Brustzentrum Lippe erneut von der Ärztekammer Westfalen-Lippe zertifiziert

ÄKZert bescheinigt dem Zentrum an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Klinikums Lippe außerordentlich hohe Qualität, eine beeindruckende Fallzahlsteigerung und universitäres Niveau.

Das Brustzentrum Lippe in Detmold wurde erneut erfolgreich rezertifiziert. Die Zertifizierungsstelle der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKZert) bestätigte im Rahmen einer Auditierung, dass das Zentrum die strengen Kriterien des Anforderungskatalogs für anerkannte Brustzentren des Landes Nordrhein-Westfalen erfüllt. Das Zertifikat ist bis zum 4. Mai 2029 gültig; die Einhaltung der Qualitätsstandards wird während der gesamten Laufzeit fortlaufend überwacht. Bereits seit der Erstzertifizierung im Jahr 2005 stellt sich das Brustzentrum regelmäßig dieser unabhängigen Prüfung.

Brustkrebs ist mit rund 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung der Frau in Deutschland. Als Teil der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und des Onkologischen Zentrums Lippe bündelt das Brustzentrum Lippe die Kompetenzen der beteiligten Fachabteilungen standortübergreifend. Patientinnen erhalten so eine leitliniengerechte, personalisierte Behandlung, die in einer wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenz abgestimmt wird – von der Diagnostik über die operative Therapie bis hin zu Strahlentherapie, medikamentöser Behandlung und genetischer Beratung.

Speziell ausgebildete Breast Care Nurses begleiten die Patientinnen über den gesamten Behandlungsweg. Als Teil des Universitätsklinikums Ostwestfalen-Lippe (UK OWL) verbindet das Brustzentrum Lippe Zentrum die wohnortnahe Versorgung in der Region mit universitärer Medizin und der aktiven Beteiligung an klinischen Studien.

Univ.-Prof. Dr. Beyhan Ataseven, Direktorin der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Leiterin des Brustzentrums Lippe, freut sich über das Ergebnis: „Die Auditorinnen haben unserem Zentrum eine außerordentlich hohe Qualität, eine beeindruckende Fallzahlsteigerung sowie ein universitäres Niveau bescheinigt. Ein solcher Erfolg entsteht niemals durch einzelne Personen – er ist das Ergebnis eines gemeinsamen, täglichen Engagements vieler Menschen, die mit Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein, Menschlichkeit und großem Einsatz zusammenarbeiten. Die Rückmeldung bestätigt nicht nur unsere fachliche Qualität, sondern auch die Stärke unseres Teams und unsere gemeinsame Haltung gegenüber unseren Patientinnen. Deshalb gilt mein großer Dank dem gesamten Team.“

Auch die Geschäftsführung sieht die erneute Zertifizierung als wichtiges Signal. „Die Rezertifizierung ist eine Auszeichnung für unsere Patientinnen, für die Region und für die Universitätsmedizin in Ostwestfalen-Lippe“, betont Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikum Lippe. „Sie belegt, dass onkologische Spitzenversorgung auf universitärem Niveau bei uns wohnortnah verfügbar ist. Hinter diesem Ergebnis steht die Arbeit eines hoch engagierten Teams, das diese Qualität Tag für Tag sichert. Dafür möchte auch ich allen Beteiligten ausdrücklich danken – und sie zugleich darin bestärken, diesen erfolgreichen Weg gemeinsam weiterzugehen.“

Über die erneute Zertifizierung des Brustzentrums Lippe freuen sich (v.l.n.r.): Die Breast Care Nurses Simone Sasse und Claudia Kaufmann, Qualitätsmanagementbeauftragte Sabine Bornemeier, Zentrumskoordinatorin und leitende Oberärztin Dr. Nina Pauly, Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse und Klinikdirektorin Univ.-Prof. Dr. Beyhan Ataseven (Foto © Klinikum Lippe I Mandy Lange)

GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz: Krankenhäuser in OWL diskutieren mit der Politik

Gemeinsame Presseinformation des Klinikums Bielefeld, des Evangelischen Klinikums Bethel, des Klinikums Lippe, der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen und des Klinikums Gütersloh
In einem Hintergrundgespräch zu geplanten Kürzungen im Krankenhausbereich haben sich die Geschäftsführungen der großen Krankenhausträger in Ostwestfalen-Lippe intensiv mit Vertretern der Politik über die gravierenden Auswirkungen der aktuellen Sparvorschläge für die Krankenhauslandschaft der Region ausgetauscht.

Vertreterinnen und Vertreter der großen Krankenhausträger in Ostwestfalen-Lippe haben mit rund 30 Bundestags- und Landtagsabgeordneten der Region, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus der Kommunalpolitik über die Auswirkungen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf die Krankenhausversorgung gesprochen. Das Gespräch fand im Betheler Krankenhaus Mara in Bielefeld statt. Im Mittelpunkt standen die wirtschaftlichen Folgen der vorgesehenen Einsparungen und die gravierenden Risiken für die qualitativ hochwertige wohnortnahe Gesundheitsversorgung der Bevölkerung, die daraus resultieren könnten.

