Klinikum Lippe spendet über 100 Betten an Kinder in Not Lippe e.V.

Lieferung im Sommer in die Ukraine und nach Litauen

Verladung von Krankenhausbetten in einen LKW

Verladung eines Teils der Krankenhausbetten am Klinikstandort Lemgo (©Klinikum Lippe)

Das Klinikum Lippe hat mehr als 100 ausgemusterte, aber voll funktionsfähige Krankenhausbetten an den Verein Kinder in Not Lippe gespendet. Die Betten werden im Sommer an medizinische Einrichtungen in der Ukraine und in Litauen überführt.

Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse betont: „Mit dieser Spende leisten wir einen konkreten Beitrag für Kinder und medizinische Einrichtungen, die dringend Unterstützung benötigen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, funktionsfähige Ausstattung sinnvoll weiterzugeben an Einrichtungen, in denen sie einen großen Unterschied macht.“

60 der Betten werden nach Charkiw (Ukraine) transportiert. Weitere Betten gehen nach Litauen, um dort Einrichtungen zu unterstützen, die besonders auf Spenden angewiesen sind. Die Abholung und der Weitertransport erfolgen durch Jürgen Wattenberg und Georg Nowak sowie das ehrenamtliche Team des Vereins Kinder in Not Lippe. Der eingetragene Verein kooperiert bereits seit über 30 Jahren eng mit dem Klinikum Lippe und organisiert regelmäßig Hilfstransporte in besonders belastete Regionen Europas.

Univ.-Prof. Dr. René Staritzbichler übernimmt Professur für Physikalische und Digitale Labordiagnostik am Klinikum Lippe

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v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Claudia Hornberg, Dekanin der Medizinischen Fakultät OWL, Univ.-Prof. Dr. phil. nat. habil. René Staritzbichler, Universitäts-institut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und klinische Pathobiochemie am Universitäts-klinikum OWL Campus Klinikum Lippe, Prof. Dr. Angelika Epple, Rektorin der Universität Bielefeld, Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer Klinikum Lippe (©Universität Bielefeld / Norma Langohr)

Dr. phil. nat. habil. René Staritzbichler hat den Ruf der Universität Bielefeld auf die Professur für Physikalische und Digitale Labordiagnostik angenommen. Im November 2025 erhielt er die Berufungsurkunde aus den Händen der Rektorin der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Angelika Epple.

Als W2-Professor wird Univ.-Prof. Staritzbichler künftig die Entwicklung innovativer Analyse- und Diagnostikverfahren zur Verbesserung der Patientenversorgung maßgeblich vorantreiben. Die modernen Verfahren der Labordiagnostik liefern heute unverzichtbare Informationen für Diagnosen, Therapieentscheidungen und Verlaufskontrollen. Gleichzeitig sind viele dieser Verfahren ressourcenintensiv und auf die gezielte Anforderung durch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte angewiesen. Fehlende oder verzögerte Labordiagnostik kann jedoch den Behandlungserfolg gefährden.

Gemeinsam mit dem Direktor des Universitätsinstituts für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Klinische Pathobiochemie, Prof. Dr. Thorsten Kaiser, verfolgt Univ.-Prof. Staritzbichler das Ziel, durch die Kombination spektroskopischer Verfahren mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz künftig kostengünstig zahlreiche Biomarker gleichzeitig in einer einzigen Probe nachzuweisen. Damit soll eine noch schnellere, präzisere und zielgerichtete Diagnostik ermöglicht werden. Für diese innovative Methode wurde den beiden Wissenschaftlern bereits ein Patent erteilt; zudem erhielten sie den renommierten Jörg-Schwarzbich-Inventor-Award.

Nach seinem Physikstudium an der Universität Hamburg und der Promotion an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main arbeitete Univ.-Prof. Staritzbichler als Wissenschaftler an verschiedenen international renommierten Einrichtungen, darunter das Max-Planck-Institut für Biophysik, die Vanderbilt University sowie die BioNTech SE. Bevor er im Jahr 2023 an das Universitätsinstitut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Klinische Pathobiochemie im Universitätsklinikum OWL am Campus Lippe wechselte, war Univ.-Prof. Staritzbichler am Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Universität Leipzig tätig.

