. Während und nach der Corona-Pandemie verschärfte sich die Situation zusätzlich. Das Klinikum Lippe hatte deshalb im Frühjahr 2024 beim Land Nordrhein-Westfalen eine Einzelförderung für die Erweiterung beantragt.

„Die Erweiterung ist ein klares Bekenntnis zur kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung in Ostwestfalen-Lippe“, betont Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse. „Psychische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen gehören zu den großen gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Deshalb investieren wir nicht nur in zusätzliche Räume und Betten, sondern vor allem in verlässliche Versorgungsstrukturen für junge Menschen und ihre Familien.“

Bis zum Jahresende bleibt Dr. med. Dr. rer. nat. Ulrich Preuss der Klinik als Direktor verbunden und verabschiedet sich dann in den wohlverdienten Ruhestand. Unter seiner Leitung wurde das Behandlungsspektrum der Klinik kontinuierlich weiterentwickelt. „Dr. Dr. Ulrich Preuß hat sich über viele Jahre für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche eingesetzt und die Entwicklung unserer Klinik maßgeblich geprägt“, würdigt Dr. Cruse seinen langjährigen Einsatz. „Dass Frau Dr. Dr. Wördemann bereits zum 1. September startet, ermöglicht uns einen sehr guten und geordneten Übergang. Dafür sind wir beiden sehr dankbar.“

Tag der offenen Tür am 5. September

Nur wenige Tage nach dem Amtsantritt der neuen Klinikdirektorin öffnet die Kinder- und Jugendpsychiatrie ihre Türen: Am Samstag, 5. September 2026, lädt das Klinikum Lippe zum Tag der offenen Tür am Standort Bad Salzuflen ein. Interessierte haben an diesem Tag die Gelegenheit, die Klinik, ihre Behandlungsangebote und das multiprofessionelle Team kennenzulernen. Auch Dr. Dr. Meike Wördemann wird sich als neue Chefärztin vorstellen. Gleichzeitig informiert das Klinikum über die zukünftige Entwicklung der Kinder- und Jugendpsychiatrie und die geplante Erweiterung am Standort.

Gefäßchirurgie erweitert Behandlungsspektrum: Erstmals TEVAR am Klinikum Lippe
Minimalinvasives Verfahren ermöglicht schonende Behandlung von Erkrankungen der Brustschlagader

28.08.2026.
Die Klinik für Gefäßchirurgie am Klinikum Lippe hat erstmals eine sogenannte TEVAR durchgeführt. Die Abkürzung steht für „Thoracic Endovascular Aortic Repair“ und bezeichnet die endovaskuläre Behandlung von Erkrankungen der Hauptschlagader im Brustkorb. Dabei wird die erkrankte Aorta nicht in einer offenen Operation ersetzt. Stattdessen bringen die Gefäßchirurgen unter Röntgenkontrolle über die Leistenschlagader eine Gefäßstütze, einen sogenannten Stent, bis in den betroffenen Abschnitt der Brustschlagader.

Ein Teil des OP-Teams der ersten TEVAR am Klinikum Lippe.
Von links: Priv.-Doz. Dr. René Rusch (Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie), Freya Malin Petri (Gefäßassistentin), Marcus Pause (Leitender Oberarzt), Nawar Alasad (Oberarzt), Susanne Dellios und Katharina Würfel (Firma Gore Medical)
Foto: Klinikum Lippe

Mit der erfolgreichen Einführung des Verfahrens erweitert die Klinik für Gefäßchirurgie unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. René Rusch ihr Spektrum komplexer endovaskulärer Eingriffe. „Die TEVAR ermöglicht uns, schwerwiegende Erkrankungen der Brustschlagader über einen vergleichsweise kleinen Zugang zu behandeln. Für geeignete Patientinnen und Patienten können wir damit einen großen offenen Eingriff am Brustkorb vermeiden“, erklärt der Chefarzt. „Dass wir dieses Verfahren jetzt auch am Klinikum Lippe anbieten können, ist ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung unserer Gefäßchirurgie.“

Die Aorta ist die größte Schlagader des menschlichen Körpers. Sie transportiert das Blut vom Herzen zunächst durch den Brustkorb und anschließend in den Bauchraum. Erkrankungen der Brustschlagader können lebensbedrohlich werden, beispielsweise, wenn sich die Gefäßwand stark erweitert oder einreißt.

Bei einer TEVAR wird zunächst über eine Schlagader in der Leiste ein Katheter in die Aorta eingeführt. Über diesen Zugang führen die Gefäßchirurgen eine zusammengefaltete, mit einem Metallgerüst stabilisierte Gefäßprothese – den Stent – bis zum erkrankten Abschnitt der Aorta. Dort wird die Prothese entfaltet. Sie legt sich von innen an die Gefäßwand an und schafft einen neuen, stabilen Weg für den Blutstrom. Der krankhaft veränderte Abschnitt der Aortenwand wird dadurch vom Blutstrom entlastet beziehungsweise abgedichtet.

