Verstehen. Begleiten. Stärken.
Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Lippe lädt zum Tag der offenen Tür ein

20.08.2026. Wie sieht der Alltag in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aus? Wie werden junge Menschen mit psychischen Erkrankungen behandelt und begleitet? Und welche Rolle spielen dabei beispielsweise Kunst, Musik, Tiere oder Bewegung? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es am Samstag, 5. September 2026: Von 10 bis 15 Uhr lädt die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Klinikums Lippe zum Tag der offenen Tür in die Heldmanstraße 45 in Bad Salzuflen ein.

Unter dem Motto „Verstehen. Begleiten. Stärken.“ erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen, Führungen sowie zahlreichen Aktions- und Informationsständen. Auch für Essen und Getränke zu kleinen Preisen ist gesorgt. Als besonderen Gast begrüßt das Klinikum Lippe den TBV Lemgo Lippe.

„Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen verdient unsere besondere Aufmerksamkeit. Mit dem Tag der offenen Tür möchten wir zeigen, wie vielfältig und multiprofessionell die Versorgung in unserer Kinder- und Jugendpsychiatrie ist. Gleichzeitig investieren wir mit der Erweiterung des Standortes ganz bewusst in die Zukunft der psychiatrischen Versorgung junger Menschen in Lippe und darüber hinaus“, sagt Dr. Niklas Cruse, Geschäftsführer des Klinikums Lippe.

Mitmachen, informieren und die Klinik kennenlernen: Auf der Blaulichtmeile gibt es Einsatzfahrzeuge und die Arbeit der beteiligten Organisationen zu entdecken. Für jüngere Besucherinnen und Besucher stehen unter anderem Hüpfburg, Kinderschminken, Glücksrad und Bastelstation auf dem Programm. An zahlreichen Informations- und Aktionsständen stellen Mitarbeitende und Partner weitere Themen vor. Dazu gehören Hygiene, tiergestützte Therapie, Hippotherapie und Sozialdienst.

Wer die Arbeit der Klinik noch genauer kennenlernen möchte, kann an thematischen Führungen teilnehmen. Angeboten werden eine Führung durch die Schule im Klinikum sowie Führungen durch die Klinik und ihre Stationen. Dabei erhalten die Gäste unter anderem Einblicke in die Ergo-, Kunst- und Musiktherapie und erfahren, wie unterschiedliche Professionen bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten. Auch das Vortragsprogramm greift unterschiedliche Aspekte der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf. Fachleute informieren über Adipositas bei jungen Menschen und stellen ein Deeskalationsprogramm vor.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zukunft des Standortes: In einem Vortrag wird der Erweiterungsbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bad Salzuflen vorgestellt. Besucherinnen und Besucher erfahren, wie sich die Klinik baulich und medizinisch weiterentwickeln wird und welche zusätzlichen Möglichkeiten für die Versorgung junger Patientinnen und Patienten entstehen.

Tag der offenen Tür auf einen Blick

Samstag, 5. September 2026, 10 bis 15 Uhr
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Klinikum Lippe, Heldmanstraße 45, 32108 Bad Salzuflen

Das erwartet die Gäste:

  • Vorträge und Führungen
  • Blaulichtmeile
  • TBV Lemgo Lippe zu Gast
  • Spiel und Spaß: Hüpfburg, Kinderschminken, Bastelstation, Glücksrad
  • Aktion und Info: Hygiene, Tiergestützte Therapie (TGT), Hippotherapie, Sozialdienst, Ernährung und Lebensmittel aus Eigenanbau
  • Essen und Getränke zu kleinen Preisen und vieles mehr

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen: Tag der offenen Tür in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

 

Kontakt zur Selbsthilfe mit wenigen Klicks

Informationen über Selbsthilfegruppen jetzt digital im Klinikum Lippe verfügbar

10.08.2026. Wer sich über Selbsthilfegruppen in der Region informieren möchte, kann das ab sofort ganz einfach per Fingertipp auch direkt im Klinikum Lippe tun. In den Eingangsbereichen der Klinikstandorte Detmold und Lemgo befindet sich seit kurzem ein großer Touchscreen, an dem sich Patientinnen, Patienten, Angehörige und Besuchende über die vielfältigen Angebote der Selbsthilfe im Kreis Lippe und darüber hinaus kostenlos informieren können.

v.l.n.r.: Dr. Niklas Cruse, Silke Stegelmann und Sabine Bornemeier freuen sich über die digitale Möglichkeit nach Selbsthilfegruppen in Lippe zu suchen.

Der Bildschirm zeigt die Inhalte der Internetseite www.selbsthilfenetz.de, dem zentralen Selbsthilfeportal für Nordrhein-Westfalen. Dort finden Interessierte Selbsthilfegruppen zu nahezu allen Erkrankungen und Lebenslagen – von chronischen Erkrankungen über Krebs bis hin zu psychischen Belastungen oder Angehörigenthemen.

„Selbsthilfegruppen sind für uns wichtige Partner in der Gesundheitsversorgung“, betont Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Lippe. „Eine gute medizinische Behandlung endet nicht an der Krankenhaustür. Der Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, kann für die Krankheitsbewältigung enorm wertvoll sein. Mit dem neuen digitalen Angebot machen wir diesen Weg für unsere Patientinnen und Patienten so einfach wie möglich – niedrigschwellig, direkt vor Ort und immer aktuell.“

Das Klinikum Lippe ist als selbsthilfefreundliches Krankenhaus zertifiziert und arbeitet eng mit den Selbsthilfegruppen der Region zusammen. Bereits während des Krankenhausaufenthaltes werden Patientinnen und Patienten auf passende Gruppen hingewiesen. Der neue Touchscreen ergänzt dieses Angebot nun um eine digitale, tagesaktuelle Komponente.

