| Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

In dieser Abteilung werden Sie von sogenannten Belegärzten behandelt. Belegärzte sind niedergelassene Ärzte, die in einer Praxis tätig sind, und Ressourcen unseres Krankenhauses vertraglich vereinbart nutzen dürfen, um ihre Patienten bei Bedarf stationär zu behandeln.

Termine erhalten Sie direkt in der Praxis.

| BELEGARZT

Priv.-Doz. Dr. med. Dr. med. dent.
Alireza Ghassemi

Klinikum Lippe
Belegklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Praxis Dr. Ghassemi
Paulinenstraße 99, 32756 Detmold

Telefon 05231 35000
Fax 05231 300216

Priv.-Doz. Dr. Dr. Ghassemi ist Belegarzt am Klinikum Lippe und operiert an zwei bis drei Tagen in der Woche die komplexen Eingriffe am Standort Detmold. Er bietet aufgrund seiner Qualifikationen und der langjährigen Erfahrung ein umfangreiches und breit gefächertes Behandlungsspektrum an.

Diese Kooperation erlaubt es, das gesamte Spektrum der Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie anzubieten. Sind Narkosen erforderlich, werden diese in enger Abstimmung mit den Kollegen der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin geplant. Alle involvierten Stationen sind seit Jahren mit dem breiten Leistungsspektrum der Operateure vertraut.

Wir nehmen in unserer Praxisklinik Behandlungen in Vollnarkose oder Sedierung ambulant vor. Dabei arbeiten wir mit den erfahrenen Narkoseärzten aus verschiedenen Anästhesiekliniken zusammen.

| MUND-, KIEFER- UND GESICHTSCHIRURGIE

Spezielle Behandlungsschwerpunkte

  • Zahnärztliche Chirurgie: Zahnentfernung, Wurzelbehandlung und Zahnimplantation
  • Kieferaufbau mit eigenem Knochentransplantat, Sinusbodenelevation
  • Ästhetisch-Plastische Gesichtschirurgie
    • Nasenkorrektur
    • Hautstraffung und Gesichtsverjüngung (Facelift)
    • Profilkorrektur (Nase, Kinn, Jochbein)
    • Kinnkorrektur und Fettabsaugung (Doppelkinn)
  • Korrektur der Kiefer-, Gesichtsfehlbildung und -stellung
  • Lippen-Kiefer-Gaumenspalte und andere Kopf-Hals-Fehlbildungen
  • Tumoroperation
  • Wiederherstellungschirurgie nach Gewebsverlust mit mikrochirurgischen Techniken
  • Navigationsgestützte Operationsverfahren
  • Gesichtsverletzung (Traumatologie)

| MUND-, KIEFER- UND GESICHTSCHIRURGIE

Termine

Öffnungszeiten der Praxis
Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 17:00 Uhr
Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr

Wir nehmen uns ausreichend Zeit für jeden einzelnen Patienten und seine Anliegen. Wir versuchen die Wartezeiten so gering wie möglich zu halten und einen adäquaten Ablauf zu gewährleisten. Wir behandeln auch Notfall- und Schmerzpatienten kurzfristig.

Bei Erkrankungen, die eine fachübergreifende Behandlung und interdisziplinäre Zusammenarbeit erfordern, arbeiten wir eng mit Kollegen anderer Fachdisziplinen zusammen. Dazu zählen Zahnärzte, Kieferorthopäden, Radiologen, Hals-Nasen- Ohrenärzte, Hautärzte, Neurologen, Augenärzte, Kinderärzte und Gynäkologen. Gerade die Abstimmung mit Hausärzten, Allgemeinmedizinern und Internisten prägt die tägliche Arbeit bei Risikoerkrankungen. Die Beratung des Patienten und Entscheidung der Therapie erfolgt in enger Abstimmung mit den überweisenden Kollegen, um einen optimalen medizinischen Ablauf für unsere Patienten zu gewährleisten.

