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Klinikum Lippe als EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung (EPZmax) zertifiziert

ClarZert bescheinigt hervorragende Struktur- und Prozessqualität bei der Versorgung von Patienten mit Endoprothesen

Der Erfolg des Klinikum Lippe hat eine lange Tradition. Mehr als 25 Jahre Erfahrung beim Einsatz von künstlichen Hüft- und Kniegelenken sind das Fundament des Endoprothetikzentrums des Klinikums. Das seit 2015 zertifiziertes Kompetenzzentrum erhielt in diesem Jahr die Höherstufung zum Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung. Das Kompetenzzentrum ist Teil der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie unter der Leitung von Chefärztin Dr. med. Tanja Kostuj.

Rund 320 gelenkersetzende Eingriffe wurden im Jahr 2018 in Lemgo vorgenommen. „Als zertifiziertes Endoprothesenzentrum stellen wir uns den Qualitätskriterien von EndoCert“, sagt Dr. Tanja Kostuj, als Leiterin des Zentrums ist sie auch eine der beiden Senior-Hauptoperateure, “und beteiligen uns am Endoprothesenregister.“ Das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) erfasst die Behandlungsergebnisse der Versorgung mit Gelenkersatz, um die Qualität der Behandlung zu erkennen und zu verbessern und damit die Patientensicherheit zu erhöhen. „Aber nur gemeinsam lassen sich die modernen Herausforderungen des Gesundheitswesens meistern“, ergänzt Dr. Tanja Kostuj. Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige und patientenorientierte Versorgung ist eine interdisziplinäre, interprofessionelle und sektorenübergreifende Zusammenarbeit. Und eben diese Kooperation ist die Grundlage von Kompetenzzentren wie dem Endoprothesenzentrum am Klinikum Lippe.

 

„Die Zertifizierung als Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung bescheinigt uns, dass wir am Klinikum Lippe die höchstmöglichen Qualitätsanforderungen beim Ersatz der großen Gelenke an Hüfte und Knie erfüllen“, freut sich auch Dr. Johannes Hütte, Geschäftsführer (Sprecher) des Klinikum Lippe über den Erfolg. Er sieht darin einen weiteren wichtigen Meilenstein in Hinblick auf die wohnortnahe Versorgung der Lipper und Lipperinnen durch Hochleistungsmedizin auf universitärem Niveau.

Wesentlicher Bestandteil der Zertifizierung durch ClarZert (Internationales Zertifizierungsinstitut für Management und Personal) ist ein sogenanntes Audit. Nach dem Durchlaufen eines Antragsverfahrens erfolgt im Rahmen einer Begehung vor Ort die eingehende Prüfung der vorgelegten Unterlagen, eine stichprobenhaften Sichtung von Behandlungsdokumentationen sowie eine Befragung der Leitung und der Mitarbeiter entsprechend des endoCert-Zertifizierungssystems der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). „Die Zertifizierung eines Kompetenzzentrums ist eine wesentliche Maßnahme zur Sicherung der Behandlungsqualität unserer Patienten“, fasst Knut Dreibrodt, Qualitätsmanager des Klinikum Lippe zusammen. Dazu gehören neben der Anzahl der jährlich durchgeführten Operationen und deren Ergebnisse auch die Nachweise über die Qualifikationen und Fort- und Weiterbildungen der ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter. Die Einhaltung der Qualitätsstandards wird jährlich überprüft und alle drei Jahre erfolgt eine Rezertifizierung.

Das EndoProthetikZentrum Lemgo-Lippe
Senior-Hauptoperateure sind Chefärztin Dr.med. Tanja Kostuj und Oberarzt Wolfgang Roessler. Weitere Hauptoperateure sind die Oberärzte Dr. med. Hans-Gottfried Braun und Sado Yündem.

Es werden Primär- sowie einzeitige und zweizeitige Wechseleingriffe (einschließlich komplexer Versorgungen) sowie gelenkerhaltene Eingriffe durchgeführt. In einem ausführlichen Sprechstundentermin erfolgt nach exakter Diagnosestellung die Auswahl des individuell an die Patientenbedürfnisse angepassten Therapieverfahrens. Wenn immer möglich werden minimal-invasive Operationsverfahren und Behandlungsstrukturen aus dem Bereich der Fast-track-Reha zur frühfunktionellen Nachbehandlung genutzt. Auch eine Versorgung mit Individualprothesen ist nach besonderer Planung möglich.