Schlagwortarchiv für: UK OWL

Medizin studieren, Praxis erleben: UK OWL wächst weiter

Vom Unterricht am Krankenbett bis zum Training an robotischen Operationssystemen: Medizinstudierende profitieren am Universitätsklinikum OWL Campus Klinikum Lippe von einer praxisorientierten Ausbildung und modernster Medizintechnik. Mit 300 Medizinstudierenden, die in dieser Woche gleichzeitig ins Wintersemester 2026/2027 an der Universität Bielefeld gestartet sind, nimmt die universitäre Lehre auch im Kreis Lippe weiter an Fahrt auf.

Medizin lernt man nicht allein aus Büchern. Wer später Patientinnen und Patienten behandelt, sollte frühzeitig praktische Erfahrungen sammeln, medizinische Zusammenhänge verstehen und den Umgang mit modernen Behandlungstechnologien erlernen. Genau hier setzt die universitäre Ausbildung am Klinikum Lippe an. Als Teil des Universitätsklinikums OWL (UK OWL), zu dem auch das Klinikum Bielefeld und das Evangelische Klinikum Bethel gehören, verbindet das Krankenhaus die medizinische Lehre mit dem klinischen Alltag und eröffnet Studierenden Einblicke in die gesamte Bandbreite moderner Patientenversorgung.

Zum Wintersemester 2026/2027 haben 300 Medizinstudierende ihr Studium an der Universität Bielefeld aufgenommen. Komplett neu in das Medizinstudium gestartet sind 120 Studentinnen und Studenten. Das entspricht der geplanten Verdopplung der Studienanfänger im Vergleich zu den vorherigen Jahrgängen. Das Klinikum Lippe übernimmt als einer der drei Träger des UK OWL eine wichtige Rolle bei der praktischen Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses.

Welche Untersuchungen sind notwendig? Und wie lässt sich ein medizinischer Befund verständlich erklären? Situationen wie diese gehören zum Unterricht am Krankenbett, einem zentralen Bestandteil der universitären Ausbildung am Klinikum Lippe und in den anderen Krankenhäusern des UK OWL. Die Studierenden lernen unter ärztlicher Anleitung, Anamnesegespräche zu führen, körperliche Untersuchungen durchzuführen und medizinische Befunde zu beurteilen. Dabei geht es neben fachlichem Wissen auch um Kommunikation, Einfühlungsvermögen und den verantwortungsvollen Umgang mit Patientinnen und Patienten.

Am Klinikum Lippe können Medizinstudierende schon heute erleben, welche Möglichkeiten die roboterassistierte Chirurgie bietet. Insgesamt vier robotische Operationssysteme stehen an den Klinikstandorten Detmold und Lemgo zur Verfügung. Sie kommen in unterschiedlichen chirurgischen Fachgebieten zum Einsatz und ermöglichen hochpräzise, minimalinvasive Eingriffe. Das Besondere: Die Studierenden können die Technologie nicht nur kennenlernen, sondern in speziellen, stets schnell ausgebuchten Kursen, die von der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie angeboten werden, auch selbst ausprobieren. An einer zusätzlichen Schulungskonsole mit eigenen Trainingsmöglichkeiten üben sie den Umgang mit den robotischen Instrumenten. Die Konsole steht unabhängig vom regulären Operationsbetrieb extra für Ausbildungszwecke zur Verfügung.

Das Klinikum Lippe baut seine Kompetenzen in der robotischen Chirurgie kontinuierlich aus. Neben der Ausbildung von Medizinstudierenden werden am Campus in Detmold auch spezielle Trainingsprogramme für fortgeschrittene Assistenzärztinnen und Assistenzärzte sowie Fachärztinnen und Fachärzte angeboten. Ziel ist es, die Ausbildung an robotischen Operationssystemen unmittelbar mit der klinischen Praxis zu verbinden.

