Urologie-Laparoskopie

Laparoskopie

Bei laparoskopischen Operationen wird über kleinste Zugänge(5-10 mm große Löcher) eine entsprechende Operation durchgeführt. Über diese Löcher werden neben einer Kamera spezielle Instrumente in das Operationsfeld eingebracht. Die Kamera überträgt ein Bild vom Operationsgebiet in 10-20 fache Vergrößerung. Somit kann das Operationsteam die Operation mit größter Präzision und mit geringstem Blutverlust durchführen. Es werden Operationen an der Nieren, dem Harnleiter, den Lymphknoten, der Prostata und im Bereich der konstruktiven Urologie hoch effektiv durchgeführt.

Neben der klassischen Laparoskopie verfügte die Abteilung seit April 2018 über ein DaVinci Xi™, Intuitive™-Operationssystem. Mit dem DaVinci™ Operationssystem können minimal invasive und sehr komplexe Operationen mit einer einzigartigen Präzision durchgeführt werden. Die Vorteile für den Patienten sind an erster Stelle die kaum sichtbaren kleinen Narben. Der Krankenhausaufenthalt wird verkürzt und der Patient erholt sich in der Regel wesentlich schneller. Wenn das laparoskopische Verfahren eingesetzt werden kann, kann in der Tumorchirurgie wie auch in der rekonstruktiven Urologie ein gleichwertige Operationsresultat erzielt werden.

Niere

Komplette Entfernung der Niere und ggf. Harnleiter (große Tumore oder Funktionslosigkeit)
Teilweise Entfernung der Niere

Nierenbeckenabgangsenge

Rekonstruktion des Übergangs zwischen dem Hohlsystem der Niere in den ableitenden Harnleiter (Nierenbeckenplastik)

Harnleiterneueeinpflanzung

Bei Veränderungen (Narben, Reflux) der Einmündung des Harnleiters in die Harnblase kann es notwendig sein, dass der Harnleiter neu in die Harnblase implantiert werden muss.

Harnblasenentfernung

Als Ultima Ratio kann es sein, dass eine Harnblasenentfernung empfohlen wird. Sollte dieses notwendig sein, kann eine Ileum-Neo-Blase (Konstrukt aus Dünndarm) gebildet werden. Sollte sich das Verfahren in der Neo- Blase nicht anbieten, besteht die Möglichkeit eine Harnableitung über die Bauchwand zu erzielen (Ileum-Conduit). Der Urin wird in einem aufgeklebten Beutelsystem aufgefangen. Sollte sich dieses als Schlüssellochoperation anbieten, wird diese Operation mit dem DaVinci Xi™, Intuitive™, durchgeführt.

Prostataentfernung

Das Prostatakarzinom kann über einen minimalinvasiven laparoskopischen Zugang (DaVinci™) operiert werden. Hierdurch kann für die Patienten der Blutverlust minimiert und die postoperative Erholungsphase verkürzt werden. In der Regel wird die Wiederaufnahme des gewohnten Lebens schneller erreicht.

Beckenbodenrekonstruktion

Absenkungen des Beckenbodens (z.B. nach Geburten) können zu Veränderungen führen, die durch eine konstruktive Operation wiederhergestellt werden können. Oftmals sind hier bandartige Strukturen zerrissen, die durch eine entsprechende Fixierung (Sakrocolpopexie) repariert werden.

Lymphknotenoperationen (retroperitoneal, inguinal)

Aus diagnostischen Gründen und zur besseren Einschätzung eines Tumorgeschehens kann es notwendig sein, dass aus dem Bauchraum Lymphknoten entfernt werden müssen. In der Vergangenheit wurde diese Operation in erster Linie durch einen sogenannten Großen Bauchschnitt durchgeführt. Mit der Laparoskopie, ggf. mit dem DaVinci™-System, kann dieser Eingriff minimalinvasiv erfolgen, so dass der Patient bereits nach wenigen Tagen entweder entlassen oder früher weitertherapiert werden kann. Zusätzlich sind bekannte Komplikationen, wie Blutungen und Lymphflüssigkeitaustritt wesentlich seltener.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 02.07.2019

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