An dem Austausch beteiligten sich die Geschäftsführungen des Klinikums Bielefeld, des Evangelischen Klinikums Bethel, des Klinikums Gütersloh, der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen sowie des Klinikums Lippe. Gemeinsam versorgen die fünf Träger rund fünf Prozent aller Krankenhauspatientinnen und -patienten in Nordrhein-Westfalen.

Die Krankenhäuser haben in dem Gespräch die wirtschaftliche Situation der Kliniken anhand konkreter Zahlen dargestellt. Allein der Wegfall des Rechnungszuschlags wird die beteiligten Häuser ab dem Jahr 2027 mit rund 46 Millionen Euro belasten. Sollte das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz in seiner aktuellen Form umgesetzt werden, kämen weitere Einschnitte von mehr als 61 Millionen Euro hinzu. Insgesamt würden den fünf Trägern somit jährlich mehr als 107 Millionen Euro an Einnahmen bei gleicher Leistungsmenge fehlen.

„Die Krankenhäuser stehen zu notwendigen Reformen und unterstützen das Ziel, die gesetzliche Krankenversicherung langfristig zu stabilisieren. Gleichzeitig müssen Reformen so ausgestaltet werden, dass die medizinische Versorgung der Menschen vor Ort nicht gefährdet wird“, betonten die Krankenhausvertreter im Gespräch.

Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die Sicherung einer leistungsfähigen Krankenhauslandschaft eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von hoher Relevanz ist. Die Krankenhäuser begrüßten die Bereitschaft der anwesenden Bundes- und Landespolitiker und der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die dargestellten Herausforderungen ernst zu nehmen und in die weiteren politischen Beratungen einzubringen.

Bereits am Freitag haben die Krankenhäuser in einer gemeinsamen Protestaktion symbolisch ihre Krankenhaus-Eingänge geschlossen, um Patientinnen und Patienten auf die erforderlichen Korrekturen der Sparvorhaben aufmerksam zu machen.

Der sehr konstruktive Austausch zwischen den Vertretern der Krankenhäuser und den politischen Gesprächspartnern war dabei von hoher Wertschätzung der in den Krankenhäusern geleisteten Arbeit geprägt. Alle Anwesenden bekräftigten ihren Willen, den Dialog fortzusetzen und gemeinsam tragfähige Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zu entwickeln. „Krankenhäuser sind zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge. Wir sichern die Versorgung der Menschen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Deshalb brauchen wir wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die eine qualitativ hochwertige Versorgung auch künftig ermöglichen“, lautete die gemeinsame Botschaft der beteiligten Träger.

In einem Hintergrundgespräch zu geplanten Kürzungen im Krankenhausbereich haben sich die Geschäftsführungen der großen Krankenhausträger in Ostwestfalen-Lippe intensiv mit Bürgermeistern, Bundes- und Landtagsabgeordneten im Krankenhaus Mara in Bethel ausgetauscht.
Foto: Mario Haase

„Ich mache alles – nur keine OP“

Nach der Diagnose Speiseröhrenkrebs entschied sich Wolfgang Benning bewusst gegen eine Operation. An der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum OWL, Campus Klinikum Lippe, fand der 71-Jährige aus Wesel mit der ESORES-Studie einen alternativen Behandlungsweg – und neue Hoffnung.

v.l.n.r.: Dr. Fabian Nimczewski, Patient Wolfgang Benning und Univ.-Prof. Dr. Jens Höppner (©Klinikum Lippe / Mandy Lange)

Als Wolfgang Benning im August 2025 einen Untersuchungstermin bei seinem Hausarzt vereinbart, fühlt er sich eigentlich gesund. Keine Schmerzen, keine Schluckbeschwerden, kein Gewichtsverlust. Und doch drängt ihn die Angst zum Termin. Zuvor war in seiner Familie Speiseröhrenkrebs diagnostiziert worden – eine Erfahrung, die ihn schließlich selbst zur Untersuchung bewegte. „Ich wollte einfach Gewissheit“, erinnert sich der 71-Jährige aus Wesel.

Die Untersuchung bringt genau die Diagnose, die er befürchtet hatte: Auch bei ihm wird ein Ösophaguskarzinom festgestellt – Speiseröhrenkrebs. Eine Erkrankung, die häufig erst spät erkannt wird, weil Symptome wie Schluckstörungen oder Gewichtsverlust oft erst in fortgeschrittenen Stadien auftreten. Für Wolfgang Benning ist die Diagnose ein Schock. Vor allem, weil er den Krankheitsverlauf seines Bruders hautnah miterlebt hat. Dieser hatte sich für die klassische Behandlung aus Chemotherapie, Operation und anschließender weiterer Therapie entschieden, verstarb aber wenige Wochen nach der OP. Deshalb stand für ihn fest: „Diese Operation möchte ich nicht.“

Die Suche nach einer anderen Behandlungsmöglichkeit führt ihn schließlich ins Internet – und von dort an die Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum OWL, Campus Klinikum Lippe. Hier stößt er auf Univ.-Prof. Dr. Jens Höppner und auf die sogenannte ESORES-Studie. Diese klinische Studie beschäftigt sich mit einer zentralen Frage moderner Krebsmedizin: Muss jede Patientin und jeder Patient mit Speiseröhrenkrebs nach erfolgreicher Vorbehandlung automatisch operiert werden – oder kann in ausgewählten Fällen auf die große Operation verzichtet werden?