Universitätsmedizin stärkt die Versorgung in Lippe

Die Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte ist für das Klinikum Lippe weit mehr als ein Lehrauftrag. Sie ist zugleich ein wichtiger Baustein, um die medizinische Versorgung in der Region langfristig zu sichern. Durch den engen Austausch mit erfahrenen Ärztinnen und Ärzten, die Mitarbeit in unterschiedlichen Fachbereichen und die praktischen Ausbildungsmöglichkeiten lernen die Studierenden das Klinikum Lippe frühzeitig als möglichen späteren Arbeitgeber kennen. „Wir wollen junge Menschen für die Medizin begeistern und ihnen zeigen, welche beruflichen Perspektiven die Universitätsmedizin in Lippe bietet. Dafür investieren wir in moderne Ausstattung, innovative Ausbildungskonzepte und eine enge Verzahnung von Lehre und Patientenversorgung“, betont Dr. Niklas Cruse, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Lippe.

Mit dem Ausbau des Medizinstudiengangs an der Universität Bielefeld steigt auch die Zahl der Studierenden, die ihre praktische Ausbildung an den Standorten des UK OWL absolvieren. Für das Klinikum Lippe bedeutet dies eine weitere Stärkung seiner Rolle als universitärer Lehr- und Ausbildungsstandort. Der Campus Klinikum Lippe bietet dafür eine Kombination aus persönlicher Betreuung, vielfältigen medizinischen Fachrichtungen und innovativen Technologien. Vom ersten Patientengespräch bis zur hochspezialisierten robotischen Chirurgie erleben die angehenden Ärztinnen und Ärzte hier, wie vielseitig moderne Medizin ist.

Prof. Dr. med. Christoph Redecker nimmt den Ruf der Universität Bielefeld auf die Professur für Transsektorale Neurologie an

Von links: Prof‘in Dr. Angelika Epple, Rektorin der Universität Bielefeld; Univ.-Prof. Dr. med. Christoph Redecker, Chefarzt der Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie, Klinikum Lippe; Univ.-Prof. Dr. med. Claudia Hornberg, Dekanin der Medizinischen Fakultät OWL

Am 4. Juli 2024 hat Prof. Redecker die Berufungsurkunde aus den Händen der Rektorin der Universität Bielefeld, Prof’in Dr. Angelika Epple, erhalten. Herr Prof. Redecker, seit dem Jahr 2015 Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurogeriatrie am Klinikum Lippe, wird damit das Fach an der Medizinischen Fakultät der Universität Bielefeld vertreten.

Prof. Redecker hat nach seinem Medizinstudium in Münster und Auslandsaufenthalten in den USA, Kanada, Israel und der Schweiz zunächst an der Universitätsklinik Düsseldorf und dann an der Universitätsklinik Jena eine eigenständige wissenschaftliche Arbeitsgruppe zur Schlaganfallforschung aufgebaut. Nach Habilitation im Jahre 2003 und Erwerb des Facharztes für Neurologie im Jahre 2004 wurde er zunächst Oberarzt an der Klinik für Neurologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dann leitender Oberarzt. Im Jahre 2008 erfolgte die Ernennung zum Außerplanmäßigen Professor der Universität Jena.

Seit seiner Ernennung zum Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurogeriatrie des Klinikums Lippe am Standort Lemgo konnte die Klinik weiter ausgebaut werden, sodass sie heute im stationären Bereich das gesamte Spektrum der neurologischen Erkrankungen abdeckt. Dies umfasst u.a. eine überregional zertifizierte Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit), die Parkinsonkomplexbehandlung, die neurogeriatrische Behandlung von älteren Patienten im gemeinsam mit der Klinik für Geriatrie betriebenen Zentrum für Altersmedizin am Klinikum Lippe und den Aufbau einer neurologischen Frührehabilitationseinheit am Klinikum Lippe.

