Klinikum Lippe
Klinik für Gefäßchirurgie
Rintelner Straße 85
32657 Lemgo
Kostenpflichtige Parkplätze stehen Ihnen auf dem Klinikgelände zur Verfügung.
Die Klinik für Gefäßchirurgie am Standort Lemgo beschäftigt sich mit der Diagnose und Therapie der erkrankten Blutgefäße, d. h. mit verschlossenen, entzündlichen oder erweiterten Schlagadern von Kopf bis Fuß, chronischen Venenerkrankungen und tiefen Venenthrombosen sowie mit der Behandlung von Lymphgefäßen. Besonderen Wert legt die Klinik auf eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit, denn diese sichert eine optimale Diagnostik und Therapie für unsere Patienten.
Wir bieten Sprechstunden zu allen Gefäßerkrankungen an, unter anderem:
- Aortensprechstunde
- Carotissprechstunde
- Shuntsprechstunde
Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter Telefon 05261 26-4142.

Marcus Pause

Sergey Tkachenko

MUDr. Jozefina Kusnirova

Mykhailo Burylov

Nawar Alasad

Dr. med.
Elke Kaufhold

Freya Malin Petri

Beate Schmidt
| GEFÄSSCHIRURGIE
Sprechzeiten
Notfallkontakt Gefäßchirurgie 24 h
Im Notfall (für Ärzte)
Telefon 05261 26-6136
Sekretariat Gefäßchirurgie
Verena Stein-Plöger
Telefon 05261 26-4142
Gefäßambulanz
Sprechzeiten
Mo. – Do. 10:00 – 14:00 Uhr
Spezial-Sprechstunde PD Dr. Rusch
Aortensprechstunde
Mo. 10:00 – 12:00 Uhr
Carotissprechstunde
Di. 10:00 – 12:00 Uhr
Privatsprechstunde
Mi. 10:00 – 12:00 Uhr
Shuntsprechstunde
Do. 10:00 – 12:00 Uhr
| GEFÄSSCHIRURGIE
Aortenchirurgie
Im Klinikum Lippe (Universitätsklinikum OWL) werden jährlich mehr als 100 Patientinnen und Patienten an der Hauptschlagader behandelt. Aufgrund moderner Diagnostik und der erweiterter Behandlungsmöglichkeiten, die selbst im höheren Alter möglich sind, gewinnen die endovaskuläre und die offen-chirurgische Therapien immer mehr an Bedeutung. Diese werden in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Abteilung für interventionelle Radiologie im interdisziplinären Gefäßzentrum (aktuell im Zertifizierungsprozess) durchgeführt. Zu den Hauptkrankheitsbildern gehören die Dissektion, die Erweiterung der Hauptschlagader (Aneurysma) und der Gefäßverschluss. In unseren regelmäßigen gefäßchirurgisch-radiologischen Konferenzen werden die Fälle interdisziplinär diskutiert und abhängig vom Alter, der Anatomie und den Vorerkrankungen der Patientin bzw. des Patienten die optimale Behandlung empfohlen.
Dissektion
Eine Aortendissektion beschreibt einen Einriss der inneren Gefäßwand der Hauptschlagader mit Aufspaltung der drei Wandschichten. Dadurch kommt es zu einer Einblutung zwischen den Schichten. Das häufigste Symptom sind plötzlich einsetzende, stärkste Schmerzen im Brust- oder Bauchbereich mit Ausstrahlung in den Rücken. Durch das Fortschreiten der Dissektion können zusätzlich Symptome einer Durchblutungsstörung der Organe hinzukommen. Als gefährlichste Komplikation kann die vollständige Aortenruptur eintreten. Hierbei handelt es sich um einen lebensbedrohlichen Notfall, der sofort behandelt werden muss.
Aneurysma
Ein Aortenaneurysma beschreibt eine krankhafte Erweiterung bzw. Aussackung der Hauptschlagader. Hauptursache sind degenerative Wandveränderungen, die in jedem Abschnitt der Aorta auftreten können. Ab einer bestimmten Größe besteht eine erhöhte Gefahr des Einrisses (Ruptur) der Aortenwand. Am häufigsten tritt ein Aneurysma im Bereich der Bauchschlagader auf. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Am häufigsten treten unspezifische Schmerzen im Bauch- und Rückenbereich auf. Eine Behandlungsindikation wird im Regelfall ab einer Größe von > 5 cm bei Frauen bzw. > 5,5 cm bei Männern. gestellt. In unserer Klinik führen wir regelmäßig ein Aortenscreening durch, bei dem wir jedem eine kostenlose sonographische Diagnostik der Bauchschlagader anbieten. Für Männer ab 65 Jahren wird ein Präventions-Screening von den Krankenkassen empfohlen. Die Kosten werden übernommen.
| GEFÄSSCHIRURGIE
Periphere Bypasschirurgie
