Univ.-Prof. Dr. René Staritzbichler übernimmt Professur für Physikalische und Digitale Labordiagnostik am Klinikum Lippe

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v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Claudia Hornberg, Dekanin der Medizinischen Fakultät OWL, Univ.-Prof. Dr. phil. nat. habil. René Staritzbichler, Universitäts-institut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und klinische Pathobiochemie am Universitäts-klinikum OWL Campus Klinikum Lippe, Prof. Dr. Angelika Epple, Rektorin der Universität Bielefeld, Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer Klinikum Lippe (©Universität Bielefeld / Norma Langohr)

Dr. phil. nat. habil. René Staritzbichler hat den Ruf der Universität Bielefeld auf die Professur für Physikalische und Digitale Labordiagnostik angenommen. Im November 2025 erhielt er die Berufungsurkunde aus den Händen der Rektorin der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Angelika Epple.

Als W2-Professor wird Univ.-Prof. Staritzbichler künftig die Entwicklung innovativer Analyse- und Diagnostikverfahren zur Verbesserung der Patientenversorgung maßgeblich vorantreiben. Die modernen Verfahren der Labordiagnostik liefern heute unverzichtbare Informationen für Diagnosen, Therapieentscheidungen und Verlaufskontrollen. Gleichzeitig sind viele dieser Verfahren ressourcenintensiv und auf die gezielte Anforderung durch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte angewiesen. Fehlende oder verzögerte Labordiagnostik kann jedoch den Behandlungserfolg gefährden.

Gemeinsam mit dem Direktor des Universitätsinstituts für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Klinische Pathobiochemie, Prof. Dr. Thorsten Kaiser, verfolgt Univ.-Prof. Staritzbichler das Ziel, durch die Kombination spektroskopischer Verfahren mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz künftig kostengünstig zahlreiche Biomarker gleichzeitig in einer einzigen Probe nachzuweisen. Damit soll eine noch schnellere, präzisere und zielgerichtete Diagnostik ermöglicht werden. Für diese innovative Methode wurde den beiden Wissenschaftlern bereits ein Patent erteilt; zudem erhielten sie den renommierten Jörg-Schwarzbich-Inventor-Award.

Nach seinem Physikstudium an der Universität Hamburg und der Promotion an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main arbeitete Univ.-Prof. Staritzbichler als Wissenschaftler an verschiedenen international renommierten Einrichtungen, darunter das Max-Planck-Institut für Biophysik, die Vanderbilt University sowie die BioNTech SE. Bevor er im Jahr 2023 an das Universitätsinstitut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Klinische Pathobiochemie im Universitätsklinikum OWL am Campus Lippe wechselte, war Univ.-Prof. Staritzbichler am Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Universität Leipzig tätig.

Mit der Berufung von Univ.-Prof. Staritzbichler stärkt das Klinikum Lippe gezielt den Bereich der digitalen und KI-gestützten Labordiagnostik und setzt einen weiteren wichtigen Impuls für die universitäre Spitzenmedizin in Ostwestfalen-Lippe.

„Heute ist der wichtigste Tag.“ – Wie Daniela Beverung den Krebs besiegte

Exzellente Zusammenarbeit im Lungenkrebszentrum Lippe-Weserbergland

„Ich wurde mitten aus dem Leben gerissen“, so beschreibt Daniela Beverung das Jahr 2025. Mit 61 Jahren, 44 Berufsjahren hinter sich und eigentlich voller Pläne für die Zukunft, beginnt für die erfahrene Narkoseschwester im Januar eine Reise, die sie sich nie hätte vorstellen können. Das ist die Geschichte von Daniela Beverung, die sich entschieden hat, nicht den Kopf in den Sand zu stecken – sondern jeden neuen Tag als Geschenk zu sehen und in die Medizin zu vertrauen. Eine Geschichte über eine starke Frau, moderne Spitzenmedizin und interdisziplinäre Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg.

