Brustzentrum

Wöchentliche interdisziplinäre Konferenz

Ein weiterer Ausdruck der interdisziplinären Kooperation ist die Tumorkonferenz nach dem Vorliegen des feingeweblichen Befundes einige Tage nach dem Eingriff. In unserem Klinikum findet diese Tumorkonferenz an jedem Mittwoch um 14.15 Uhr statt. Daran nehmen alle beteiligten Fachdisziplinen teil - Senologie/Gynäkologie, Radiologie, Onkologie, Strahlentherapie, Pathologie, Psychoonkologie, die Breast Care Nurses und in vielen Fällen die niedergelassenen GynäkologInnen und OnkologInnen. Entsprechend der Tumorcharakteristik wird gemeinsam ein Therapiekonzept erarbeitet.

Entscheidende Parameter für eine evtl. notwendige Anschlussbehandlung sind die Art der Operation, das Alter der Patientin, der Lymphknotenstatus, das Vorhandensein von Hormonrezeptoren, der Tumortyp und seine Wachstumsgeschwindigkeit.

Besitzt der Tumor z. B. Bindungsstellen auf seinen Zelloberflächen für die weiblichen Geschlechtshormone (Östrogen und Progesteron), kann durch eine Hemmung dieser sog. Rezeptoren der Tumor in seiner Teilungsfähigkeit gehemmt werden. Wir sprechen von einer Antihormontherapie.

Das bekannteste Medikament in dieser Gruppe ist das Tamoxifen. In letzter Zeit haben zusätzlich sog. Aromatasehemmer (z.B. Arimidex® und Femara®) Eingang in diese Therapieform gefunden.

Diese Therapieform wird vorzugsweise bei Frauen nach der Menopause eingesetzt. Aber auch bei Frauen mit Tumoren und vorhandenen Hormonrezeptoren vor der Menopause wird die Antihormontherapie verwendet. In diesen Fällen kann durch spezielle Medikamente (sog. GnRH-Analoga) die Funktion der Eierstöcke blockiert werden.

Bei bestimmten Risikopatientinnen mit größeren oder aggressiveren Tumoren bzw. Lymphknotenbefall wird meist eine zusätzliche Chemotherapie empfohlen. In großen Studien der Vergangenheit konnte gezeigt werden, dass durch diese Verfahren der sog. adjuvanten Therapie die Prognose der betroffenen Frauen wesentlich verbessert werden kann.

Zum Therapiekonzept bei brusterhaltender Operation gehört die Strahlentherapie. Die betroffene Brust wird nach Abschluss der evtl. durchzuführenden Chemotherapie in einem Zeitraum von ca. 6 Wochen bestrahlt. Diese Behandlungsform hat das Ziel, ein Wiederauftreten des Karzinoms in der erkrankten Brust zu verhindern. Im Rahmen der Tumorkonferenz bestimmt der Strahlentherapeut über die Notwendigkeit und das Ausmaß dieser Therapiemodalität. Im Anschluß an die Tumorkonferenz wird ein Protokoll für jede Patientin verfasst, in dem der Therapieplan und die Empfehlungen für den einweisenden Arzt festgehalten werden.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 05.10.2017

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