„Die Behandlung von Speiseröhrenkrebs verändert sich derzeit grundlegend“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Jens Höppner, Direktor der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum OWL, Campus Klinikum Lippe in Detmold. „Durch moderne Chemo-, Immun- und Strahlentherapien sehen wir bei einigen Patientinnen und Patienten eine komplette Rückbildung des Tumors in der Speiseröhre. Die ESORES-Studie untersucht deshalb, ob wir ausgewählten Betroffenen eine große Operation ersparen können, ohne dabei die Sicherheit dieser Patienten zu gefährden.“

Hintergrund der Studie ist die Beobachtung, dass bei manchen Patientinnen und Patienten nach der Vorbehandlung keine lebenden Tumorzellen mehr nachweisbar sind. Bisher gilt die Operation, an deren aktuellen Therapieleitlinien Höppner ebenfalls beteiligt war, dennoch als Standardtherapie. Die ESORES-Studie untersucht deshalb ein sogenanntes „Active-Surveillance-Konzept“ – also eine engmaschige Überwachung statt sofortiger Operation.

Dafür werden die teilnehmenden Patientinnen und Patienten regelmäßig untersucht. Zum Kontrollprogramm gehören unter anderem Computertomographie, Magenspiegelungen, endoskopischer Ultraschall sowie Gewebeproben. Ziel ist es, mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und nur dann zu operieren, wenn dies tatsächlich notwendig wird.

Genau dieser Ansatz gibt Wolfgang Benning Hoffnung. „Ich habe Prof. Höppner und Dr. Nimczewski im Internet gefunden und nicht mehr lockergelassen“, erzählt er mit einem Lächeln. „Ich habe gesagt: Ich mache alles – nur keine OP.“ Damit beginnt für ihn ein anderer Weg. Er erhält wohnortnah Chemotherapie und Immuntherapie und wird gleichzeitig in das engmaschige Nachsorgeprogramm der ESORES-Studie am Klinikum Lippe eingebunden. Alle drei Monate fährt er nun rund 200 Kilometer von Wesel nach Detmold. Die regelmäßigen Untersuchungen gehören inzwischen fest zu seinem Alltag.

„Das Entscheidende bei diesem Konzept ist die intensive und engmaschige Überwachung“, erklärt Dr. Fabian Nimczewski, Oberarzt der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. „Wir kontrollieren sehr genau, ob sich erneut Tumorzellen nachweisen lassen. Sollte das der Fall sein, kann gemeinsam mit dem Patienten die Entscheidung für eine Operation immer noch getroffen werden. Dieses Vorgehen bedeutet aber für viele Patientinnen und Patienten eine echte Chance auf mehr Lebensqualität.“

Die Untersuchungen dauern meist ein bis zwei Tage. Nach der Magenspiegelung mit Sedierung darf Wolfgang Benning nicht selbst nach Hause fahren. Seine Partnerin begleitet ihn deshalb häufig nach Detmold. „Ich fühle mich hier wirklich gut aufgehoben“, sagt er. „Das Personal ist unglaublich freundlich und zuvorkommend.“

Heute, rund neun Monate nach Beginn seiner Behandlung, ist vom Krebs nichts mehr nachweisbar. „Der Krebs ist weg“, sagt Benning ruhig. Zweifel an seiner Entscheidung gegen die Operation habe er bis heute keine. Er sagt: „Für mich war das genau der richtige Weg.“

Seine Lebensqualität ist geblieben, aber sein Alltag hat sich verändert. Heute achtet er stärker auf sich selbst. Vor allem seine Ernährung hat er umgestellt. „Früher mochte ich nichts Grünes“, erzählt er lachend. „Heute esse ich deutlich gesünder.“ Die Krankheit hat ihn verändert. Stundenlang habe er recherchiert, medizinische Fachbegriffe gelernt und sich intensiv mit seiner Erkrankung beschäftigt. „Mittlerweile bin ich fast selbst Professor“, sagt er lächelnd. Trotz aller Ernsthaftigkeit blickt er positiv in die Zukunft. Die regelmäßigen Kontrollen geben ihm Sicherheit. Die Angst sei nie ganz verschwunden, aber sie bestimme sein Leben nicht. „Bis jetzt war immer alles unauffällig“, sagt er. „Und ich hoffe natürlich, dass das so bleibt.“

Speiseröhrenkrebs zählt zu den vergleichsweise seltenen, aber besonders aggressiven Tumorerkrankungen. In Deutschland erkranken jährlich rund 8.000 Menschen neu an einem sogenannten Ösophaguskarzinom. Medizinisch werden dabei zwei Hauptformen unterschieden: das Plattenepithelkarzinom, das häufig mit Rauchen und Alkoholkonsum in Verbindung gebracht wird, sowie das Adenokarzinom, das oft durch chronischen Reflux, also dauerhaftes Sodbrennen, und Übergewicht begünstigt wird. Besonders die Zahl der Adenokarzinome ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich angestiegen.