| MUND-, KIEFER- UND GESICHTSCHIRURGIE

Unser Leistungsspektrum

Für spezielle Fragestellungen in der Behandlung von Tumoren, Fehlbildungen, der Traumatologie oder der Implantologie nutzen wir in Kooperation mit den Radiologen die Möglichkeiten der Computer- und Kernspintomographie, der Ultraschalldiagnostik und Szintigraphie. Über spezielle Computerprogramme stehen uns dreidimensionale Bildsequenzen zur Verfügung. Diese werden beispielsweise in der implantologischen Planung oder der Operationsplanung komplexer Tumoren analysiert.

Die Behandlung von Verletzungen im Bereich des Kopfes setzt besondere anatomische Kenntnisse voraus. Durch Trauma verlorene Zähne, Weichteilverletzungen, Verletzungen der Kiefer oder der Knochenstrukturen des Schädels gehören in die Hand von Spezialisten für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Wir arbeiten mit modernen, bildgebenden Verfahren in Kooperation mit unserer Notaufnahme und Unfallchirurgie.

Ziel ist die schnelle Wiederherstellung der vollen Funktionsfähigkeit gebrochener bzw. verletzter Knochen. Es wird immer die anatomisch korrekte Reposition der gebrochenen Fragmente angestrebt. In den meisten Fällen lassen sich die Versorgungen unsichtbar von der Mundhöhle aus durchführen. Bei ausgedehnten Gesichtsschädelfrakturen können in seltenen Fällen Zugänge in der Gesichts- oder Halshaut erforderlich werden. Die Schnitte werden dann in Falten der Haut so gelegt, dass es zu kaum sichtbaren Narbenbildungen kommt.

Im Rahmen der septischen Chirurgie werden von Zähnen und Speicheldrüsen ausgehende Eiterungen behandelt. Kleinere Infektionen können von der Mundhöhle aus in örtlicher Betäubung entlastet werden. Größere Abszesse müssen durch Inzisionen der Gesichts- und Halshaut drainiert werden. Derartige Eingriffe werden in Vollnarkose und stationär am Standort Detmold durchgeführt.

Wir führen diese osteoplastisch Kieferhöhlenoperationen in Vollnarkose durch. Dabei wird ein kleiner Knochendeckel aus der Kieferhöhlenvorderwand entnommen. So gelangt man in die Kieferhöhle, kann entzündetes Gewebe entfernen und eine Öffnung zur Nasenhöhle schaffen, um so für eine gute Belüftung der Kieferhöhle zu sorgen. Der Knochendeckel wird am Ende des Eingriffs zurückgesetzt und damit die anatomische Struktur wiederhergestellt.

Die Dentoalveoläre Chirurgie beinhaltet die Chirurgie der Zähne und der die Zähne tragenden Kieferknochenabschnitte. Hierzu gehören die operative Weisheitszahnentfernung, chirurgische Zahnentfernung, Wurzelspitzenresektion, Behandlung von Kieferzysten, Entfernung oder Freilegung von im Knochen befindlicher oder tief zerstörten Zähne und die Versorgung traumatisierter Zähne.

Liegt ein unzureichender Prothesenhalt vor und sind die Implantate kontraindiziert bzw. unmöglich lässt sich durch schleimhautverlagernde Maßnahmen die anatomische Situation derart verbessern, so dass Prothesen sicherer halten. Die wesentlichen Eingriffe dieser sogenannten präprothetischen Chirurgie sind die Vestibulumplastik (Mundvorhofplastik) und die Mundbodensenkung.

Um verloren gegangene Zähne zu ersetzen, bietet die orale Implantologie ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten. Uns stehen von der einfachen Implantation bis zum komplexen Aufbau des geschwundenen Kieferknochens mit Knochentransplantaten vom Kiefer oder Beckenkamm alle modernen operativen Verfahren zur Verfügung. Als Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen beschränken wir uns auf die operativen Eingriffe. Mit den Zahnärzten, die die prothetische Versorgung durchführen, arbeiten wir in der Gesamtversorgung eng zusammen, um eine optimale Lösung für jeden Patienten individuell zu gewährleisten.