Die exakte Planung des Eingriffs erfolgt anhand einer Computertomographie. Länge und Durchmesser der Prothese sowie die optimale Position müssen individuell an die Anatomie der Patientin oder des Patienten angepasst werden. „Bei dieser Operationsmethode kommt es auf eine sehr präzise Planung an. Wir müssen vor dem Eingriff genau wissen, wo die Prothese verankert werden kann und welche Gefäßabgänge berücksichtigt werden müssen“, erläutert Priv.-Doz. Dr. Rusch. „Die Kombination aus moderner Bildgebung, endovaskulärer Technik und gefäßchirurgischer Expertise ist deshalb entscheidend für den Erfolg der Operation.“

Zu den wichtigsten Einsatzgebieten der TEVAR gehören Aneurysmen der absteigenden Brustschlagader. Bei einem Aneurysma erweitert sich die Aorta krankhaft. Mit zunehmendem Durchmesser steigt das Risiko, dass die Gefäßwand einreißt und es zu einer lebensbedrohlichen inneren Blutung kommt. Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet ist die Aortendissektion vom Typ B. Dabei entsteht ein Einriss in der inneren Schicht der Aortenwand. Blut kann zwischen die Wandschichten eindringen und einen zweiten Blutkanal bilden. Insbesondere bei komplizierten Verläufen, etwa bei drohendem Gefäßriss oder einer beeinträchtigten Blutversorgung von Organen, kann eine TEVAR erforderlich werden.

Auch bei bestimmten Verletzungen der Brustschlagader, beispielsweise nach schweren Unfällen, sowie bei weiteren Erkrankungen der Aortenwand kann das Verfahren eingesetzt werden. Ob eine TEVAR infrage kommt, hängt dabei immer von der individuellen Erkrankung, der Anatomie der Aorta und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab.

„Nicht jede Erkrankung der Aorta lässt sich mit dieser schonenden Technik behandeln. Wir entscheiden deshalb für jeden Patienten individuell, welches Verfahren medizinisch die beste und sicherste Lösung ist“, betont Rusch. „Unser Anspruch ist nicht, möglichst viel minimalinvasiv zu operieren, sondern für jeden Menschen die passende Therapie auszuwählen.“

Die Patientin freute sich gemeinsam mit dem Team über den gelungenen Eingriff.
Von links: Priv.-Doz. Dr. René Rusch (Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie), Alena Scharmacher (Fachärztin), Patientin Iris Hagemeyer, Claudia Schmidt (Pflegefachkraft) und Priv.-Doz. Dr. Markus Flentje (Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie)
Foto: Klinikum Lippe

Bei geeigneten Erkrankungen der absteigenden Brustschlagader hat sich die TEVAR als Alternative zur offenen Operation etabliert. Da der Brustkorb in der Regel nicht eröffnet und die erkrankte Aorta nicht offen ersetzt werden muss, ist der Eingriff für viele Patientinnen und Patienten weniger belastend. Die Behandlung endet jedoch nicht mit dem Eingriff. Nach einer TEVAR sind regelmäßige bildgebende Kontrollen notwendig. Dabei wird unter anderem überprüft, ob der Stent weiterhin korrekt liegt und der erkrankte Gefäßabschnitt zuverlässig vom Blutstrom ausgeschlossen bleibt.

Für Priv.-Doz. Dr. René Rusch und sein Team ist die erste TEVAR deshalb mehr als ein einzelner erfolgreicher Eingriff: „Wir entwickeln die Gefäßmedizin am Klinikum Lippe konsequent weiter. Unser Ziel ist es, den Menschen in Lippe moderne gefäßchirurgische Verfahren wohnortnah anzubieten und gleichzeitig die notwendige Sicherheit und Qualität für komplexe Eingriffe zu gewährleisten.“

Die Klinik für Gefäßchirurgie am Klinikum Lippe behandelt das gesamte Spektrum arterieller und venöser Gefäßerkrankungen. Im Herbst 2026 soll die Klinik vom Standort Lemgo nach Detmold umziehen, um dort ihr Leistungsspektrum zu erweitern und gemeinsam mit der Universitätsklinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin, dem Universitätsinstitut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie sowie weiteren Fachabteilungen das Gefäßzentrum Lippe auszubauen.