„Nicht Jeder traut sich, im Gespräch nach einer Selbsthilfegruppe zu fragen. Manchmal braucht es auch den richtigen Moment, um sich in Ruhe zu informieren“, erklärt Sabine Bornemeier, Selbsthilfebeauftragte des Klinikums Lippe. „Genau das ermöglicht der Touchscreen. Wer möchte, kann selbstständig stöbern, gezielt nach einem Thema suchen und direkt Kontaktdaten finden. Und wer lieber persönlich sprechen möchte, für den bin ich als Ansprechpartnerin natürlich weiterhin da – für Patienten und Angehörige genauso wie für unsere Mitarbeitenden.“

Auch die Selbsthilfe-Kontaktstelle begrüßt das neue Angebot. „Selbsthilfe lebt davon, dass Menschen den Weg zueinander finden. Je sichtbarer die Gruppen sind, desto leichter gelingt dieser erste Schritt“, sagt Silke Stegelmann, Leiterin der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Lippe. „Dass das Klinikum Lippe die Selbsthilfe so prominent im Eingangsbereich platziert, ist ein starkes Signal der Wertschätzung und eine echte Hilfe für alle, die nach einer Diagnose Orientierung und Austausch suchen.“

Der Touchscreen ist jederzeit frei zugänglich. Weitere Informationen zur Zusammenarbeit des Klinikums Lippe mit Selbsthilfegruppen gibt es unter klinikum-lippe.de/selbsthilfegruppen. Ansprechpartnerin am Klinikum ist Sabine Bornemeier, Telefon 05261 26-6211, E-Mail sabine.bornemeier@klinikum-lippe.de.

Einmal tief durchatmen – und anklopfen

Ehrenamtlicher Besuchsdienst am Klinikum Lippe

03.08.2026. Seit Januar ist der ehrenamtliche Besuchsdienst am Klinikum Lippe zurück. 17 Ehrenamtliche schenken Patientinnen und Patienten in Detmold das, wofür im Klinikalltag oft die Zeit fehlt: ein offenes Ohr. Zwei von ihnen erzählen, warum sie Woche für Woche wiederkommen – und warum ein Gespräch manchmal mehr bewirkt als gedacht.

Thomas Demmer und Petra Berger-Böhm freuen sich über Verstärkung im ehrenamtlichen Besuchsdienst des Klinikums Lippe.

Bevor Petra Berger-Böhm an eine Patientenzimmertür klopft, atmet sie einmal tief durch. „Ich weiß ja nie, was mich dahinter erwartet“, sagt die 68-Jährige aus Herford. Seit 2006 ist sie im ehrenamtlichen Besuchsdienst des Klinikums Lippe aktiv und weiß aus Erfahrung: Hinter jeder Tür wartet eine andere Geschichte. Mal ein kurzer Plausch über Fußball, mal ein Gespräch, das unter die Haut geht.

So wie damals, in einem Dreibettzimmer im Altbau. Drei Männer, die zunächst abwinkten: „Nee, wir wollen eigentlich nicht reden.“ Am Ende saßen alle zusammen, und es flossen sogar Tränen. „Das war so emotional, ich dachte: Das gibt es doch gar nicht“, erinnert sich Petra Berger-Böhm. „Vier erwachsene Menschen haben geweint.“ Für sie ist genau das der Kern ihres Ehrenamts: „Die Offenheit, die manche Patienten an den Tag legen, ist etwas Besonderes. Vielleicht fällt es aber auch gerade bei einem fremden Menschen leichter, sich zu öffnen. So nach dem Motto: Den sehe ich ja nie wieder.“

Auch Thomas Demmer kennt diese anfängliche Zurückhaltung – gerade bei Männern. Der 62-Jährige aus Pivitsheide besucht seit 2018 Patienten der Universitätsklinik für Urologie. Sein schönstes Erlebnis in diesem Jahr begann mit einem eher zögerlichen „Wollen wir uns ein bisschen unterhalten? Und eine halbe Stunde später hatte mir dieser Patient seine halbe Lebensgeschichte erzählt. Er war in seinem Berufsleben viel herumgekommen in ganz Europa und auch in Asien. Dementsprechend fiel ihm eine Anekdote nach der anderen ein.” Diese wenigen Gesprächsminuten waren für den Patienten ein kleiner Gedanken-Ausflug aus dem Krankenhausalltag – und genau das kann der ehrenamtliche Besuchsdienst anbieten. Worum sich die Gespräche drehen, ist dabei völlig offen: Politik, Fußball, Erinnerungen an früher – und manchmal eben auch die Krankheit, die Einsamkeit oder die Trauer.

Doch was muss man eigentlich mitbringen, wenn man sich ehrenamtlich in diesem Bereich engagieren möchte? „Du musst Spaß daran haben, mit Menschen zu reden“, sagt Thomas Demmer. „Und zuhören können, das ist noch viel wichtiger.“ Dazu gehört aber auch Fingerspitzengefühl: Wer gerade eine schwere Diagnose erhalten hat, reagiert manchmal schroff oder möchte allein sein. „Dafür entwickelt man ein Gefühl – und nimmt es nicht persönlich“, sagt Demmer. Niemand wird dabei ins kalte Wasser geworfen: Neue Ehrenamtliche werden geschult, gehen anfangs gemeinsam mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen auf die Station und melden sich vor jedem Rundgang beim Pflegeteam am Stützpunkt.

