Digitale Narkosedokumentation erfolgreich eingeführt

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Digitale Narkosedokumentation erfolgreich eingeführt

PDMS stärkt Patientensicherheit, Qualität und Forschung am Klinikum Lippe

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Experten wurden aus beiden Berufsgruppen geschult, von links: Fachkrankenpfleger Marco Duckhorn-Hirche, Weiterbildungsassistent Sven v. Frantzki und Oberarzt Albert Tukhvatullin.

Zum Dezember hat das Klinikum Lippe die digitale Narkosedokumentation über ein Patientendatenmanagementsystem (PDMS) erfolgreich eingeführt. Nach rund sechs Monaten intensiver Vorbereitung ersetzt das System schrittweise die papierbasierte Dokumentation in der Anästhesiologie – ein Projekt, das trotz seiner scheinbaren Selbstverständlichkeit technisch und organisatorisch hochkomplex ist.

In der Narkose kommen zahlreiche medizinische Geräte unterschiedlicher Hersteller zum Einsatz, darunter Beatmungsgeräte, Spritzenpumpen sowie Monitore mit EKG-Überwachung. Über verschiedene Schnittstellen liefern diese Systeme kontinuierlich Gerätedaten, die nun automatisiert, strukturiert und lückenlos im digitalen Narkoseprotokoll zusammengeführt werden.

Ein zentraler Erfolgsfaktor war die sorgfältige Qualifizierung der Mitarbeitenden: Zunächst wurden Expertinnen und Experten aus der Anästhesiologie geschult, die ihr Wissen anschließend an insgesamt 121 Anästhesiologinnen und Anästhesiologen sowie Fachpflegekräfte weitergaben. Begleitet wurde der Prozess eng durch einen externen Dienstleister sowie die hausinterne IT.

Um maximale Handlungssicherheit zu gewährleisten, erfolgte über vier Wochen eine parallele Dokumentation auf Papier und im PDMS. Dieses Vorgehen stellte sicher, dass die Umstellung jederzeit die Patientensicherheit in den Fokus stellte. Dank der interprofessionellen Zusammenarbeit von Medizintechnik, IT, Ärztinnen, Ärzten und Pflegenden konnte das System ohne Einschränkungen der OP-Kapazitäten etabliert werden.

Mit der digitalen Narkosedokumentation ergeben sich zahlreiche Vorteile: Die Anästhesiologie gewinnt Zeit für die unmittelbare Patientenbetreuung, relevante Informationen aus früheren Eingriffen sind bei wiederkehrenden Patientinnen und Patienten übersichtlich abrufbar, und die strukturierten Daten bilden eine wertvolle Grundlage für Qualitätssicherung sowie wissenschaftliche Studien im Rahmen der universitären Abteilungen.

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