Erste endoskopische Bandscheibenoperation in Detmold erfolgreich durchgeführt

Schonendes Operationsverfahren erweitert das Behandlungsspektrum der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

Premiere am Klinikum Lippe: In der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Standort Detmold wurde erstmals eine Bandscheibenoperation mit einem vollständig endoskopischen Verfahren durchgeführt. Oberarzt Dr. Tobias Penner setzte die minimalinvasive Operationstechnik erfolgreich bei einem Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule ein. Damit erweitert die Klinik unter der Leitung von Klinikdirektor Prof. Dr. Cyrus Klostermann ihr operatives Behandlungsspektrum im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie.

Foto: Patientin Hewidar Asem (Mitte) aus Kirchlengern ist zwei Tage nach der Operation zufrieden mit dem Ergebnis. Klinikdirektor Prof. Dr. Cyrus Klostermann (links) und Oberarzt Dr. Tobias Penner (rechts) haben die endoskopische Bandscheibenoperation durchgeführt. (© Klinikum Lippe)

Bandscheibenvorfälle gehören zu den häufigen Ursachen für Rückenschmerzen, die bis in die Beine oder Arme ausstrahlen können. Sie entstehen, wenn Gewebe aus dem Inneren einer Bandscheibe nach außen tritt und auf umliegende Nerven drückt. Neben Schmerzen können dadurch auch Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Muskelschwäche auftreten. Wenn konservative Behandlungsmethoden wie Physiotherapie oder eine medikamentöse Schmerztherapie nicht ausreichend helfen oder neurologische Ausfälle auftreten, kann eine Operation notwendig werden.

Bei der endoskopischen Bandscheibenoperation wird über einen kleinen Hautschnitt eine dünne Optik mit Kamera und speziellen Operationsinstrumenten eingeführt. Die Kamera überträgt Bilder aus dem Operationsgebiet auf einen Monitor. So kann der Operateur die betroffene Bandscheibe und die umliegenden Nervenstrukturen präzise darstellen und das Gewebe entfernen, das auf den Nerv drückt.

Der wesentliche Vorteil: Anders als bei herkömmlichen offenen Operationsverfahren ist nur ein sehr kleiner Zugang erforderlich. Die umliegende Muskulatur und andere Gewebestrukturen können durch die minimalinvasive Methode weitgehend geschont werden. Für Patientinnen und Patienten kann dies weniger postoperative Schmerzen, eine schnellere Mobilisation und eine kürzere Erholungszeit bedeuten.

„Mit der endoskopischen Bandscheibenchirurgie steht uns ein weiteres modernes und besonders gewebeschonendes Operationsverfahren zur Verfügung. Durch die hochauflösende Kameratechnik können wir sehr präzise arbeiten und gleichzeitig die Belastung für unsere Patientinnen und Patienten möglichst geringhalten“, erklärt Oberarzt Dr. Tobias Penner, der den ersten Eingriff am Klinikum Lippe durchgeführt hat.

Auch Klinikdirektor Prof. Dr. Cyrus Klostermann sieht in der Einführung des Verfahrens einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung der Wirbelsäulenchirurgie am Klinikum Lippe: „Unser Ziel ist es, unseren Patientinnen und Patienten moderne, sichere und individuell abgestimmte Behandlungsmöglichkeiten anzubieten. Die endoskopische Bandscheibenchirurgie ergänzt unser bestehendes operatives Spektrum und ermöglicht es uns, geeignete Bandscheibenvorfälle mit einem besonders schonenden Verfahren zu behandeln.“

Ob eine endoskopische Operation infrage kommt, hängt unter anderem von der Lage und Ausprägung des Bandscheibenvorfalls sowie den individuellen Beschwerden ab. Den Experten ist wichtig: Nicht jeder Bandscheibenvorfall muss operiert werden. Die Entscheidung für einen Eingriff erfolgt nach einer sorgfältigen Diagnostik und unter Berücksichtigung der verschiedenen konservativen und operativen Behandlungsmöglichkeiten.

Mit der Einführung der endoskopischen Bandscheibenchirurgie baut die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Klinikum Lippe in Detmold ihr Angebot moderner, minimalinvasiver Operationsverfahren weiter aus.

Medizin studieren, Praxis erleben: UK OWL wächst weiter

Vom Unterricht am Krankenbett bis zum Training an robotischen Operationssystemen: Medizinstudierende profitieren am Universitätsklinikum OWL Campus Klinikum Lippe von einer praxisorientierten Ausbildung und modernster Medizintechnik. Mit 300 Medizinstudierenden, die in dieser Woche gleichzeitig ins Wintersemester 2026/2027 an der Universität Bielefeld gestartet sind, nimmt die universitäre Lehre auch im Kreis Lippe weiter an Fahrt auf.

