Mehr als Therapie: Wie Boxen Parkinson-Patienten stärkt

9. Netzwerktreffen
PNOWL+ am 18.03.2026
im CIIT Auditorium Lemgo

„Teilnehmer berichten uns: Ich hätte nie gedacht, dass ich mal wieder eine Treppe hochlaufe – einfach so.“ Der Satz fällt leise. Fast nebenbei. Und doch bleibt er im Raum stehen.

Es ist der 18. März, 9. Netzwerktreffen des Parkinsonnetz OstwestfalenLippe+. 84 Menschen sind nach Lemgo gekommen – Physiotherapeuten, Logopäden, Pflegekräfte, Apotheker, Ärztinnen und Ärzte. Einige sind sogar aus Niedersachsen angereist. Sie alle eint ein Thema: Parkinson. Und die Frage, wie Versorgung besser gelingen kann.

Man hört Stühle rücken, leises Murmeln, dann konzentrierte Stille. Univ.-Prof. Dr. Christoph Redecker, Direktor der Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie am Klinikum Lippe, ausgewiesener Parkinson-Experte und Initiator des Netzwerktreffens, sagt zu Veranstaltungsbeginn: „Parkinson ist nicht gleich Parkinson. Der Verlauf dieser Erkrankung hängt stark vom Lebensstil ab.“ Allen Expertinnen und Experten, die aus verschiedenen Berufsgruppen an diesem Abend zusammengekommen sind, ist klar: Es geht hier nicht nur um Krankheit. Es geht um Lebensqualität und Leben mit Parkinson.

Die Fakten sind schnell genannt: Parkinson wird durch Dopaminmangel verursacht. Es gibt medikamentöse Therapien. Wichtig sind vor allem aber therapeutische und aktivierende Ansätze sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Prof. Redecker ist es wichtig, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch die Perspektiven auf Parkinson zu verändern. Er weiß: „Es gibt nicht den einen Ansatz, der allen Parkinson-Patienten hilft. Parkinson verläuft sehr individuell. Ein Couchpotato hat andere Symptome als ein aktiver Mensch.“

Der Perspektivwechsel und der Wissenstransfer ist auch der Ansatz des Parkinsonnetzes OstwestfalenLippe+. Es ist eines von insgesamt 21 Netzwerken in Deutschland, die untereinander gut vernetzt sind. Der Netzwerkatlas wächst. Und mit ihm die Erkenntnis: Gute Versorgung entsteht nur gemeinsam.

Nach dem Vortrag starten drei Workshops. In einem davon erzählen Kai Gutmann und Beke Bas vom „Parkinson-Boxen“. Vor einem halben Jahr hat die Sportschule Tosa Inu in Lemgo dieses neue Angebot organisiert und seitdem an die Bedürfnisse der Teilnehmenden angepasst. Kai Gutmann, Inhaber des Studios, erzählt: „Es ist sehr beeindruckend, wenn die Kursteilnehmer mit unsicheren Schritten zu uns ins Studio kommen und nach dem Training plötzlich selbstständig die Treppenstufen aus dem Studio heraus bewältigen können. Die Teilnehmer berichten uns: Ich hätte nie gedacht, dass ich mal wieder eine Treppe hochlaufe – einfach so.“

v.l.n.r.: Kai Gutmann und
Beke Bas von der Sportschule
Tosa Inu in Lemgo und Univ.-Prof. Dr. Christoph Redecker, Direktor der Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie am Klinikum Lippe

Beke Bas, 32 Jahre alt, Profiboxerin, dreifache Weltmeisterin im Leichtgewicht, Boxtrainerin und gelernte Heilerziehungspflegerin, erinnert sich: „Wir haben schnell festgestellt, dass die Balance das größte Problem für die Parkinson-Patienten ist.“ Die ersten Trainingsstunden beschreibt sie so: „Zögerliche Bewegungen. Unsicherheit. Unterschiedliche Krankheitsverläufe, unterschiedliches Alter von Anfang 30 bis 85 Jahre, Männer und Frauen, alle auf einem anderen Stand. Das war eine Herausforderung. Wir mussten unser Training zu Beginn sehr anpassen. Übungen, die geplant waren, funktionierten nicht. Also wurde neu gedacht.“