Manchmal wird aus dem Krankenbesuch auch ganz praktische Hilfe. Petra Berger-Böhm hat schon Turnschuhe für eine Patientin besorgt, die direkt aus dem Krankenhaus in die Reha wechselte, Nachthemden für eine ältere Dame gekauft und Hörgerätebatterien geholt. Gerade hat das Klinikum auch wieder einen kleinen Kleiderbestand aufgebaut für Menschen, die nach einem Unfall ohne Wechselkleidung ins Krankenhaus kommen oder für Patientinnen und Patienten ohne festen Wohnsitz. Der Wäschefundus wird von den Ehrenamtlichen mitbetreut, so dass sie jederzeit nach Bedarf auch Wäsche an die Patienten und Patienten ausgeben können.

Wenn man so lange dabei ist wie Petra Berger-Böhm, gibt es auch die Begegnungen, die bleiben. Über fünf Jahre begleitete sie einen Patienten, der wegen einer chronischen Erkrankung immer wieder – zuletzt fast ein ganzes Jahr am Stück – im Klinikum lag und kaum Angehörige hatte. Sie besuchte ihn regelmäßig, bis zu seinem Tod. „Das sind die Ausnahmen“, sagt sie. „Aber es zeigt, wie viel so ein Besuch bedeuten kann.“

Im Januar 2026 hat der ehrenamtliche Besuchsdienst am Klinikum Lippe nach einer langen Unterbrechung, die während der Corona-Pandemie begann, neu durchgestartet, getragen von einer breiten Initiative im Haus. Wie sehr das Angebot gefehlt hat, spürten die Ehrenamtlichen sofort: „Normalerweise sagen die Patienten: Toll, dass es Sie gibt“, erzählt Thomas Demmer. „Diesmal kam das genauso aus dem Pflegebereich. Wir werden wirklich als Unterstützung gesehen für das, wofür den Profis auf Station oft die Zeit fehlt.“

Aktuell sind 17 Ehrenamtliche am Standort Detmold aktiv – von Jung bis Alt. Die Jüngste im Team ist 19 Jahre alt und engagiert sich bis zu ihrem Studienbeginn, eine Grundschullehrerin kommt nachmittags nach der Arbeit, eine Erzieherin liest auf der Kinderstation vor. Und jetzt startet der Dienst auch am Standort Lemgo. Momentan sind dort zwei Ehrenamtliche auf den Stationen und eine in der geriatrischen Tagesklinik tätig.

Petra Berger-Böhm und Thomas Demmer schätzen am Ehrenamt im Klinikum vor allem die Freiheit. Tag, Uhrzeit und Station suchen sie sich selbst aus, meist sind es zwei bis zweieinhalb Stunden pro Woche, vormittags ab 9 Uhr oder am Nachmittag. Auch nebenberuflich ist das Engagement gut machbar, und über die Unfallkasse sind alle Ehrenamtlichen abgesichert.

Doch eines wünscht sich Thomas Demmer noch: Männliche Verstärkung, denn er ist derzeit der einzige Mann im ehrenamtlichen Besuchsdienst des Klinikums Lippe. Mit einem Augenzwinkern sagt er: „Gesucht werden empathiefähige, kommunikations-freudige Menschen. Handwerkliches Geschick ist ausdrücklich nicht erforderlich.“

Mitmachen im ehrenamtlichen Besuchsdienst am Klinikum Lippe

Astrid Albert, Stabstelle der Pflegedirektion, organisiert den ehrenamtlichen Besuchsdienst.

Sie möchten Patientinnen und Patienten Zeit schenken? Der ehrenamtliche Besuchsdienst des Klinikums Lippe freut sich über Verstärkung – in Detmold und jetzt auch in Lemgo.

  • Zeitaufwand: ca. 2 bis 2,5 Stunden pro Woche
  • Tag und Uhrzeit sind frei wählbar
  • Auch nebenberuflich möglich
  • Schulung und Begleitung durch erfahrene Ehrenamtliche
  • Versicherungsschutz über die Unfallkasse
  • Vorkenntnisse sind nicht nötig, Freude am Zuhören genügt

Kontakt: Astrid Albert, Telefon 05231 72-5825

Ein Ort für Glauben, Ruhe und Würde

Klinikum Lippe eröffnet muslimische Gebetsräume

Das Klinikum Lippe hat an seinen Standorten Detmold und Lemgo muslimische Gebetsräume eröffnet. Patientinnen und Patienten, Angehörige und Besucher haben damit künftig die Möglichkeit, ihren Glauben auch während eines Krankenhausaufenthaltes zu leben – in Ruhe, mit Würde und nach ihren religiösen Regeln. Auch den Mitarbeitenden des Klinikums stehen die Räume offen. Sie ergänzen die seit langem bestehenden Gebets- und Andachtsräume für Menschen christlichen Glaubens.

Feierliche Eröffnung der muslimischen Gebetsräume in Detmold am 13.07.2026.