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v.l.n.r.: Dr. med. Oleg Rubanov (Hämatologische und Onkologische Praxis in Hameln und Bad Pyrmont), Patientin Daniela Beverung, Priv.-Doz. Dr. med. Jan Groetzner (Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie am Klinikum Lippe und Leiter des Lungenkrebszentrums Lippe), Daniel Gehrig (Facharztpraxis für Lungenheilkunde in Hameln).
(©Klinikum Lippe / Mandy Lange)

Alles beginnt harmlos. Daniela Beverung nimmt rapide ab, denkt zunächst an die positiven Effekte des Intervallfastens, das sie seit einiger Zeit praktiziert. Doch der massive Gewichtsverlust bleibt. Anfang Januar 2025 geht sie deshalb zu ihrer Hausärztin. Damals hat sie auch Schmerzen in den Oberarmen und Oberschenkeln, aber die Blutwerte sind unauffällig. Vorsorglich ordnet die Ärztin eine Aufnahme der Lunge an und weitere Untersuchungen folgen. Mitte Januar steht die Diagnose fest: Lungenkrebs.

„Mit dem Satz „Es besteht bei Ihnen der Verdacht auf Lungenkrebs“ habe ich meine letzte Zigarette ausgemacht“, sagt Daniela Beverung heute. Rund 40 Jahre hat sie geraucht, aber ihr Wille zu leben ist stärker als die Nikotinsucht: „Es ging nicht mehr anders. Aufgeben war keine Option.“ Was folgt, ist ein medizinischer Marathon – koordiniert über Fachärztinnen und Fachärzte verschiedener Kliniken und Praxen hinweg, eng vernetzt und abgestimmt.

Durch die Lungenpraxis Hameln wird eine Lungenpunktion empfohlen. Auch in der Hämatologischen und Onkologischen Praxis von Dr. Oleg Rubanov in Hameln stellt Daniela Beverung sich vor. Es folgen PET-CT, CT von Lunge und Abdomen, Stanzbiopsien. Die Patientengeschichte der 61-Jährigen wird in der interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen.

Doch schon kommt der nächste Schock: Zwei Metastasen im Gehirn von Daniela Beverung werden im Rahmen der weiteren Untersuchungen entdeckt. Die Symptome dieser Geschwüre hatte Daniela Beverung bereits gespürt – Druck im Kopf, Benommenheit, Unsicherheit beim Gehen. Mitte Februar 2025 werden die Metastasen im Agaplesion Ev. Bathildiskrankenhaus Bad Pyrmont operativ entfernt. Eine Reha ist zunächst nicht möglich, denn direkt an den Krankenhausaufenthalt schließen sich Bestrahlung, Chemotherapie und Immuntherapie an, weil klar ist, dass auch der Lungenkrebs schnellstmöglich operiert werden soll.

„Es ging alles so schnell – und trotzdem Hand in Hand“, sagt Daniela Beverung rückblickend. Sie strickt gegen die Unruhe, versucht die Gedanken zu ordnen. Ihr Mann fährt sie zu jedem Termin. „Allein schafft man das nicht. Das Karussell im Kopf fährt immer weiter.“ Im August, im Urlaub auf Lanzarote, erleidet Daniela Beverung einen Krampfanfall. Wieder Krankenhaus. Wieder warten. Doch die onkologische Therapie wirkt. Der Lungentumor schrumpft.

Ende August stellt sie sich im Lungenkrebszentrum Lippe beim Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie, Priv.-Doz. Dr. Jan Groetzner, in Lemgo vor. Groetzner erinnert sich: „Frau Beverung kam nach der erfolgreichen Entfernung einer Hirnmetastase und nach vorausgegangener System- und Immuntherapie zu uns nach Lemgo zur Operation des Lungentumors. Anfang September konnten wir den betroffenen Lungenlappen sowie Teile des Rippenfells minimalinvasiv und thorakoskopisch entfernen. Der Eingriff verlief ohne Komplikationen, und bereits vier Tage nach der Operation konnte Frau Beverung auf eigenen Beinen nach Hause gehen.“