Gerade deshalb gewinnt die Forschung zu neuen Behandlungsmöglichkeiten zunehmend an Bedeutung. An der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum OWL, Campus Klinikum Lippe, werden moderne Therapiekonzepte und klinische Studien gezielt in die Patientenversorgung eingebunden.

„Die Behandlung von Speiseröhrenkrebs verändert sich derzeit grundlegend“, betont Prof. Dr. Jens Höppner. Moderne Therapieansätze eröffneten heute Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren kaum denkbar gewesen seien. Er ergänzt: „Klinische Studien sind ein wichtiger Bestandteil moderner Universitätsmedizin. Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten schon heute innovative und zugleich möglichst schonende Therapiekonzepte zugänglich zu machen.“

Für Wolfgang Benning zählt am Ende vor allem eines: Lebensqualität. „Ich kann meinen Alltag ganz normal leben“, sagt er. „Und dafür bin ich einfach dankbar.“

Informationen zur ESORES-Studie am Klinikum Lippe

Grundschule Heiden überreicht 1.000 Euro für Dr. Clowns

In dieser Woche waren Schülerinnen und Schüler der Grundschule Heiden aus Lage zu Gast am Klinikum Lippe – und im Gepäck hatten sie eine ganz besondere Überraschung: einen Spendenscheck in Höhe von 1.000 Euro für die Dr. Clowns.

Erlaufen hatten die Kinder die Summe bei ihrem Sponsorenlauf im April. Viele, viele Runden drehte die Schulgemeinschaft dabei um den Sportplatz – mit einem so großartigen Ergebnis, dass ein Teil der Einnahmen gespendet werden konnte. Dass das Geld an „Dr. Clown e.V.“ gehen sollte, stand für die Kinder schnell fest: Ihr Schülerrat hatte sich im Vorfeld bewusst für den Verein entschieden, weil sie kranken Kindern eine Freude bereiten wollten.

Bei ihrem Besuch erkundeten fünf Schülervertreterinnen und Schülervertreter gemeinsam mit Schulleiterin Anja Müller zunächst die Fotoausstellung der Klinikclowns – mit einem kleinen Quiz, das eigens dafür vorbereitet worden war. Anschließend kamen die Clowns direkt aus ihrer Visite hinzu, trafen die Kinder vor den Bildern und nahmen die tolle Spende persönlich entgegen.

Im Anschluss durften die Kinder noch einen Blick hinter die Kulissen werfen: Auf einer Station und im Spielzimmer erklärten die Clowns, wie ein Clownbesuch bei den kleinen Patientinnen und Patienten abläuft und wie viel ein Lachen im Krankenhausalltag bewirken kann.

Das Klinikum Lippe bedankt sich herzlich bei der gesamten Schulgemeinschaft der Grundschule Heiden für dieses wunderbare Engagement – und natürlich bei allen fleißigen Läuferinnen und Läufern!

Krankenhäuser in Ostwestfalen-Lippe kritisieren aktuellen Entwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes
Aktionstag am 12. Juni weist auf drohende Versorgungslücken hin

Gemeinsame Presseinformation des Klinikums Bielefeld, des Evangelischen Klinikums Bethel, des Klinikums Lippe, der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen und des Klinikums Gütersloh

Die Krankenhäuser in OWL warnen vor den Auswirkungen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf die wohnortnahe Versorgung. Das Klinikum Bielefeld, das Evangelische Klinikum Bethel, das Klinikum Gütersloh, die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen und das Klinikum Lippe beteiligen sich deshalb gemeinsam am Freitag, den 12. Juni 2026, an einer länderübergreifenden Protestaktion.

Im Zentrum steht eine symbolische Schließung: Zwischen 11:00 und 13:00 Uhr werden Eingänge der teilnehmenden Häuser nur eingeschränkt zugänglich sein. Damit machen die Krankenhäuser unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung.“ bildlich auf längere Wege aufmerksam. Diese drohen vielerorts, wenn künftig Versorgungsangebote wegfallen. Der Untertitel der Aktion – „Wir sind für Sie da. Solange wir noch können.“ – verdeutlicht den Hinweis der Krankenhäuser auf den Ernst der Lage.

Wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser spitzt sich zu

Hintergrund der Protestaktion ist die angespannte wirtschaftliche Lage aller Krankenhäuser bundesweit sowie der aktuelle Entwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes. Viele Kliniken arbeiten seit Jahren an der Belastungsgrenze und erwirtschaften dennoch selten ein positives Jahresergebnis.

