Neue Klinikdirektorin für die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Klinikum Lippe

Dr. Dr. Meike Wördemann übernimmt zum 1. September die Leitung der Klinik in Bad Salzuflen – Ausbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie schafft zusätzliche Behandlungskapazitäten

01.09.2026

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum Lippe bekommt eine neue Klinikdirektorin: Zum 1. September 2026 übernimmt Dr. Dr. med. Meike Wördemann die Leitung der Klinik am Standort Bad Salzuflen. Die erfahrene Kinder- und Jugendmedizinerin sowie Kinder- und Jugendpsychiaterin wechselt von der LWL-Universitätsklinik Hamm zum Klinikum Lippe. Sie folgt auf Dr. med. Dr. rer. nat. Ulrich Preuß, der die Klinik seit vielen Jahren als Direktor prägt und zum Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand geht.

Mit dem Wechsel in der Klinikleitung beginnt für die Kinder- und Jugendpsychiatrie zugleich eine wichtige Phase ihrer Weiterentwicklung. Das Klinikum Lippe wird die Behandlungskapazitäten am Standort Bad Salzuflen deutlich ausbauen. Geplant sind 32 zusätzliche Behandlungsplätze durch einen vom Land NRW geförderten, kompakten Neubau auf dem Klinikgelände.

„Mit Frau Dr. Dr. Wördemann gewinnen wir eine sehr erfahrene Medizinerin, die sowohl die Kinder- und Jugendmedizin als auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie aus langjähriger klinischer Tätigkeit kennt. Diese Verbindung ist eine besondere Stärke“, sagt Dr. Niklas Cruse, Geschäftsführer des Klinikums Lippe. „Gleichzeitig steht die Klinik vor einer bedeutenden Weiterentwicklung. Mit der Erweiterung in Bad Salzuflen schaffen wir dringend benötigte zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche in unserer Region. Frau Dr. Dr. Wördemann wird diesen Prozess medizinisch und konzeptionell entscheidend mitgestalten.“

Dr. Dr. Meike Wördemann bringt einen breit gefächerten medizinischen und wissenschaftlich geprägten Werdegang mit nach Bad Salzuflen. Nach zwei Jahren Studium der Psychologie an der Universität Trier wechselte sie zur Humanmedizin an den Universitäten Bonn und Lübeck. Ihre ersten klinischen Stationen führten sie unter anderem an das Tropeninstitut in Tübingen sowie an die Universitätsklinik nach Antwerpen. Nach weiteren beruflichen Stationen in Belgien kehrte Wördemann nach Deutschland zurück und arbeitete von 2009 bis 2011 als Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin am Evangelischen Krankenhaus Bielefeld.

Seit 2012 ist sie an der LWL-Universitätsklinik Hamm, Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, tätig. Dort absolvierte sie ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Anschließend übernahm sie zunehmend Leitungsverantwortung an der LWL-Universitätsklinik Hamm: ambulant, tagesklinisch und stationär. Seit Januar 2024 ist sie geschäftsführende Oberärztin am Standort Campus Gütersloh.

Die 54-Jährige ist sowohl Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin als auch Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Neben ihrer medizinischen Promotion erwarb sie 2013 in Belgien einen PhD. Damit verbindet sie langjährige Erfahrung in Pädiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie mit wissenschaftlicher Qualifikation und umfassender Erfahrung in der ambulanten und tagesklinischen Versorgung.

„Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit dem multiprofessionellen Team die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Klinikum Lippe weiterzuentwickeln“, sagt Dr. Dr. Meike Wördemann. „Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen und ihre Familien brauchen gut erreichbare und auf ihre individuelle Situation abgestimmte Hilfen. Der Ausbau in Bad Salzuflen bietet uns die große Chance, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen und gleichzeitig die verschiedenen stationären, tagesklinischen und ambulanten Angebote noch stärker miteinander zu verzahnen.“

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Lippe übernimmt eine wichtige Versorgungsfunktion über die Grenzen des Kreises Lippe hinaus. Die stationäre Versorgung ist in Bad Salzuflen angesiedelt; hinzu kommen tagesklinische und ambulante Angebote in der Region. Die Klinik behandelt das gesamte Spektrum psychischer Erkrankungen und Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter. Der Bedarf ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Bereits seit der letzten Erweiterung der Klinik im Jahr 2010 nahmen die Patientenzahlen zu. Während und nach der Corona-Pandemie verschärfte sich die Situation zusätzlich. Das Klinikum Lippe hatte deshalb im Frühjahr 2024 beim Land Nordrhein-Westfalen eine Einzelförderung für die Erweiterung beantragt.

„Die Erweiterung ist ein klares Bekenntnis zur kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung in Ostwestfalen-Lippe“, betont Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse. „Psychische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen gehören zu den großen gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Deshalb investieren wir nicht nur in zusätzliche Räume und Betten, sondern vor allem in verlässliche Versorgungsstrukturen für junge Menschen und ihre Familien.“

Bis zum Jahresende bleibt Dr. med. Dr. rer. nat. Ulrich Preuss der Klinik als Direktor verbunden und verabschiedet sich dann in den wohlverdienten Ruhestand. Unter seiner Leitung wurde das Behandlungsspektrum der Klinik kontinuierlich weiterentwickelt. „Dr. Dr. Ulrich Preuß hat sich über viele Jahre für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche eingesetzt und die Entwicklung unserer Klinik maßgeblich geprägt“, würdigt Dr. Cruse seinen langjährigen Einsatz. „Dass Frau Dr. Dr. Wördemann bereits zum 1. September startet, ermöglicht uns einen sehr guten und geordneten Übergang. Dafür sind wir beiden sehr dankbar.“

Tag der offenen Tür am 5. September

Nur wenige Tage nach dem Amtsantritt der neuen Klinikdirektorin öffnet die Kinder- und Jugendpsychiatrie ihre Türen: Am Samstag, 5. September 2026, lädt das Klinikum Lippe zum Tag der offenen Tür am Standort Bad Salzuflen ein. Interessierte haben an diesem Tag die Gelegenheit, die Klinik, ihre Behandlungsangebote und das multiprofessionelle Team kennenzulernen. Auch Dr. Dr. Meike Wördemann wird sich als neue Chefärztin vorstellen. Gleichzeitig informiert das Klinikum über die zukünftige Entwicklung der Kinder- und Jugendpsychiatrie und die geplante Erweiterung am Standort.

Verstehen. Begleiten. Stärken.
Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Lippe lädt zum Tag der offenen Tür ein

20.08.2026. Wie sieht der Alltag in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aus? Wie werden junge Menschen mit psychischen Erkrankungen behandelt und begleitet? Und welche Rolle spielen dabei beispielsweise Kunst, Musik, Tiere oder Bewegung? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es am Samstag, 5. September 2026: Von 10 bis 15 Uhr lädt die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Klinikums Lippe zum Tag der offenen Tür in die Heldmanstraße 45 in Bad Salzuflen ein.

Unter dem Motto „Verstehen. Begleiten. Stärken.“ erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen, Führungen sowie zahlreichen Aktions- und Informationsständen. Auch für Essen und Getränke zu kleinen Preisen ist gesorgt. Als besonderen Gast begrüßt das Klinikum Lippe den TBV Lemgo Lippe.

„Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen verdient unsere besondere Aufmerksamkeit. Mit dem Tag der offenen Tür möchten wir zeigen, wie vielfältig und multiprofessionell die Versorgung in unserer Kinder- und Jugendpsychiatrie ist. Gleichzeitig investieren wir mit der Erweiterung des Standortes ganz bewusst in die Zukunft der psychiatrischen Versorgung junger Menschen in Lippe und darüber hinaus“, sagt Dr. Niklas Cruse, Geschäftsführer des Klinikums Lippe.