Medizin lernt man nicht allein aus Büchern. Wer später Patientinnen und Patienten behandelt, sollte frühzeitig praktische Erfahrungen sammeln, medizinische Zusammenhänge verstehen und den Umgang mit modernen Behandlungstechnologien erlernen. Genau hier setzt die universitäre Ausbildung am Klinikum Lippe an. Als Teil des Universitätsklinikums OWL (UK OWL), zu dem auch das Klinikum Bielefeld und das Evangelische Klinikum Bethel gehören, verbindet das Krankenhaus die medizinische Lehre mit dem klinischen Alltag und eröffnet Studierenden Einblicke in die gesamte Bandbreite moderner Patientenversorgung.

Zum Wintersemester 2026/2027 haben 300 Medizinstudierende ihr Studium an der Universität Bielefeld aufgenommen. Komplett neu in das Medizinstudium gestartet sind 120 Studentinnen und Studenten. Das entspricht der geplanten Verdopplung der Studienanfänger im Vergleich zu den vorherigen Jahrgängen. Das Klinikum Lippe übernimmt als einer der drei Träger des UK OWL eine wichtige Rolle bei der praktischen Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses.

Welche Untersuchungen sind notwendig? Und wie lässt sich ein medizinischer Befund verständlich erklären? Situationen wie diese gehören zum Unterricht am Krankenbett, einem zentralen Bestandteil der universitären Ausbildung am Klinikum Lippe und in den anderen Krankenhäusern des UK OWL. Die Studierenden lernen unter ärztlicher Anleitung, Anamnesegespräche zu führen, körperliche Untersuchungen durchzuführen und medizinische Befunde zu beurteilen. Dabei geht es neben fachlichem Wissen auch um Kommunikation, Einfühlungsvermögen und den verantwortungsvollen Umgang mit Patientinnen und Patienten.

Am Klinikum Lippe können Medizinstudierende schon heute erleben, welche Möglichkeiten die roboterassistierte Chirurgie bietet. Insgesamt vier robotische Operationssysteme stehen an den Klinikstandorten Detmold und Lemgo zur Verfügung. Sie kommen in unterschiedlichen chirurgischen Fachgebieten zum Einsatz und ermöglichen hochpräzise, minimalinvasive Eingriffe. Das Besondere: Die Studierenden können die Technologie nicht nur kennenlernen, sondern in speziellen, stets schnell ausgebuchten Kursen, die von der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie angeboten werden, auch selbst ausprobieren. An einer zusätzlichen Schulungskonsole mit eigenen Trainingsmöglichkeiten üben sie den Umgang mit den robotischen Instrumenten. Die Konsole steht unabhängig vom regulären Operationsbetrieb extra für Ausbildungszwecke zur Verfügung.

Das Klinikum Lippe baut seine Kompetenzen in der robotischen Chirurgie kontinuierlich aus. Neben der Ausbildung von Medizinstudierenden werden am Campus in Detmold auch spezielle Trainingsprogramme für fortgeschrittene Assistenzärztinnen und Assistenzärzte sowie Fachärztinnen und Fachärzte angeboten. Ziel ist es, die Ausbildung an robotischen Operationssystemen unmittelbar mit der klinischen Praxis zu verbinden.

Universitätsmedizin stärkt die Versorgung in Lippe

Die Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte ist für das Klinikum Lippe weit mehr als ein Lehrauftrag. Sie ist zugleich ein wichtiger Baustein, um die medizinische Versorgung in der Region langfristig zu sichern. Durch den engen Austausch mit erfahrenen Ärztinnen und Ärzten, die Mitarbeit in unterschiedlichen Fachbereichen und die praktischen Ausbildungsmöglichkeiten lernen die Studierenden das Klinikum Lippe frühzeitig als möglichen späteren Arbeitgeber kennen. „Wir wollen junge Menschen für die Medizin begeistern und ihnen zeigen, welche beruflichen Perspektiven die Universitätsmedizin in Lippe bietet. Dafür investieren wir in moderne Ausstattung, innovative Ausbildungskonzepte und eine enge Verzahnung von Lehre und Patientenversorgung“, betont Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Lippe.

Mit dem Ausbau des Medizinstudiengangs an der Universität Bielefeld steigt auch die Zahl der Studierenden, die ihre praktische Ausbildung an den Standorten des UK OWL absolvieren. Für das Klinikum Lippe bedeutet dies eine weitere Stärkung seiner Rolle als universitärer Lehr- und Ausbildungsstandort. Der Campus Klinikum Lippe bietet dafür eine Kombination aus persönlicher Betreuung, vielfältigen medizinischen Fachrichtungen und innovativen Technologien. Vom ersten Patientengespräch bis zur hochspezialisierten robotischen Chirurgie erleben die angehenden Ärztinnen und Ärzte hier, wie vielseitig moderne Medizin ist.

Stifterinnen und Stifter informieren sich über die Zukunft der Universitätsmedizin am Klinikum Lippe

Wie entwickelt sich die Universitätsmedizin in Ostwestfalen-Lippe und welche Chancen ergeben sich daraus für die Gesundheitsversorgung in der Region? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des diesjährigen Stiftertreffens der Gesundheitsstiftung Lippe, das am 12. Oktober 2026 im Kongresszentrum Campus 9 am Klinikum Lippe in Detmold stattfand.