Mitte Oktober folgt die Reha: Ergometertraining, Atemtherapie, Gespräche mit anderen Betroffenen. Parallel läuft die Immuntherapie weiter. Alle drei Monate stehen nun Kontrolluntersuchungen an – MRT vom Kopf, CT von Lunge und Abdomen. Die Abstände werden bei unauffälligen Befunden mit der Zeit immer größer. Daniela Beverung blickt mit Sorge auf den Kontrolltermin Anfang Dezember und auch wenn sie zuversichtlich ist und alle operativen Eingriffe optimal verliefen, beginnt wieder eine Zeit des Wartens und Hoffens.

Heute sagt Daniela Beverung: „Aktuell bin ich offiziell krebsfrei. Meine erste Kontrolluntersuchung zeigte keine Auffälligkeiten. Ich habe auch keine großen Einschränkungen, aber das Jahr steckt mir noch in den Knochen.“ Noch einmal hat sie Gewicht verloren, noch ist sie nicht wieder ganz auf der Höhe. Arbeiten kann sie aktuell nicht. „Meine Kolleginnen und Kollegen fehlen mir unheimlich. Mit vielen habe ich 30 Jahre zusammengearbeitet. Ich besuche sie jetzt ab und zu – das tut mir gut.“

Was ihr Halt gibt, sind vor allem ihre Familie, die Freundinnen und ihre positive Einstellung. Und ein Satz, den sie von der Psychologin aus der Reha mitgenommen hat: „Die zwei unwichtigsten Tage im Jahr sind gestern und morgen. Heute ist der wichtigste Tag.“ Und genau dieses Heute genießt Daniela Beverung bewusster als früher. Sie macht Dinge für sich – an den guten Tagen. Sie träumt vom Urlaub, vom Feiern mit der Familie. „Ich habe 44 Jahre gearbeitet. Jetzt möchte ich leben. Vor ein paar Jahrzehnten hätte ich diese Diagnose wohl nicht überlebt. Heute ist die operative Medizin so weit. Ich habe immer daran geglaubt: Die helfen dir. Die können das.“

Die reibungslosen Abläufe zwischen verschiedenen Kliniken und Praxen, die Daniela Beverung in diesem Jahr erlebt hat, sind Teil des Konzeptes des Lungenkrebszentrums Lippe-Weserbergland. Interdisziplinär, sektorenübergreifend und über die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hinweg arbeiten das von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Lungenkrebszentrum Lippe in Lemgo, die Hämatologische und onkologische Praxis Dr. Rubanov und Prof. Dr. Schmidt in Hameln, die Facharztpraxis für Lungenheilkunde in Hameln und die AGAPLESION Krankenhäuser in Bad Pyrmont und Schaumburg eng zusammen. Zur Kooperation gehören ebenfalls die Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie und Radioonkologie am Sana-Klinikum Hameln-Pyrmont sowie das Radiologiezentrum Hameln. Außerdem auch alle Kooperationspartner des Lungenkrebszentrums Lippe.

Ein fester Bestandteil des Lungenkrebszentrums Lippe ist auch das etablierte Lungenkrebsscreening des Universitätsinstituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie. Mithilfe moderner, schonender CT-Untersuchungen und der Auswertung durch speziell qualifizierte Radiologinnen und Radiologen – unterstützt durch KI-gestützte Analyseverfahren – können Auffälligkeiten frühzeitig erkannt und bei Bedarf zeitnah weiter abgeklärt werden. Das Screening ergänzt die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Lungenkrebszentrum und trägt wesentlich zur frühzeitigen Diagnostik und optimalen Versorgung von Patientinnen und Patienten bei.