Vielfalt ist unsere Stärke

Rund 3.000 Menschen arbeiten im Klinikum Lippe. Sie haben Wurzeln in rund 50 Nationen und bringen unterschiedliche Biografien, Erfahrungen und Perspektiven mit. Was sie verbindet, ist ein gemeinsames Ziel: Die Gesundheitsversorgung der Menschen in Lippe bestmöglich zu sichern.

Diese Vielfalt gehört zu unserem Klinikum und macht uns stark, denn eine moderne Gesundheitsversorgung ist Teamarbeit. Tag für Tag arbeiten Menschen unterschiedlicher Berufsgruppen, Generationen und Kulturen zusammen. Sie übernehmen gemeinsam Verantwortung für unsere Patientinnen und Patienten und für eine hochwertige Gesundheitsversorgung in unserer Region.

Unser Anspruch an dieses Miteinander ist fest in unserem Leitbild verankert. Interkulturelles Miteinander und Diversität stärken unser Unternehmen. Respekt, Offenheit und Wertschätzung bilden die Grundlage unserer Zusammenarbeit. Diese Haltung prägt nicht nur den Umgang innerhalb unserer Teams, sondern auch die Begegnung mit unseren Patientinnen und Patienten.

Jeder Mensch, der zu uns kommt, soll sich darauf verlassen können, empathisch, respektvoll und professionell behandelt zu werden – unabhängig von Geschlecht, Alter, kulturellem oder religiösem Hintergrund, sozialem Status, körperlichen oder geistigen Einschränkungen sowie sexueller Orientierung. Unsere Patientinnen und Patienten stehen mit ihren individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Gleichzeitig leben wir im Arbeitsalltag von den unterschiedlichen Fähigkeiten und Perspektiven unserer Mitarbeitenden.

Als kommunaler und universitärer Maximalversorger tragen wir Verantwortung für die Gesundheitsversorgung in unserer Region. Diese Aufgabe können wir nur gemeinsam erfüllen. Vielfalt bedeutet für uns deshalb mehr als Unterschiedlichkeit. Sie bedeutet, zusammenzuarbeiten, voneinander zu lernen, einander mit Respekt zu begegnen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

Verstehen. Begleiten. Stärken.
Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Lippe lädt zum Tag der offenen Tür ein

20.08.2026. Wie sieht der Alltag in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aus? Wie werden junge Menschen mit psychischen Erkrankungen behandelt und begleitet? Und welche Rolle spielen dabei beispielsweise Kunst, Musik, Tiere oder Bewegung? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es am Samstag, 5. September 2026: Von 10 bis 15 Uhr lädt die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Klinikums Lippe zum Tag der offenen Tür in die Heldmanstraße 45 in Bad Salzuflen ein.

Unter dem Motto „Verstehen. Begleiten. Stärken.“ erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen, Führungen sowie zahlreichen Aktions- und Informationsständen. Auch für Essen und Getränke zu kleinen Preisen ist gesorgt. Als besonderen Gast begrüßt das Klinikum Lippe den TBV Lemgo Lippe.

„Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen verdient unsere besondere Aufmerksamkeit. Mit dem Tag der offenen Tür möchten wir zeigen, wie vielfältig und multiprofessionell die Versorgung in unserer Kinder- und Jugendpsychiatrie ist. Gleichzeitig investieren wir mit der Erweiterung des Standortes ganz bewusst in die Zukunft der psychiatrischen Versorgung junger Menschen in Lippe und darüber hinaus“, sagt Dr. Niklas Cruse, Geschäftsführer des Klinikums Lippe.

Mitmachen, informieren und die Klinik kennenlernen: Auf der Blaulichtmeile gibt es Einsatzfahrzeuge und die Arbeit der beteiligten Organisationen zu entdecken. Für jüngere Besucherinnen und Besucher stehen unter anderem Hüpfburg, Kinderschminken, Glücksrad und Bastelstation auf dem Programm. An zahlreichen Informations- und Aktionsständen stellen Mitarbeitende und Partner weitere Themen vor. Dazu gehören Hygiene, tiergestützte Therapie, Hippotherapie und Sozialdienst.

Wer die Arbeit der Klinik noch genauer kennenlernen möchte, kann an thematischen Führungen teilnehmen. Angeboten werden eine Führung durch die Schule im Klinikum sowie Führungen durch die Klinik und ihre Stationen. Dabei erhalten die Gäste unter anderem Einblicke in die Ergo-, Kunst- und Musiktherapie und erfahren, wie unterschiedliche Professionen bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten. Auch das Vortragsprogramm greift unterschiedliche Aspekte der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf. Fachleute informieren über Adipositas bei jungen Menschen und stellen ein Deeskalationsprogramm vor.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zukunft des Standortes: In einem Vortrag wird der Erweiterungsbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bad Salzuflen vorgestellt. Besucherinnen und Besucher erfahren, wie sich die Klinik baulich und medizinisch weiterentwickeln wird und welche zusätzlichen Möglichkeiten für die Versorgung junger Patientinnen und Patienten entstehen.