Rund 20 Stifterinnen und Stifter aus Wirtschaft, Gesellschaft und öffentlichem Leben waren der Einladung gefolgt. Gemeinsam mit Mitgliedern des Vorstands und des Kuratoriums der Gesundheitsstiftung Lippe informierten sie sich über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der Universitätsmedizin am Campus Klinikum Lippe.

Nach der Begrüßung durch Christian Ritterbach, Geschäftsführer der Gesundheitsstiftung Lippe, stand ein Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Dr. med. Michel Eisenblätter im Mittelpunkt der Veranstaltung. Unter dem Titel „Universitätsmedizin in Lippe – Chancen und Perspektiven“ gab er Einblicke in die Entwicklung des Universitätsklinikums OWL am Campus Klinikum Lippe.

Patientenversorgung, Forschung und Lehre eng miteinander verknüpft

Anhand konkreter Beispiele zeigte Prof. Eisenblätter, welche Fortschritte in den vergangenen Jahren erreicht wurden und welche Möglichkeiten sich durch die universitäre Entwicklung für die Zukunft eröffnen. Dabei ging er insbesondere auf innovative Versorgungskonzepte, wissenschaftliche Kooperationen und neue Projekte ein.

Univ.-Prof. Dr. Dr. med. Michel Eisenblätter informierte beim Stiftertreffen im Campus 9 über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der Universitätsmedizin in Ostwestfalen-Lippe. (Foto: Gesundheitsstiftung Lippe/Christian Ritterbach)

Deutlich wurde, wie eng die medizinische Versorgung der Menschen in Lippe inzwischen mit universitärer Forschung und Lehre verbunden ist. Die Universitätsmedizin eröffnet neue Perspektiven für die Weiterentwicklung der medizinischen Angebote und stärkt zugleich den Gesundheitsstandort Lippe.

Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Gäste die Gelegenheit, Fragen zu stellen und über die zukünftige Entwicklung der Universitätsmedizin zu diskutieren. Bei einem gemeinsamen Imbiss wurde der persönliche Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Stiftung, des Kuratoriums und des Klinikums Lippe fortgesetzt.

Die Gesundheitsstiftung Lippe unterstützt mit ihrem Netzwerk aus engagierten Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen die Förderung von Gesundheit, Wissenschaft und gesellschaftlichem Engagement in der Region. Das jährliche Stiftertreffen bietet die Gelegenheit, Einblicke in aktuelle Entwicklungen zu erhalten und den Austausch zwischen den Unterstützerinnen und Unterstützern und dem Klinikum Lippe zu vertiefen.

Bericht der örtlichen Rechnungsprüfung

Der Kreistag hat die Rechnungsprüfung des Kreises Lippe mit Beschluss vom 6. Oktober 2025 beauftragt, eine Prüfung bei der Klinikum Lippe GmbH durchzuführen. Ein besonderer Schwerpunkt des Prüfauftrags lag auf den Vergaben, die das Klinikum Lippe in den Jahren 2016 bis 2025 durchgeführt hat.
Der Bericht betrachtet einen Zeitraum von zehn Jahren und untersucht rückblickend, ob und in welcher Form die damaligen Verfahren und Strukturen den gesetzlichen Anforderungen entsprochen haben. Er soll Sachverhalte nachvollziehbar machen, mögliche Schwachstellen identifizieren und Hinweise für Verbesserungen geben.
Damit ist zugleich klar, was von diesem Bericht erwartet werden kann und was nicht. Er ist zunächst eine Bewertung der im Prüfzeitraum vorgefundenen Vorgänge und Strukturen. Er ist keine umfassende Bewertung der heutigen Organisation und der heute geltenden Prozesse im Klinikum Lippe. Gerade in den vergangenen anderthalb Jahren wurden durch den Wechsel in der Geschäftsführung Verantwortlichkeiten, Kontrollmechanismen und Abläufe in zentralen Bereichen erheblich weiterentwickelt.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Feststellungen zu früheren Verfahren für die heutige Geschäftsführung keine Bedeutung haben. Im Gegenteil: Das Klinikum Lippe wird den Bericht und seine Empfehlungen sorgfältig auswerten und prüfen, welche rechtlichen Schritte möglich sind.
Die Geschäftsführung ist dankbar für die konstruktive Zusammenarbeit im Rahmen der Prüfung. Der nun vorliegende Bericht schafft Transparenz, ermöglicht eine unabhängige Bewertung und kann dazu beitragen, Strukturen weiter zu verbessern. Diesem Anspruch stellen wir uns.