Aufgrund moderner diagnostischer Möglichkeiten, einer immer besser werdenden konservativen Therapie und des demografischen Wandels mit einer Zunahme der älteren Bevölkerung, entsteht eine deutliche Zunahme an Menschen mit kombinierten Erkrankungen. Die Zahl der Patientinnen und Patienten mit Durchblutungsproblemen und erhöhten Blutzuckerwerten steigt kontinuierlich an. Somit treten immer häufiger komplexe Verschlussprozesse des Gefäßsystems auf. Die gefäßchirurgische Behandlung dieser Durchblutungsstörungen dient dem Erhalt der Extremitäten. Hierbei wird es immer häufiger notwendig, Patientinnen und Patienten in einem fortgeschrittenen Stadium durch die Anlage eines Bypasses zur Überbrückung der Verschlüsse zu behandeln.
Hierbei bieten wir durch unsere neu ausgebaute Ausstattung im Hybridsaal (ein zweiter ist in Vorbereitung) das gesamte Spektrum der modernen Gefäßchirurgie an. Komplexe Stenosen/Verschlüsse können wir kombiniert operativ und interventionell als Hybrid-Eingriff durchführen und jeden Bereich des Gefäßsystems versorgen. Dazu zählen unter anderem die gesamte Bypass-Chirurgie, die Revisionschirurgie mit kryokonservierten humanen Allografts (Homograftersatz), die septische Chirurgie und die interventionelle Versorgung mittels perkutaner transluminaler Angioplastie (PTA) sowie die Stentimplantation peripher und zentral.
| GEFÄSSCHIRURGIE
Carotischirurgie
Ein weiterer Leistungsschwerpunkt unserer Abteilung ist die Behandlung von Engstellen (Stenosen) und/oder Verschlüssen der Halsschlagader (Carotis). In unserem Zentrum führen wir jährlich über 100 Carotis-Operationen und -Interventionen durch.
In Deutschland erleiden jährlich 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Etwa 30.000 davon sind auf eine Einengung (Stenose) im Bereich der Halsschlagader zurückzuführen. Die Häufigkeit dieser Art von Schlaganfall steigt mit dem Alter der Patientinnen und Patienten an. In der Regel liegt die Verengung im Bereich der Aufgabelung der Halsschlagader. Die häufigste Ursache ist die Verkalkung (Arteriosklerose) der Gefäßwand, wodurch es zunehmend zu einer Einengung des Gefäßdurchmessers kommt. Je nach Grad der Verengung besteht ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall. In enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Klinik für Neurologie und der Abteilung für interventionelle Radiologie können wir Ihnen eine optimale Behandlung mit höchster Expertise vor und nach dem Eingriff anbieten.
In Abhängigkeit der pathologischen Befunde der Halsschlagader sowie der Beschwerdesymptomatik und der Lokalisation bieten wir eine offen-chirurgische Therapie an. Dabei erfolgt die Ausschälung der Engstelle (Thrombendarteriektomie, TEA) und die vollständige Rekonstruktion des Gefäßes. Der Verschluss des eröffneten Gefäßes erfolgt mittels eines Flickens (Patchplastik) oder einer körpereigenen Vene. Als Alternative bieten wir abhängig von der Anatomie auch die Eversionsendarteriektomie an. Dabei wird das Gefäß abgetrennt, gekürzt und wieder an das Ursprungsgefäß angeschlossen. Der Einsatz einer Rekonstruktion mittels Patchplastik fällt hierbei weg. Diese Therapie ist eine gute Möglichkeit, pathologisch verlängerte Halsschlagadern oder Knickbildungen zu beseitigen.
Nur wenige Erkrankungen sind so gut wissenschaftlich untersucht wie die Einengung der Halsschlagader (NASCET, ECST). Abgeleitet aus diesen Untersuchungen besteht eine signifikante Reduktion des Schlaganfallrisikos durch eine Operation ab einer Einengung von 60%. Entsprechend den Leitlinien werden in unserer Klinik Patientinnen und Patienten mit einer Verengung der Halsschlagader ab 60 % auch ohne bestehende Symptomatik in einem interdisziplinären Board besprochen und leitliniengerecht behandelt.
| GEFÄSSCHIRURGIE
Hybrideingriffe
