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Name der Seite: Therapie
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Autor: Klinikum Lippe
Stand: 18.08.2019


Gefäßchirurgie

Therapie

Die Diagnose und Therapie von Gefäßerkrankungen konnten in den vergangenen Jahren deutlich verbessert werden. Die Klinik für Gefäßchirurgie nutzt dabei das gesamte Spektrum der modernen Medizin am Klinikum Lippe.

Arteriosklerose

Ablagerungen in den Gefäßwänden (Arteriosklerose) führen zu Engstellen und Verschlüssen von Schlagadern. Der Patient merkt es häufig beim Gehen ("Schaufensterkrankheit"). Der Gefäßchirurg entwickelt für jeden Patienten ein individuell angepasstes Behandlungskonzept, z.B. die Aufdehnung von Engstellen mit Ballonkathetern in örtlicher Betäubung oder das Einbringen von Gefäßstützen (Stents).

Aneurysmen

Wenn eine Aussackung der Hauptschlagader (Aortenaneurysma) platzt, besteht für den Patienten Lebensgefahr. Aus diesem Grund führt die Lemgoer Gefäßchirurgie die erforderlichen Untersuchungen so schonend wie möglich durch. In bestimmten Fällen ist allerdings ein operativer Eingriff notwendig. Je nach Befund ist es möglich, die Schlagader innen mit einem flexiblen netzartigen Gefäßstück (Stentprothese) zu schienen. Dadurch wird eine offene Bauchoperation überflüssig.

Carotisstenosen

Engstellen oder Verschlüsse der Halsschlagader (Carotis) können zum Schlaganfall führen. Bedrohliche Veränderungen der Hirngefäße werden mit Ultraschalluntersuchungen, Kernspinoder Computertomografie frühzeitig erkannt. Bei bestimmten Engstellen der Halsschlagader überwiegt eindeutig der Vorteil einer Operation gegenüber der alleinigen Behandlung mit Medikamenten.

Krampfadern

Erkrankungen der Venen sollten frühzeitig erkannt und rasch behandelt werden, z. B. können Krampfadern oder Thrombosen mit modernster Ultraschalltechnik sicher erkannt und anschließend behandelt werden. Bereits bei einem leichten Krankheitsbild können sich die Beschwerden schnell verschlimmern - von der Beinschwellung bis hin zum offenen Bein. Dank neuester Operationstechniken können auch größere Krampfadern über kleine Stiche entfernt werden, schonend und mit gutem kosmetischem Ergebnis.

Thoracic-Outlet-Syndrom

Einen überregionalen Versorgungsschwerpunkt stellt die operative Behandlung des Thoracis-Outlet-Syndroms mit der Entfernung der 1. Rippe dar. Unter dem Begriff Thoracic-Outlet-Syndrom werden alle Beschwerdebilder zusammengefaßt, bei denen im oberen Brustkorb Nerven oder Blutgefäße durch Druck geschädigt bzw. beeinträchtigt werden. Neben der physiotherapeutischen Behandlung wird das Thoracic-Outlet-Syndrom häufig operiert, z. B. wird die 1. Rippe entfernt. In manchen Fällen muss auch die Durchblutung wiederhergestellt werden. Für die Nachsorgeuntersuchungen stehen der Klinik für Gefäßchirurgie sämtliche diagnostischen Methoden zur Verfügung.