Statement zu den Ergebnissen des Berichtes der örtlichen Rechnungsprüfung über die bei der Klinikum Lippe GmbH durchgeführte Prüfung – Schwerpunkt Vergabeprüfung

Das Klinikum Lippe hat seine Strukturen und Prozesse in den vergangenen anderthalb Jahren in vielen Bereichen grundlegend weiterentwickelt. Unser Anspruch ist, Entscheidungen transparent, nachvollziehbar und wirtschaftlich zu treffen und Verantwortlichkeiten klar zu definieren.
Dafür haben wir insbesondere den Einkauf, die Investitionsplanung sowie die Bereiche Infrastruktur und Technik personell und fachlich gestärkt. Dadurch können Projekte intensiver fachlich begleitet, mögliche Probleme früher erkannt und notwendige Maßnahmen systematischer bearbeitet werden.
Neue Strukturen wurden etabliert und werden kontinuierlich weiterentwickelt, dies betrifft unter anderem Entscheidungs- und Freigabeprozesse, das Mehraugenprinzip und die Budgetplanung und -überwachung. Beschaffungen und Investitionen werden heute zum Beispiel systematisch gemeinsam mit den beteiligten Fachbereichen betrachtet. Dabei spielen neben dem konkreten Bedarf auch Alternativen, Folgekosten und die langfristige Wirtschaftlichkeit eine wichtige Rolle.
Auch bei Vergabeverfahren setzen wir heute auf klar definierte Abläufe und eine nachvollziehbare Dokumentation. Digitale Verfahren, feste Kontrollstufen, eindeutige Zuständigkeiten und regelmäßige Schulung von Mitarbeitenden sorgen dafür, dass Entscheidungen transparent dokumentiert und überprüft werden können. Dafür ist es unabdingbar, dass alle Daten am Klinikum verfügbar sind. Dies ist zum Beispiel durch Nutzung der etablierten Vergabeplattformen für EU-Vergaben seit November 2025 gegeben.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Compliance im gesamten Unternehmen. Klare Regeln und Kontrollmechanismen können nur wirksam sein, wenn sie im Arbeitsalltag bekannt sind, verstanden und konsequent angewendet werden. Deshalb sensibilisiert das Klinikum Lippe seine Mitarbeitenden gezielt für rechtliche Vorgaben, interne Regelungen und verantwortungsbewusstes Handeln. Ende 2025 hat die Geschäftsführung einen Compliance-Beauftragten für das Klinikum ernannt. Aktuell wird ein Verhaltenskodex abgestimmt, der gemeinsame Grundsätze für regelkonformes Verhalten verbindlich formulieren und Orientierung für das tägliche Handeln geben soll. Ziel ist es, Compliance als selbstverständlichen Bestandteil der Unternehmenskultur fest zu verankern.
Diese Weiterentwicklung verstehen wir nicht als abgeschlossenen Prozess. Ein Klinikum unserer Größe muss seine Strukturen und Abläufe kontinuierlich überprüfen und verbessern. Genau das tun wir heute. Unser Ziel sind professionelle, transparente und wirtschaftliche Prozesse, die der Verantwortung eines kommunalen Krankenhauses gerecht werden.

Sehen, steuern und jetzt auch spüren: Klinikum Lippe setzt brandneue Technologie in der robotischen Chirurgie ein

Europaweit erste Operation mit innovativen Force-Feedback-Instrumenten in der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

07.10.2026. Sehen, steuern und jetzt auch spüren: Das Klinikum Lippe erweitert die Möglichkeiten der robotisch assistierten Chirurgie. Am 7. Oktober 2026 hat das Team der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie als eine der ersten Kliniken in Europa eine Operation mit den neuen Force-Feedback-Instrumenten am da Vinci 5 durchgeführt. Die innovative Technologie ermöglicht es den Operateurinnen und Operateuren, die auf das Gewebe einwirkenden Kräfte während eines Eingriffs unmittelbar wahrzunehmen.

Wenn ein Chirurg das Skalpell ansetzt, spürt er genau, welchen Druck er auf das Gewebe ausüben muss. Dies ist ab sofort auch bei robotisch assistieren Operationen möglich. Spezielle Sensoren in den Instrumenten erfassen Druck-, Zug- und seitlich wirkende Kräfte in Echtzeit. Diese werden über die Handsteuerung an der Konsole des da Vinci 5 übertragen. Zusätzlich zeigt das System die ausgeübte Kraft während des Eingriffs visuell an. Die Sensoren erfassen die auftretenden Kräfte rund eintausend Mal pro Sekunde.

Damit ergänzt Force Feedback die bislang vor allem visuell geprägte robotische Chirurgie um eine zusätzliche Informationsebene. Chirurginnen und Chirurgen können das Operationsgebiet nicht nur hochauflösend, dreidimensional und vergrößert sehen, sondern erhalten zugleich eine direkt spürbare Rückmeldung darüber, welche Kräfte sie mit den Instrumenten auf das Gewebe ausüben.

