Prostatazentrum

Therapie

Im vertrauensvollen Gespräch mit Ihnen und unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Krankheitsmerkmale und Lebensumstände erarbeiten wir mit Ihnen einen Behandlungsvorschlag. Ihre Wünsche werden dabei mit einbezogen.

  • Operation

    Bei der radikalen Prostatektomie wird die erkrankte Prostata vollständig entfernt. Mit äußerster Präzision – unter Verwendung einer Lupenbrille – werden dabei die Schließmuskulatur (Kontinenz) wie auch in geeigneten Fällen wichtige Nervenbahnen (Potenz) geschont, so dass die Ergebnisse unseres Teams hinsichtlich der Kontinenz- und Potenzerhaltung Expertise auch im internationalen Vergleich ausweisen. Die hohe Präzision, mit der diese anspruchsvollen Eingriffe (ca. 80 Operationen pro Jahr) nur von den erfahrensten Operateuren ausgeführt werden, hat ermöglicht, dass der Blutverlust äußerst gering und Blutübertragungen extrem selten erforderlich sind.
  • Strahlentherapie

    Als strahlentherapeutische Verfahren stehen die modernsten Techniken zur Verfügung:
    - die perkutane Bestrahlung (von außen) mit einem Linearbeschleuniger oder
    - die Seed-Implantation, bei der winzige Strahlenquellen etwa von der Größe eines Getreidekorns in die Prostata eingebracht werden. Hierbei wird also die Prostata von innen her bestrahlt.
  • Hormontherapie

    Bei fortgeschrittenen Erkrankungen, wenn also durch Operation oder Strahlenbehandlung keine Heilung zu erwarten ist, kann eine Hormonentzugsbehandlung das Tumorwachstum verhindern oder stark einschränken.
  • Chemotherapie

    In der Regel wird eine Chemotherapie beim Androgen-unabhängigen Prostatakarzinom eingesetzt, also dann, wenn der Tumor trotz einer Hormontherapie fortschreitet. Die Chemotherapie ist eine Behandlung mit Medikamenten, die Tumorzellen möglichst ohne Schädigung gesunder Zellen in ihrem Wachstum hemmen oder abtöten. Weil das Prostatakarzinom langsam wächst, sind Zytostatika nur eingeschränkt wirksam. Eine dauerhafte Heilung ist auch mit Chemotherapeutika oder Kombinationsbehandlungen daher bisher nicht erreichbar. Ziel einer Chemotherapie ist deshalb eine Steigerung der Lebensqualität durch Linderung von Schmerzen und Verbesserung des Allgemeinzustands. Das Ansprechen des Tumors und seine Rückbildung werden indirekt anhand des Rückgangs von Beschwerden und des Abfalls des PSA-Werts beurteilt. Die Chemotherapie des Prostatakarzinoms wird nach einem festen Schema unter engmaschiger Kontrolle in der Regel ambulant verabreicht.
  • Nukleartherapie

    Radionuklidherapie mit Lutetium-177-PSMA
    Hierbei handelt es sich um einen individuellen Heilversuch bei Patienten bei denen der Prostatatumor bereits in Lymphknoten und andere Organe gestreut hat. Bei „PSMA“ handelt es sich um eine Oberflächeneigenschaft von Prostatazellen und insbesondere bösartigen Zellen, die von Prostatagewebe ausgegangen sind. Diese Oberflächeneigenschaft unterscheidet die Krebszellen von anderen Geweben im Körper. Das Medikament (Lutetium-177-PSMA-Ligand) gibt radioaktive Strahlung ab. Es handelt sich bei dieser Therapie also um eine gezielte Strahlentherapie zur Behandlung von Metastasen eines Prostatakarzinoms.

    Radionuklidtherapie mit Radium-223
    Diese Therapie ist eine ambulante, palliative Therapie von Knochenmetastasen, die durch das Prostatakarzinom hervorgerufen wurden. Dabei soll durch gezielte Strahlentherapie das kranke Gewebe der Knochenmetastasen geschädigt, das umliegende gesunde Gewebe aber bestmöglich geschont werden.

    Bitte besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Urologen ausführlich, ob für Sie eine Radionuklidtherapie der Prostatakarzinommetastasen geeignet ist.


Aber auch eine abwartende, den weiteren Verlauf lediglich beobachtende Haltung kann – besonders bei älteren Patienten mit weniger aggressiven Tumoren – angezeigt sein.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 28.03.2018

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