Im neuen Zentral-OP des Klinikums Lippe befindet sich ein Großraum-Hybridsaal. Ein weiterer Hybrid-Saal ist aktuell in der Planungsphase. Darüber hinaus nutzen wir die modernen Angiographie-Anlagen gemeinsam mit der Universitätsklinik für diagnostische Radiologie. Diese Anlagen liefert Bilder in höchster Auflösung und sind zugleich strahlungsärmer als frühere Gerätegenerationen. Die intuitive Bedienung über einen Touchscreen und zwei Monitore mit einer Bilddiagonale von fast 1,5 Metern erleichtert uns während der Operationen die Arbeit ebenso wie die dreidimensionale Darstellung und viele weitere Funktionen, etwa die Möglichkeit der Navigation durch das Gefäßsystem oder die Messung des Blutflusses.
Dadurch sind optimale Voraussetzungen für die Implantation von endovaskulären Prothesen im thorakalen und abdominellen Bereich geschaffen, einschließlich gebranchter Prothesen. Des Weiteren führen wir komplexe Eingriffe in interdisziplinärer Zusammenarbeit unter Zuhilfenahme der Herz-Lungen-Maschine (HLM) kombiniert offen chirurgisch und interventionell durch. Dank der modernen Operationssäle können wir alle Eingriffe am arteriellen und venösen System auf höchstem Niveau anbieten.
| GEFÄSSCHIRURGIE
Shuntchirurgie
Bei der chronisch-terminalen Niereninsuffizienz kommt es als Folge von angeborenen oder erworbenen Nierenerkrankungen zu einem irreversiblen Ausfall der Nierenfunktion. Um die Entgiftungsfunktion der Nieren zu unterstützen bzw. zu ersetzen, sind Blutwäschen, sogenannte Dialysebehandlungen, notwendig. Laut Angaben des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) werden aktuell in Deutschland ca. 83.000 Dialysepatientinnen und -patienten behandelt.
Zur Durchführung einer Dialyse wird ein sogenannter Hämodialyse-Shunt benötigt. Dabei handelt es sich um eine chirurgisch angelegte Gefäßverbindung zwischen Schlagader (Arterie) und Vene, durch die ein hoher Blutfluss in die Vene umgeleitet wird. Die Vene verändert dadurch ihre Wand, dehnt sich aus und kann dann zur Dialysebehandlung mehrmals wöchentlich angestochen werden. Dieser spezielle Gefäßzugang ist von zentraler Bedeutung für die langfristige Lebenserhaltung und Lebensqualität der Patientinnen und Patienten.
Sollte die operative Anlage oder eine Revision eines solchen Hämodialysezugangs notwendig sein, bieten wir das gesamte Spektrum der modernen Shunt-Chirurgie an.
In enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit unseren klinischen Partnern – sowohl regional als auch überregional – und insbesondere mit den niedergelassenen behandelnden Nephrologen und betreuenden Dialysepraxen können wir eine optimale prä- und postoperative Behandlung mit höchster Expertise anbieten.
Das im Jahr 2026 entstandene ambulante Operationszentrum für Gefäßmedizin in Lemgo ermöglicht uns den Aufbau eines interdisziplinären Shunt-Zentrums mit Hauptschwerpunkt in der ambulanten Shunt-Chirurgie.
Heute können viele Operationen ambulant durchgeführt werden. Die Patientinnen und Patienten müssen nicht mehr eine oder mehrere Nächte im Krankenhaus verbringen, sondern können am Tag des Eingriffs wieder nach Hause gehen.
Insbesondere ältere Menschen fühlen sich in der gewohnten häuslichen Umgebung am wohlsten. Die meisten Patientinnen und Patienten sind deshalb dankbar, wenn ein notwendiger Eingriff ohne stationären Aufenthalt erfolgt und sie schnell wieder nach Hause können. Unsere ambulanten Operationen führen wir zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen des ambulanten Operationszentrums am Standort Lemgo durch.
Ob eine ambulante Operation für Sie infrage kommt, besprechen wir mit Ihnen in einem ambulanten Termin. Die OP-Vorbereitungen können im selben Rahmen erfolgen.
Selbstverständlich stehen wir jederzeit zur Verfügung, um die bestmögliche Behandlung für Dialysepatientinnen und -patienten zu ermöglichen.
Terminvereinbarung
Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Gefäßchirurgischen Ambulanz unter der Telefonnummer 05261 26-4142.
| GEFÄSSCHIRURGIE
Kooperationspartner
Lipper sind unser Ansporn
Patienten werden bei uns jährlich stationär versorgt
Betten verfügt das Klinikum Lippe
Mitarbeiter engagieren sich für Ihre Gesundheit