Tag der offenen Tür auf einen Blick

Samstag, 5. September 2026, 10 bis 15 Uhr
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Klinikum Lippe, Heldmanstraße 45, 32108 Bad Salzuflen

Das erwartet die Gäste:

  • Vorträge und Führungen
  • Blaulichtmeile
  • TBV Lemgo Lippe zu Gast
  • Spiel und Spaß: Hüpfburg, Kinderschminken, Bastelstation, Glücksrad
  • Aktion und Info: Hygiene, Tiergestützte Therapie (TGT), Hippotherapie, Sozialdienst, Ernährung und Lebensmittel aus Eigenanbau
  • Essen und Getränke zu kleinen Preisen und vieles mehr

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen: Tag der offenen Tür in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

 

Kontakt zur Selbsthilfe mit wenigen Klicks

Informationen über Selbsthilfegruppen jetzt digital im Klinikum Lippe verfügbar

10.08.2026. Wer sich über Selbsthilfegruppen in der Region informieren möchte, kann das ab sofort ganz einfach per Fingertipp auch direkt im Klinikum Lippe tun. In den Eingangsbereichen der Klinikstandorte Detmold und Lemgo befindet sich seit kurzem ein großer Touchscreen, an dem sich Patientinnen, Patienten, Angehörige und Besuchende über die vielfältigen Angebote der Selbsthilfe im Kreis Lippe und darüber hinaus kostenlos informieren können.

v.l.n.r.: Dr. Niklas Cruse, Silke Stegelmann und Sabine Bornemeier freuen sich über die digitale Möglichkeit nach Selbsthilfegruppen in Lippe zu suchen.

Der Bildschirm zeigt die Inhalte der Internetseite www.selbsthilfenetz.de, dem zentralen Selbsthilfeportal für Nordrhein-Westfalen. Dort finden Interessierte Selbsthilfegruppen zu nahezu allen Erkrankungen und Lebenslagen – von chronischen Erkrankungen über Krebs bis hin zu psychischen Belastungen oder Angehörigenthemen.

„Selbsthilfegruppen sind für uns wichtige Partner in der Gesundheitsversorgung“, betont Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Lippe. „Eine gute medizinische Behandlung endet nicht an der Krankenhaustür. Der Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, kann für die Krankheitsbewältigung enorm wertvoll sein. Mit dem neuen digitalen Angebot machen wir diesen Weg für unsere Patientinnen und Patienten so einfach wie möglich – niedrigschwellig, direkt vor Ort und immer aktuell.“

Das Klinikum Lippe ist als selbsthilfefreundliches Krankenhaus zertifiziert und arbeitet eng mit den Selbsthilfegruppen der Region zusammen. Bereits während des Krankenhausaufenthaltes werden Patientinnen und Patienten auf passende Gruppen hingewiesen. Der neue Touchscreen ergänzt dieses Angebot nun um eine digitale, tagesaktuelle Komponente.

„Nicht Jeder traut sich, im Gespräch nach einer Selbsthilfegruppe zu fragen. Manchmal braucht es auch den richtigen Moment, um sich in Ruhe zu informieren“, erklärt Sabine Bornemeier, Selbsthilfebeauftragte des Klinikums Lippe. „Genau das ermöglicht der Touchscreen. Wer möchte, kann selbstständig stöbern, gezielt nach einem Thema suchen und direkt Kontaktdaten finden. Und wer lieber persönlich sprechen möchte, für den bin ich als Ansprechpartnerin natürlich weiterhin da – für Patienten und Angehörige genauso wie für unsere Mitarbeitenden.“

Auch die Selbsthilfe-Kontaktstelle begrüßt das neue Angebot. „Selbsthilfe lebt davon, dass Menschen den Weg zueinander finden. Je sichtbarer die Gruppen sind, desto leichter gelingt dieser erste Schritt“, sagt Silke Stegelmann, Leiterin der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Lippe. „Dass das Klinikum Lippe die Selbsthilfe so prominent im Eingangsbereich platziert, ist ein starkes Signal der Wertschätzung und eine echte Hilfe für alle, die nach einer Diagnose Orientierung und Austausch suchen.“

Der Touchscreen ist jederzeit frei zugänglich. Weitere Informationen zur Zusammenarbeit des Klinikums Lippe mit Selbsthilfegruppen gibt es unter klinikum-lippe.de/selbsthilfegruppen. Ansprechpartnerin am Klinikum ist Sabine Bornemeier, Telefon 05261 26-6211, E-Mail sabine.bornemeier@klinikum-lippe.de.

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