Mit der Berufung von Univ.-Prof. Staritzbichler stärkt das Klinikum Lippe gezielt den Bereich der digitalen und KI-gestützten Labordiagnostik und setzt einen weiteren wichtigen Impuls für die universitäre Spitzenmedizin in Ostwestfalen-Lippe.

Erstes Baby nach hebammengeleiteter Geburt am Klinikum Lippe

Am Klinikum Lippe ist erstmals ein Kind im Rahmen der neu angebotenen hebammengeleiteten Geburt zur Welt gekommen. Der kleine Max wurde am 03.01.2026 mit einem Geburtsgewicht von 3.420 Gramm und einer Größe von 52 Zentimetern geboren. Für Patricia und Thomas Schiller aus Oerlinghausen ist es bereits das zweite Kind – auch ihre Tochter kam zuvor am Klinikum Lippe in Detmold zur Welt.

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Susann Grabsch (links), leitende Hebamme, und Bärbel Heien-Weidemann (rechts), Hebamme, freuen sich mit Familie Schiller über die Geburt des kleinen Max im hebammengeleiteten Kreißsaal. (©Klinikum Lippe)

Auf das Angebot der hebammengeleiteten Geburt wurde das Paar im Rahmen der Geburtsanmeldung aufmerksam. Besonders die ruhige, intime Atmosphäre sowie der geschützte Rahmen mit einer Eins-zu Eins-Betreuung durch eine Hebamme überzeugten die Schwangere. „Ich konnte mir sehr gut vorstellen, die Geburt unseres zweiten Kindes hebammengeleitet zu planen“, berichtet sie rückblickend.

„Da die erste Geburt komplikationslos verlaufen war, war Frau Schiller sehr gut für die hebammengeleitete Geburt, die wir seit 01.01.2026 anbieten, geeignet“, erläutert Susann Grabsch, leitende Hebamme am Klinikum Lippe. Sie ergänzt: „Familie Schiller kam um 5.30 Uhr zu uns in die Klinik, und bereits um 6.38 Uhr war Max gesund und munter auf der Welt. Das war auch für unser Team ein Traumstart des neuen, zusätzlichen Geburtsangebotes. Genauso wünschen wir uns das für die Frauen, die sich für die hebammengeleitete Geburt anmelden.“

Die hebammengeleitete Geburt wird am Klinikum Lippe seit dem 01.01.2026 angeboten. Im Perinatalzentrum Level II des Klinikums Lippe wird dabei die Sicherheit einer modernen Geburtsklinik mit einer persönlichen, kontinuierlichen Betreuung durch erfahrene Hebammen verbunden. Das Angebot richtet sich an gesunde Schwangere mit unkompliziertem Schwangerschaftsverlauf, die sich eine möglichst natürliche Geburt in ruhiger Atmosphäre wünschen – mit der Sicherheit, dass bei Bedarf jederzeit ärztliche Unterstützung hinzugezogen werden kann.

Bei der hebammengeleiteten Geburt werden die Frauen ausschließlich von Hebammen betreut. Diese begleiten die Geburt im individuellen Rhythmus, stärken das Vertrauen in den eigenen Körper und unterstützen mit Zeit, fachlicher Kompetenz und Empathie. Ziel ist eine sichere und selbstbestimmte Geburt in Geborgenheit – innerhalb der Strukturen unseres Perinatalzentrums.

Die Hebammen arbeiten eigenverantwortlich, stehen jedoch in enger Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten der Geburtshilfe sowie der Kinderklinik. So ist jederzeit eine nahtlose Überleitung in die interprofessionelle Betreuung gewährleistet, sollte sich während der Geburt eine medizinische Indikation ergeben.

