Multimodale Therapie von (Str-)essstörungen im Säuglings- und frühen Kleinkindsalter 

Im Rahmen der kindlichen Entwicklung kann es für Eltern und Kind zu belastenden Schwierigkeiten kommen, die z.B. im Bereich von Schluck-, Ernährungs-, Schlaf- und Interaktionsstörungen liegen können. Die Therapie dieser Störungsbilder ist häufig schwierig und bedarf eines multimodalen Ansatzes. Dafür steht im Klinikum Lippe ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten und Oekotrophologen (Ernährungswissenschaftler) zur Verfügung, um eine umfassende Diagnostik und ein entsprechendes Behandlungskonzept zu gewährleisten.
Ziel dieses Therapiekonzeptes ist einerseits, körperliche Probleme diagnostisch aufzuarbeiten und zu therapieren, andererseits, Hilfe zur Selbsthilfe bei Problemen in der Interaktion zu bieten.

 

Es werden therapiert:

  • Patienten mit dauerhaftem und anhaltendem Schreien und Schlafstörungen

  • Patienten mit Schluckstörungen

  • Patienten mit allen Arten von Ernährungs- und Gedeihstörungen

  • Säuglinge und Kleinkinder mit Bindungsproblemen.

 

  • Sondenentwöhnung

    Eine Sondenentwöhnung lässt sich in vier Phasen einteilen und kann – in Abhängigkeit von Sondierungsdauer und Grunderkrankung des Kindes – nach folgendem Prinzip ablaufen:

    1. Eingewöhnungsphase
    Ausschluss organischer Ursache, Beobachtung der Ernährungssituation und Besprechung des weiteren Vorgehens.
    2. Phase der Nahrungsreduktion
    Langsames Beenden der Zuführung von Sondenkost und damit Beginn der Sondenentwöhnung , Entwicklung des Hungergefühls.
    3. Intensivphase
    Umsetzung des gemeinsam entwickelten und auf die Bedürfnisse des Kindes angepassten Behandlungsplans unter intensiver therapeutischer Begleitung.
    4. Stabilisierungsphase
    Ein normales Essverhalten wird etabliert, es kommt wieder zu einer adäquaten Gewichtszunahme auch ohne Sondennahrung.
    5. Nach einer häuslichen Belastung folgt die Entlassung.
    Nach der Entlassung werden Sie und Ihr Kind noch einige Zeit weiter von unserem Team betreut und begleitet.

 

Im Rahmen unseres Behandlungsansatzes kommen folgende Techniken zum Einsatz:

  • Verwendung von videogestützten Techniken
  • Gemeinsames Anschauen der Aufzeichnungen mit der Mutter/den Eltern
  • Unterstützung der Bezugspersonen durch Identifizierung von positivem, fürsorglichem Verhalten
  • Beobachtung von problematischen Interaktionssequenzen mit anschließender Unterbreitung alternativer Interpretationsmöglichkeiten für kindliches Verhalten bei etwaiger Fehlwahrnehmung der kindlichen Signale
  • Verstärkung der kindlichen Kompetenzen und Selbstständigkeit Verstärkung von wünschenswerten Interaktionen durch Ermutigung/Lob, Fokussierung auf das »Hier und Jetzt«.
  • Gemeinsames "spielerisches" Essen zur Motivation von Kleinkind und Eltern

 

Für eine Kontaktaufnahme stehen wir bei Bedarf gerne unter 05231-72-3171 zur Verfügung. Im Rahmen akuter Belastungssituationen besteht selbstverständlich jederzeit die Möglichkeit sich auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten an die Notfallambulanz in der Zentralen Notaufnahme zu wenden.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 20.08.2019

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