Mitmachen, informieren und die Klinik kennenlernen: Auf der Blaulichtmeile gibt es Einsatzfahrzeuge und die Arbeit der beteiligten Organisationen zu entdecken. Für jüngere Besucherinnen und Besucher stehen unter anderem Hüpfburg, Kinderschminken, Glücksrad und Bastelstation auf dem Programm. An zahlreichen Informations- und Aktionsständen stellen Mitarbeitende und Partner weitere Themen vor. Dazu gehören Hygiene, tiergestützte Therapie, Hippotherapie und Sozialdienst.

Wer die Arbeit der Klinik noch genauer kennenlernen möchte, kann an thematischen Führungen teilnehmen. Angeboten werden eine Führung durch die Schule im Klinikum sowie Führungen durch die Klinik und ihre Stationen. Dabei erhalten die Gäste unter anderem Einblicke in die Ergo-, Kunst- und Musiktherapie und erfahren, wie unterschiedliche Professionen bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten. Auch das Vortragsprogramm greift unterschiedliche Aspekte der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf. Fachleute informieren über Adipositas bei jungen Menschen und stellen ein Deeskalationsprogramm vor.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zukunft des Standortes: In einem Vortrag wird der Erweiterungsbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bad Salzuflen vorgestellt. Besucherinnen und Besucher erfahren, wie sich die Klinik baulich und medizinisch weiterentwickeln wird und welche zusätzlichen Möglichkeiten für die Versorgung junger Patientinnen und Patienten entstehen.

Tag der offenen Tür auf einen Blick

Samstag, 5. September 2026, 10 bis 15 Uhr
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Klinikum Lippe, Heldmanstraße 45, 32108 Bad Salzuflen

Das erwartet die Gäste:

  • Vorträge und Führungen
  • Blaulichtmeile
  • TBV Lemgo Lippe zu Gast
  • Spiel und Spaß: Hüpfburg, Kinderschminken, Bastelstation, Glücksrad
  • Aktion und Info: Hygiene, Tiergestützte Therapie (TGT), Hippotherapie, Sozialdienst, Ernährung und Lebensmittel aus Eigenanbau
  • Essen und Getränke zu kleinen Preisen und vieles mehr

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen: Tag der offenen Tür in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

 

Klinikum Lippe erneut mit Spitzenmedizin in FOCUS-Ärzteliste vertreten

FOCUS Gesundheit: 18 Auszeichnungen für herausragende medizinische Expertise

Das Klinikum Lippe gehört erneut zu den besten medizinischen Einrichtungen in Deutschland. In der aktuellen Ausgabe des Magazins FOCUS Gesundheit – Die große Ärzteliste 2025 wurden gleich acht Medizinerinnen und Mediziner des Hauses für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Insgesamt unterstreichen 18 Empfehlungen in verschiedenen Fachgebieten die hohe Kompetenz des Klinikums.

„Diese Auszeichnungen bestätigen das hohe medizinische Niveau und das Engagement unserer Expertinnen und Experten“, sagt die Medizinische Geschäftsführerin Dr. Christine Fuchs. „Wir sind stolz auf das Vertrauen, das Patientinnen und Patienten sowie Zuweiser in unser Klinikum setzen.“

Die FOCUS-Ärzteliste basiert auf unabhängigen Recherchen, Empfehlungen von Fachkollegen, Patientenbewertungen sowie der Auswertung von Publikationen und Studien. In der aktuellen Ausgabe vertreten sind folgende Ärztinnen und Ärzte in den jeweiligen Bereichen (in alphabetischer Reihenfolge):


Prof. Dr. Beyhan Ataseven

Direktorin der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

In der FOCUS-Ärzteliste ausgezeichnet für:

  • Gynäkologische Operationen
  • Gynäkologische Tumoren
  • Brustkrebs


Dr. Ahmad Bransi

Chefarzt am Institut für Psychoonkologie

In der FOCUS-Ärzteliste ausgezeichnet für:

  • Depressionen
  • Suchterkrankungen
  • ADHS


Dr. Corinna Bryan

Chefärztin der Geburtshilfe an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

In der FOCUS-Ärzteliste ausgezeichnet für:

  • Risikogeburt und Pränataldiagnostik


Dr. Christoph Friedrich

Direktor der Klinik für Geriatrie

In der FOCUS-Ärzteliste ausgezeichnet für:

  • Akutgeriatrie


Prof. Dr. Jens Höppner

Direktor der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

In der FOCUS-Ärzteliste ausgezeichnet für:

  • Hepatologie und Leberchirurgie


Dr. Dr. Ulrich Preuss

Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

In der FOCUS-Ärzteliste ausgezeichnet für:

  • ADHS
  • Angst- und Zwangsstörungen
  • Essstörungen


Prof. Dr. Johannes J. Tebbe

Direktor der Universitätsklinik für Gastroenterologie und Infektiologie

In der FOCUS-Ärzteliste ausgezeichnet für:

  • Infektiologie
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Gastroenterologie und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED)


Prof. Dr. Christoph Redecker

Direktor der Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie

In der FOCUS-Ärzteliste ausgezeichnet für:

  • Demenzen
  • Parkinson
  • Akutgeriatrie

18 Millionen Förderung: Kinder- und Jugendpsychiatrie bekommt 32 Betten mehr

Die Verantwortlichen der Kreise Lippe, Herford und Minden-Lübbecke begrüßen die Entscheidung des Gesundheitsministeriums NRW, den Ausbau der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Lippe (KLG) in Bad Salzuflen mit knapp 18 Millionen Euro aus dem Investitionsprogramm Krankenhaus-Einzelförderung der Landesregierung zu unterstützen. Den Förderbescheid hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am 01. April in Düsseldorf an den Geschäftsführer des Klinikum Lippe, Dr. Niklas Cruse, übergeben. Insgesamt fünf Krankenhäuser erhalten an dem Tag Förderbescheide. Damit werden bauliche Maßnahmen an diesen Krankenhäusern zur Umsetzung des neuen Krankenhausplans NRW gefördert.

Der Aufsichtratschef des Klinikums und lippische Landrat Dr. Axel Lehmann zeigt sich gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Herford und Minden-Lübbecke, Jürgen Müller und Ali Doğan, zufrieden: „Wir sind sehr dankbar für die Landesförderung. So können wir endlich in die konkreten Bauplanungen für die Erweiterung am Standort Bad Salzuflen eintreten und weitere dringend nötige Behandlungskapazitäten für Kinder und Jugendliche in der Region schaffen.“

Auch Landrat Jürgen Müller weiß: „Der Bedarf nach Betreuung in den Kinder- und Jugendpsychiatrien steigt. Die jetzt bewilligte Landesförderung ermöglicht es, das dringend benötige Angebot auszubauen und die Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige zu entlasten.“ Und Landrat Ali Doğan ergänzt: „Kinder in Not brauchen unsere Hilfe, und gerade die Zahl der Kinder mit psychischen Erkrankungen steigt schon seit vielen Jahren. Wir Landräte aus Herford, Lippe und Minden-Lübbecke freuen uns gemeinsam, dass Düsseldorf jetzt den Neubau am Standort Bad Salzuflen möglich macht. Für die Kinder und Jugendlichen auch aus unserem Kreis ist das eine gute Nachricht“, sagt Landrat Ali Doğan. „Jetzt gilt es schnell die weiteren Planungsschritt zu vollziehen, damit der Betrieb des Neubaus schnellstmöglich aufgenommen werden kann“, so Doğan.