Nach den aktuellen Plänen der Bundesregierung sollen nun den Krankenhäusern im kommenden Jahr fast fünf Milliarden Euro zusätzlich entzogen werden. Bis zum Jahr 2030 summieren sich die Einschnitte auf rund 30 Milliarden Euro jährlich. Hinzu kommt, dass der einmalige, über zwölf Monate gezahlte Tarifausgleich von insgesamt vier Milliarden Euro bereits im November 2026 entfällt und nicht kompensiert wird. Nach Berechnungen des Gesundheitsökonomen Prof. Dr. Boris Augurzky ist damit im Jahr 2030 jedes zweite Krankenhaus existenziell bedroht.

Die Geschäftsführer der an der Aktion beteiligten Häuser sehen die realistische Gefahr einer Abwärtsspirale aus Erlösverlusten, Personalreduzierung und Leistungsabbau – mit unmittelbaren Folgen für die Versorgung, insbesondere im ländlichen Raum. Ihre Botschaft lautet daher: Krankenhäuser sichern die Versorgung von Millionen Menschen – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Diese Infrastruktur darf nicht durch kurzsichtige Sparpolitik gefährdet werden. Reformen sind richtig und wichtig, aber sie müssen die Realität vor Ort berücksichtigen und dürfen die wirtschaftliche Grundlage der Krankenhäuser nicht untergraben.

Notfallversorgung gerät zunehmend unter Druck

Besonders betroffen ist aus Sicht der Kliniken auch die Notfallversorgung. Schon heute arbeiten ambulante Notaufnahmen defizitär: Für jede Behandlung in der Notaufnahme zahlen die Krankenhäuser im Durchschnitt mehr als 100 Euro zu, weil die Vergütung der Krankenkassen weder im stationären noch im ambulanten Bereich kostendeckend ist. Bundesweit versorgen die Krankenhäuser jährlich rund 13 Millionen ambulante Notfälle, oft als erste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten. Die aktuell geplante noch stärkere Einbindung der Kliniken in die ambulante Notfallversorgung – etwa über Integrierte Notfallzentren – ist, ohne eine aufwandsgerechte Finanzierung der gesamten Struktur nicht zu leisten.

Konstruktiver Dialog mit der Politik gewünscht

Die Krankenhäuser appellieren an Politikerinnen und Politiker der Region, sich auf Bundesebene für eine nachhaltige und auskömmliche Finanzierung der Krankenhausversorgung einzusetzen. Den notwendigen Reformprozess zur Stabilisierung der GKV-Beiträge wollen die Häuser dabei ausdrücklich nicht verhindern oder verzögern. Die hohe Bereitschaft eine zukunftsfähige Modernisierung der Krankenhauslandschaft aktiv und konstruktiv mitzugestalten haben die NRW-Krankenhäuser im Rahmen der neuen Krankenhausplanung NRW, die seit 1. April 2025 in Kraft getreten ist, gemeinsam mit allen Gesundheitsparteien eindrücklich bewiesen.

Nun aber geht es vielmehr darum, Schaden von der Versorgung abzuwenden, solange dies noch möglich ist. Ergänzend zur Aktion am 12. Juni suchen die Krankenhäuser daher den direkten Austausch mit den politisch Verantwortlichen der Region, um den weiteren Reformprozess gemeinsam, zukunftsgerichtet und sicher zu gestalten.

Für die fünf Krankenhausträger bedeutet der aktuelle Entwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (GKV-BSTabG)

• Das Klinikum Bielefeld, das Evangelische Klinikum Bethel, das Klinikum Lippe, die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen und das Klinikum Gütersloh erbringen rund 5 Prozent der Krankenhausleistung in Nordrhein-Westfalen.

• Die Häuser erwirtschaften gemeinsam 1,7 Milliarden Euro Umsatz.

• Durch den Wegfall des Rechnungszuschlags müssten die Träger bereits in 2027 3,25 Prozent (46 Millionen Euro) sparen.

• Sollte das GKV-BSTabG so umgesetzt werden, kommen nochmals 3,6 Prozent (über 61 Millionen Euro) hinzu.

• Pro behandeltem stationären Patient fehlen somit erneut 280 Euro bzw. inklusive Wegfall Rechnungszuschlag 541 Euro.

Sie wollen die Krankenhäuser unterstützen?

Schreiben Sie hier direkt an die zuständigen Politikerinnen und Politiker und bringen Sie Ihre Sorge zum Ausdruck, dass diese Reform zu Versorgungslücken führen könnte. Über folgenden Link gelangen Sie direkt zur E-Mail: E-Mail an die Politik.

Mehr Informationen: Rette Dein Krankenhaus | KGNW e.V.