„Mit Force Feedback bekommen wir während der Operation eine zusätzliche Information, die für uns Chirurginnen und Chirurgen sehr wertvoll ist. Wir können unmittelbar wahrnehmen, welche Kräfte wir mit den Instrumenten auf das Gewebe ausüben. Das unterstützt uns dabei, unsere Bewegungen noch kontrollierter und differenzierter einzusetzen“, sagt Dr. Michael Leitz, Leitender Arzt und Bereichsleiter Robotische Chirurgie der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Er hat am 7. Oktober 2026 den ersten Patienten in Europa mit dem neuen System operiert und bestätigt, „Die haptische Komponente des Da Vinci-Systems ist ein wichtiger Entwicklungsschritt in der robotischen Chirurgie. Wir haben heute mit der neuen Methode eine rechtsseitige Hemikolektomie – also eine Entfernung des rechten Dickdarmabschnittes – durchgeführt. Bei dieser Operation wird der vom Tumor betroffene Darmbereich mit dem gesamten Lymphabflussgebiet entfernt. Dann müssen die Darmenden wieder miteinander verbunden werden. Mit den Force Feedback-Instrumenten war insbesondere die Naht subjektiv besser umzusetzen als bei der herkömmlichen Robotik.“

Das OP-Team nach dem ersten Einsatz der Force Feedback-Instrumente am DaVinci im Klinikum Lippe. (© Klinikum Lippe)

Robotisch assistierte Chirurgie ist am Klinikum Lippe bereits seit Jahren etabliert. Mit insgesamt vier da-Vinci-Operationssystemen an den Klinikstandorten Detmold und Lemgo verfügt das Klinikum Lippe über eine umfangreiche technische Ausstattung für robotisch assistierte Eingriffe. Neben der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie nutzen auch die Universitätsklinik für Urologie, die Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie die Klinik für Thoraxchirurgie die Systeme für spezialisierte Operationen.

Am Klinikum Lippe wurden mit Unterstützung des DaVinci-Systems im Jahr 2026 bis Oktober insgesamt 877 operative Eingriffe durchgeführt. Die Nachfrage durch die Patienten für diese Operationstechnik steigt. In der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie werden inzwischen nahezu alle gängigen Operationen robotisch assistiert durchgeführt. Dazu gehören unter anderem Eingriffe an Magen, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse, Leber und Gallenblase sowie die Versorgung von Bauchwandbrüchen.

„Die robotische Chirurgie hat uns bislang vor allem eine hervorragende dreidimensionale Sicht und eine sehr präzise Instrumentenführung ermöglicht. Mit Force Feedback kommt jetzt eine entscheidende Dimension hinzu: Wir erhalten eine unmittelbare Rückmeldung darüber, wie viel Kraft auf das Gewebe wirkt. Gerade bei komplexen Operationen und der Präparation empfindlicher Strukturen ist das ein wichtiger technologischer Fortschritt. Gleichzeitig entstehen objektive Daten, die wir für die Analyse von Eingriffen, die chirurgische Weiterbildung und perspektivisch auch für wissenschaftliche Fragestellungen nutzen können“, sagt Univ.-Prof. Dr. Jens Höppner, Direktor der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Die neuen Force Feedback-Instrumente haben im September 2026 die CE-Kennzeichnung für den europäischen Markt erhalten. Bislang waren sie in Japan und den USA im Einsatz.

Movember: „Männer, kümmert euch um eure Gesundheit“

Universitätsklinik für Urologie setzt Fokus auf Männergesundheit

Wer Prof. Dr. med. Karl-Dietrich Sievert begegnet, muss nicht bis zum November warten, um einen „Mo“ zu sehen. Der Direktor der Universitätsklinik für Urologie am Klinikum Lippe trägt selbst Schnurrbart – und das nicht nur im Aktionsmonat. Doch der „Movember“ liegt ihm besonders am Herzen. Denn zu dieser Zeit wird in jedem Jahr der Schnurrbart, englisch „Moustache“, weltweit zum sichtbaren Zeichen für ein Thema, das deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient: die Gesundheit von Männern.

Porträt Chefarzt

Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert ist es wichtig, im Movember über die Prostatavorsorge aufzuklären.

„Der Movember-Schnurrbart sorgt für Aufmerksamkeit und bringt Menschen miteinander ins Gespräch. Genau das brauchen wir bei der Männergesundheit“, sagt Prof. Sievert. „Noch immer gibt es Themen, über die viele Männer ungern sprechen oder die sie zu lange vor sich herschieben. Der Aktionsmonat ist eine gute Gelegenheit, daran etwas zu ändern.“

Im „Movember“ rücken jedes Jahr im November Themen wie Prostata- und Hodenkrebs, psychische Erkrankungen, sexuelle Gesundheit und Suizidprävention in den Mittelpunkt. Das Klinikum Lippe unterstützt die internationale Aktion und appelliert an Männer, Beschwerden ernst zu nehmen und Angebote zur Früherkennung zu nutzen.

„Viele Männer kennen die Motorleistung ihres Autos genau, wissen aber nur wenig über ihre persönlichen Gesundheitswerte“, sagt Prof. Sievert. Unter dem Motto „Der TÜV für den Mann“ möchte er dazu ermutigen, sich mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen. „Vorsorge sollte für Männer ebenso selbstverständlich sein wie die regelmäßige technische Kontrolle des Autos. Entscheidend ist, nicht erst dann ärztlichen Rat zu suchen, wenn Beschwerden den Alltag bereits deutlich beeinträchtigen.“