„Diese Räume sind ein sichtbares Zeichen dafür, wie wir im Klinikum Lippe miteinander arbeiten und Menschen empfangen möchten: respektvoll, offen und gemeinsam“, betont Dr. Niklas Cruse, kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Lippe, bei der feierlichen Eröffnung am 13. Juli 2026, zu der Gäste aus den muslimischen Gemeinden der Region, Vertreter der Städte und des Kreises sowie Mitarbeitende des Klinikums gekommen waren. Ihm ist wichtig: „Als kultursensibles Krankenhaus ist es unser Anspruch, für alle Menschen da zu sein, unabhängig von Herkunft, Kultur oder Glauben. Gerade im Krankenhaus wissen wir, um den Wert von Halt und Orientierung, besonders in schwierigen Lebenssituationen.“

Pflegedirektor Andreas Zeisberg ergänzt: „Die Gebetsräume sind in enger Zusammenarbeit mit den muslimischen Gemeinden aus Detmold und Lemgo entstanden. Die Abstimmung war von großer Offenheit und gegenseitiger Wertschätzung geprägt. An beiden Standorten wurden zudem zentrale Bereiche für rituelle Waschungen eingerichtet.“

Feierliche Eröffnung der muslimischen Gebetsräume in Lemgo am 13.07.2026.

Die muslimischen Gebetsräume sind ausgeschildert und befinden sich in Detmold in der ersten Etage des Bettenhauses und in Lemgo im Untergeschoss. Begleitet wurde die Raumgestaltung auch von den Beauftragten für Kultursensibilität am Klinikum Lippe: Coskun Aslan am Standort Detmold und Abdou Mohamad Saleh am Standort Lemgo. Sie stehen als Ansprechpartner zur Verfügung und tragen dazu bei, kulturelle Vielfalt im Klinikalltag bewusst zu gestalten und erlebbar zu machen.

Bundestag beschließt GKV-Spargesetz

Dramatische Auswirkungen auch auf die Krankenhäuser in OWL

Politisch Verantwortliche sollen Finanzierungsstopp für Tariferhöhungen erklären 

14.07.2026. Die Beschäftigten in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern gewährleisten tagtäglich die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Das haben sie nicht zuletzt während der zurückliegenden Hitzewelle eindrucksvoll bewiesen. Nun jedoch hat der Bundestag mit den Stimmen der Abgeordneten aus den Regierungsfraktionen von Union und SPD, auch aus Nordrhein-Westfalen, mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen, dass ihre mehr als verdienten Tariferhöhungen schon in diesem Jahr nicht mehr vollständig refinanziert werden sollen. Stattdessen sieht das im Gesundheitswesen allgemein bezeichnete GKV-Spargesetz einen allgemeinen Kostendeckel vor, der die Krankenhäuser von der realen Kostensteigerung abkoppelt und ihre wirtschaftliche Basis weiter schwächt.  Zusammen mit dem Wegfall des befristeten Inflationsausgleichs mutet der Bund den Kliniken im kommenden Jahr acht Prozent Erlösverlust zu.

„Das verschärft das wirtschaftliche Defizit der Krankenhäuser enorm. Neue Deckungslücken durch das GKV-Spargesetz können wir nicht einfach überbrücken. Es ist darum nicht nachvollziehbar, dass die den Mitarbeitenden zustehenden Tariferhöhungen nicht mehr vollständig finanziert werden“, sagen die Geschäftsführungen der Krankenhäuser in OWL, zu denen das Klinikum Bielefeld, das EvKB – Evangelisches Klinikum Bethel, die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen, das Klinikum Gütersloh und das Klinikum Lippe zählen. Gemeinsam versorgen die fünf Träger rund fünf Prozent aller Krankenhauspatientinnen und -patienten in Nordrhein-Westfalen.

„Wir können das unseren Beschäftigten nicht erklären und sehen die politischen Entscheidungsträger in der Pflicht, dass sie es den Betroffenen erläutern. Konkret: Wie erklären Sie den Mitarbeitenden unserer Krankenhäuser, dass Sie ihnen die Tarifsteigerung nicht mehr voll zugestehen, aber zuvor ein Tariftreuegesetz auf den Weg bringen? Wie nehmen Sie den Mitarbeitenden unserer Krankenhäuser die Sorge um ihren Arbeitsplatz, wenn das von Ihnen verabschiedete GKV-Spargesetz einen Erlösausfall von acht Prozent verursacht und harte Einschnitte erzwingt? Und nicht zuletzt: Wie erklären Sie den Patientinnen und Patienten, wenn als Folge Ihres Gesetzbeschlusses Leistungen abgebaut oder Abteilungen geschlossen werden?“

Besonders deutlich wird die angespannte Lage nach Ansicht der Geschäftsführungen bei der Lohnentwicklung: Die Krankenhäuser in OWL setzen sich dafür ein, die Ergebnisse der Tarifrunden in einer Vergütung abzubilden, die der hohen Verantwortung und Leistung ihrer Mitarbeitenden gerecht wird und ihre Attraktivität als Arbeitgeber stärkt.

Gleichzeitig fordert die Politik höhere Löhne im Gesundheitswesen, entzieht mit dem GKV-Spargesetz aber genau diese Tarifsteigerungen der verlässlichen Refinanzierung. Die wachsende Differenz zwischen Personalkosten und Erlösen zwingt die Kliniken zu Einsparungen und verschärft damit den Fachkräftemangel – gerade auch in Ostwestfalen-Lippe.

Niemand dürfe glauben, dass bei einem solchen Spardruck die Gesundheitsversorgung uneingeschränkt erhalten bleibe.

Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) als trägerübergreifende Interessenvertretung befürchtet, dass der enorme Spardruck dazu führt, dass zuerst defizitäre Abteilungen geschlossen werden. Das könnte auf ganz NRW bezogen insbesondere die Geburtshilfe, die Pädiatrie und die Palliativmedizin treffen. Die deutschen Krankenhäuser verlieren durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz allein 2027 rund 4,6 Milliarden Euro. Hinzu kommt der Verlust von vier Milliarden Euro Inflationsausgleich aus den Vorjahren, der den Kliniken statt dauerhaft nur für ein Jahr gewährt worden ist.

Sicherheit, die man nicht sieht, aber auf die sich alle verlassen

Klinikum Lippe erhält Zertifikat nach DIN EN ISO/IEC 27001:2024 für Informationssicherheit

13.07.2026. Wenn Informationssicherheit im Krankenhaus funktioniert, merkt niemand, wie viel Arbeit dahintersteckt: Patientendaten sind sekundenschnell verfügbar, medizinische Geräte kommunizieren zuverlässig miteinander und sensible Informationen bleiben dennoch geschützt.
Damit das so bleibt, hat das Klinikum Lippe sein Managementsystem für Informationssicherheit jetzt nach der internationalen Norm DIN EN ISO/IEC 27001:2024 zertifizieren lassen. Laut einer repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO und des Deutschen Krankenhausinstitutes waren im Jahr 2025 weniger als sechs Prozent der Häuser nach dieser Norm zertifiziert. Somit gehört das Klinikum Lippe beim Thema Informationssicherheit zur Spitzengruppe der deutschen Krankenhäuser.

v.l.: Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse und Informationssicherheitsbeauftragter Stefan Rehme freuen sich über die Zertifizierung.

„Informationssicherheit ist längst keine reine IT-Aufgabe mehr. Wir sehen sie als Teil unserer Verantwortung gegenüber unseren Patientinnen und Patienten, denn sie ist in der heutigen Zeit ebenso wichtig wie eine gute medizinische und pflegerische Versorgung nach den neuesten Leitlinien und Standards oder die menschliche Zuwendung“, sagt Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Lippe. „Mit der Zertifizierung machen wir sichtbar, was täglich im Hintergrund in Punkto Informationssicherheit geleistet wird. Unser Krankenhaus wird durch eine solche Zertifizierung besser – in der betrieblichen Kontinuität, im Datenschutz und letztlich in der Versorgungssicherheit für die Menschen in Lippe.“

Informationssicherheit im Krankenhaus ruht auf mehreren Säulen. Das Klinikum Lippe zählt bereits seit 2017 zur Kritischen Infrastruktur (KRITIS). Damals aufgrund seiner Größe, heute sind alle Krankenhäuser als kritische Infrastruktur eingestuft. Als KRITIS-Einrichtung muss das Klinikum regelmäßig nachweisen, dass es die gesetzlichen Anforderungen an die Informationssicherheit erfüllt. Das erste dieser Audits fand 2019 statt. Geprüft werden die Vorgaben durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Anhand eines umfangreichen Kataloges wird genau erhoben, ob Krankenhäuser informationssicher arbeiten. Werden gefundene Mängel nicht abgestellt, droht ein Bußgeld.

Ansprechpartner für das BSI ist der Informationssicherheitsbeauftragte des Klinikums, Stefan Rehme, der diese Aufgabe seit 2018 wahrnimmt. Er sagt: “Wir erfüllen die gesetzlichen Vorgaben und haben nun mit der erfolgreichen Zertifizierung nach DIN EN ISO/IEC 27001:2024 auch noch die Kür bewältigt.” Die Zertifizierung ist freiwillig und nimmt gezielt das Managementsystem für Informationssicherheit in den Blick. Das bedeutet: Das Klinikum legt selbst seine Sicherheitsziele fest und verbessert sich in einem fortlaufenden Kreislauf aus Planen, Umsetzen, Überprüfen und Nachsteuern. Stefan Rehmes Grundsatz dabei ist so einfach, wie wirkungsvoll: „Schreiben Sie auf, was Sie tun und tun Sie, was Sie aufgeschrieben haben.“ Die Einhaltung der Standards wird in jährlichen Überwachungsaudits und alle drei Jahre im Rahmen einer Rezertifizierung geprüft.

Dass die Zertifizierung so schnell angestrebt wurde, hat einen ernsten Hintergrund. Ende 2022 war das Klinikum Ziel eines Cyberangriffs, der dem BSI gemeldet wurde. „Eine der Lehren aus diesem Vorfall war die Zertifizierung anzustreben, um systematisch potenzielle Sicherheitslücken zu identifizieren und zu schließen“, erinnert sich Rehme. 2023 fiel die Entscheidung der Geschäftsführung für das Zertifizierungs-verfahren. Nach einer externen Analyse begann im Sommer 2023 die intensive Vorbereitung auf die Zertifizierung.

Krankenhäuser stehen bei allen Sicherheitsthemen vor einer besonderen Herausforderung: Anders als viele Wirtschaftsunternehmen mit strengen Einlasskontrollen sind sie bewusst offen gestaltet. Jeder Patient oder Besucher kann und soll ohne Barrieren hineinkommen. Gleichzeitig müssen hochsensible Patientendaten geschützt werden. „Für die Behandlung müssen Patientendaten jederzeit verfügbar sein, aber parallel muss die Vertraulichkeit gewahrt bleiben. Der Schutz der Daten erfolgt auf mehreren Ebenen, stets nach dem Minimalprinzip. So wird der Zugriff auf Daten nur eingerichtet, wenn das für die Erfüllung der eigenen Aufgaben notwendig ist“, erläutert Dr. Jochen Dresselhaus, IT-Leiter des Klinikums Lippe.