Nicht jede Schwangerschaft erfüllt die Voraussetzungen für eine hebammengeleitete Geburt. Interessierte Schwangere werden gebeten, zunächst anhand einer Checkliste zu prüfen, ob dieses Geburtskonzept für sie geeignet ist. Bei erfüllten Voraussetzungen ist eine Anmeldung per E-Mail an hebamme@klinikum-lippe.de möglich. Die Plätze sind aus organisatorischen Gründen begrenzt. Eine Anmeldung wird ab der 28. Schwangerschaftswoche empfohlen.

Im Rahmen der Vorbereitung finden zwei Vorsorgetermine statt: Das Erstgespräch zwischen der 24. und 32. Schwangerschaftswoche und das Zweitgespräch zwischen der 35. und 38. Schwangerschaftswoche. In diesen Gesprächen werden Wünsche, Erwartungen und der geplante Geburtsverlauf ausführlich besprochen, um den Frauen ein sicheres und gut vorbereitetes Gefühl für die Geburt zu geben.

Mit dem Zusatzangebot der hebammengeleiteten Geburt für Frauen mit geringen Risiken stärkt das Klinikum Lippe die Wahlfreiheit werdender Eltern und erweitert sein geburtshilfliches Angebot um ein Konzept, das Nähe, Selbstbestimmung und medizinische Sicherheit miteinander verbindet.

Mehr Infos: Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Sternsinger zu Gast am Klinikum Lippe in Detmold

Die Sternsinger haben das Klinikum Lippe besucht. In diesem Jahr sammeln die Sternsinger Spenden für Kinder in Bangladesch und unterstützen damit Projekte, die Bildung, Gesundheit und Schutz von Kindern fördern. Sie setzen damit ein starkes Zeichen für Solidarität und gesellschaftliches Engagement von Kindern für Kinder.

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Vorn: Reinhild Meyer-Kern begleitete die drei Sternsinger. Hinten v.l.n.r.: Über den Besuch der Sternsinger in Detmold freuten sich Johannes Brüseke, Dr. Niklas Cruse, Prof. Dr. Dorothee Bremerich, Univ.-Prof. Dr. Christoph Redecker, Andreas Zeisberg, Jens Lammers und Univ.-Prof. Dr. Johannes Tebbe (© Klinikum Lippe / Christian Ritterbach)

Prof. Dr. Dorothee Bremerich, Medizinische Geschäftsführerin, dankte den Sternsingern herzlich für ihr Engagement. Die Sternsinger aus der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Detmold waren gemeinsam mit Reinhild Meyer-Kern zu Gast im Klinikum Lippe.

Im kurzen Austausch betonte Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums, die hohe Bedeutung eines respektvollen und friedlichen Miteinanders – sowohl im Klinikalltag als auch darüber hinaus. Die Sternsinger-Aktion mache deutlich, wie wichtig gemeinschaftliches Handeln und gelebte Solidarität sind.

Das Klinikum Lippe freute sich über den Besuch und wünscht der diesjährigen Sternsingeraktion viel Erfolg bei der Unterstützung von Kindern in Bangladesch.

Prof. Dr. med. Dorothee Bremerich neue Medizinische Geschäftsführerin am Klinikum Lippe

Zum 01.01.2026 hat Prof. Dr. med. Dorothee Bremerich ihre Tätigkeit als Medizinische Geschäftsführerin am Klinikum Lippe aufgenommen.
Gemeinsam mit Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer, bildet sie ein starkes Führungsduo an der Spitze des Klinikums. In dieser Konstellation werden medizinische Expertise und wirtschaftliche Verantwortung eng verzahnt, um die strategische Weiterentwicklung des Hauses nachhaltig voranzutreiben.
Prof. Dr. med. Bremerich verantwortet die medizinische Gesamtstrategie des Klinikums und setzt zentrale Schwerpunkte in den Bereichen Versorgungsqualität, Patientensicherheit, interprofessionelle Zusammenarbeit sowie Weiterentwicklung klinischer Strukturen.
Das Klinikum Lippe heißt Prof. Dr. med. Dorothee Bremerich herzlich willkommen!

