| Neuroradiologie

Nach einem Schlaganfall muss schnell gehandelt werden. In den ersten Stunden danach können Ärzte eine Menge tun, um die Folgen für den Patienten so gering wie möglich zu halten. Wenn Blutgerinnsel für herkömmliche Therapiemaßnahmen zu groß sind, wird der Patient im Institut für Neuroradiologie versorgt. Hier ist man darauf spezialisiert, die Blutgerinnsel mithilfe eines Kathetereingriffs zu lösen und abzusaugen.

| CHEFARZT

Dr. med.
Van Khiem Tran

Facharzt für Radiologie, Schwerpunkt Neuroradiologie, DeGIR-Qualifikation Stufe II, Modul A,B,C,E,F

Klinikum Lippe
Institut für Neuroradiologie

Sekretariat: Anja Greimeier
Telefon 05261 26-4491
Fax 05261 26-4499

Dr. med.<br />Johann Philipp Addicks

Dr. med.
Johann Philipp Addicks

Leitender Oberarzt
Omar Moh Omar Ismail

Omar Moh Omar Ismail

Oberarzt

| NEURORADIOLOGIE

Ein gutes Bild sagt mehr als tausend Worte

Das Institut für Neuroradiologie am Standort Lemgo befasst sich speziell mit der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems und deren angrenzenden Strukturen, also des Gehirns, des Rückenmarks und der Nerven sowie der Wirbelsäule und des Schädels.

Interventionelle Schwerpunkte sind dabei minimalinvasive Behandlungen von Verengungen der Halsschlagadern und die moderne Schlaganfallbehandlung mittels mechanischer Rekanalisation, das alles eingebettet in ein Team aus Neurologen, Gefäßchirurgen und Intensivmedizinern mit den Möglichkeiten einer Stroke-Unit.

Auch spezifische Tumorbehandlungen und Therapien von Schmerzzuständen werden im Institut angeboten.

Insbesondere durch die neue Gerätepartnerschaft mit der Firma Siemens erfolgt die Bildgebung sowohl in der Angiographie als auch in der CT- und MRT-Diagnostik mit einem Gerätepark immer am Puls der Zeit, zugeschnitten auf die Erfordernisse der jeweiligen Kliniken, denn: Ein gutes Bild sagt mehr als tausend Worte!

Mit der Verfügbarkeit eines zusätzlichen 3T-MRT und einer biplanaren Angiographie-Anlage ab Mitte 2021 werden sich die diagnostischen und interventionellen Möglichkeiten des Institutes noch weiter erhöhen.

| NEURORADIOLOGIE

Unsere Schwerpunkte

Interventionelles Spektrum

Schlaganfallbehandlung durch Kathetereingriffe Tag und Nacht
Ist der Verdacht auf einen akuten Schlaganfall gestellt, kann eine Blut- und/oder Sauerstoffunterversorgung des Gehirns zu Grunde liegen. Wird dabei der Verschluss einer größeren Arterie des Gehirns oder des Halses als Ursache erkannt, ist die dringlichste Aufgabe, diesen Verschluss zu beseitigen. Dazu suchen die Neuroradiologen die „verstopfte Ader auf dem Gefäßweg“ unter Röntgendurchleuchtung auf (Katheteruntersuchung) und beseitigen das Blutgerinnsel vor Ort mittels kleinster Werkzeuge. Je schneller die Ader wieder Blut fließen lässt, desto besser für die Nerven im Gehirn; so heißt es im medizinischen Slang eingängig: Zeit ist Hirn!

Tumorembolisation
Zur Blutungsreduktion für geplante Operationen werden bei diesem Verfahren die Äderchen eines Tumors verklebt oder mit kleinen Metall-Coils verschlossen, der Tumor wird so „trocken“ gelegt, was den nachfolgenden OP-Verlauf begünstigt.

CT-gestützte Nervenwurzel- und Epiduralanalgesie (PRT u.ä.)
Akute und chronische Schmerzzustände des Rückens werden behandelt, indem Medikamente CT-gesteuert direkt mittels einer feinen Nadel an den Ort des Schmerzes gebracht werden.

Stenting der Kopf-, Hals- und Schultergürtelarterien
Durch viele Prozesse (Erkrankungen, Alterung, Ernährung etc.) kann es zu einer Verengung von Adern kommen. Versorgen diese den Kopf, droht im schlimmsten Fall ein Schlaganfall. Um ein Auftreten oder Wiederauftreten einer Unterversorgung des Gehirns zu verhindern, werden die Engstellen auf dem Gefäßweg aufgesucht und mittels eines Stents, also einer inneren Schiene, dauerhaft aufgeweitet.

Bildgebungsspektrum

In der Neuroradiologie erfolgt zudem eine spezielle Schnittbildgebung mittels Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) von Kopf, Rücken und Nerven. Dabei werden die Untersuchungen den jeweiligen Fragestellungen jedes Mal genau angepasst.

Häufig werden auch Gefäßuntersuchungen von Kopf, Hals und Rücken nicht nur als Schnittbilduntersuchung,  sondern auch angiographisch durchgeführt.

350000

Lipper sind unser Ansporn

50000

Patienten werden bei uns jährlich stationär versorgt

Über 1224

Betten verfügt das Klinikum Lippe

Rund 2800

Mitarbeiter engagieren sich für Ihre Gesundheit