Mit der Berufung von Prof. Redecker wird die Klinik nun zur Universitätsklinik und zukünftig Forschungsprojekte in den Schwerpunkten Parkinson-Syndrom, chronische Folgen des Schlaganfalls, Demenz und kognitive Störungen bearbeiten. Dabei soll es vor allem um neue Versorgungsangebote gehen, die die Behandlung dieser Patientinnen und Patienten über die Grenzen der ambulanten und stationären Angebote hinaus verbessern. „Mit dem bereits bestehenden Lotsen-Modell beim Schlaganfall, den Gesundheitshelfern und dem 2023 gegründeten Parkinsonnetz OWL+ ist unsere Region ideal für die weiteren Arbeiten vorbereitet“, stellt Prof. Redecker heraus, der sich auf seine neue Aufgabe sichtlich freut.

„Damit ist die Klinik für Neurologie und Neurogeriatrie nun auch aktiver Teil des Universitätsklinikum OWL,“ freut sich Dr. Hütte als Geschäftsführer des Klinikums „Auf dem Weg der Transformation unseres Klinikums zu einem universitären Spitzenversorger sind wir damit wieder einen Schritt weiter vorangekommen.“

Das Klinikum Lippe bildet gemeinsam mit dem Evangelischen Klinikum Bethel und dem Klinikum Bielefeld das Universitätsklinikum OWL der jungen Medizinischen Fakultät an der Universität Bielefeld, die kein eigenes Universitätskrankenhaus betreibt. Der Studienbetrieb mit zunächst 60 Studierenden wurde im Jahr 2021 aufgenommen. Am Klinikum Lippe sind mit der Berufung von Herrn Prof. Redecker insgesamt sieben klinische Professuren besetzt: Kardiologie und Angiologie, Laboratoriumsmedizin und Klinische Pathobiochemie, Klinische Radiologie, Urologie, Gynäkologie und Geburtshilfe und Allgemein- und Viszeralchirurgie. Die Professuren für Gastroenterologie und Infektiologie und Hämatologie und Onkologie befinden sich in der Besetzungsphase.

Meilenstein in der Behandlung von Speiseröhrenkrebs

Speiseröhrenkrebs ist in den westlichen Industriestaaten auf dem Vormarsch: Jedes Jahr erkranken weltweit rund 85.700 Menschen neu an einem Adenokarzinom der Speiseröhre. Bislang standen zwei etablierte Behandlungsmethoden zur Verfügung – doch welche davon die bessere ist, war unklar.

Das hat Professor Dr. Jens Höppner, Leiter der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum OWL – Campus Lippe der Universität Bielefeld, mit einem interdisziplinären Team nun in einer Studie untersucht. Das Ergebnis dieser Studie könnte die Leitlinien für die Behandlung von Speiseröhrenkrebs weltweit verändern.

Die ESOPEC-Studie, die in einem Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft durchgeführt wurde, hatte das Ziel, zwei gängige Therapiemethoden direkt zu vergleichen. Beteiligt daran waren 25 auf Krebs spezialisierte Einrichtungen in Deutschland. „Grundsätzlich lässt sich der Krebs nur durch eine Operation heilen, wenn er noch nicht gestreut hat“, sagt Höppner, der die Studie geleitet hat. „Die Heilungschancen steigen jedoch erheblich, wenn die Operation mit zusätzlichen Therapien kombiniert wird.“

Übergewicht als Risikofaktor

Untersucht wurden in der Studie sogenannte Adenokarzinome. Diese Krebsart entsteht im unteren Teil der Speiseröhre am Übergang zum Magen und entwickelt sich aus Drüsengewebe. Aus-gelöst wird diese Krebsart vor allem dadurch, dass Säure aus dem Magen aufsteigt und die Speiseröhre reizt. Daraus können sich Zellveränderungen und schließlich auch Krebs entwickeln. Übergewicht, bei dem Magensäure in die Speiseröhre gedrückt wird, gilt als einer der Hauptrisikofaktoren. Auch Rauchen, Alkohol und eine fettreiche Ernährung erhöhen das Risiko. „Die Häufigkeit dieser Krebsform hat sich in den letzten 30 Jahren versiebenfacht“, so Höppner.