Informationssicherheit umfasst im Krankenhaus aber weit mehr als Computer: Sie betrifft digitale, analoge und verbale Informationen – vom Patientendatensatz über das ausgedruckte Dokument bis zum Gespräch auf dem Flur. Und sie reicht über die IT hinaus in Bereiche wie Personalmanagement, Einkauf, technische Infrastruktur und Versorgungstechnik. Auch Partnerunternehmen werden einbezogen: Bei neuen Verträgen wird Informationssicherheit heute standardmäßig mit abgefragt.

Das Klinikum Lippe setzt auch auf regelmäßige Online-Schulungen zur Informationssicherheit für alle Mitarbeitenden sowie auf einen Kulturwandel, der laut Stefan Rehme bereits spürbar ist: “Wurden Maßnahmen der Informationssicherheit im Jahr 2019 noch kritisch beäugt, gehört das Thema heute selbstverständlich zu jeder Mitarbeiterbegrüßung dazu. Am Ende schützt uns kein System und keine Software so gut wie aufmerksame Kolleginnen und Kollegen. Auch in Zeiten von KI und Digitalisierung sind sensible Mitarbeitende die beste Firewall.“

Fachlicher Austausch in Detmold auf hohem Niveau

Zweites Onkologisches Pflegesymposium des UK OWL gut besucht

Das Onkologische Pflegesymposium ist eine Initiative der drei Krankenhäuser des Universitätsklinikums OWL der Universität Bielefeld: des Klinikums Lippe, des Klinikums Bielefeld und des Evangelischen Klinikums Bielefeld Bethel. Nach dem erfolgreichen Auftakt im November 2025 in Bielefeld wurde die Reihe nun am 3. Juli 2026 in Detmold fortgesetzt. Ziel ist es, den fachlichen Austausch onkologischer Pflegekräfte zu fördern und die Vernetzung über die einzelnen Standorte hinaus zu stärken.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Lippe, und Univ.-Prof. Dr. Christine Dierks, Direktorin der Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie am Klinikum Lippe.

Wie hoch spezialisiert die onkologische Pflege heute ist, machte das darauffolgende Programm eindrucksvoll deutlich: Von der Stomatherapie über das Management chemotherapie-induzierter Neuropathien, die Wundversorgung von Tumoren im palliativen Setting und die Ernährung in der Sterbephase bis hin zu den Grundlagen der Zytostatikatherapie, der Hautpflege in der Strahlentherapie und der Pflege im Umfeld robotischer Chirurgie reichte das Themenspektrum. Die Vorträge wurden von onkologischen Fachpflegekräften, Wundexpertinnen und -experten sowie Fachtherapeutinnen aller drei Häuser gestaltet. Alles gemäß dem Motto: Pflegende berichten für Pflegende aus ihrer täglichen Praxis. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, welche die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch einmal zum Austausch nutzten.

„Ich freue mich, dass wir heute über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort und weitere online erreichen konnten. Die onkologische Pflege ist längst ein hochspezialisiertes Berufsfeld mit eigener Expertise. Genau dieses Fachwissen sichtbar zu machen und den kollegialen Austausch zu fördern, ist das Anliegen dieser Veranstaltungsreihe“, betonte Sascha Hetmeier, Pflegedienstleitung am Klinikum Lippe. Er organisierte und moderierte den Fachtag gemeinsam mit Dorothea Baus (EvKB) und Nele Schwier (Klinikum Bielefeld).

Organisatoren, Referenten und Gastgeber des 2. Onkologischen Pflegesymposiums des UK OWL freuten sich über eine gelungene Veranstaltung. (Foto: © Klinikum Lippe, Mandy Lange)

Lachen als Medizin: Detmolder Lions Clubs unterstützen Clownsvisiten in der Kinderklinik

Gute Nachrichten für die kleinen Patientinnen und Patienten der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Lippe: Eine Spende der Lions Clubs ermöglicht die Besuche der Klinikclowns von Dr. Clown e.V. in der Kinderklinik Detmold.

v.l.n.r.: Dr. Niklas Cruse, Prof. Dr. Christian Klemann, Mickel Biere, Karlotta (Katja Kemnade), Eugen Unruh, Meinolf Haase, Michael Nelges, Christian Ritterbach

Am 1. Juli 2026 übergaben Mickel Biere, Präsident des Lions Club Detmold, und Eugen Unruh, Präsident des Lions Club Detmold-Residenz, einen Spendenscheck in Höhe von 5.000 Euro. Die Spendensumme stammt aus den Erlösen der Benefiz-Veranstaltung „Rhythm ’n‘ Blues Revue“, die im März 2026 in der Stadthalle Detmold stattfand.

Karlotta, die eigentlich Katja Kemnade heißt, freut sich über die Spende und berichtet: „Die Dr. Clown-Visiten finden in der Kinderklinik in Detmold schon seit über 20 Jahren statt. Das Klinikum Lippe war also von Beginn an eine feste Station des Dr. Clown e.V.“, der seit 2002 Lachen und Lebensfreude in Kinderkliniken, Senioren und Pflegeeinrichtungen bringt.