Erstes Baby nach hebammengeleiteter Geburt am Klinikum Lippe

Am Klinikum Lippe ist erstmals ein Kind im Rahmen der neu angebotenen hebammengeleiteten Geburt zur Welt gekommen. Der kleine Max wurde am 03.01.2026 mit einem Geburtsgewicht von 3.420 Gramm und einer Größe von 52 Zentimetern geboren. Für Patricia und Thomas Schiller aus Oerlinghausen ist es bereits das zweite Kind – auch ihre Tochter kam zuvor am Klinikum Lippe in Detmold zur Welt.

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Susann Grabsch (links), leitende Hebamme, und Bärbel Heien-Weidemann (rechts), Hebamme, freuen sich mit Familie Schiller über die Geburt des kleinen Max im hebammengeleiteten Kreißsaal. (©Klinikum Lippe)

Auf das Angebot der hebammengeleiteten Geburt wurde das Paar im Rahmen der Geburtsanmeldung aufmerksam. Besonders die ruhige, intime Atmosphäre sowie der geschützte Rahmen mit einer Eins-zu Eins-Betreuung durch eine Hebamme überzeugten die Schwangere. „Ich konnte mir sehr gut vorstellen, die Geburt unseres zweiten Kindes hebammengeleitet zu planen“, berichtet sie rückblickend.

„Da die erste Geburt komplikationslos verlaufen war, war Frau Schiller sehr gut für die hebammengeleitete Geburt, die wir seit 01.01.2026 anbieten, geeignet“, erläutert Susann Grabsch, leitende Hebamme am Klinikum Lippe. Sie ergänzt: „Familie Schiller kam um 5.30 Uhr zu uns in die Klinik, und bereits um 6.38 Uhr war Max gesund und munter auf der Welt. Das war auch für unser Team ein Traumstart des neuen, zusätzlichen Geburtsangebotes. Genauso wünschen wir uns das für die Frauen, die sich für die hebammengeleitete Geburt anmelden.“

Die hebammengeleitete Geburt wird am Klinikum Lippe seit dem 01.01.2026 angeboten. Im Perinatalzentrum Level II des Klinikums Lippe wird dabei die Sicherheit einer modernen Geburtsklinik mit einer persönlichen, kontinuierlichen Betreuung durch erfahrene Hebammen verbunden. Das Angebot richtet sich an gesunde Schwangere mit unkompliziertem Schwangerschaftsverlauf, die sich eine möglichst natürliche Geburt in ruhiger Atmosphäre wünschen – mit der Sicherheit, dass bei Bedarf jederzeit ärztliche Unterstützung hinzugezogen werden kann.

Bei der hebammengeleiteten Geburt werden die Frauen ausschließlich von Hebammen betreut. Diese begleiten die Geburt im individuellen Rhythmus, stärken das Vertrauen in den eigenen Körper und unterstützen mit Zeit, fachlicher Kompetenz und Empathie. Ziel ist eine sichere und selbstbestimmte Geburt in Geborgenheit – innerhalb der Strukturen unseres Perinatalzentrums.

Die Hebammen arbeiten eigenverantwortlich, stehen jedoch in enger Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten der Geburtshilfe sowie der Kinderklinik. So ist jederzeit eine nahtlose Überleitung in die interprofessionelle Betreuung gewährleistet, sollte sich während der Geburt eine medizinische Indikation ergeben.

Nicht jede Schwangerschaft erfüllt die Voraussetzungen für eine hebammengeleitete Geburt. Interessierte Schwangere werden gebeten, zunächst anhand einer Checkliste zu prüfen, ob dieses Geburtskonzept für sie geeignet ist. Bei erfüllten Voraussetzungen ist eine Anmeldung per E-Mail an hebamme@klinikum-lippe.de möglich. Die Plätze sind aus organisatorischen Gründen begrenzt. Eine Anmeldung wird ab der 28. Schwangerschaftswoche empfohlen.

Im Rahmen der Vorbereitung finden zwei Vorsorgetermine statt: Das Erstgespräch zwischen der 24. und 32. Schwangerschaftswoche und das Zweitgespräch zwischen der 35. und 38. Schwangerschaftswoche. In diesen Gesprächen werden Wünsche, Erwartungen und der geplante Geburtsverlauf ausführlich besprochen, um den Frauen ein sicheres und gut vorbereitetes Gefühl für die Geburt zu geben.