Ehrenamtlicher Besuchsdienst startet im Januar 2026 am Klinikum Lippe in Detmold

Das Klinikum Lippe baut sein Engagement für Patientinnen und Patienten weiter aus: Ab Mitte Januar 2026 wird am Klinikstandort Detmold ein ehrenamtlicher Besuchsdienst etabliert. Ziel ist es, Menschen während ihres Krankenhausaufenthalts zusätzliche Zeit, Zuwendung und Orientierung zu bieten.

In dieser Woche haben sich bereits sechs engagierte Ehrenamtliche mit Dr. Niklas Cruse, Geschäftsführer des Klinikums Lippe, Astrid Albert aus der Pflegedienstleitung sowie Gerlinde Kriete-Samklu von der Krankenhausseelsorge getroffen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen ein erstes Kennenlernen sowie Gespräche über die Aufgaben des Besuchsdienstes und organisatorische Rahmenbedingungen.

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v.l.n.r.: Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse, Astrid Albert, das Team des Ehrenamtlichen Besuchsdienstes am Klinikstandort Detmold und Gerlinde Kriete-Samklu. (©Klinikum Lippe / Christian Ritterbach)

Mit dem ehrenamtlichen Besuchsdienst stärkt das Klinikum Lippe die menschliche Begleitung im Klinikalltag und schafft zusätzliche Zeit für Nähe, Gespräche und Unterstützung – ergänzend zur professionellen medizinischen und pflegerischen Versorgung. Nach dem Start in Detmold ist geplant, auch am Standort Lemgo einen ehrenamtlichen Besuchsdienst aufzubauen. Interessierte, die sich an einem der beiden Standorte engagieren möchten, sind herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen.

Kontakt für Interessierte:
Astrid Albert, Telefon: 05231 72-5825, E-Mail: astrid.albert@klinikum-lippe.de

Im Rahmen einer feierlichen Jubiläumsveranstaltung hat das Klinikum Lippe am Dienstag, 2. Dezember 2025, zahlreiche Mitarbeitende für ihre langjährige Betriebszugehörigkeit geehrt…

Das Wintersymposium 2025 bot auch in diesem Jahr einen zentralen Treffpunkt für Ärztinnen, Ärzte sowie Fachkräfte aus der regionalen Gesundheitsversorgung. Gemeinsam organisiert vom Klinikum Lippe und dem Ärztenetz Lippe…

Klinikum Lippe stärkt Schwerpunkt Lunge
Lungenemphysem-Zentrum Lippe gegründet

Das Klinikum Lippe baut seine Expertise im Bereich der Lungenmedizin weiter aus und gründet ein eigenes Lungenemphysem-Zentrum am Standort Lemgo. Mit diesem Schritt reagiert das Klinikum auf die steigende Zahl von Patientinnen und Patienten mit chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) und Lungenemphysem – Erkrankungen, die zu den häufigsten und belastendsten Atemwegserkrankungen zählen.

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Kick-Off für das Lungenemphysem-Zentrum Lippe am 19.11.2025:
Das Team des Lungenkrebszentrums Lippe vereinbarte am Klinikstandort Lemgo mit der Geschäftsführung und dem Qualitätsmanagement die nächsten Schritte des Lungenemphysem-Zentrums Lippe.
(©Klinikum Lippe / Mandy Lange)

Das Lungenemphysem-Zentrum Lippe wird moderne Diagnostik, spezialisierte pneumologische Expertise und innovative Therapieformen bündeln. Eine zentrale Rolle spielt dabei die interventionelle und minimalinvasive, operative Lungentherapie. Ein Beispiel ist die Ventilimplantation, bei der durch das Einsetzen kleiner Ventile überblähte Lungenabschnitte entlastet werden. So verbessert sich die Lungenfunktion, die Atemnot nimmt ab, und viele Betroffene gewinnen ein deutliches Plus an Lebensqualität zurück.

Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse betont: „Das Klinikum Lippe sieht die Lungenmedizin als einen seiner zentralen medizinischen Schwerpunkte. Die Gründung des Lungenemphysem-Zentrums Lippe ist daher ein logischer Schritt, um die Versorgung im Kreis Lippe und für die angrenzenden Regionen weiter auszubauen und frühzeitig auf demografische und epidemiologische Entwicklungen zu reagieren.“

Der Klinikstandort Lemgo vereint bereits heute ein breites Spektrum an Fachdisziplinen, die für die Behandlung schwerer Lungenerkrankungen entscheidend sind. Dazu zählen: die Klinik für Pneumologie, die Klinik für Thoraxchirurgie, das Lungenkrebszentrum Lippe, die zertifizierte Weaning-Einheit für langzeitbeatmete Patientinnen und Patienten sowie das Schlaflabor, das Schlafapnoe und andere schlafbezogene Atmungsstörungen diagnostiziert und behandelt.

„Mit dem Lungenemphysem-Zentrum Lippe schaffen wir eine spezialisierte Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten, deren Erkrankung eine moderne, hoch spezialisierte Therapie benötigt“, sagt Dr. Hagen Vorwerk, Direktor der Klinik für Pneumologie. „Die Ventiltherapie ist dabei ein wichtiger Baustein, der vielen Menschen ermöglicht, ihren Alltag wieder aktiver und selbstbestimmter zu gestalten.“

Priv.-Doz. Dr. Jan Groetzner, Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie und Leiter des Lungenkrebszentrums Lippe, ergänzt: „Die Behandlung von schweren Lungenerkrankungen gelingt nur im Zusammenspiel. Pneumologie, Thoraxchirurgie, Radiologie und Rehabilitationsmedizin arbeiten im Lungenemphysem-Zentrum Lippe in Lemgo eng und strukturiert zusammen. Das Zentrum reiht sich bewusst in unsere erfolgreiche Netzwerkstruktur ein – als weiterer Baustein für eine hochspezialisierte, zukunftsorientierte Lungenmedizin für Lippe und die Region.“

Das Lungenkrebszentrum Lippe wurde im Jahr 2024 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Es bildet die Grundlage für eine umfassende Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Tumorerkrankungen der Lunge. Darüber hinaus bestehen im Rahmen des Lungenkrebszentrums Lippe–Weserbergland enge Kooperationen, unter anderem mit Facharztpraxen in Hameln sowie mit den AGAPLESION-Krankenhäusern in Bad Pyrmont und Schaumburg.

Feste Kooperationspartner sind auch Expertinnen und Experten aus den Bereichen Psychoonkologie, Ernährungsberatung, Schmerztherapie, Sozialdienst und Seelsorge sowie die Selbsthilfegruppe Lungenkrebs. Ein enger fachlicher Austausch besteht ebenso innerhalb des Universitätsklinikum OWL der Universität Bielefeld mit dem neu zertifizierten „Ostwestfälisches Lungenkrebszentrum Ev. Klinikum Bethel – Bielefeld | Klinikum Gütersloh“.

Weltpankreastag am 20. November 2025
Gemeinsam gegen den „stillen“ Krebs

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Patient Serdal Cingöz (Mitte) ist Oberarzt Dr. Fabian Nimczewski (links) und Klinikdirektor Univ.-Prof. Dr. Jens Höppner (rechts) dankbar für die fachliche Expertise und menschliche Begleitung.
(Foto: Klinikum Lippe / Christian Ritterbach)

Als sich Serdal Cingöz mit einem Tumor der Gallenwege im Klinikum Lippe vorstellte, war zunächst nicht absehbar, welche Folgen die Krebserkrankung bereits hatte. Erst während der Operation brachte die Schnellschnittdiagnostik die entscheidende Erkenntnis: Der Tumor hatte den Kopf der Bauchspeicheldrüse infiltriert.