Vergleich zweier Methoden

Die ESOPEC-Studie verglich zwei Behandlungsmethoden: eine Kombination aus Chemotherapie und Strahlentherapie vor der Operation („CROSS“) und eine Chemotherapie sowohl vor als auch nach der Operation („FLOT“), die auch als perioperative Chemotherapie bezeichnet wird. „Beide Methoden sind besser als eine alleinige Operation“, betont Höppner. „Bislang galten beide Ansätze als gleichwertig, aber wir sind die ersten, die eine solche vergleichende Studie durchgeführt haben.“

Zwischen 2016 und 2020 nahmen 438 Patientinnen und Patienten aus ganz Deutschland an der Studie teil. Der Krebs hatte sich bei ihnen noch nicht ausgebreitet. Bis 2023 wurde nachverfolgt, wie viele Personen einen Rückfall erlitten und wie viele an der Krankheit gestorben waren. „Wir haben ein klares Ergebnis erzielt“, sagt Höppner. Betroffene, die vor und nach der Operation eine Chemotherapie erhalten hatten, lebten im Durchschnitt 66 Monate – ganze 29 Monate länger als diejenigen, die nur vor der Operation eine Chemo- und Strahlentherapie erhalten hat-ten. Dies entspricht einem rund 30 Prozent niedrigeren Sterberisiko. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die perioperative Chemotherapie die Überlebenschancen bei Speiseröhrenkrebs erheblich verbessert.“

Auswirkung auf Leitlinien erwartet

Die Ergebnisse der ESOPEC-Studie präsentierte Professor Höppner kürzlich auf der Plenarsitzung der ASCO-Jahrestagung in den USA, der weltweit wichtigsten Onkologie-Konferenz, die von der American Society of Clinical Oncology (ASCO) organisiert wird, vor 10.000 Zuhörerenden. „Ich erwarte, dass die nationalen und internationalen Leitlinien für die Behandlung von Speiseröhrenkrebs angepasst werden“, so der Chirurg. „Die Einführung der perioperativen Chemotherapie als Standardbehandlung wird die Heilungschancen vieler Patienten verbessern und ihnen mehr Lebenszeit schenken.“

Es wird am Universitätsklinikum OWL intensiv zu Speiseröhrenkrebs geforscht. Professor Dr. Jens Höppner leitet eine weitere deutschlandweite Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. „Bei etwa 20 Prozent der Patientinnen und Patienten werden nach der Vorbehandlung mit Chemotherapie oder Strahlentherapie keine Krebszellen mehr gefunden“, sagt er. „Wir wollen in der Studie herausfinden, ob wir diesen Patientinnen und Patienten eine belastende Operation ersparen können.“

Interessierte können sich im Studiensekretariat melden, um an dieser Studie teilzunehmen. Ansprechpartnerin ist Verena Vanessa Gärtner, Telefon
05231 72-5494, verenavanessa.gaertner@klinikum-lippe.de.

Originalveröffentlichung: Jens Hoeppner, Thomas Brunner, Florian Lordick, et al.: Prospective randomized multicenter phase III trial comparing perioperative chemotherapy (FLOT protocol) to neoadjuvant chemora-diation (CROSS protocol) in patients with adenocarcinoma of the esophagus (ESOPEC trial), erschienen im Journal of Clinical Oncology, Volume 42, Number 17_suppl, https://doi.org/10.1200/JCO.2024.42.17_suppl.LBA1

Heute besuchte Prof. Dr. Angelika Epple mit Vertretern ihres Teams den Campus Klinikum Lippe in Detmold…