Mit dem Zusatzangebot der hebammengeleiteten Geburt für Frauen mit geringen Risiken stärkt das Klinikum Lippe die Wahlfreiheit werdender Eltern und erweitert sein geburtshilfliches Angebot um ein Konzept, das Nähe, Selbstbestimmung und medizinische Sicherheit miteinander verbindet.

Mehr Infos: Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Sternsinger zu Gast am Klinikum Lippe in Detmold

Die Sternsinger haben das Klinikum Lippe besucht. In diesem Jahr sammeln die Sternsinger Spenden für Kinder in Bangladesch und unterstützen damit Projekte, die Bildung, Gesundheit und Schutz von Kindern fördern. Sie setzen damit ein starkes Zeichen für Solidarität und gesellschaftliches Engagement von Kindern für Kinder.

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Vorn: Reinhild Meyer-Kern begleitete die drei Sternsinger. Hinten v.l.n.r.: Über den Besuch der Sternsinger in Detmold freuten sich Johannes Brüseke, Dr. Niklas Cruse, Prof. Dr. Dorothee Bremerich, Univ.-Prof. Dr. Christoph Redecker, Andreas Zeisberg, Jens Lammers und Univ.-Prof. Dr. Johannes Tebbe (© Klinikum Lippe / Christian Ritterbach)

Prof. Dr. Dorothee Bremerich, Medizinische Geschäftsführerin, dankte den Sternsingern herzlich für ihr Engagement. Die Sternsinger aus der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Detmold waren gemeinsam mit Reinhild Meyer-Kern zu Gast im Klinikum Lippe.

Im kurzen Austausch betonte Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums, die hohe Bedeutung eines respektvollen und friedlichen Miteinanders – sowohl im Klinikalltag als auch darüber hinaus. Die Sternsinger-Aktion mache deutlich, wie wichtig gemeinschaftliches Handeln und gelebte Solidarität sind.

Das Klinikum Lippe freute sich über den Besuch und wünscht der diesjährigen Sternsingeraktion viel Erfolg bei der Unterstützung von Kindern in Bangladesch.

Prof. Dr. med. Dorothee Bremerich neue Medizinische Geschäftsführerin am Klinikum Lippe

Zum 01.01.2026 hat Prof. Dr. med. Dorothee Bremerich ihre Tätigkeit als Medizinische Geschäftsführerin am Klinikum Lippe aufgenommen.
Gemeinsam mit Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer, bildet sie ein starkes Führungsduo an der Spitze des Klinikums. In dieser Konstellation werden medizinische Expertise und wirtschaftliche Verantwortung eng verzahnt, um die strategische Weiterentwicklung des Hauses nachhaltig voranzutreiben.
Prof. Dr. med. Bremerich verantwortet die medizinische Gesamtstrategie des Klinikums und setzt zentrale Schwerpunkte in den Bereichen Versorgungsqualität, Patientensicherheit, interprofessionelle Zusammenarbeit sowie Weiterentwicklung klinischer Strukturen.
Das Klinikum Lippe heißt Prof. Dr. med. Dorothee Bremerich herzlich willkommen!

Digitale Narkosedokumentation erfolgreich eingeführt

PDMS stärkt Patientensicherheit, Qualität und Forschung am Klinikum Lippe

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Experten wurden aus beiden Berufsgruppen geschult, von links: Fachkrankenpfleger Marco Duckhorn-Hirche, Weiterbildungsassistent Sven v. Frantzki und Oberarzt Albert Tukhvatullin.

Zum Dezember hat das Klinikum Lippe die digitale Narkosedokumentation über ein Patientendatenmanagementsystem (PDMS) erfolgreich eingeführt. Nach rund sechs Monaten intensiver Vorbereitung ersetzt das System schrittweise die papierbasierte Dokumentation in der Anästhesiologie – ein Projekt, das trotz seiner scheinbaren Selbstverständlichkeit technisch und organisatorisch hochkomplex ist.