Die Tumorchirurgie ist einer der Schwerpunkte unserer ärztlichen Tätigkeit. Die Konfrontation mit der Diagnose eines Tumors bedeutet für den Patienten eine schwere seelische und existentielle Belastung, die mit Ängsten für die weitere Lebensperspektive verbunden ist. Daher widmen wir uns diesen Patienten besonders intensiv zu, um so unserer ärztlichen, menschlichen und sozialen Verantwortung gerecht werden zu können. Klinische Untersuchung, Diagnostik, Operation, postoperative Nachsorge und Tumornachsorge erfordern ein hohes Maß an Aufwand.

Wir behandeln Tumore der Mundhöhle, Kiefer, Gesichtsweichteile, Nase, Augenhöhle, Ohren, Speicheldrüsen (auch Parotidektomie) und des Halses nach dem dargestellten Therapiekonzept.

Nach der klinischen Erstuntersuchung und Diagnosesicherung durch Gewebeentnahme werden bei bösartigen Tumoren sofort die für die Operation erforderlichen bildgebenden Untersuchungsverfahren, wie Computertomographie von Kopf und Hals, Röntgen der Lunge, Ultraschall der Bauchorgane und ggf. Knochenszintigraphie ambulant veranlasst. Der erforderliche operative Eingriff erfolgt nach Abklärung durch den Narkosearzt schnellstmöglich, in der Regel innerhalb von zwei Wochen, unter stationären Bedingungen.

Die Haut des Gesichts und Halses ist der Sonneneinstrahlung in besonderem Maße ausgesetzt. Deshalb entstehen hier vermehrt verschiedene gutartige und bösartige Tumore. Dazu zählen beispielsweise Keratosen (Verhornungsanomalien), das Basalzellkarzinom (Basaliom), das Plattenepithelkarzinom (Spinaliom) und das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs). Unabhängig von der UV-Strahlung können sich gutartige Hautzysten oder kleine Fettgeschwülste (Lipome) entwickeln.

Alle diese Veränderungen lassen sich durch unterschiedliche Techniken der Hautchirurgie (Dermatochirurgie) entfernen. Entstehende Defekte decken wir durch lokale Hautlappenplastiken oder Transplantation von Spalt- oder Vollhaut, die von verschiedenen Körperregionen gewonnen werden können. Als speziell in der plastischen und ästhetischen Gesichtschirurgie ausgebildete Fachärzte arbeiten wir eng mit den überweisenden Dermatologen und Hausärzten zusammen.

Umfangreiche Erfahrung in der Tumorchirurgie, modernes Instrumentarium sowie anästhesiologische und chirurgische Betreuung auf der Intensivstation ermöglichen eine bestmögliche Patientenversorgung. Die regelmäßige Tumornachsorge erfolgt nach den aktuellen Richtlinien von DÖSAK und AWMF in unserer speziellen Tumorsprechstunde.

Durch Fehlbildungen, Unfälle oder Tumoren verursachte Verluste von Geweben im Kiefer- und Gesichtsbereich führen zu funktionellen und ästhetischen Defiziten. Eine funktionelle und ästhetische Rehabilitation erfolgt mit Methoden der plastischen Gesichtschirurgie. Kieferdefekte überbrücken wir durch Knochentransplantate vom Beckenkamm oder dem Wadenbein. Fehlende Weichgewebe ersetzen wir durch Transplantate vom z. B. Unterarm oder Becken. Dabei werden Weichgewebe und Knochen verpflanzt. Durch die Anwendung der Mikrochirurgie lassen sich auch Gewebe, die vom Defekt weit entfernt sind, an Gefäße der Hals- und Gesichtsregion unter dem Operationsmikroskop anschließen.

