Pneumologie

Schwerpunkte

  • Tuberkulose und Mykobakteriosen

    Derzeit steigt in Deutschland die Anzahl der diagnostizierten Tuberkulosefälle. Trotz der Seltenheit der Erkrankung haben wir Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung dieser Erkrankung, da in unserem spezialisiertem Bereich kontinuierlich Pateinten mit Tuberkulose aber auch den verwandten nichttuberklösen Mykobakterisoen betreut werden.

    Es besteht eine enge Kooperation mit den Gesundheitsämtern der Region. In Asylbewerberunterkünften sind wir beratend tätig.

    Da die Patienten teilweise mehrere Wochen isoliert stationär behandelt werden müssen, bieten wir ihnen Zimmer mit Terrassenzugang.
  • Pulmonale Hypertonie (Lungenhochdruck)

    Seit 2010 beschäftigen wir uns intensiv mit der sehr seltenen Erkrankung des Lungenhochdrucks. Unter dieser Fragestellung werden jährlich ca. 50 Rechtsherzkatheteruntersuchungen durchgeführt. Zur regelmäßigen Therapiekontrolle und Überwachung werden die Patienten bei uns durch eine spezielle Ambulanz betreut. Eine Verordnung der teils sehr kostspieligen Behandlung erfolgt über diese Ambulanz. Es besteht eine Kooperation mit der kardiologischen Abteilung des Hauses.
  • Asthma bronchiale, Bienen- /Wespengiftallergien

    Patienten mit Asthma bronchiale sind durch die moderne Therapie häufig wenig symptomatisch und werden daher meist ambulant betreut.

    Eine kleine Gruppe von Patienten lässt sich jedoch nur schwer mit den Standardmedikamenten einstellen. Für Patienten mit schlecht einstellbarem allergischem Asthma besteht seit einigen Jahren die Möglichkeit einer spezifische Therapie mit speziellen Antikörpern. Auch für die Gruppe der Patienten mit ausgeprägter Bluteosinophile und schwerem Asthma bronchiale steht eine Antikörpertherapie zur Verfügung. Wir prüfen die Indikation für diese Behandlungsmöglichkeiten und können die Therapie in Kooperation mit den niedergelassenen Lungenfachärzten ambulant bei uns durchführen.

    Patienten mit Bienen- oder Wespengiftallergien haben eine hohes Risiko schwerwiegender Reaktionen bei erneuten Stichen. Eine Hyposensibilisierungsbehandlung ist immer angezeigt. Da diese Behandlung mit Insektengift (allerdings stark verdünnt) durchgeführt wird, sollte die Erstbehandlung auf Grund möglicher allergischer Reaktionen nur unter stationären Bedingungen erfolgen. Es ist mit einem Aufenthalt von drei Tagen zu rechnen. Die Behandlung wird dann ambulant für 3-5 Jahre fortgeführt. Die Durchführung dieser Therapie kann nach Voranmeldung in unserer Abteilung erfolgen.

    Als weiteres bieten wir bei Patienten mit Analgetika-Intoleranz (Aspirin-Asthma) eine Desaktivierungstherapie unter stationären Bedingungen an. In Frage kommen Patienten mit asthmatischen Beschwerden unter Schmerzmitteleinnahme. Häufig leiden diese Patienten auch unter chronischen Nasennebenhöhlen Entzündungen.
  • Lungenemphysem-Therapie - Endoskopische Lungenvolumenreduktion („ELVR“)

    Bei der endoskopischen Lungenvolumenreduktion handelt es sich um minimal-invasive Verfahren zur Verbesserung einer Überblähung der Lunge (sog. „Lungenemphysem“) und der dadurch verursachten Luftnot.

    Durch die Überblähung der Lunge ist die Atmung deutlich erschwert, der überblähte Teil der Lunge dehnt sich aus und verdrängt andere, eventuell noch gesündere Anteile der Lunge. Eine häufige Ursache des sog. Lungenemphysems ist eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), die mit einer Verengung der Bronchien einhergeht und so eine zunehmende Luftnot verursacht. Die häufigste Ursache einer COPD / des Lungenemphysems ist Nikotinkonsum.

    Die ELVR wird mittels starrer Bronchoskopie-Technik „minimal-invasiv“ in Vollnarkose durchgeführt, d.h. eine früher operativ durchgeführte Therapie ist nicht vonnöten, was das Risiko und die Rate an Komplikationen senkt.

    Das jeweils verwendete Verfahren wird individuell auf den Patienten abgestimmt und sorgt für eine „Entlüftung“ des betroffenen Lungenlappens. Die Ventile / Coils werden in die betroffenen Bronchien mit dem Bronchoskop eingebracht und an der richtigen Stelle platziert und dort verankert.

    Es sind jedoch nicht alle Patienten für diese Therapie geeignet. Um zu evaluieren, ob ein Patient die nötigen Kriterien für eine Therapie erfüllt, werden im Vorfeld verschiedene Untersuchungen mit den modernsten Geräten durchgeführt. Hierzu zählen ein Lungenfunktionstest, ein 6-min-Gehstreckentest, eine sog. Lungenperfusionsszintigraphie, ein Dünnschicht-CT des Brustraumes und eine Blutentnahme. Der Patient sollte zudem seit mind. 3 Monaten vor der Implantation nicht mehr rauchen.

    In Absprache mit dem Hausarzt können Patienten in unserer Pneumologischen Ambulanz einen individuellen Beratungstermin vereinbaren.
Diese Seite wurde aktualisiert am: 05.10.2017

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