Kai Gutmann ergänzt: „Wir haben dann langsamer, kleinschrittiger, präziser trainiert. Erst Aufwärmen. Dann einfache Bewegungen. Dann erste Schläge. Sechs Schläge kombiniert – und plötzlich entsteht mehr Sicherheit.“ Sechs Basisschläge lernen die Teilnehmenden, darunter gerade Schläge und Haken, aber auch Kombinationen. Was nach hartem Sport klingt, ist in der Realität mehr als Training. Es ist ein Stück weit Therapie: Gleichgewicht, Koordination und Bewegungssicherheit werden trainiert. „Nach diesem halben Jahr können wir sagen, dass die Teilnehmenden heute stabiler stehen und gehen und sich einfach auch mehr trauen“, sagt Kai Gutmann. Das Training findet einmal wöchentlich statt. Eine halbe Stunde Aufwärmen, dann Partnerübungen und Kombinationen. Aus zwölf Teilnehmenden sind sieben geworden. Nicht, weil das Angebot nicht funktioniert – sondern, weil es sich weiterentwickelt. Weil es fordert. Und weil Parkinsonpatienten viele Herausforderungen zu bewältigen haben.

Am Ende des Netzwerktreffens bleibt die Erkenntnis: Parkinson-Therapie funktioniert nur im Zusammenspiel. Medizin, Therapie, Pflege – und eben auch neue Ansätze wie das Boxen.

Das Parkinsonnetz OstwestfalenLippe+ besteht seit drei Jahren und trifft sich vier Mal pro Jahr – drei Mal vor Ort und einmal digital. Das Ziel des Netzwerkes ist es, die Versorgung von Menschen mit Parkinson in OWL zu verbessern. Die Netzwerkmitglieder sind überzeugt: Das geht nur mit vereinten Kräften, wenn Ärzte, Therapeuten, Pflege, Sanitätshäuser und weitere an der Versorgung von Parkinson-Patienten beteiligte Bereiche möglichst gut zusammenarbeiten.

Mehr Informationen auf: www.pnowlp.de

Klinikum Lippe erneut als selbsthilfefreundliches Krankenhaus ausgezeichnet

Das Klinikum Lippe trägt erneut das Qualitätssiegel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“. Die Auszeichnung würdigt die enge, systematische und verlässliche Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen im Kreis Lippe.

Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Lippe, betont: „Die Auszeichnung als selbsthilfefreundliches Krankenhaus zeigt, wie ernst wir die Beteiligung und Expertise unserer Patientinnen und Patienten nehmen. Selbsthilfegruppen leisten einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitskompetenz und unterstützen Betroffene in einer Phase, in der Austausch auf Augenhöhe besonders wichtig ist. Wir sind stolz auf diese Zusammenarbeit und werden sie weiter stärken.“

Selbsthilfegruppen bieten Betroffenen und Angehörigen Raum für Information, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Sie ergänzen die professionelle medizinische Behandlung um wertvolle Erfahrungsperspektiven. Das Klinikum Lippe sieht diese Zusammenarbeit seit Jahren als festen Bestandteil einer patientenorientierten Versorgung. Die Grundlage bildet dabei ein gemeinsames Qualitätsverständnis, das kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Sabine Bornemeier, Selbsthilfebeauftragte des Klinikums Lippe, weiß aus der Zusammenarbeit: „Selbsthilfe lebt von Begegnung und Vertrauen. Wir schaffen im Klinikalltag aktiv Räume dafür – von Informationsangeboten über Vermittlung bis hin zu gemeinsamen Projekten. Die kontinuierliche Qualitätssicherung zeigt, wie wertvoll und nachhaltig diese Kooperationen sind.“

Im Kreis Lippe engagieren sich zahlreiche Selbsthilfegruppen zu unterschiedlichen Krankheitsbildern, einige kooperieren mit dem Onkologischen Zentrum Lippe und den Organkrebszentren. Die Selbsthilfekontaktstelle im Kreis Lippe ist dabei zentrale Anlaufstelle und unterstützt sowohl Betroffene als auch die kooperierenden Einrichtungen.

„Das Klinikum Lippe ist ein verlässlicher Partner. Die systematische Umsetzung der Qualitätskriterien erleichtert die Zusammenarbeit enorm und verbessert die Sichtbarkeit der Selbsthilfe für Patientinnen und Patienten im gesamten Kreis Lippe“, ergänzt Silke Stegelmann, Selbsthilfekontaktstelle Kreis Lippe.