In der Narkose kommen zahlreiche medizinische Geräte unterschiedlicher Hersteller zum Einsatz, darunter Beatmungsgeräte, Spritzenpumpen sowie Monitore mit EKG-Überwachung. Über verschiedene Schnittstellen liefern diese Systeme kontinuierlich Gerätedaten, die nun automatisiert, strukturiert und lückenlos im digitalen Narkoseprotokoll zusammengeführt werden.

Ein zentraler Erfolgsfaktor war die sorgfältige Qualifizierung der Mitarbeitenden: Zunächst wurden Expertinnen und Experten aus der Anästhesiologie geschult, die ihr Wissen anschließend an insgesamt 121 Anästhesiologinnen und Anästhesiologen sowie Fachpflegekräfte weitergaben. Begleitet wurde der Prozess eng durch einen externen Dienstleister sowie die hausinterne IT.

Um maximale Handlungssicherheit zu gewährleisten, erfolgte über vier Wochen eine parallele Dokumentation auf Papier und im PDMS. Dieses Vorgehen stellte sicher, dass die Umstellung jederzeit die Patientensicherheit in den Fokus stellte. Dank der interprofessionellen Zusammenarbeit von Medizintechnik, IT, Ärztinnen, Ärzten und Pflegenden konnte das System ohne Einschränkungen der OP-Kapazitäten etabliert werden.

Mit der digitalen Narkosedokumentation ergeben sich zahlreiche Vorteile: Die Anästhesiologie gewinnt Zeit für die unmittelbare Patientenbetreuung, relevante Informationen aus früheren Eingriffen sind bei wiederkehrenden Patientinnen und Patienten übersichtlich abrufbar, und die strukturierten Daten bilden eine wertvolle Grundlage für Qualitätssicherung sowie wissenschaftliche Studien im Rahmen der universitären Abteilungen.

Elisa ist das Neujahrsbaby 2026 am Klinikum Lippe

Das erste Baby des neuen Jahres am Klinikum Lippe heißt Elisa Enns. Sie erblickte am 1. Januar 2026 um 6:07 Uhr das Licht der Welt. Bei ihrer Geburt wog Elisa 3.660 Gramm und maß 51 Zentimeter.

Die frischgebackenen Eltern aus Blomberg freuen sich sehr über den Familienzuwachs und den gelungenen Start ins neue Jahr. Mutter und Kind sind wohlauf. Das Team der Geburtshilfe am Klinikum Lippe gratuliert Familie Enns herzlich zur Geburt ihrer Tochter und wünscht der jungen Familie alles Gute für die gemeinsame Zukunft.

Assistenzärztin Ingy Jabri (links) und Hebamme Alina Thiele (rechts) freuen sich gemeinsam mit Familie Enns über Neujahrsbaby Elisa.

Elternabende mit Kreißsaalführung 2026 – Ab Januar im Campus 9

Das Klinikum Lippe setzt seine erfolgreiche Veranstaltungsreihe für werdende Eltern im Jahr 2026 fort – ab Januar in neuen, modernen Räumlichkeiten. Die beliebten Elternabende mit anschließender Kreißsaalführung finden künftig im Kongresszentrum Campus 9, Robert-Koch-Straße 2a in Detmold statt.

Die Elternabende richten sich an werdende Mütter und Väter, die sich umfassend auf Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit ihrem Neugeborenen vorbereiten möchten. Die Veranstaltungsreihe bietet fundierte Informationen, persönliche Einblicke und die Möglichkeit zum direkten Austausch mit Fachpersonal aus der Geburtshilfe.