Auch verlorene Nerven wie N. alveolaris inferior (Unterkiefernerv) und N. lingualis (Zungennerv) sowie Gesichtsnerv werden mikrochirurgisch wiederhergestellt.

Große Defekte im Bereich von Nase, Ohren oder Augenhöhlen lassen sich durch die Methoden der plastischen Gesichtschirurgie nicht immer ästhetisch befriedigend korrigieren. In diesen speziellen Fällen können Epithesen die fehlende Struktur, ohne aufzufallen ersetzen.

Epithesen werden von einem speziell ausgebildeten Techniker, dem Epithetiker, aus körperfremdem Material, wie Glas, Silikon oder anderen Kunststoffen gefertigt. Um eine Epithese sicher zum Halt bringen zu können, setzen wir Implantate aus Titan in den Knochen der Region, die durch die Epithese nachgebildet werden soll. Die Stigmatisierung wird beseitigt und erlaubt dem Patienten ein normales Leben mit ungestörten sozialen Kontakten.

Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sind nach Herzfehlern die häufigsten angeborenen Fehlbildungen. Ursächlich sind genetische Faktoren und Umwelteinflüsse. Die strukturellen Veränderungen von Lippe, Kiefer und Gaumen entstehen in der frühen Schwangerschaft. Im Rahmen der modernen Pränataldiagnostik lassen sich Spaltbildungen durch spezielle Ultraschalldiagnostik erkennen. Die Konfrontation mit dieser Diagnose ist für die werdenden Eltern oftmals erschreckend und mit großen Ängsten für die Zukunft ihres Kindes verbunden. In dieser Phase ist es unser vordringliches Bestreben, die Eltern einfühlsam und kompetent über die Art der Erkrankung aufzuklären und die Möglichkeiten der Therapie darzustellen. So werden Ängste genommen und Perspektiven für ein normales Leben mit dieser Erkrankung aufgezeigt. Lippen-Kiefer-Gaumenspalten lassen sich heute durch moderne Operationstechniken mit besten funktionellen und ästhetischen Ergebnissen korrigieren. Die Familie hat die Möglichkeit, sich mit Eltern anderer betroffener Kinder austauschen. Wir stellen den Kontakt zur Selbsthilfevereinigung für Lippen-Gaumen-Fehlbildungen e. V. her.

Bei entsprechender Indikation wird eine Gaumenplatte direkt nach der Geburt angefertigt und eingesetzt. Der Lippenverschluss erfolgt im Alter von 3 bis 4 Monaten, der Gaumenverschluss im Alter von 9 bis 12 Monaten. Die Kieferspaltosteoplastik (Verschluss von Kieferspalte vor Durchbruch der bleibenden Zähne) wird im Alter von ca. 9 Jahren abhängig vom Zahndurchbruch in Absprache mit dem behandelnden Kieferorthopäden vorgenommen. Die Operationstermine hängen vom Alter, Gewicht und Gesamtzustand des Kindes ab. Sie können sich bei Krankheiten, z.B. Infektionen angepasst werden. Alle Kinder sind mit der Mutter oder dem Vater zusammen in einem Einzelzimmer untergebracht. Es können im Laufe des Wachstums auf Grund von Narbenbildungen oder der vorgegebenen abweichenden anatomischen Strukturen weitere Korrektur Operationen erforderlich werden. Z. B. die Fehlstellung des Kiefers und Nasendeformität können nach Abschluss des Wachstums korrigiert werden. Die Spaltnasendeformität kann direkt bei der Lippenplastik begonnen werden, um eine starke Fehlformung zu minimieren.