Die bundesweit festgelegten Qualitätskriterien der Selbsthilfefreundlichkeit wurden speziell für Krankenhäuser entwickelt und beschreiben zentrale Anforderungen für eine gute und nachhaltige Kooperation. Sie beschreiben unter anderem die Einbindung der Selbsthilfe in Informationsangebote des Krankenhauses, die Förderung des Austauschs zwischen Patientinnen und Patienten und Selbsthilfegruppen, die Bereitstellung verlässlicher Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie transparente Kommunikations- und Kooperationsstrukturen. Sie bieten eine klare Orientierung, wie eine dauerhafte und optimale Zusammenarbeit gestaltet werden kann.

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v.l.n.r.: Silke Stegelmann, Selbsthilfekontaktstelle Kreis Lippe, Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer Klinikum Lippe, Sabine Bornemeier, Selbsthilfebeauftragte Klinikum Lippe, Fikrete Schlottmann, Qualitätsmanagement Klinikum Lippe. (© Klinikum Lippe)

Ärztliche Direktoren an den Klinikstandorten Detmold und Lemgo gewählt

Die Chefärztinnen und Chefärzte des Klinikum Lippe haben ihre neuen ärztlichen Direktoren gewählt. Die Wahl stärkt die medizinische Leitung an den Klinikstandorten Detmold und Lemgo und setzt ein wichtiges Signal für die Weiterentwicklung der Patientenversorgung im Kreis Lippe.

Ärztliche Direktoren für den Standort Detmold

Für das Klinikum Lippe am Standort Detmold übernimmt weiterhin Univ.-Prof. Dr. Johannes J. Tebbe die Funktion des Ärztlichen Direktors. Zu seinem Stellvertreter wurde Univ.-Prof. Dr. Dr. Michel Eisenblätter gewählt. Beide bringen langjährige klinische Erfahrung und umfassende wissenschaftliche Expertise mit.

Führungsteam für den Standort Lemgo

Am Standort Lemgo wurde Prof. Dr. Christoph Friedrich zum neuen Ärztlichen Direktor gewählt. Sein Stellvertreter ist Univ.-Prof. Dr. Christoph Redecker. Das neue Leitungsteam steht für kontinuierliche Qualitätsentwicklung, moderne Medizin und eine starke akademische Ausrichtung im Rahmen des Universitätsklinikums OWL.

Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer, freut sich: „Die Wahl der Ärztlichen Direktoren trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung der medizinischen Qualität, zur Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit und zur Verzahnung von Klinik und Wissenschaft bei. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies eine weiterhin hochwertige, verlässliche und moderne Versorgung an beiden Standorten.“

Auch Prof. Dr. Dorothee Bremerich, Medizinische Geschäftsführerin, gratuliert zur Wahl und betont: „Die ärztlichen Direktoren leisten einen zentralen Beitrag zur strategischen Weiterentwicklung unseres Hauses. Wir danken den Gewählten für ihre Bereitschaft, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen, und freuen uns auf die gemeinsame Gestaltung der zukünftigen Medizin in Lippe.“

 

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v.l.n.r.: Dr. Niklas Cruse, Univ.-Prof. Dr. Christoph Redecker, Univ.-Prof. Dr. Johannes J. Tebbe, Univ.-Prof. Dr. Dr. Michel Eisenblätter, Prof. Dr. Christoph Friedrich, Prof. Dr. Dorothee Bremerich

Klinikum Lippe spendet über 100 Betten an Kinder in Not Lippe e.V.

Lieferung im Sommer in die Ukraine und nach Litauen

Verladung von Krankenhausbetten in einen LKW

Verladung eines Teils der Krankenhausbetten am Klinikstandort Lemgo (©Klinikum Lippe)

Das Klinikum Lippe hat mehr als 100 ausgemusterte, aber voll funktionsfähige Krankenhausbetten an den Verein Kinder in Not Lippe gespendet. Die Betten werden im Sommer an medizinische Einrichtungen in der Ukraine und in Litauen überführt.

Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse betont: „Mit dieser Spende leisten wir einen konkreten Beitrag für Kinder und medizinische Einrichtungen, die dringend Unterstützung benötigen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, funktionsfähige Ausstattung sinnvoll weiterzugeben an Einrichtungen, in denen sie einen großen Unterschied macht.“

60 der Betten werden nach Charkiw (Ukraine) transportiert. Weitere Betten gehen nach Litauen, um dort Einrichtungen zu unterstützen, die besonders auf Spenden angewiesen sind. Die Abholung und der Weitertransport erfolgen durch Jürgen Wattenberg und Georg Nowak sowie das ehrenamtliche Team des Vereins Kinder in Not Lippe. Der eingetragene Verein kooperiert bereits seit über 30 Jahren eng mit dem Klinikum Lippe und organisiert regelmäßig Hilfstransporte in besonders belastete Regionen Europas.

Univ.-Prof. Dr. René Staritzbichler übernimmt Professur für Physikalische und Digitale Labordiagnostik am Klinikum Lippe

Gruppenfoto

v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Claudia Hornberg, Dekanin der Medizinischen Fakultät OWL, Univ.-Prof. Dr. phil. nat. habil. René Staritzbichler, Universitäts-institut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und klinische Pathobiochemie am Universitäts-klinikum OWL Campus Klinikum Lippe, Prof. Dr. Angelika Epple, Rektorin der Universität Bielefeld, Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer Klinikum Lippe (©Universität Bielefeld / Norma Langohr)

Dr. phil. nat. habil. René Staritzbichler hat den Ruf der Universität Bielefeld auf die Professur für Physikalische und Digitale Labordiagnostik angenommen. Im November 2025 erhielt er die Berufungsurkunde aus den Händen der Rektorin der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Angelika Epple.

Als W2-Professor wird Univ.-Prof. Staritzbichler künftig die Entwicklung innovativer Analyse- und Diagnostikverfahren zur Verbesserung der Patientenversorgung maßgeblich vorantreiben. Die modernen Verfahren der Labordiagnostik liefern heute unverzichtbare Informationen für Diagnosen, Therapieentscheidungen und Verlaufskontrollen. Gleichzeitig sind viele dieser Verfahren ressourcenintensiv und auf die gezielte Anforderung durch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte angewiesen. Fehlende oder verzögerte Labordiagnostik kann jedoch den Behandlungserfolg gefährden.

Gemeinsam mit dem Direktor des Universitätsinstituts für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Klinische Pathobiochemie, Prof. Dr. Thorsten Kaiser, verfolgt Univ.-Prof. Staritzbichler das Ziel, durch die Kombination spektroskopischer Verfahren mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz künftig kostengünstig zahlreiche Biomarker gleichzeitig in einer einzigen Probe nachzuweisen. Damit soll eine noch schnellere, präzisere und zielgerichtete Diagnostik ermöglicht werden. Für diese innovative Methode wurde den beiden Wissenschaftlern bereits ein Patent erteilt; zudem erhielten sie den renommierten Jörg-Schwarzbich-Inventor-Award.

Nach seinem Physikstudium an der Universität Hamburg und der Promotion an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main arbeitete Univ.-Prof. Staritzbichler als Wissenschaftler an verschiedenen international renommierten Einrichtungen, darunter das Max-Planck-Institut für Biophysik, die Vanderbilt University sowie die BioNTech SE. Bevor er im Jahr 2023 an das Universitätsinstitut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Klinische Pathobiochemie im Universitätsklinikum OWL am Campus Lippe wechselte, war Univ.-Prof. Staritzbichler am Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Universität Leipzig tätig.

Mit der Berufung von Univ.-Prof. Staritzbichler stärkt das Klinikum Lippe gezielt den Bereich der digitalen und KI-gestützten Labordiagnostik und setzt einen weiteren wichtigen Impuls für die universitäre Spitzenmedizin in Ostwestfalen-Lippe.

Erstes Baby nach hebammengeleiteter Geburt am Klinikum Lippe

Am Klinikum Lippe ist erstmals ein Kind im Rahmen der neu angebotenen hebammengeleiteten Geburt zur Welt gekommen. Der kleine Max wurde am 03.01.2026 mit einem Geburtsgewicht von 3.420 Gramm und einer Größe von 52 Zentimetern geboren. Für Patricia und Thomas Schiller aus Oerlinghausen ist es bereits das zweite Kind – auch ihre Tochter kam zuvor am Klinikum Lippe in Detmold zur Welt.

