Kinder- und Jugendmedizin

Neonatologie / Pädiatrische Intensivstation

Die Neontaologie und die pädiarischen Intensivstation  sind  in unserer Kinik nicht integriert sondern  räumlich getrennt.  Auf der Neonatologie werden aus infektiontstechnischen Gründen nur Kinder, die im eigenen Haus entbunden wurden, versorgt. Kinder, die von außen zu uns verlegt werden, werden auf der pädiatrischen Intensivstation (Päd-ITS) behandelt. Aus beiden Stationen sind durch eine Schleuse getrennt. Die beiden  Stationen verfügen über die personellen und technischen Voraussetzungen zur Behandlung aller intensivmedizinischer Krankheitsbilder (außer extrakorporaler Verfahren) bei Kindern, Kleinkindern sowie  Früh- und Neugeborenen.  Dafür steht ein Team von 30 Fach-Krankenschwerstern und -Pflegern bereit. Die ärztliche Versorgung erfolgt durch 2 Oberärzte und insgesamt 7 Stationsärzte, die im Schichtsystem eingesetzt werden. Die Patienten werden bei entsprechenden Erkrankungen interdisziplinär durch unsere Kinderchirurgen, Anästhesisten, Kardiologen und Kinderkardiologen sowie Radiologen betreut. Bis auf angeborene Herzfehler und spezielle neurochirurgische Erkrankungen werden alle angeborenen Fehlbildlungen direkt im Klinikum operativ versorgt. In der Versorgung angeborenener Herzfehler besteht eine enge Kooperation mit dem Herzzentrum Bad Oynhausen. Neugeborene mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte werden in Kooperation mit einem Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie behandelt. Ein wichtiger Bestandteil der Therapie ist auch die regelmäßige Durchführung physiotherapeutischer Maßnahmen durch speziell geschultes Personal der krankengymnastischen Abteilung.

Neonatologie

Die neonatologische Station bietet Platz für maximal 16 Kinder. Sie wurde im Januar 2012 bezogen und ist optimal auf die Bedürfnisse der kleinen Patienten ausgelegt. Die Station verfügt darüber hinaus über eine eigenes Eltern-Kind-Zimmer mit separater Nasszelle, in dem die Mutter auch bei Ihrem beatmeten Kind übernachten kann. Der Kreißsaal einschließlich des Sectio-OPs befindet sich in unmittelbarer Nähe zu der neontologischen Station (Wand-an-Wand-Versorgung). So können Früh- und  Neugeborene unmittelbar nach Geburt möglichst schonend versorgt werden. Langwierige Transportwege und unnötige Umlagerungen werden somit verhindert.

Nach der Erstversorgung werden die Frühgeborenen und kritisch kranken Neugeborenen in speziellen Wärmebetten (Inkubatoren) versorgt. Aus hygienischen Gründen hat die Neonatologie eine eigene Besucherschleuse, die über den Zugang zum Kreissaal erreichbar ist. Der gesamte Intensivbereich besitzt eine zentrale Be- und Entlüftung mit modernster Luftfilterung.

Neben dem freundlichen Ambiente ist die Ausstattung mit hochmodernen Intensivgeräten zu erwähnen. Die Kreislaufüberwachung erfolgt mit einer leistungsstarken zentralen Monitoranlage. Bei Atemstörungen werden alle etablierten Beatmungsverfahren (einschließlich Hochfrequenzoszillation und NO (Stickstoffmonoxid) Beatmung) angewendet. Es stehen bis zu 9 Beatmungsplätze zur Verfügung.  Eine ausreichende Anzahl gut ausgebildeter Pflegekräfte ist der Schlüssel für die individuelle und schonende Pflege gerade der Früh- und Neugeborenen (minimal-handling). Die Station erfüllt sämtliche personellen und räumlichen Anforderungen zur Versorgung extrem unreifer Frühgeborener und  ist  zusammen mit der Geburtshilflichen Abteilung des Klinikum Lippe als Perinatalzentrum der höchsten Stufe (Level 1) zertifiziert.

Die Anwesenheit der Eltern ist gerade bei schwer erkrankten Kindern unverzichtbar. Daher gibt es keine festen Besuchszeiten. Die Eltern können ihre Kinder jederzeit besuchen. Um eine ruhige Atmosphäre herzustellen haben wir allerdings die Besucherzahl pro Kind auf maximal zwei Personen beschränkt. Bei Besuch von Verwandten/Bekannten muss immer ein sorgeberechtigter Angehöriger anwesend sein. Bei Besuch von Kindern bitten wir, das Pflegepersonal zu informieren. Aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr der Intensivpatienten sollten alle Besucher frei von Infekten sein. Beim ersten Besuch werden alle Besucher in die durchzuführenden Hygienemaßnahmen eingewiesen und über das Verhalten auf den Intensivstationen aufgeklärt. Abgepumpte Muttermilch kann direkt beim Pflegepersonal abgegeben werden. Diese wird in einer eigenen Milchküche dann sofort gekühlt bzw. eingefroren und steht dann den Säuglingen jederzeit zur Verfügung. Früh- und Neugeborenen, die ausreichend trinken, können direkt auf der Station gestillt werden. Bei extrem frühgeborenen Säuglingen erfolgt vor Verfütterung der Nahrung eine mikrobiologische Testung der Muttermilch. Zur Förderung der Eltern-Kind-Beziehung und zur Stabilisierung des Gesundheitszustandes wird bei Früh- und Neugeborenen die Känguru-Methode (Herstellung eines intensiven Hautkontaktes zwischen Kind und Eltern) praktiziert. Stabile  Neugeborene werden so schnell wie möglich entweder in das Neugeborenenzimmer oder auf unsere Säuglings-Kleinkinderstation (Eltern-Kindstation 3 D) verlegt.

Pädiatrische Intensivstation

Die Pädiatrische Intensivstation (Päd-ITS) befindet sich in unmittelbarem Anschluss an die Neo-ITS. Der Zugang erfolgt hier über die Besucherschleuse der Erwachsenen-Intensivstation. Die Station verfügt über zwei Patientenzimmer mit insgesamt 4 Beatmungsplätzen. Wie auf der Neonatologie wird zur Kreislaufüberwachung ein zentrales Monitoring durchgeführt und es stehen alle etablierten Beatmungsverfahren (einschließlich Hochfrequenzoszillation und NO (Stickstoffmonoxid)-Beatmung) angewendet.  Neben anderen intensivpflichtigen Kindern und Jugendlichen werden auf dieser Station auch die kinderchirurgischen Patienten nach größeren Eingriffen nachbeatmet.

Diese Seite wurde aktualisiert am: 25.05.2018

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