Die stationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Lippe ist in Bad Salzuflen verortet und versorgt die Kreise Minden-Lübbecke, Herford und Lippe. Seit der letzten Erweiterung der Klinik in Bad Salzuflen im Jahre 2010 stiegen die Patientenzahlen deutlich an, so dass sich die Wartezeiten auf einen Behandlungsplatz verlängerten. In und nach der Corona-Pandemie gab es einen weiteren Anstieg der Patientenzahlen. Die Lage gestaltet sich für Patienten und Angehörige in psychischen Ausnahmesituationen zunehmend dramatisch.

Die politischen Entscheidungsträger der drei Kreise haben in der Vergangenheit immer wieder die Notwendigkeit der Ausweitung der stationären Ressourcen am Standort Bad Salzuflen und den Bedarf einer Konzentration der stationären Versorgung am Standort Bad Salzuflen zur Verbesserung der psychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der Region betont.

Deshalb hatte das Klinikum Lippe im Frühjahr 2024 einen Antrag auf Einzelförderung beim Land Nordrhein-Westfalen nach § 21a Krankenhausgestaltungsgesetz NRW gestellt. Dieser Antrag sieht eine Erweiterung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie um 32 stationäre und 8 tagesklinische Behandlungsplätze in Bad Salzuflen vor. Geplant sind eine Aufstockung auf das vorhandene Gebäude in Bad Salzuflen und Umbaumaßnahmen im Bestand. Zusätzlich wird mit dem Ausbau des telemedizinischen Angebotes die Versorgungsqualität in dem großen, ländlich geprägten Einzugsgebiet der Klinik verbessert.

Nun ist klar: Das Land NRW wird dieses Projekt mit einer Fördersumme von knapp 18 Millionen Euro unterstützen. Nach einer zeitnah beginnenden Planungsphase und der anschließenden Ausschreibung ist mit einem Baubeginn im Jahr 2026 zu rechnen. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2028 geplant.

Der Geschäftsführer des Klinikum Lippe, Dr. Niklas Cruse, bedankt sich bei allen Beteiligten für die gemeinsame Anstrengung der letzten Jahre, die ihr Ergebnis in dem Förderbescheid des Landes NRW gefunden hat: „Im Konsens mit den beteiligten Kreisen hat das Klinikum Lippe den Bedarf für eine Erweiterung der Klinik in Bad Salzuflen erkannt und in diesem Sinne einen Antrag in dem Verfahren neue Krankenhausplanung NRW an das MAGS gestellt. Für dessen positive Bewertung sind wir außerordentlich dankbar. Möglich ist nun eine räumliche Aufstockung der aktuellen Klinik und der Ausbau der stationären Versorgung in Bad Salzuflen von 48 auf künftig 80 Betten.“ Hinzu kommen ambulante Angebote mit rund 40 Plätzen in Bad Salzuflen und an Standorten in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke, die künftig für eine deutliche verbesserte Versorgungssituation in diesem wichtigen Leistungsbereich sorgen werden, so Dr. Cruse.

Bedarf nach ambulanter und stationärer Betreuung in allen Kinder- und Jugendpsychiatrien

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass der Bedarf nach ambulanter und stationärer Betreuung in allen Kinder- und Jugendpsychiatrien (KJP) in Deutschland steigt. Die Corona-Pandemie hat diesen Trend verstärkt. Wie in allen KJP in Deutschland gibt es auch in der Region Wartezeiten auf tagesklinische und/oder stationäre Versorgung. Die durchschnittliche Wartezeit auf eine Versorgung ist abhängig vom Bedarf und von der Schwere der Erkrankung. Die Notfallversorgung ist zu jeder Zeit sichergestellt.

Aktuell hat das Klinikum Lippe in diesem Bereich eine Auslastung von bis zu 125 Prozent. Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychotherapie verfügt über ein hoch qualifiziertes, motiviertes interprofessionelles Team. Der Personalschlüssel entspricht den Vorgaben der PPP-RL (Psychiatrie Personal Planung – Richtlinie) / GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss).