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Susann Grabsch (links), leitende Hebamme, und Bärbel Heien-Weidemann (rechts), Hebamme, freuen sich mit Familie Schiller über die Geburt des kleinen Max im hebammengeleiteten Kreißsaal. (©Klinikum Lippe)

Auf das Angebot der hebammengeleiteten Geburt wurde das Paar im Rahmen der Geburtsanmeldung aufmerksam. Besonders die ruhige, intime Atmosphäre sowie der geschützte Rahmen mit einer Eins-zu Eins-Betreuung durch eine Hebamme überzeugten die Schwangere. „Ich konnte mir sehr gut vorstellen, die Geburt unseres zweiten Kindes hebammengeleitet zu planen“, berichtet sie rückblickend.

„Da die erste Geburt komplikationslos verlaufen war, war Frau Schiller sehr gut für die hebammengeleitete Geburt, die wir seit 01.01.2026 anbieten, geeignet“, erläutert Susann Grabsch, leitende Hebamme am Klinikum Lippe. Sie ergänzt: „Familie Schiller kam um 5.30 Uhr zu uns in die Klinik, und bereits um 6.38 Uhr war Max gesund und munter auf der Welt. Das war auch für unser Team ein Traumstart des neuen, zusätzlichen Geburtsangebotes. Genauso wünschen wir uns das für die Frauen, die sich für die hebammengeleitete Geburt anmelden.“

Die hebammengeleitete Geburt wird am Klinikum Lippe seit dem 01.01.2026 angeboten. Im Perinatalzentrum Level II des Klinikums Lippe wird dabei die Sicherheit einer modernen Geburtsklinik mit einer persönlichen, kontinuierlichen Betreuung durch erfahrene Hebammen verbunden. Das Angebot richtet sich an gesunde Schwangere mit unkompliziertem Schwangerschaftsverlauf, die sich eine möglichst natürliche Geburt in ruhiger Atmosphäre wünschen – mit der Sicherheit, dass bei Bedarf jederzeit ärztliche Unterstützung hinzugezogen werden kann.

Bei der hebammengeleiteten Geburt werden die Frauen ausschließlich von Hebammen betreut. Diese begleiten die Geburt im individuellen Rhythmus, stärken das Vertrauen in den eigenen Körper und unterstützen mit Zeit, fachlicher Kompetenz und Empathie. Ziel ist eine sichere und selbstbestimmte Geburt in Geborgenheit – innerhalb der Strukturen unseres Perinatalzentrums.

Die Hebammen arbeiten eigenverantwortlich, stehen jedoch in enger Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten der Geburtshilfe sowie der Kinderklinik. So ist jederzeit eine nahtlose Überleitung in die interprofessionelle Betreuung gewährleistet, sollte sich während der Geburt eine medizinische Indikation ergeben.

Nicht jede Schwangerschaft erfüllt die Voraussetzungen für eine hebammengeleitete Geburt. Interessierte Schwangere werden gebeten, zunächst anhand einer Checkliste zu prüfen, ob dieses Geburtskonzept für sie geeignet ist. Bei erfüllten Voraussetzungen ist eine Anmeldung per E-Mail an hebamme@klinikum-lippe.de möglich. Die Plätze sind aus organisatorischen Gründen begrenzt. Eine Anmeldung wird ab der 28. Schwangerschaftswoche empfohlen.

Im Rahmen der Vorbereitung finden zwei Vorsorgetermine statt: Das Erstgespräch zwischen der 24. und 32. Schwangerschaftswoche und das Zweitgespräch zwischen der 35. und 38. Schwangerschaftswoche. In diesen Gesprächen werden Wünsche, Erwartungen und der geplante Geburtsverlauf ausführlich besprochen, um den Frauen ein sicheres und gut vorbereitetes Gefühl für die Geburt zu geben.

Mit dem Zusatzangebot der hebammengeleiteten Geburt für Frauen mit geringen Risiken stärkt das Klinikum Lippe die Wahlfreiheit werdender Eltern und erweitert sein geburtshilfliches Angebot um ein Konzept, das Nähe, Selbstbestimmung und medizinische Sicherheit miteinander verbindet.

Mehr Infos: Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Sternsinger zu Gast am Klinikum Lippe in Detmold

Die Sternsinger haben das Klinikum Lippe besucht. In diesem Jahr sammeln die Sternsinger Spenden für Kinder in Bangladesch und unterstützen damit Projekte, die Bildung, Gesundheit und Schutz von Kindern fördern. Sie setzen damit ein starkes Zeichen für Solidarität und gesellschaftliches Engagement von Kindern für Kinder.