Entscheidend für den Therapieerfolg ist die Zusammenarbeit von Behandlern verschiedener Fachdisziplinen. Wir pflegen deshalb eine intensive interdisziplinäre Kooperation mit den Fachbereichen Gynäkologen, Kinderärzten, Kieferorthopäden, Logopäden, Zahnärzten und Hals-Nasen-Ohrenärzten. Dabei arbeiten wir sowohl mit Geburtskliniken als auch mit niedergelassenen Kollegen am Wohnort der Patienten zusammen. Die Eltern werden gebeten ihre Kinder routinemäßig einmal jährlich bei uns vorzustellen. Die Kinder werden so bis zum Abschluss des Wachstums intensiv betreut, um auf Veränderungen während der Entwicklung adäquat therapeutisch reagieren zu können.

Man unterscheidet drei Formen bzw. Ausprägungen von Kieferfehlstellung bzw. -bildung. Dentale Fehlbildung beschränken sich auf die Zähne, dentoalveoläre auf die Zähne und den Alveolarknochen (Kieferknochen), und skelettale Dysgnathien werden durch Abweichungen der Gesichtsschädelknochen, insbesondere von Ober- und Unterkiefer, verursacht. Solche Fehlbildung führen zu funktionellen (Sprechstörungen, Atmungsbehinderungen, Kauproblemen) und ästhetischen (Gesichtsasymmetrie, unharmonisches Profil, unschöne Zahnstellung) Beeinträchtigungen.

Die Therapie wird zwischen Kieferorthopäden und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen von Beginn an eng abgestimmt. Erst nach Formung des Zahnbogens und Vorliegen harmonisch zueinander passender Ober- und Unterkieferbezahnung lassen sich chirurgisch skelettale Verlagerungen vornehmen. Dabei werden Ober- und Unterkiefer alleine, aber auch simultan in die gewünschte Position verschoben und durch feine Titanplättchen fixiert. Die Verlagerungen können in allen Richtungen des Raums, d. h. nach vorne, hinten, oben, unten und zur Seite erfolgen. Von außen sind keine Narben sichtbar, da die Eingriffe über kleine Schnitte in der Mundhöhle vorgenommen werden.

Zur Operationsplanung führen wir eine Gesichtsanalyse mit Profilvorhersage durch und simulieren jeden Eingriff im Rahmen einer Modelloperation. Dabei werden auch die erforderlichen Splints (Kunststoffschienen) für die Einstellung der Okklusion (Zusammenbiss der Zähne) während der Operation hergestellt.

Der Eingriff selber wird in Vollnarkose durchgeführt. Die Patienten verbleiben in der Regel 3-5 Tage in stationärer Behandlung. Um die Knochenheilung zu gewährleisten, darf für 4 bis 6 Wochen nur weiche Kost zu sich genommen werden. Nach dem Eingriff nimmt der Kieferorthopäde die dann noch erforderliche Feineinstellung der Zähne vor. Die Fixationsplatten aus Titan können nach 6 Monaten ambulant entfernt werden.

Bei der Erschlaffung der Stirnhaut ist die Augenbrauenposition tiefer als in jüngeren Jahren. Oft wird ein müdes Aussehen der Augen fehlinterpretiert und die Patienten kommen mit dem Wunsch einer Oberlidkorrektur. Hier liegt es in der Verantwortung des speziell ausgebildeten Gesichtschirurgen, das individuelle Problem zu erkennen und dem Patienten eine ursächliche Therapie zu empfehlen. Der Eingriff wird in örtlicher Betäubung mit Sedierung (Dämmerschlaf) oder auch in Vollnarkose durchgeführt. Die Schnittführung wird so gelegt, dass die Narbe unsichtbar und verborgen bleiben. Die Augenbrauen werden die anatomisch korrekte Position gebracht, um ein natürliches und frisches Aussehen wiederherzustellen.

Lidkorrektur (Blepharoplastik)

Ober- und Unterlider erschlaffen wegen der dünnen Hauttextur, diese sind häufig sehr ausgeprägt und führen zu einem müden Erscheinungsbild. Durch die vergleichsweisen kleinen Eingriffe lassen sich Ober- und Unterlider korrigieren. In örtlicher Betäubung wird dabei die erschlaffte Haut, die darunterliegende Muskulatur und überschüssiges Fettgewebe vorsichtig entfernt. Dadurch erscheint das Gesicht um ein vieles jünger.