Ein Zahlenvergleich verdeutlicht, warum Männergesundheit mehr Aufmerksamkeit benötigt: Im Jahr 2025 kamen in Deutschland 2.832 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. An den Folgen von Prostatakrebs sterben deutschlandweit jährlich rund 14.300 Männer – mehr als fünfmal so viele Menschen. „Die Verkehrssicherheit wurde über Jahrzehnte durch klare Regeln, technische Verbesserungen und konsequente Prävention deutlich erhöht“, erklärt Prof. Sievert. „Auch bei der Männergesundheit können Aufklärung, Vorsorge und frühzeitige Diagnostik dazu beitragen, Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen und Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern.“

Eine besondere Rolle spielt die Früherkennung von Prostatakrebs. Die Erkrankung ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Das Risiko steigt insbesondere mit zunehmendem Alter. Ein möglicher Bestandteil der Früherkennung ist die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens, kurz PSA, im Blut. Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Prostatakrebs vorliegt. Auch gutartige Veränderungen oder Entzündungen können den Wert beeinflussen.

„Der PSA-Test sollte deshalb nicht isoliert betrachtet werden“, erklärt Prof. Sievert. „Wichtig sind eine ärztliche Beratung, die persönliche Risikosituation und eine gemeinsame, informierte Entscheidung über die weitere Diagnostik.“ Bei auffälligen Befunden stehen heute moderne Untersuchungsverfahren wie die multiparametrische Magnetresonanztomografie zur Verfügung. Sie können dabei helfen, das individuelle Risiko genauer einzuschätzen und unnötige Eingriffe zu vermeiden.

Auch Hodenkrebs gehört zu den zentralen Themen des Movember. Zwar ist er insgesamt selten, bei jüngeren Männern jedoch eine der häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen. Tastbare Verhärtungen, Schwellungen, Größenveränderungen oder ein Schweregefühl im Hoden sollten deshalb zeitnah urologisch abgeklärt werden. Früh erkannt, lässt sich Hodenkrebs in der Regel gut behandeln.

Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert bietet im Oktober und November mehrere kostenlose Vorträge zur Männergesundheit aus der Perspektive des Urologen an. Er sagt: „Ich würde mich sehr freuen, viele Männer zu den Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.“

Mittwoch, 14.10.2026, 19 bis 20.30 Uhr
Kooperation mit der Volkshochschule Detmold-Lemgo
Männergesundheit: Prostatakrebs – Was muss Mann wissen?
Veranstaltungsort: Kalletal-Hohenhausen, Bürgerhaus am Markt, Vortragsraum
Anmeldung: über die Volkshochschule

Dienstag, 03.11.2026, 18 bis 19 Uhr
Kooperation mit dem Weserrenaissance-Museum Schloss Brake
„Visite im Museum“ – Stark bleiben: Männergesundheit im Fokus
Veranstaltungsort: Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, Lemgo-Brake
Anmeldung: über Weserrenaissance-Museum

Donnerstag, 19.11.2026, 16 bis 19.45 Uhr
Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre Prostatazentrum Lippe“
Veranstaltungsort: Campus 9, Detmold

Gefäßchirurgie ab 07.10.2026 in Detmold

Die Klinik für Gefäßchirurgie ist ab Mittwoch, 7. Oktober 2026, am Standort Detmold, Röntgenstr. 18, 32756 Detmold, erreichbar. Dort wird es möglich sein, das Leistungsspektrum zu erweitern und das Gefäßzentrum Lippe aufzubauen.

Mit dem Standortwechsel ändern sich auch die Telefonnummern:

  • Ambulanz: 05231 72-2401
  • Sekretariat: 05231 72-2402

Weitere Informationen zur Klinik und ihrem Behandlungsspektrum finden Sie auf der Webseite der Gefäßchirurgie⁠.

Rund 100 Besucher beim 5. Detmolder Wundabend

Fachvorträge, Fallbeispiele und Workshops boten praxisnahe Impulse zur Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden.

Rund 100 Besucherinnen und Besucher nahmen am 30. September am 5. Detmolder Wundabend der Klinik für Dermatologie teil. Unter dem Titel „Wege finden – Entscheidungen treffen“ standen Menschen mit chronischen Wunden und komplexen Krankheitsverläufen im Mittelpunkt. Die Veranstaltung am Campus 9 war ein voller Erfolg.

Organisatoren und Referierende des 5. Detmolder Wundabends am 30.09.2026 in Detmold

Das Programm beleuchtete verschiedene Herausforderungen der Wundversorgung: von seltenen Diagnosen und atypischen Ulzera über Wundinfektionen bis hin zu Situationen, in denen kurative und palliative Behandlungsmöglichkeiten gegeneinander abgewogen werden müssen. Drei Workshops zu Fersenentlastung, Entstauung und Kompression sowie Wundauflagen ergänzten die Vorträge.

Die Referentinnen und Referenten brachten ihre fachlichen Erfahrungen in Vorträgen und Fallbeispielen ein. Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich kollegial auszutauschen.

Die Klinik für Dermatologie am Klinikum Lippe bedankt sich bei allen Teilnehmenden, Referentinnen und Referenten sowie den unterstützenden Partnern für den gelungenen Abend.