Den Kindern einen Platz geben

20 Jahre Erinnerungsgottesdienst des Klinikums Lippe

Es sind kleine Namen auf großen Herzen. Manche davon wurden nie ausgesprochen. Manche Kinder bekamen auch nie einen Namen – und doch hatten sie längst einen Platz im Leben ihrer Eltern. Sie waren verbunden mit Hoffnungen, mit Zukunftsplänen, mit ersten vorsichtigen Vorstellungen davon, wie das gemeinsame Leben einmal aussehen könnte.

Dann endet eine Schwangerschaft plötzlich. Ein Herz hört auf zu schlagen, bevor das Leben richtig beginnen konnte. Manche Kinder leben nur wenige Wochen im Mutterleib, andere wenige Stunden oder Tage nach der Geburt. Und dennoch hinterlassen sie Spuren – tief und dauerhaft.

Zurück bleiben Eltern, Geschwister, Großeltern, Freunde. Zurück bleiben Fragen, Erinnerungen und oft auch eine Trauer, für die es lange kaum Worte gab. Denn Fehl- und Totgeburten waren über Jahrzehnte ein Thema, über das geschwiegen wurde. Viele Familien mussten ihren Verlust allein tragen.

Im Klinikum Lippe entstand deshalb schon früh ein anderer Umgang mit diesem Schmerz: offen, zugewandt und menschlich. Daraus entwickelte sich vor 20 Jahren der Erinnerungsgottesdienst für verstorbene Kinder – ein Ort für Trauer, Erinnerung und Begegnung. Ein Ort, an dem Kinder einen Platz bekommen. Mit Namen. Oder einfach mit ihrer Geschichte.

Wenn am Freitag, 12. Juni 2026 um 17.00 Uhr in der Erlöserkirche am Markt in Detmold Kerzen leuchten, Musik erklingt und Eltern schweigend nebeneinandersitzen, dann geht es genau um diese Kinder. Um Sternenkinder. Um Erinnerung, um Trauer und darum, dass niemand mit diesem Verlust allein bleiben soll. In diesem Jahr feiert der Erinnerungsgottesdienst für Eltern, die ihr Kind verloren haben, für Familien, Freunde und Freundinnen und für alle, die die Trauer mittragen, sein 20-jähriges Bestehen.

„Früher wurde darüber geschwiegen“

FrauFür Gerlinde Kriete-Samklu ist das Jubiläum auch eine Reise zurück in eine Zeit, in der Fehl- und Totgeburten kaum öffentlich thematisiert wurden. Seit 1998 arbeitet sie als Krankenhausseelsorgerin im Klinikum Lippe – und erinnert sich noch gut an die ersten Begegnungen mit dem Thema.

Schon kurz nach ihrem Start in Detmold fragte sie nach, wie man im Krankenhaus mit Fehlgeburten umgehe. Die evangelische Krankenhausseelsorge habe das Thema damals verstärkt in die Kliniken getragen. Unterstützt wurde sie dabei von einer leitenden Hebamme, die bereits früh sehr sensibel mit betroffenen Familien umging. Doch auch für die Mitarbeitenden selbst sei der Umgang nicht selbstverständlich gewesen. „Hebammen sind eigentlich für das Leben da“, sagt Gerlinde Kriete-Samklu ernst. „Auch die Professionellen mussten damals erst lernen, wie man mit diesem Verlust umgeht.“

Ein kleiner Sarg beim Tag der offenen Tür

Ein Schlüsselmoment folgte 1999. Beim Tag der offenen Tür gestaltete die Krankenhausseelsorge einen Stand – mit einem kleinen Baumsarg. „Viele Frauen blieben stehen und fühlten sich sofort angesprochen“, erinnert sich die evangelische Krankenhausseelsorgerin. Kurz darauf erschien ein Zeitungsartikel mit der zu dieser Zeit ungewöhnlich klaren Überschrift: „Föten enden nicht mehr im Müll“. Die Resonanz sei überwältigend gewesen.

Immer mehr Betroffene meldeten sich. Frauen hätten Gesprächsbedarf gehabt, obwohl ihre Fehlgeburt Jahre zurücklag. Eltern wollten endlich über ihre Kinder sprechen. Aus diesen Begegnungen entstand die Idee eines Erinnerungsgottesdienstes, der im April 2006 erstmals stattfand. „Der alte Andachtsraum platzte mit der Zeit aus allen Nähten“, erzählt Gerlinde Kriete-Samklu. Bald reichte der Platz nicht mehr aus und deshalb wechselte die Veranstaltung später in die Diakonis-Kirche.