Korrekturen des äußeren Ohres (Otoplastik)

Viele Menschen leiden unter abstehenden Ohren. Es lassen sich über einen kleinen Schnitt hinter dem Ohr Umformungen des Ohrknorpels vorgenommen, Asymmetrien beseitigt oder abstehende Ohren angelegt.

Narbenkorrekturen

Narben durch vorausgegangene Operationen, Verletzungen oder Entzündungen werden gerade im Gesichtsbereich als besonders störend empfunden. Hierbei verfügen wir über die Möglichkeiten der operativen Narbenkorrektur mit speziellen Schnittführungen und feinstem Nahtmaterial, des hochtourigen Schleifens (Dermabrasion) oder der Injektionstherapie bei überschießender Narbenbildung.

Bei Kindern sind zahnärztliche Behandlungen unter örtlicher Betäubung oft nicht möglich. Zahnsanierungen bei ängstlichen Kindern, Menschen mit Behinderung sowie nicht kooperationsbereiten Patienten führen wir in Vollnarkose durch. Während der Narkose und in der Aufwachphase werden diese Patienten von unserem Anästhesieteam in unserer Praxisklinik überwacht und betreut.

Risikopatienten und Patienten mit schweren Behinderungen werden von uns im Klinikum Detmold behandelt. Die Indikation stellen wir in enger Kooperation mit den behandelnden Kollegen der entsprechenden Fachbereiche.

Seit 2001 nimmt Priv.-Doz. Dr. Dr. Ghassemi an internationalen Einsätzen zur Versorgung von Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten auf den Philippinen, in Pakistan, in Indien und im Iran teil. Ziel dieser Projekte ist es, den Kindern durch die Operationen ihre Behinderung zu nehmen und ihnen ein Leben frei von sozialer Stigmatisierung in Würde zu ermöglichen. Näheres zu den Einsätzen, ihrer Finanzierung und den Behandler-Teams erfahren Sie unter humanitäre Hilfe.

Priv.-Doz. Dr. Dr. Ghassemi operiert jährlich mehre hundert Spaltpatienten im Rahmen internationaler humanitärer Einsätze in diversen bedürftigen Regionen.

Die Teammitglieder leisten ihre Arbeit während ihres Urlaubes. Spendengelder und Mittel, die die Teilnehmer selber zur Verfügung stellen, decken die entstehenden Kosten.

Patienten, die wegen der Schwere ihrer Erkrankung oder fehlenden Spezialinstrumentariums im Einsatzland nicht behandelt werden können, werden durch die Unterstützung des Krankenhauses und wohltätigen Vereine in Einzelfällen nach Deutschland geholt und operiert.

Als Angehöriger der medizinischen Fakultät der RWTH Aachen ist Priv.-Doz. Dr. Dr. Ghassemi in die Lehre am Lehrstuhl Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie eingebunden. Er nimmt an der Studentenausbildung regelmäßig teil und nimmt die interessierten Ärzte bzw. Studenten in die Einsätze mit.

Gesetzlich vorgeschriebene Angaben

Belegarzt
Priv.-Doz. Dr. med. Dr. med. dent. Alireza Ghassemi
Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Facharzt für Oralchirurgie
Zusatzbezeichnung Plastische Operationen

Zuständige Kammer
Zahnärztekammer Westfalen-Lippe
Es gilt die Berufsordnung der oben genannten Kammer.

Zulassungsbehörde
Kassenzahnärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe

Die Berufsbezeichnung Zahnarzt/Arzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie wurde in Deutschland erworben.

 
350000

Lipper sind unser Ansporn

50000

Patienten werden bei uns jährlich stationär versorgt

Über 1224

Betten verfügt das Klinikum Lippe

Rund 2800

Mitarbeiter engagieren sich für Ihre Gesundheit