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Vorn: Reinhild Meyer-Kern begleitete die drei Sternsinger. Hinten v.l.n.r.: Über den Besuch der Sternsinger in Detmold freuten sich Johannes Brüseke, Dr. Niklas Cruse, Prof. Dr. Dorothee Bremerich, Univ.-Prof. Dr. Christoph Redecker, Andreas Zeisberg, Jens Lammers und Univ.-Prof. Dr. Johannes Tebbe (© Klinikum Lippe / Christian Ritterbach)

Prof. Dr. Dorothee Bremerich, Medizinische Geschäftsführerin, dankte den Sternsingern herzlich für ihr Engagement. Die Sternsinger aus der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Detmold waren gemeinsam mit Reinhild Meyer-Kern zu Gast im Klinikum Lippe.

Im kurzen Austausch betonte Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums, die hohe Bedeutung eines respektvollen und friedlichen Miteinanders – sowohl im Klinikalltag als auch darüber hinaus. Die Sternsinger-Aktion mache deutlich, wie wichtig gemeinschaftliches Handeln und gelebte Solidarität sind.

Das Klinikum Lippe freute sich über den Besuch und wünscht der diesjährigen Sternsingeraktion viel Erfolg bei der Unterstützung von Kindern in Bangladesch.

Prof. Dr. med. Dorothee Bremerich neue Medizinische Geschäftsführerin am Klinikum Lippe

Zum 01.01.2026 hat Prof. Dr. med. Dorothee Bremerich ihre Tätigkeit als Medizinische Geschäftsführerin am Klinikum Lippe aufgenommen.
Gemeinsam mit Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer, bildet sie ein starkes Führungsduo an der Spitze des Klinikums. In dieser Konstellation werden medizinische Expertise und wirtschaftliche Verantwortung eng verzahnt, um die strategische Weiterentwicklung des Hauses nachhaltig voranzutreiben.
Prof. Dr. med. Bremerich verantwortet die medizinische Gesamtstrategie des Klinikums und setzt zentrale Schwerpunkte in den Bereichen Versorgungsqualität, Patientensicherheit, interprofessionelle Zusammenarbeit sowie Weiterentwicklung klinischer Strukturen.
Das Klinikum Lippe heißt Prof. Dr. med. Dorothee Bremerich herzlich willkommen!

Ehrenamtlicher Besuchsdienst startet im Januar 2026 am Klinikum Lippe in Detmold

Das Klinikum Lippe baut sein Engagement für Patientinnen und Patienten weiter aus: Ab Mitte Januar 2026 wird am Klinikstandort Detmold ein ehrenamtlicher Besuchsdienst etabliert. Ziel ist es, Menschen während ihres Krankenhausaufenthalts zusätzliche Zeit, Zuwendung und Orientierung zu bieten.

In dieser Woche haben sich bereits sechs engagierte Ehrenamtliche mit Dr. Niklas Cruse, Geschäftsführer des Klinikums Lippe, Astrid Albert aus der Pflegedienstleitung sowie Gerlinde Kriete-Samklu von der Krankenhausseelsorge getroffen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen ein erstes Kennenlernen sowie Gespräche über die Aufgaben des Besuchsdienstes und organisatorische Rahmenbedingungen.

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v.l.n.r.: Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse, Astrid Albert, das Team des Ehrenamtlichen Besuchsdienstes am Klinikstandort Detmold und Gerlinde Kriete-Samklu. (©Klinikum Lippe / Christian Ritterbach)

Mit dem ehrenamtlichen Besuchsdienst stärkt das Klinikum Lippe die menschliche Begleitung im Klinikalltag und schafft zusätzliche Zeit für Nähe, Gespräche und Unterstützung – ergänzend zur professionellen medizinischen und pflegerischen Versorgung. Nach dem Start in Detmold ist geplant, auch am Standort Lemgo einen ehrenamtlichen Besuchsdienst aufzubauen. Interessierte, die sich an einem der beiden Standorte engagieren möchten, sind herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen.

Kontakt für Interessierte:
Astrid Albert, Telefon: 05231 72-5825, E-Mail: astrid.albert@klinikum-lippe.de

Im Rahmen einer feierlichen Jubiläumsveranstaltung hat das Klinikum Lippe am Dienstag, 2. Dezember 2025, zahlreiche Mitarbeitende für ihre langjährige Betriebszugehörigkeit geehrt…

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