Bei ihren regelmäßigen Besuchen bringen die speziell ausgebildeten Clowns Leichtigkeit ans Krankenbett. Was auf den ersten Blick nach Spaß und Quatsch aussieht, hat einen ernsten Hintergrund: Humor und positive Zuwendung lindern Ängste und lösen Anspannung. Karlotta und das Dr. Clown-Team helfen den Kindern, belastende Situationen besser zu bewältigen.

„Was Klinikclowns leisten, ist weit mehr als Unterhaltung. Sie bauen Beziehung auf, nehmen Angst aus Situationen und schenken Kindern und Eltern Momente, in denen die Erkrankung nicht im Vordergrund steht. Das ist für eine Kinderklinik sehr wertvoll“, sagt Prof. Dr. Christian Klemann, Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Lippe.

Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Lippe, dankte den beiden Lions Clubs für ihr Engagement: „Diese Spende zeigt, wie stark die Menschen in der Region hinter ihrer Kinderklinik stehen. Dafür sagen wir von Herzen Danke.“

Finanziert werden die Clownsvisiten am Klinikum Lippe über die Gesundheitsstiftung Lippe. „Die Clownsbesuche gehören zu den Projekten, die uns besonders am Herzen liegen, weil ihre Wirkung unmittelbar sichtbar ist – in den Gesichtern der Kinder“, sagt Christian Ritterbach, Geschäftsführer der Gesundheitsstiftung Lippe. „Damit die Clowns auch in Zukunft regelmäßig in die Kinderklinik kommen können, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Jede Spende, ob groß oder klein, hilft dabei.“

Wer die Clownsvisiten am Klinikum Lippe unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende an die Gesundheitsstiftung Lippe tun.

Zwei zentrale Kliniken am Klinikum Lippe unter neuer Leitung
Prof. Dr. Christian Klemann übernimmt die Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Felix Lorang die Zentrale Notaufnahme

Das Klinikum Lippe verstärkt ab 1. Juli 2026 seine Spitzenmedizin gleich in zwei zentralen Bereichen: Mit Univ.-Prof. Dr. Christian Klemann und Dr. Felix Lorang konnten zwei ausgewiesene Fachärzte für die Leitung der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie der Zentralen Notaufnahme gewonnen werden. Beide bringen umfangreiche klinische Erfahrung aus universitären Einrichtungen mit.

v.l.n.r.: Dr. Felix Lorang, Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse und Prof. Dr. Christian Klemann (©Klinikum Lippe, Christian Ritterbach)

Prof. Dr. med. Christian Klemann übernimmt zum 1. Juli 2026 die Leitung der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikstandort Detmold. Er wechselt in Teilzeit vom Universitätsklinikum Leipzig an das Klinikum Lippe und wird beide Aufgaben zunächst parallel wahrnehmen. Am Universitätsklinikum Leipzig ist er Leiter der Pädiatrischen Immunologie, Kinderrheumatologie und Infektiologie sowie Inhaber einer W2-Professur für Pädiatrische Immunologie, Kinderrheumatologie und Infektiologie.

Der 43-Jährige studierte und promovierte an der Medizinischen Hochschule Hannover und habilitierte sich dort 2021. Über seine universitäre immunologische Expertise hinaus verfügt Prof. Klemann über langjährige Erfahrung in der pädiatrischen Akut- und Notfallversorgung und leitete zuletzt die Kindernotaufnahme am Universitätsklinikum Leipzig.

Außergewöhnlich ist sein breites Spektrum an Zusatzqualifikationen, darunter die Zusatzbezeichnungen Kinderpneumologie, Allergologie, Immunologie und Kinder-Rheumatologie sowie die Zertifizierung als Fachimmunologe der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der Immunologie, der Rheumatologie und der Infektiologie des Kindes- und Jugendalters; Bereiche, in denen er auch wissenschaftlich und in mehreren Fachgesellschaften aktiv ist. Ein besonderes Anliegen ist ihm, gemeinsam mit Dr. Felix Lorang die breite kinder- und jugendmedizinische sowie die Akutversorgung im Kreis Lippe weiter zu modernisieren und auszubauen. Perspektivisch sollen darüber hinaus spezialisierte Versorgungsangebote für Kinder und Jugendliche in der Region etabliert werden.

Die Leitung der Zentralen Notaufnahme mit Standorten in Detmold und Lemgo übernimmt Dr. med. Felix Lorang, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie mit den Zusatzbezeichnungen Notfallmedizin sowie Klinische Akut- und Notfallmedizin. Er kommt vom SRH Zentralklinikum Suhl, wo er das Notfallzentrum als Ärztlicher Leiter verantwortete, und war zuvor Chefarzt des Notfallzentrums am HELIOS Klinikum Erfurt.

Der 51-Jährige verfügt über langjährige Leitungserfahrung in der Akut- und Notfallversorgung an Universitätskliniken in Jena und Leipzig sowie über umfangreiche Erfahrung als Notarzt und Leitender Notarzt, unter anderem im Luftrettungsdienst. Einen fachlichen Schwerpunkt bildet die Notfallsonographie. Als Kursdirektor der entsprechenden Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) ist er bundesweit in der ärztlichen Fort- und Weiterbildung engagiert. Darüber hinaus wirkt er in den wissenschaftlichen Gremien der European Society of Emergency Medicine mit.