„Jetzt hat mir das Gespräch gutgetan“

Der Erinnerungsgottesdienst ist eingebettet in ein umfassendes Begleitangebot für betroffene Familien, das bereits unmittelbar nach dem Verlust des Kindes präsent ist. Viele Rituale, die inzwischen selbstverständlich erscheinen, mussten damals erst entwickelt werden. „Bei einem Stationsbesuch traf ich auf eine betroffene Frau, mit der ich in ein langes Gespräch kam“, erzählt Kriete-Samklu. „Es stellte sich heraus, dass sie im Kreißsaal das Gesprächsangebot abgelehnt hatte. Nun meinte sie: Jetzt hat mir das Gespräch doch gutgetan.“ Bis heute ermutigen die Mitarbeitenden Eltern dazu, ihr Kind anzuschauen, es zu berühren, Fotos zu machen oder ihm einen Namen zu geben. Kriete-Samklu weiß: „Das klingt heute selbstverständlich, war es aber lange nicht.“

Besonders wichtig sei ihr der Blick auf die gesamte Familie – auch auf Geschwisterkinder. „Wir Erwachsenen machen oft den Fehler, Kinder nicht einzubeziehen“, sagt sie. „Kinder spüren ohnehin, dass etwas anders ist. Wenn man schweigt, lernen sie: Wenn etwas Schlimmes passiert, darf man nicht darüber sprechen.“ Dabei gehe es nicht darum, den Schmerz zu nehmen. „Es geht nicht weg“, sagt Kriete-Samklu, „aber gemeinsam kann man es anders aushalten.“

Ein Ort für Erinnerung

Zum Abschied gehören oft kleine Rituale: ein Gebet, ein Segenswort, ein Foto, ein Hand- oder Fußabdruck. Auch die Bestattung der Kinder wurde über die Jahre neu gedacht. Auf dem Kupferbergfriedhof in Detmold gibt es heute eine eigene Gräberfläche für Sternenkinder. Eltern können selbst entscheiden, ob und wie sie ihr Kind bestatten lassen möchten, wenn es unter 500 Gramm wiegt. Ab einem Gewicht von 500 Gramm ist eine Einzelbestattung vorgeschrieben. Schon in der Klinik erhalten Eltern Hinweise auf Selbsthilfegruppen und Beratungsangebote.

Eine dieser Gruppen begleitet heute Kathrin Walther. Sie weiß selbst, wie sich der Verlust eines Kindes anfühlt. Ihr Sohn Felix starb 2015 während der Schwangerschaft. Lange suchte sie nach Menschen, die ihre Erfahrung teilen konnten. Schließlich fand sie den Gesprächskreis Sternenkinder in Detmold. Sternenkinder – so werden Babys genannt, die vor, während oder kurz nach der Geburt sterben. Der Austausch mit anderen Betroffenen habe ihr geholfen, mit der eigenen Trauer umzugehen.

Und deshalb engagiert sich Kathrin Walther heute selbst für betroffene Familien. Sie begleitet den Gesprächskreis Sternenkinder Lippe, eine Selbsthilfegruppe für Eltern, die ihr Kind während der Schwangerschaft, bei oder kurz nach der Geburt verloren haben. Dort finden Mütter und Väter Raum für Austausch, Verständnis und gegenseitige Unterstützung – oft mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Neben persönlichen Treffen informiert die Initiative auch online über Hilfsangebote, Trauerbegleitung und Ansprechpartner. Weitere Informationen finden Betroffene unter sternenkinder-lippe.de.

Erinnerungsgottesdienst

Der Erinnerungsgottesdienst wird einmal jährlich gemeinsam von Hebammen, Kinderkrankenschwestern, Kinderärzten, Gynäkologen und der Krankenhausseelsorge gestaltet. Viele ehemalige Betroffene kommen jedes Jahr wieder.

Jeder Gottesdienst steht unter einem eigenen Thema. Noch nie habe sich eines wiederholt, sagt Kriete-Samklu. In diesem Jahr lautet es: „Herz“. Musik spielt dabei eine besondere Rolle, denn sie kann Trost spenden, wenn Worte es nicht vermögen. Es gibt auch eigens geschriebene Lieder und Trostgeschichten für Familien. Seit vielen Jahren verfasst die niedergelassene Kinderärztin Dr. Natalie Hellermann Geschichten für den Gottesdienst.

Und vielleicht beschreibt genau das den Kern dieser besonderen Veranstaltung: Erinnerung sichtbar machen. Den Kindern einen Platz geben. Und den Eltern und Familien die Gewissheit, dass ihre Trauer bleiben darf.

Abschied mit Dankbarkeit

Langjähriger Chefarzt der Gefäßchirurgie geht in den Ruhestand – Priv.-Doz. Dr. René Rusch übernimmt die Klinikleitung

Das Klinikum Lippe hat in dieser Woche Abschied genommen von Prof. Dr. Masoud Mirzaie, der nach rund 20 Jahren als Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie in den wohlverdienten Ruhestand getreten ist. In einer Feierstunde würdigten Geschäftsführung, Kolleginnen und Kollegen sowie langjährige Wegbegleiter das außerordentliche Wirken eines Arztes, der die Gefäßchirurgie am Klinikum Lippe über zwei Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt hat.

Prof. Dr. Mirzaie, geboren in Teheran, brach als junger Mann auf, um Medizin zu studieren und seinen Lebensweg als Arzt zu gehen. Diese frühe Erfahrung des Neuanfangs und der Verantwortung hat seinen Blick auf den Beruf dauerhaft geprägt: Medizin war für ihn nie nur Technik, sondern immer auch Haltung. Der Mensch hinter der Diagnose stand für ihn stets im Mittelpunkt.