 

Erfolgreicher Abschluss: 12 neue Pflegefachkräfte feiern ihr Examen

Feierlicher Tag für den Nachwuchs in der Pflege mit viel Applaus: 12 Auszubildende des Klinikum Lippe und der Schule für Pflegeberufe Herford/Lippe haben erfolgreich ihr Examen abgelegt und starten nun als qualifizierte Pflegefachkräfte in das Berufsleben. Im Rahmen einer feierlichen Examensfeier im Campus 9 in Detmold wurden die Zeugnisse an die Absolventinnen und Absolventen des Kurses 23-10-DT-1 übergeben und die Leistungen der vergangenen drei Jahre gewürdigt.

„Mit dem erfolgreichen Examen halten unsere Absolventinnen und Absolventen weit mehr als nur ein Zeugnis in den Händen: Sie treten einen Beruf an, der Fachwissen, hohe Verantwortung und Menschlichkeit vereint. Unsere Patientinnen und Patienten brauchen gut ausgebildete, engagierte Profis, die ihnen in schwierigen Situationen Sicherheit und Empathie schenken. Dass wir viele der neuen Pflegefachkräfte direkt im Team des Klinikum Lippe begrüßen dürfen, freut mich daher außerordentlich“, würdigte Andreas Zeisberg, Pflegedirektor am Klinikum Lippe und Geschäftsführer der Schule für Pflegeberufe, die Leistung der Auszubildenden.

Tobias Bach, Schulleiter und ebenfalls Geschäftsführer der Schulen für Pflegeberufe Herford/Lippe, blickte auf die intensiven drei Ausbildungsjahre zurück: „Drei Jahre Ausbildung sind geschafft, die Adrenalinwelle legt sich nun endlich und ich hoffe, jetzt stellt sich etwas Entspannung ein. Heute kommen all Ihre Wegbegleiter zusammen, um Sie zu feiern. Durch das Absolvieren der Prüfungen haben Sie die Kompetenz nach dem Pflegeberufegesetz erlangt. Sie haben viel erreicht – das ist die Basis für Ihren weiteren Weg in Ihrem Beruf. Und dafür wünschen wir Ihnen alles Gute. Wir sind stolz auf Sie!“ Anke Beate Steffen, Regionalleitung Lippe der Schulen für Pflegeberufe Herford/Lippe, gab den Absolventinnen und Absolventen wertvolle ethische Prinzipien und Gedanken mit auf den Weg: „Die generalistische Pflegeausbildung ist ein starkes Fundament für Ihre Zukunft. Behalten Sie ethische Prinzipien wie Würde, Autonomie, Fürsorge, Gerechtigkeit, Verantwortung und den Dialog für pflegebedürftige Menschen stets im Blick.“ Sie zitierte zudem Johannes Rau („Den ganzen Menschen bilden“) und betonte dabei die Bedeutung der Entwicklung der Persönlichkeit als Vorbereitung auf den Beruf. Kursleitung Anika Varnholt blickte stolz auf die gemeinsame Zeit, die Entwicklungen seit dem ersten Ausbildungsjahr und Highlights wie die Kursfahrt nach Leipzig zurück: „Was das (Ausbildungs-)leben reich macht, sind Sie. Ich bin stolz auf Sie! Es gab viele bereichernde Momente, kleine wie große. Es beginnt nun etwas Neues und auch dafür wünsche ich Ihnen alles Gute. Für Ihren Einsatz im Dienst am Patienten wünsche ich Ihnen unzählige Augenblicke, die Sie mit Stolz erfüllen.“ Karina Heim überbrachte die herzlichen Glückwünsche des Betriebsrates des Klinikum Lippe und betonte, dass das Examen erst der Anfang eines Berufslebens voller vielfältiger Möglichkeiten sei.

Auch die frisch examinierten Pflegefachkräfte kamen zu Wort und spiegelten die Emotionen des Kurses wider. Sie beschrieben unter anderem das Gefühl nach der geschafften Prüfung: „Es fühlt sich noch fast unwirklich an, jetzt als examinierte Pflegefachkraft im Dienstplan zu stehen. Wir haben viel Zeit zusammen verbracht, tolle Freundschaften geschlossen und uns gegenseitig Mut und Unterstützung gegeben.“ Zudem blickten sie auf die dreijährige Ausbildung zurück: „Wir schauen auf Höhen und Tiefen zurück und haben erlebt, was Pflege wirklich bedeutet. Manche Momente waren gut, manche anders – aber durch Druck entstehen bekanntlich auch Diamanten. Nach unzähligen Stunden Arbeit und Motivation sagen wir DANKE für all die Hilfe. Wir sind dadurch selbstständig geworden.“

Das Klinikum Lippe und die Schule für Pflegeberufe Herford/Lippe gratulieren allen Absolventinnen und Absolventen herzlich zum bestandenen Examen und freuen sich darauf, viele von ihnen als neue Kolleginnen und Kollegen im Team begrüßen zu dürfen.

