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Friedensdorf International – Hilfe für Gullola

Über 5500 km Wegstrecke liegt zwischen dem zentralasiatischen Usbekistan und Detmold. Diesen weiten Weg hat die 12-jährige Gullola hinter sich, wenn sie von Dr. Janos Hankiss, Chefarzt der Klinik für Plastische und Handchirurgie am Klinikum Lippe behandelt wird. Die Ärzte in ihrer usbekischen Heimat konnten dem Kind vor Ort nicht mehr helfen. Nun wird es auf Vermittlung des Oberhausener Vereins „Friedensdorf International“ im Januar 2019 nach Detmold kommen, um hier nachoperiert zu werden und voraussichtlich bereits im Februar wieder nach Hause fliegen zu können. Das „Friedensdorf International“ kann schon seit über 10 Jahren mit der Hilfe des Klinikum Lippe und seiner überaus engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rechnen in seinem Bemühen, weltweit kranken Kindern insbesondere aus Kriegs – und Katastrophenregionen zu helfen. Mittlerweile ist das Klinikum Lippe eines der wenigen Krankenhäuser, die überhaupt noch bereit sind, die Hilfe für die Kinder ehrenamtlich zu übernehmen. Und das, obwohl die finanziellen Bedingungen zunehmend schwerer werden. Große Universitätskliniken und Verbrennungszentren weisen die Übernahme ohne finanzielle Gegenleistung oftmals auch dann ab, wenn der Zustand des Kindes eine Behandlung verlangt. Gullola wurde dem Einsatzteam des Friedensdorfes im April 2018, im Rahmen ihres Einsatzes in Zentralasien, in Usbekistan bzw. in der Provinz Samarkand durch ihre Großmutter vorgestellt. Laut Informationen der Familie zog sich das Mädchen ihre Verbrennungen bei einem Unfall im elterlichen Haushalt zu, nämlich durch eine Gasexplosion . Der Unfall ereignete sich im August 2017. Gullola wurde dann in einem Provinz-Hospital in Samarkand notfallmäßig aufgenommen und ca. einen Monat lang stationär behandelt. Es wurden mindestens zwei plastisch-chirurgische akute Operationen durchgeführt. Die usbekischen Ärzte empfahlen jedoch eine adäquate Weiterbehandlung ihrer großflächigen Narbenkontrakturen und Keloidnarben in Deutschland. Gullola hat drei Geschwister und kommt aus einer bedürftigen Familie.