Am Klinikum Lippe baute er die Klinik für Gefäßchirurgie mit fachlicher Expertise, Weitblick und Kontinuität auf und aus. Dabei legte er besonderen Wert darauf, dass medizinische Entscheidungen im Team getroffen werden – auf Basis von Wissen, Erfahrung und offenem Austausch. Eine Operation, so seine Überzeugung, sollte immer das letzte Mittel sein, nie der erste Gedanke.

Neben seiner fachlichen Exzellenz war es vor allem seine menschliche Art, die viele im Klinikum Lippe beeindruckt hat: seine Ruhe in schwierigen Situationen, seine Zugewandtheit gegenüber Patientinnen und Patienten wie Mitarbeitenden gleichermaßen, und seine Fähigkeit zuzuhören. Er hinterlässt nicht nur eine gut aufgestellte Klinik – er hinterlässt eine Haltung und bleibt so Teil der Geschichte des Klinikums Lippe. Das gesamte Haus dankt ihm für zwei Jahrzehnte Engagement, Loyalität und Menschlichkeit – und wünscht ihm für den neuen Lebensabschnitt alles Gute.

Die Leitung der Klinik für Gefäßchirurgie hat Priv.-Doz. Dr. René Rusch übernommen. Der 46-Jährige bringt umfassende klinische Expertise und wissenschaftliche Erfahrung mit und steht für eine moderne, evidenzbasierte Gefäßmedizin. Er übernimmt eine Klinik, die auf einem starken Fundament steht – und die Herausforderungen wie Möglichkeiten der Zukunft mit einem erfahrenen Team angehen wird.

Finden statt Suchen

Klinikum Lippe bietet Indoor-Navigations-App an

Orientierung im Krankenhaus kann herausfordernd sein – besonders für Patientinnen und Patienten, Besuchende oder neue Mitarbeitende. Mit der „Klinikum Lippe Navi“-App bietet das Klinikum Lippe ab sofort eine digitale Lösung, die den Weg durch die Gebäude deutlich erleichtert.

Die App ermöglicht eine präzise Navigation innerhalb der Standorte Detmold und Lemgo und führt Nutzerinnen und Nutzer schnell und zuverlässig zu Stationen, Ambulanzen, Untersuchungsbereichen oder Servicepunkten. „Navigation wie bei Google Maps kennen wir alle aus unserem Alltag. Bei uns ist sie nun auch Indoor möglich“, erklärt Dr. Georg Langebartels, Chief Digital Officer und seit 2025 verantwortlich für die Digitalstrategie des Klinikums Lippe.

Die Indoor-Navigations-App richtet sich gezielt an Patientinnen und Patienten, Besuchende, Studierende sowie Gäste und sorgt für eine entspannte Orientierung im komplexen Klinikalltag. Grundlage ist eine intuitive Bedienung: Nach dem Download der App wählen Nutzer ihr Ziel aus und starten direkt die Routenführung. Voraussetzung ist lediglich ein aktiviertes Bluetooth-Signal auf dem Smartphone. Im Fokus der Navigations-App steht ein klarer Mehrwert: „Finden statt suchen“ – die App führt ohne Umwege durch das Gebäude und trägt so dazu bei, Wege effizienter und stressfreier zu gestalten. Die „Klinikum Lippe Navi“ App ist kostenfrei im App Store und bei Google Play verfügbar.

„Der Launch der App ist Teil der fortlaufenden Digitalisierungsstrategie des Klinikums Lippe, die darauf abzielt, Prozesse zu optimieren und die Servicequalität kontinuierlich zu verbessern. Davon profitieren unsere Patientinnen und Patienten, aber letztlich auch unsere Mitarbeitenden. Was andere Branchen schon lange vormachen, soll nun auch an Krankenhäusern in Deutschland etabliert werden. Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) und damit verbundene Fördermöglichkeiten versetzen uns in die Lage, zielgerichtet digitaler zu werden“ betont Dr. Langebartels.

Neben der „Klinikum Lippe Navi“-App haben er und sein Team gemeinsam mit der Klinik-IT und der Patientenaufnahme in den letzten Monaten weitere wichtige digitale Entwicklungen angestoßen. Über das Patientenportal klinikum-lippe.de/patientenportal können ambulante Termine in verschiedenen Bereichen online gebucht werden. Im Laufe des Jahres kommen immer mehr Fachabteilungen hinzu. Ebenso in Vorbereitung sind Patienten-Check-In-Terminals. An ihnen können Patientinnen und Patienten in Detmold und Lemgo künftig selbst einchecken, wenn sie einen Termin im Klinikum Lippe haben und Wartzeiten vermeiden möchten.

Mehr Informationen: Klinikum Lippe Navi

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Das Klinikum Lippe ist mit dem Siegel „FABEL-haft familienfreundlich in Lippe“ ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand im Rahmen…

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