Text: Yvonne Berthiot, Stabsstelle Unternehmenskommunikation, Schulen für Pflegeberufe Herford-Lippe

Gesundheit im Fokus

VHS Detmold-Lemgo und Klinikum Lippe laden zu Herbstvorträgen ein

Bereits seit drei Jahren bringen das Klinikum Lippe und die VHS Detmold-Lemgo medizinisches Wissen dorthin, wo es für die Menschen besonders wichtig ist: mitten in den Alltag. Auch im Herbstsemester 2026 laden beide Partner wieder zu einer gemeinsamen Vortragsreihe ein. An vier Abenden informieren Expertinnen und Experten des Klinikums verständlich und praxisnah über aktuelle Gesundheitsthemen. Die Veranstaltungen finden in Lemgo, Kalletal und Detmold statt.
Den Auftakt macht am Dienstag, 13. Oktober, Dr. Hagen Vorwerk, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin am Klinikum Lippe. Unter dem Titel „Erholsamer Schlaf – Vom Wunsch zur Wirklichkeit!?“ geht es darum, wann Schlafprobleme tatsächlich zur Schlafstörung werden, warum guter Schlaf für die Gesundheit so wichtig ist und was jeder selbst für eine bessere Schlafqualität tun kann. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im Haus Wippermann der VHS in Lemgo.
Einen Tag später steht die Männergesundheit im Mittelpunkt. Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert, Direktor der Universitätsklinik für Urologie am Klinikum Lippe, informiert am Mittwoch, 14. Oktober, um 19 Uhr im Bürgerhaus am Markt in Kalletal-Hohenhausen über das Thema „Prostatakrebs – Was muss Mann wissen?“. Der Vortrag gibt einen verständlichen Überblick über Früherkennung, Diagnostik sowie moderne Behandlungs- und Operationsverfahren. Eingeladen sind ausdrücklich auch Frauen.
Am Mittwoch, 4. November, richtet sich der Blick auf die Lungengesundheit. Priv.-Doz. Dr. Jan Groetzner, Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie am Klinikum Lippe, spricht ab 18 Uhr in der VHS Detmold über „Tabakentwöhnung und Lungenkrebsfrüherkennung – Zukunftsplanung nicht nur für Männer!“. Der Vortrag erläutert Zielgruppe, Technik und Ablauf der Lungenkrebsfrüherkennung und zeigt Möglichkeiten der Tabakentwöhnung auf.
Zum Abschluss wird es am Dienstag, 10. November, digital. Unter dem Titel „Röntgen & Roboter: Wie künstliche Intelligenz und Digitalisierung die diagnostische Medizin verändern“ geben Expertinnen und Experten des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie Einblicke in aktuelle Entwicklungen der bildgebenden Medizin. Priv.-Doz. Dr. Mirjam Gerwing, stellvertretende Institutsdirektorin und Spezialistin für moderne onkologische Diagnostik, Prof. Dr. Matthias Benndorf, geschäftsführender Oberarzt und Spezialist für digitale Biomarkerforschung in der MRT-Bildgebung, sowie Prof. Dr. Dr. Michel Eisenblätter, Institutsdirektor und Lehrstuhlinhaber für Radiologie an der Medizinischen Fakultät OWL der Universität Bielefeld, erläutern, welche Möglichkeiten künstliche Intelligenz bereits heute bietet, wo ihre Grenzen liegen und wie Digitalisierung die Diagnostik und Krankenversorgung künftig verändern könnte. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im Haus Wippermann der VHS in Lemgo und findet in Kooperation mit dem Smart City-Projekt digital.interkommunal Kalletal.Lemgo statt.

Die Termine im Überblick

 
Erholsamer Schlaf – Vom Wunsch zur Wirklichkeit!?
Dienstag, 13. Oktober 2026, 18.00 bis 19.30 Uhr
Dr. Hagen Vorwerk
VHS Lemgo, Haus Wippermann, Raum 010, Kramerstraße 5
Um Voranmeldung wird gebeten: www.vhs-detmold-lemgo.de
 
Männergesundheit: Prostatakrebs – Was muss Mann wissen?
Mittwoch, 14. Oktober 2026, 19.00 bis 20.30 Uhr
Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert
Bürgerhaus am Markt, Am Markt 4, Kalletal-Hohenhausen
Um Voranmeldung wird gebeten: www.vhs-detmold-lemgo.de
 
Tabakentwöhnung und Lungenkrebsfrüherkennung –  Zukunftsplanung nicht nur für Männer!
Mittwoch, 4. November 2026, 18.00 bis 19.30 Uhr
Priv.-Doz. Dr. Jan Groetzner
VHS Detmold, Vortragsraum, Krumme Straße 20
Um Voranmeldung wird gebeten: www.vhs-detmold-lemgo.de
 
Röntgen & Roboter: Wie künstliche Intelligenz und Digitalisierung die diagnostische Medizin verändern
Dienstag, 10. November 2026, 18.00 bis 19.30 Uhr
Priv.-Doz. Dr. Mirjam Gerwing, Prof. Dr. Matthias Benndorf und Prof. Dr. Dr. Michel Eisenblätter
VHS Lemgo, Haus Wippermann, Raum 010
Verbindliche Anmeldung erforderlich: www.vhs-detmold-lemgo.de

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