Die Veranstaltungsreihe gliedert sich in fünf Schwerpunkte und wird von Hebammen, Ärztinnen und Ärzten der Geburtshilfe und Kinderklinik, Stillberaterinnen sowie den Frühen Hilfen des Kreises Lippe begleitet. Behandelt werden unter anderem folgende Themen:

  • Mein Baby kommt bald
    Vorbereitung auf die Geburt, Anzeichen für den Geburtsbeginn, Ablauf der Geburt und medizinische Möglichkeiten.
  • Hebammengeleitete Geburt
    Vorstellung der hebammengeleiteten Geburt und der Rolle der Hebamme während der Geburt.
  • Mein Baby hat Hunger
    Stillen, Säuglingsernährung und Unterstützung in der ersten Zeit nach der Geburt.
  • Mein Baby im neuen Zuhause
    Babypflege, Vorsorgeuntersuchungen, Alltag mit dem Neugeborenen und Unterstützungsangebote.
  • Mein Baby bringt Veränderung
    Veränderungen im Familienalltag, Elternrolle, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie soziale und rechtliche Aspekte.

Jeder Elternabend umfasst einen informativen Vortrag mit anschließender Fragerunde. Im Anschluss haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, den Kreißsaal zu besichtigen und das Team der Geburtshilfe persönlich kennenzulernen.

Ab Januar 2026 finden die Elternabende im Kongresszentrum Campus 9, Robert-Koch-Straße 2a, 32756 Detmold, immer mittwochs ab 18 Uhr statt. Die neuen Räumlichkeiten bieten viel Platz sowie eine moderne und angenehme Umgebung für Information, Austausch und Begegnung. Die Elternabende sind kostenfrei. Der Besuch einzelner Themenabende ist möglich. Aktuelle Termine und weitere Informationen sind unter www.klinikum-lippe.de/geburtshilfe abrufbar.

Neue Studie am Klinikum Lippe

Schonende Behandlungsmethode bei Prostatakrebs wird geprüft

An der Universitätsklinik für Urologie am Campus Klinikum Lippe startet eine besondere klinische Studie zur Behandlung von Prostatakrebs. In der WATER-IV-Studie wird untersucht, ob eine moderne, schonende Operationsmethode – die sogenannte Aquablation – auch bei ausgewählten Formen von Prostatakrebs sicher und wirksam eingesetzt werden kann. Das Klinikum Lippe ist dabei das einzige Krankenhaus in Deutschland, das an dieser internationalen Studie teilnimmt.

Porträt Chefarzt

Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert, Direktor der Universitätsklinik für Urologie am Universitätsklinikum OWL Campus Klinikum Lippe, erklärt: „Die WATER-IV-Studie richtet sich an Männer mit früh erkanntem, lokal begrenztem Prostatakrebs. Ziel ist es herauszufinden, ob die Aquablation eine Alternative zur klassischen vollständigen Entfernung der Prostata sein kann. Bei der Aquablation wird krankhaft verändertes Prostatagewebe mit einem hochpräzisen Wasserstrahl entfernt. Anders als bei vielen anderen Verfahren kommt dabei keine Hitze zum Einsatz. Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv über die Harnröhre und wird robotergestützt ausgeführt.“

Vor dem Eingriff wird die Prostata mithilfe von Kamera und Ultraschall genau vermessen und kartiert. So kann der Arzt festlegen, welche Bereiche entfernt werden müssen und welche wichtigen Strukturen – etwa für Kontinenz und Sexualfunktion – unbedingt geschont werden sollen. Der Operateur behält dabei jederzeit die volle Kontrolle und kann den Eingriff steuern oder stoppen. Die Operation dauert in der Regel weniger als eine Stunde, erfolgt unter Narkose und erfordert einen kurzen stationären Aufenthalt.

Die Aquablation wird am Klinikum Lippe bereits erfolgreich bei Männern mit einer gutartigen Prostatavergrößerung eingesetzt, die häufig zu Problemen beim Wasserlassen führt. Studien zeigen, dass diese Methode langfristig wirksam ist und dabei besonders schonend vorgeht. Langzeitdaten belegen auch, dass Patienten nach der Aquablation eine deutliche und anhaltende Besserung ihrer Beschwerden erfahren. Gleichzeitig ist die Rate schwerwiegender Nebenwirkungen sehr gering. Kontinenz und Erektionsfähigkeit bleiben in den bisherigen Studien vollständig erhalten und auch die Ejakulationsfähigkeit bleibt bei den meisten Männern bestehen.

Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert unterstreicht die Bedeutung dieser Studie: „Mit der Teilnahme an der WATER-IV-Studie festigt das Klinikum Lippe seinen Anspruch, moderne Medizin auf höchstem wissenschaftlichem Niveau anzubieten – und dabei neue, möglichst schonende Behandlungswege für Patienten zu eröffnen. Die bisherigen Daten zur Aquablation zeigen, dass die Methode bei gutartigen Prostatavergrößerungen sehr gut wirkt. Nun gilt es, herauszufinden, ob wir sie auch in der onkologischen Urologie sinnvoll und zum Wohle der Patienten einsetzen können.“

In der WATER-IV-Studie werden die Teilnehmer entweder mit der Aquablation oder mit der klassischen operativen Entfernung der Prostata behandelt. Anschließend werden sie über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren medizinisch begleitet, um Behandlungserfolg, Sicherheit und mögliche Nebenwirkungen sorgfältig zu vergleichen. Die Studie wird international durchgeführt und vom Hersteller des Aquablation-Systems initiiert. Am Klinikum Lippe erfolgt sie unter Leitung der Universitätsklinik für Urologie und in enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsinstitut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und dem Institut für Pathologie.

Männer, die sich für eine Teilnahme an der Studie interessieren oder weitere Informationen wünschen, können sich direkt an das Klinikum Lippe wenden. Ansprechpartnerin für die WATER-IV-Studie ist Karin Berger (karin.berger@klinikum-lippe.de).

Ehrenamtlicher Besuchsdienst startet im Januar 2026 am Klinikum Lippe in Detmold

Das Klinikum Lippe baut sein Engagement für Patientinnen und Patienten weiter aus: Ab Mitte Januar 2026 wird am Klinikstandort Detmold ein ehrenamtlicher Besuchsdienst etabliert. Ziel ist es, Menschen während ihres Krankenhausaufenthalts zusätzliche Zeit, Zuwendung und Orientierung zu bieten.

In dieser Woche haben sich bereits sechs engagierte Ehrenamtliche mit Dr. Niklas Cruse, Geschäftsführer des Klinikums Lippe, Astrid Albert aus der Pflegedienstleitung sowie Gerlinde Kriete-Samklu von der Krankenhausseelsorge getroffen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen ein erstes Kennenlernen sowie Gespräche über die Aufgaben des Besuchsdienstes und organisatorische Rahmenbedingungen.

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v.l.n.r.: Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse, Astrid Albert, das Team des Ehrenamtlichen Besuchsdienstes am Klinikstandort Detmold und Gerlinde Kriete-Samklu. (©Klinikum Lippe / Christian Ritterbach)

Mit dem ehrenamtlichen Besuchsdienst stärkt das Klinikum Lippe die menschliche Begleitung im Klinikalltag und schafft zusätzliche Zeit für Nähe, Gespräche und Unterstützung – ergänzend zur professionellen medizinischen und pflegerischen Versorgung. Nach dem Start in Detmold ist geplant, auch am Standort Lemgo einen ehrenamtlichen Besuchsdienst aufzubauen. Interessierte, die sich an einem der beiden Standorte engagieren möchten, sind herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen.

Kontakt für Interessierte:
Astrid Albert, Telefon: 05231 72-5825, E-Mail: astrid.albert@klinikum-lippe.de

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Klinikum Lippe, Detmold
Röntgenstr. 18
32756 Detmold
Telefon: 05231 72-0

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Klinikum Lippe, Lemgo
Rintelner Str. 85
32657 Lemgo
Telefon: 05261 26-0

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Klinikum Lippe, Bad Salzuflen
Heldmanstr. 45
32108 Bad Salzuflen
Telefon: 05222 982-0

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