Für das Team um Prof. Dr. Jens Höppner und Dr. Fabian Nimczewski hieß das: sofort handeln, gemeinsam entscheiden und präzise operieren. Die Chirurgen erweiterten den Eingriff noch während der laufenden Operation und entfernten zusätzlich den Bauchspeicheldrüsenkopf. Am Ende gelang es, den Tumor vollständig zu entfernen.

Serdal Cingöz wird auch nach der Operation in der spezialisierten Pankreassprechstunde betreut. Trotz der belastenden Diagnose zeigt er sich dankbar und erleichtert – vor allem für die Kombination aus fachlicher Expertise, enger interdisziplinärer Abstimmung und der menschlichen Begleitung durch das gesamte Team.

Bauchspeicheldrüsenkrebs, das sogenannte Pankreaskarzinom, gilt als besonders tückisch, da er häufig erst spät Beschwerden verursacht und in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird. „Die Erkrankung verläuft lange unauffällig – deshalb ist eine frühe und präzise Diagnostik entscheidend“, erklärt Prof. Dr. Jens Höppner, Direktor der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Lippe. „Im Pankreaszentrum Lippe in Detmold setzen wir modernste bildgebende Verfahren und endoskopische Techniken ein, um Tumoren so früh wie möglich zu erkennen und gezielt zu behandeln.“

Das Pankreaszentrum Lippe ist Teil des Onkologischen Zentrums am Klinikum Lippe und zeichnet sich durch eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit aus. Gastroenterologen, Radiologen, Onkologen, Chirurgen und Strahlentherapeuten arbeiten hier Hand in Hand. In wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenzen („Tumorboard“) werden alle Befunde gemeinsam besprochen und für jede Patientin und jeden Patienten ein individueller Behandlungsplan erstellt.

Ein besonderes Angebot ist die Spezialsprechstunde für Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, die immer mittwochs unter der Leitung von Prof. Dr. Jens Höppner und Oberarzt Dr. Fabian Nimczewski stattfindet. Hier werden Betroffene umfassend beraten – von der Diagnostik über die operative Therapie bis hin zur Nachsorge.

Ein Schwerpunkt des Pankreaszentrums Lippe liegt auf der parenchymsparenden, minimalinvasiven Operationstechnik. Dabei wird der Tumor gezielt entfernt, während gesundes Bauchspeicheldrüsengewebe erhalten bleibt. „Diese Technik ermöglicht es uns, die Funktion der Bauchspeicheldrüse weitgehend zu erhalten und postoperative Komplikationen wie Diabetes zu vermeiden“, erläutert Dr. Nimczewski. „Zudem profitieren unsere Patientinnen und Patienten von einem geringeren Operationstrauma und können das Krankenhaus oft schon nach wenigen Tagen wieder verlassen.“

Neben der klinischen Versorgung engagiert sich das Pankreaszentrum Lippe auch in der wissenschaftlichen Forschung und im regionalen Austausch mit niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen. Regelmäßige Symposien dienen dem Wissenstransfer, der Fortbildung und der Stärkung des medizinischen Netzwerks in der Region Lippe.

Am Weltpankreastag steht jedes Jahr ein Organ im Mittelpunkt, das meist erst dann Aufmerksamkeit erhält, wenn es ernst wird: die Bauchspeicheldrüse. Unter dem Motto „Aufklärung rettet Leben“ machen Ärztinnen und Ärzte am 20. November weltweit auf den Bauchspeicheldrüsenkrebs aufmerksam – eine der aggressivsten Tumorerkrankungen überhaupt. Dem Team um Prof. Höppner ist Aufklärung über dieses Thema deshalb besonders wichtig. „Unser Ziel ist es, Betroffenen die bestmögliche, moderne und zugleich menschliche Medizin zu bieten“, betont er. „Der Weltpankreastag erinnert uns jedes Jahr daran, wie wichtig Aufklärung, Früherkennung und interdisziplinäre Zusammenarbeit sind – damit mehr Menschen mit dieser Erkrankung eine Chance auf Heilung haben.“

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