Palliativstation

Die Palliativstation - Für Menschen da sein

Die Palliativstation des Klinikums funktioniert anders als andere Stationen: Hier geht es ungewohnt ruhig zu und gleichzeitig sehr farbenfroh: Die Wände sind in einem warmen Gelb gestrichen und dank der Wandbilder wirkt schon der Flur sehr wohnlich und einladend. Das ist den Menschen, die hier arbeiten, sehr wichtig, denn sie möchten schwer- und unheilbar kranken Menschen und ihren Angehörigen ermöglichen, die verbleibende Zeit möglichst schmerzfrei und lebensfroh zu gestalten - und dazu gehört nicht zuletzt ein Umfeld, das dem eigenen Zuhause möglichst nahe kommt. So sucht man hier vergeblich nach weißer Krankenhausbettwäsche, denn die Patienten dürfen hier alle individuellen Dinge mit in ihr Einzelzimmer bringen.

Die Wünsche der Patienten stehen im Mittelpunkt der Arbeit eines multiprofessionellen Teams aus Palliativärzten, Psychoonkologen, Palliativ Care-Pflegekräften, Physiotherapeuten, Seelsorgern und Sozialarbeitern. Stationsschwester Ursula Block und ihr Team setzen alles daran, die Wünsche zu erfüllen. Häufig geht es zunächst darum, Schmerzen zu lindern und den Patienten medikamentös richtig einzustellen.

Bei allen Entscheidungen zur Medikation und zur Gestaltung des Alltags werden die Patienten mit einbezogen und es wird offen und ehrlich mit ihnen darüber gesprochen.

Die Bedürfnisse der Patienten sind unterschiedlich und manchmal kann das Team mit Kleinigkeiten ganz viel erreichen.

   

                    

In Lippe gibt es ein gutes palliatives Netzwerk und die Palliativstation in Lemgo ist ein wichtiger Pfeiler. Die meisten Patienten bleiben etwa zwei Wochen hier. Anschließend helfen die Sozialarbeiter dabei, den weiteren Weg zu gestalten, sei es im Hospiz oder zu Hause mit ambulanter Palliativpflege.

Auch für die Angehörigen haben Ärzte und Pflegekräfte ein offenes Ohr.

Frau Block (Leitung der Palliativstation):

"Man muss nur hellhörig sein und kreativ, dann können selbstgebackene Waffeln ein Lächeln auf die Lippen eines schwerkranken Menschen zaubern und ein Gespräch mit den Angehörigen hilft dabei, die letzten Tage gut zu gestalten.

Wir sind für die Angehörigen genau so da wie für die Patienten. Sie dürfen auf Wunsch mit im Patientenzimmer übernachten und werden auch seelsorgerisch betreut. Das hilft ihnen, einen geliebten Menschen auf dem letzten Weg zu begleiten. Wie gut das gelingt, zeigen viele Dankesschreiben. Diese Zeilen motivieren das Team der Palliativstation auch weiterhin - damit niemand auf seinem letzten Weg allein gelassen wird.''

Prof. Dr. Hartmann:

"Sogar eine Hochzeit hat es hier schon gegeben. Eine Patientin hatte den Wunsch, zu heiraten. Und so hatten wir hier auf der Station rund 30 Gäste, einen Priester und eine strahlende Braut im weißen Kleid - trotz ihrer schweren Erkrankung. Ein anderer Patient wünschte sich, ein letztes Mal Urlaub mit seinem Wohnwagen an der Weser machen zu können. Obwohl es ihm schon sehr schlecht ging, konnten wir ihn so weit stabilisieren, dass der Wunsch erfüllt werden konnte. Das ist natürlich nicht immer möglich. Man kann nicht jedem Patienten ein schmerzfreies Lebensende ermöglichen, aber man kann versuchen, die Zeit so gut wie möglich zu gestalten Wichtig ist, dass es ein gutes Netzwerk gibt, das Patienten und Angehörige auffängt. Niemand muss alleine zu Hause sterben, und niemand wird im Stich gelassen."

Diese Seite wurde aktualisiert am: 05.10.2017

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