Uniklinika in NRW setzen Zeichen gegen Rechtsextremismus und für Zusammenhalt

Pressemitteilung und Statement der Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen

In den Universitätskliniken des Landes Nordrhein-Westfalen arbeiten Menschen aus vielen verschiedenen Staaten und Kulturen zusammen, um anderen Menschen in Not zu helfen. In dieser vielfältigen Gemeinschaft, die geprägt ist von einer Atmosphäre des Zusammenhaltes und des Respekts, liegt unsere Stärke. Sie macht es überhaupt erst möglich, alle unsere Patientinnen und Patienten gut zu behandeln, zu lehren und zu forschen.

Für die Unikliniken ist es daher ein besonderes Anliegen, sich klar gegen rechtsextremistische Tendenzen zu stellen. Insbesondere die Nachrichten der vergangenen Tage über Veranstaltungen zu Massenabschiebungen machen uns sehr betroffen. Wir sehen uns mit Szenarien konfrontiert, die Vertreibung und Ausgrenzung befürworten. Dies gab es alles in Deutschland schon einmal, und wir müssen eine solche Entwicklung unbedingt verhindern.

Es ist uns aus diesem Grund wichtig, deutlich zu machen: Die Universitätskliniken in NRW wehren sich gegen solche menschenverachtenden Positionen. Wir setzen uns für Demokratie, Menschenrechte und den Rechtsstaat ein. Der Schutz der Menschenwürde ist ein Grundpfeiler unseres Selbstverständnisses, und wir verurteilen jede Form von Diskriminierung und Intoleranz aufs Schärfste. Wir stehen zusammen mit allen demokratischen Kräften in Deutschland und Europa, um unsere gemeinsamen Werte zu bewahren und uns gegen Ausgrenzung, Hass und Misstrauen auszusprechen.

Aus dieser Position heraus möchten wir alle motivieren, mit uns gemeinsam und entschlossen gegen Rechtsextremismus und jede andere Form von Menschenverachtung einzutreten.

Die Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen

Zum Statement des Verband der Universitätsklinika Deutschlands

Am Freitag, 3. November 2023, wurde das neue Kongress-Zentrum des Klinikums Lippe feierlich eröffnet…

Gesundheitsstiftung Lippe im Klinikum zu Gast

Univ.-Prof. Dr. Dr. Michel Eisenblätter (links), Direktor des Universitätsinstitutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, empfing die Gäste der Gesundheitsstiftung Lippe gemeinsam mit seinem Team

Univ.-Prof. Dr. Dr. Michel Eisenblätter und sein Team empfingen am Klinikstandort Lemgo am Dienstagabend Gäste aus dem Stifterkreis der Gesundheitsstiftung Lippe. In spannenden Vorträgen und Gesprächen informierten sich die rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über den aktuellen Stand der Universitätsmedizin am Klinikum Lippe und ganz speziell am Universitätsinstitut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie. Nach einer Begehung des Schnittbildzentrums und der Interventionseinheit gaben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen kurzen Einblick in ihre Arbeit. Als Institutsdirektor schloss Univ.-Prof. Dr. Dr. Michel Eisenblätter mit dem Vortrag „Diagnostik im Zentrum der Krankenversorgung – Neue Methoden für die Versorgung und Impulse aus der Universität“ den gelungenen Abend ab und zeigte auf, welche Innovationen im Fachbereich der Radiologie bereits jetzt zu einer Optimierung der Patientenversorgung führen.