Spende für die Musiktherapie der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

v.l.n.r.: Musiktherapeut Georg Steilemann, Evelyn Leimanzik-Büker und Chefarzt Dr. Dr. Ulrich Preuss bei der Spendenübergabe.

Evelyn Leimanzik-Büker unterstützte mit einer großzügigen Spende die Musiktherapie der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Klinikums Lippe. Die Übergabe fand in den Räumlichkeiten der Klinik in Bad Salzuflen statt. Dank der Spende konnte ein Percussion-Pad mit Sampler und Looper neu angeschafft sowie eine notwendige Klavierstimmung realisiert werden.

Chefarzt Dr. Dr. Ulrich Preuss freute sich sehr über die Spende und weiß, „Musiktherapie spielt eine zentrale Rolle in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen in der Psychiatrie. Wissenschaftliche Studien und praktische Erfahrungen zeigen, dass Musik einen positiven Einfluss auf die psychische und körperliche Gesundheit hat. Musik bietet jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Emotionen auszudrücken und ihre inneren Konflikte zu verarbeiten – besonders dann, wenn Worte allein nicht ausreichen. Musik fördert außerdem Entspannung, Konzentration und die Fähigkeit, auf neue, kreative Weise mit belastenden Erlebnissen umzugehen.“

„Musik hilft unseren Patientinnen und Patienten, ihre Gefühle in einem geschützten Raum auszudrücken und zu verstehen“, ergänzt Musiktherapeut Georg Steilemann. „Dank der großzügigen Spende von Frau Leimanzik-Büker können wir unser musiktherapeutisches Angebot erweitern und den Kindern und Jugendlichen noch vielfältigere Möglichkeiten zur Verfügung stellen.“

Die Spende ist ein wertvoller Beitrag zur Weiterentwicklung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Klinikum Lippe und ein Zeichen der gesellschaftlichen Solidarität. Frau Leimanzik-Büker ist sich der Bedeutung bewusst und erklärte: „Ich hoffe, dass meine Unterstützung dazu beiträgt, jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen und ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.“

Verabschiedung von Schulleiter Robert Wiesemann

Von links: Dr. med. Dr. rer. nat. Ulrich Preuss, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Robert Wiesemann und Martin Gustorff, Bezirksregierung Detmold

Nach einem spannenden und erfüllten Berufsleben geht der langjährige Schulleiter der Schule im Klinikum innerhalb der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in Bad Salzuflen, Robert Wiesemann, zum Ende des Schuljahres in den wohlverdienten Ruhestand.

Seit 1986 war Robert Wiesemann im Schuldienst und seit 2011 Leiter der Schule im Klinikum in Bad Salzuflen mit den Nebenstandorten in Detmold und Hiddenhausen. Sein Fachgebiet war die Fachberatung bei Autismus, er engagierte sich in der Organisation „SchuPs“, Arbeitskreis Schule und Psychiatrie.

Sein Credo war stets „Schule ohne Druck“. Mit diesem Motto gelang es ihm viele Kinder, die in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bad Salzuflen behandelt wurden, wieder in die Schule zurückzuführen und ihnen Freude an Unterricht, Interesse an den Inhalten und sogar Liebe zur Schule nahezubringen.

Stefan Schreckenberg-Lux wird kommissarisch die Leitung der Schule im Klinikum zum neuen Schuljahr übernehmen. Das Klinikum Lippe dankt Robert Wiesemann herzlich für seinen außerordentlichen und bemerkenswerten Einsatz, das Einbringen seiner hohen Kompetenz und das umfassende positive Wirken in Schule und Klinik und wünscht einen gesunden, langen und vor allem fröhlichen Ruhestand.

Neun Mediziner des Klinikum Lippe sind im neuen FOCUS-Ärzte-Ranking zu finden und als TOP-Mediziner für ihren Fachbereich ausgewiesen. …

Insgesamt 18 Mal sind das Klinikum Lippe und seine Chefärzte in der aktuellen FOCUS-Ärzte- und Krankenhausliste vertreten.

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