„Mit Prof. Dr. Klemann und Dr. Lorang gewinnen wir zwei hervorragend qualifizierte Mediziner, die unsere Versorgungsangebote nachhaltig stärken“, sagt Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Lippe. „Dass wir Persönlichkeiten mit dieser Vita für unser Haus gewinnen können, zeigt die Attraktivität des Klinikums Lippe als modernes Schwerpunktkrankenhaus und verlässlicher Arbeitgeber in der Region. Sowohl die Kinderklinik als auch die Notaufnahmen in Detmold und Lemgo sind für die wohnortnahe Versorgung der Menschen in Lippe von großer Bedeutung. “

Univ.-Prof. Dr. Johannes Tebbe, Ärztlicher Direktor des Klinikstandortes Detmold, ergänzt: „Die beiden neuen Kollegen verbindet ein gemeinsames Tätigkeitsfeld: Mit der langjährigen Erfahrung von Prof. Dr. Klemann in der Kindernotaufnahme und der ausgewiesenen Expertise von Dr. Lorang in der Akut- und Notfallmedizin stärken wir die Notfallversorgung im Kreis Lippe als Ganzes. Davon profitieren unsere Patientinnen und Patienten ebenso wie die Aus- und Weiterbildung unserer jungen Kolleginnen und Kollegen.“

Brustzentrum Lippe erneut von der Ärztekammer Westfalen-Lippe zertifiziert

ÄKZert bescheinigt dem Zentrum an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Klinikums Lippe außerordentlich hohe Qualität, eine beeindruckende Fallzahlsteigerung und universitäres Niveau.

Das Brustzentrum Lippe in Detmold wurde erneut erfolgreich rezertifiziert. Die Zertifizierungsstelle der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKZert) bestätigte im Rahmen einer Auditierung, dass das Zentrum die strengen Kriterien des Anforderungskatalogs für anerkannte Brustzentren des Landes Nordrhein-Westfalen erfüllt. Das Zertifikat ist bis zum 4. Mai 2029 gültig; die Einhaltung der Qualitätsstandards wird während der gesamten Laufzeit fortlaufend überwacht. Bereits seit der Erstzertifizierung im Jahr 2005 stellt sich das Brustzentrum regelmäßig dieser unabhängigen Prüfung.

Brustkrebs ist mit rund 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung der Frau in Deutschland. Als Teil der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und des Onkologischen Zentrums Lippe bündelt das Brustzentrum Lippe die Kompetenzen der beteiligten Fachabteilungen standortübergreifend. Patientinnen erhalten so eine leitliniengerechte, personalisierte Behandlung, die in einer wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenz abgestimmt wird – von der Diagnostik über die operative Therapie bis hin zu Strahlentherapie, medikamentöser Behandlung und genetischer Beratung.

Speziell ausgebildete Breast Care Nurses begleiten die Patientinnen über den gesamten Behandlungsweg. Als Teil des Universitätsklinikums Ostwestfalen-Lippe (UK OWL) verbindet das Brustzentrum Lippe Zentrum die wohnortnahe Versorgung in der Region mit universitärer Medizin und der aktiven Beteiligung an klinischen Studien.

Univ.-Prof. Dr. Beyhan Ataseven, Direktorin der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Leiterin des Brustzentrums Lippe, freut sich über das Ergebnis: „Die Auditorinnen haben unserem Zentrum eine außerordentlich hohe Qualität, eine beeindruckende Fallzahlsteigerung sowie ein universitäres Niveau bescheinigt. Ein solcher Erfolg entsteht niemals durch einzelne Personen – er ist das Ergebnis eines gemeinsamen, täglichen Engagements vieler Menschen, die mit Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein, Menschlichkeit und großem Einsatz zusammenarbeiten. Die Rückmeldung bestätigt nicht nur unsere fachliche Qualität, sondern auch die Stärke unseres Teams und unsere gemeinsame Haltung gegenüber unseren Patientinnen. Deshalb gilt mein großer Dank dem gesamten Team.“

Auch die Geschäftsführung sieht die erneute Zertifizierung als wichtiges Signal. „Die Rezertifizierung ist eine Auszeichnung für unsere Patientinnen, für die Region und für die Universitätsmedizin in Ostwestfalen-Lippe“, betont Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikum Lippe. „Sie belegt, dass onkologische Spitzenversorgung auf universitärem Niveau bei uns wohnortnah verfügbar ist. Hinter diesem Ergebnis steht die Arbeit eines hoch engagierten Teams, das diese Qualität Tag für Tag sichert. Dafür möchte auch ich allen Beteiligten ausdrücklich danken – und sie zugleich darin bestärken, diesen erfolgreichen Weg gemeinsam weiterzugehen.“

Über die erneute Zertifizierung des Brustzentrums Lippe freuen sich (v.l.n.r.): Die Breast Care Nurses Simone Sasse und Claudia Kaufmann, Qualitätsmanagementbeauftragte Sabine Bornemeier, Zentrumskoordinatorin und leitende Oberärztin Dr. Nina Pauly, Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse und Klinikdirektorin Univ.-Prof. Dr. Beyhan Ataseven (Foto © Klinikum Lippe I Mandy Lange)

Netzwerk

Podcast

Standorte

Klinikum Lippe, Detmold
Röntgenstr. 18
32756 Detmold
Telefon: 05231 72-0

Standorte

Klinikum Lippe, Lemgo
Rintelner Str. 85
32657 Lemgo
Telefon: 05261 26-0

Standorte

Klinikum Lippe, Bad Salzuflen
Heldmanstr. 45
32108 Bad Salzuflen
Telefon: 05222 982-0

Rechtliches

© Klinikum Lippe GmbH  |  Wir sind für Sie da!