Die Transformation des Klinikum Lippe zum Universitätsklinikum OWL schreitet weiter voran und ist eine entscheidende Entwicklung zur bestmöglichen Gesundheitsversorgung in der Region. Die universitäre Ära am Klinikum Lippe startete mit der Berufung der ersten Professoren. Nach Herrn Univ.-Prof. Dr. Stephan Gielen als Ordinarius für die Kardiologie, folgte im Sommer letzten Jahres Univ.-Prof. Dr. med. Thorsten Kaiser ein neuer Chefarzt für die Laboratoriumsmedizin und Klinische Pathobiochemie im Klinikum Lippe und kurze Zeit später Univ.-Prof. Dr. Dr. med. Michel Eisenblätter als neuer Direktor des Universitätsinstituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Campus Klinikum Lippe. In diesem Jahr folgte mit Frau Univ.-Prof. Dr. Beyhan Ataseven die erste Lehrstuhlinhaberin für Gynäkologie und Geburtshilfe der medizinischen Fakultät der Universität Bielefeld und die dementsprechende Direktorin einer Universitätsklinik in unserem Hause. Des Weiteren hat Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert den Ruf der Universität Bielefeld auf die Professur für Urologie angenommen.

 

 

Neue Oberärzte für die Frauenklinik

Nina Pauly (links) und Dr. Manuel Schweiger (rechts) freuen sich auf die neuen Aufgaben im Team von Univ.-Prof. Dr. Beyhan Ataseven (Mitte).

Das Team des Klinikums Lippe wächst weiter! Wir begrüßen Nina Pauly und Dr. Manuel Schweiger im Team von Univ.-Prof. Dr. Beyhan Ataseven.

Die beiden erfahrenen Fachärzte für Gynäkologie und Geburtshilfe sind seit 1. Juli 2023 neue Oberärztin und Oberarzt im Bereich der gynäkologischen Onkologie am Universitätsklinikum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Campus Klinikum Lippe am Universitätsklinikum OWL.

Nina Pauly studierte an der Charité Berlin und war anschließend am Klinikum Oranienburg sowie an den Kliniken Essen Mitte als Assistenzärztin tätig. Sie verfügt über die Weiterbildung gynäkologische Onkologie und die Schwerpunktbezeichnung Gynäkologische Onkologie.

Dr. Manuel Schweiger studierte an der Universität Duisburg-Essen und promovierte dort 2014. Seine klinische Erfahrung sammelte er an den Katholischen Kliniken Oberhausen sowie an den Kliniken Essen-Mitte und am Krankenhaus Agatharied Hausham. Er verfügt über die Zusatzbezeichnung Medikamentöse Tumortherapie.

Mentoring-Programm movement.med ist gestartet

Medizinische Fakultät OWL fördert Frauen auf dem Weg zur Führungsposition in Forschung, Klinik und Management – auch am Klinikum Lippe

Die Universität Bielefeld hat ein Mentoring-Programm für die Medizin aufgebaut. Die ersten Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen aus den drei Trägerkliniken des Universitätsklinikums OWL und der Medizinischen Fakultät OWL wurden am 31. März 2023 feierlich willkommen geheißen.

Eröffneten feierlich die neue Mentoring-Programmlinie für die Medizin: Mathias Kreft, Geschäftsführer des Evangelischen Klinikums Bethel, Professorin Marie I. Kaiser, Prorektorin für Personalentwicklung und Gleichstellung der Universität Bielefeld, Professor Björn Spittau, Prodekan für Forschung und Karriereentwicklung der Medizinischen Fakultät der Universität Bielefeld, Yvonne Vogelpohl, Referentin für Forschung des Klinikums Bielefeld, Lisa Hillmer, Referentin Forschungskoordination am Klinikum Lippe (v.l.)
Copyright: Universität Bielefeld / Fotograf: Gregor Herse

„Wir freuen uns sehr, am movement.med Programm der Medizinischen Fakultät OWL beteiligt zu sein. Gerade für Ärztinnen ist der Spagat zwischen der Arbeit in der Klinik und der Bearbeitung eigener Forschungsprojekte besonders groß. Eine fortlaufende Beteiligung an Forschungsprojekten ist aber eine wichtige Voraussetzung für eine Karriere in der Hochschulmedizin. Das movement.med Programm unterstützt deshalb die Teilnehmerinnen dabei, ihren Karriereweg zu verfolgen und stellt so ein attraktives Angebot für hochqualifizierte Klinikerinnen und Nachwuchswissenschaftlerinnen dar“, sagt Lisa Hillmer, die als Forschungskoordinatorin das Projekt für das Klinikum Lippe begleitet.

„movement.med“ ist ein Programm der geschlechtergerechten Personalentwicklung. Hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Ärztinnen werden hier in ihrer Karriereentwicklung gefördert. Die Teilnehmerinnen können sich im Rahmen von Mentoring-Beziehungen mit erfahrenen Personen aus der Hochschulmedizin besprechen und Einblicke in die ungeschriebenen Regeln des Wissenschafts- und Klinikbetriebs gewinnen. Außerdem tauschen sie sich in interdisziplinären Peer-Gruppen zu den Herausforderungen des wissenschaftlichen und klinischen Alltags aus. Ergänzend dazu werden Trainings zu karriererelevanten Themen angeboten. Der Fokus des Programms liegt darauf, den Blick für die eigenen Prioritäten zu schärfen, tragfähige Perspektiven für die Zukunftsgestaltung zu entwickeln und entsprechende Handlungsstrategien auszuloten.

Das Mentoring-Angebot für Medizinerinnen besteht aus zwei Programmlinien, gestaffelt nach Karrierestufen. Die Programmlinie „movement.med I early career“ für die frühe Karrierephase dauert 18 Monate und ist im September 2022 in die erste Runde gegangen. Die Programmlinie „movement.med I advanced career“ für die fortgeschrittene Karrierephase dauert zwei Jahre und hat im März 2023 begonnen.

Anlässlich der feierlichen Eröffnung der neuen Programmlinien betont Professorin Marie I. Kaiser, die Prorektorin für Personalentwicklung und Gleichstellung: „Geschlechtergerechtigkeit ist eines der zentralen strategischen Ziele der Universität Bielefeld. Das Mentoring-Programm movement ist außerdem seit elf Jahren ein wichtiges Instrument unserer Karriereförderung.“ Über 400 Studentinnen, Doktorandinnen und promovierte Wissenschaftlerinnen mit Interesse an einer wissenschaftlichen Laufbahn haben seit dem Start an diesem Karriereentwicklungsprogramm teilgenommen. Mit der Medizin kommt nun eine neue Zielgruppe mit einem speziellen Arbeitsumfeld hinzu.

Für Professorin Claudia Hornberg, Dekanin der Medizinischen Fakultät OWL, ist ein eigenes Mentoring-Programm für die Medizin ein „‘must have‘. Studien zufolge unterliegt der Zugang zu Netzwerken einem starken Gender Bias. Das heißt: Frauen haben deutlich weniger Chancen eingebunden und gefördert zu werden. Genau hier setzen seit den 90er Jahren formale Mentoring-Programme an und wollen Lücken schließen. Mittlerweile haben über 90 Prozent der Hochschulmedizin-Standorte solche Programme etabliert und ich freue mich sehr, dass wir in Bielefeld nun auch mit zwei Programmlinien aktiv Frauen dabei unterstützen, im klinischen oder medizinnahen Bereich Führungsverantwortung zu übernehmen.“

Das hiesige Programm erstreckt sich auf die Fakultät und das Universitätsklinikum Ostwestfalen-Lippe.

Urologie des Klinikums Lippe ist Universitätsklinik

Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert hat den Ruf der Universität Bielefeld auf die Professur für Urologie im Februar 2023 angenommen. Der 57-Jährige leitet die Universitätsklinik für Urologie und ist Inhaber des Lehrstuhls für Urologie der medizinischen Fakultät der Universität Bielefeld.

„Die Klinik für Urologie genießt ein herausragendes Ansehen, auch über die Landesgrenzen hinaus. Für die Weiterentwicklung der Klinik ist daher die Ernennung zur Universitätsklinik ein wichtiger Schritt. Von den verstärkten Forschungsaktivitäten und innovativen Behandlungsmethoden werden insbesondere unsere Patientinnen und Patienten profitieren“, sagt Klinikgeschäftsführer Dr. Johannes Hütte.

Univ.-Prof. Dr. Karl-Dietrich Sievert ist seit 2019 in leitender Funktion und seit 2022 Chefarzt der Universitätsklinik für Urologie am Klinikum Lippe. Neben der Forschung und Lehre am UK OWL sind ihm besonders die Erweiterung minimalinvasiver Operationsmethoden, die Einführung neuer und besonders schonender Therapien sowie der Ausbau der urologischen Robotik ein wichtiges Anliegen.

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Wir laden Sie herzlich zu unserer wissenschaftlichen Fortbildungsreihe ein. In drei virtuellen Themenabenden widmen wir uns aktuellen Fragen der gynäkologischen Onkologie und Senologie. Den Abschluss bildet ein fachübergreifendes Präsenzsymposium mit praxisrelevanten Updates aus der Gynäkologie und Geburtshilfe.

Die Veranstaltung richtet sich an Kolleginnen und Kollegen in Kliniken und Niederlassungen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Dienstag, 01.12.2026, 18:00 – 20:00 Uhr
Virtuelles Symposium: Ovarialkarzinom: Platinresistenz – ein Bündel an Optionen

Mittwoch, 02.12.2026, 18:00 – 20:00 Uhr
Virtuelles Symposium: Endometriumkarzinom in Motion 2.0

Donnerstag, 03.12.2026, 18:00 – 20:00 Uhr
Virtuelles Symposium: Mammakarzinom/Senologie – Endokrine Therapie neu gedacht

Samstag, 05.12.2026, 08:00 – 14:30 Uhr
Präsenzsymposium: Gynäkologie und Geburtshilfe

Wir laden Sie herzlich zu unserer wissenschaftlichen Fortbildungsreihe ein. In drei virtuellen Themenabenden widmen wir uns aktuellen Fragen der gynäkologischen Onkologie und Senologie. Den Abschluss bildet ein fachübergreifendes Präsenzsymposium mit praxisrelevanten Updates aus der Gynäkologie und Geburtshilfe.

Die Veranstaltung richtet sich an Kolleginnen und Kollegen in Kliniken und Niederlassungen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Dienstag, 01.12.2026, 18:00 – 20:00 Uhr
Virtuelles Symposium: Ovarialkarzinom: Platinresistenz – ein Bündel an Optionen

Mittwoch, 02.12.2026, 18:00 – 20:00 Uhr
Virtuelles Symposium: Endometriumkarzinom in Motion 2.0

Donnerstag, 03.12.2026, 18:00 – 20:00 Uhr
Virtuelles Symposium: Mammakarzinom/Senologie – Endokrine Therapie neu gedacht

Samstag, 05.12.2026, 08:00 – 14:30 Uhr
Präsenzsymposium: Gynäkologie und Geburtshilfe

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Dienstag, 01.12.2026, 18:00 – 20:00 Uhr
Virtuelles Symposium: Ovarialkarzinom: Platinresistenz – ein Bündel an Optionen

Mittwoch, 02.12.2026, 18:00 – 20:00 Uhr
Virtuelles Symposium: Endometriumkarzinom in Motion 2.0

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Samstag, 05.12.2026, 08:00 – 14:30 Uhr
Präsenzsymposium: Gynäkologie und Geburtshilfe

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Die Veranstaltung richtet sich an Kolleginnen und Kollegen in Kliniken und Niederlassungen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Dienstag, 01.12.2026, 18:00 – 20:00 Uhr
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Donnerstag, 03.12.2026, 18:00 – 20:00 Uhr
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Samstag, 05.12.2026, 08:00 – 14:30 Uhr
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