| Pädiatrische Psychosomatik

In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin behandeln wir auch psychosomatische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen ohne Altersbeschränkungen. Wir arbeiten mit einem bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell oder auch ganzheitlichen Ansatz.

Wir bieten folgende Sprechstunden an:

  • Neuropädiatrie, Tel. 05231 72-2070
  • Epilepsie-Ambulanz, Tel. 05231 72-2070
  • Interdisziplinäres Frühförderzentrum Lippe, Tel. 05231 306-1070

Bitte vereinbaren Sie vorab telefonisch einen Termin.

| CHEFARZT

Prof. Dr. med.
Thomas Brune

Klinikum Lippe
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Sekretariat: Sabine Schur
Telefon: 05231 72-3171

Dr. med.</br>Günther Golla

Dr. med.
Günther Golla

Leitender Oberarzt

| PÄDIATRISCHE PSYCHOSOMATIK

Die Behandlung

In der Kinderklinik werden oft Kinder und Jugendliche vorgestellt, die von chronischen Kopfschmerzen, wiederkehrenden Bauchschmerzen oder Schwindel berichten. Bei den anschließend durchgeführten medizinischen Untersuchungen zur Abklärung möglicher Ursachen zeigt sich dabei aber häufig keine somatische Begründung.

In der Diagnostik werden daher mehrere Aspekte erfasst, die sich gegenseitig beeinflussen und auf die Symptomatik einen Einfluss haben könnten (körperlicher Befund, chronische Erkrankungen, psychische Situation, allgemeine Belastungen in Familie, Schule und Freundeskreis usw.). Sollten sich hier Ansatzpunkte für eine weitere Therapie ergeben, wird im Anschluss mit den betroffenen Kindern/Jugendlichen und deren Familie die weitere Behandlung geplant und vorbereitet.

Unser Behandlungsspektrum:

  • Essstörungen aller Schweregrade (z.B. Anorexie, Bulimie)
  • Angststörungen (z.B. Schulphobie, Schulabsentismus, Panikstörungen)
  • Somatoforme Störungen (z.B. Bauch- oder Kopfschmerzen, die sich nicht auf organische Ursachen zurückführen lassen)
  • Psychogene/ Dissoziative Störungen (Anfälle, Lähmungserscheinungen)
  • Emotionale Störungen
  • Depressive Erkrankungen
  • Anpassungsstörungen
  • Enuresis (Einnässen), Enkopresis (Einkoten)
  • Psychische Überlagerung vor dem Hintergrund chronischer Erkrankungen (z.B. Diabetes, Morbus Crohn, Asthma, Epilepsie, Multiple Sklerose)
  • Verhaltensauffälligkeiten unklarer Genese

Weitere Behandlungsschwerpunkte:

  • Frühkindliche Regulationsstörungen (u.a. Schrei-, Fütter-, Schlafstörungen)
  • Sondenentwöhnung

Kontraindikationen

Faktoren, die gegen eine stationäre Aufnahme sprechen
Eine Kontraindikation für die Behandlung besteht bei akuter Suizidalität, akutpsychiatrischen Störungsbildern (Schizophrenie, akute Eigen- und Fremdgefährdung) sowie bei bestehenden Suchterkrankungen (Alkohol, illegale Drogen). Es besteht zudem keine Indikation zu einer psychosomatischen Behandlung bei Patienten mit einer rein körperlichen Erkrankung ohne dahinterliegende bzw. mit der Erkrankung assoziierte psychische Faktoren und Verhaltenseinflüsse.


Ihr Weg zu uns

Die Einweisung erfolgt über niedergelassene Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Kinder- und Jugendpsychiater, Kinderärzte, sowie die Ambulanz der Kinder- und Jungendpsychiatrie.

Bei Rückfragen rufen Sie uns gerne an oder senden Sie uns eine E-Mail.

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Fallbeispiele

Der 13-jährige F. wurde in der Klinik aufgrund starker Bauchschmerzen und vieler Fehltage in der Schule auf der psychosomatischen Station vorgestellt. In den ersten Gesprächen berichtete er davon, dass er seit dem Umzug seines besten Freundes in eine andere Stadt kaum noch mit Gleichaltrigen treffe und seine Freizeit fast nur noch zu Hause verbringe. In der Schule habe er seit dem Wechsel auf eine weiterführende Schule zudem oft Schwierigkeiten, mit dem Lernstoff mitzukommen. Die schlechten Noten hätten dazu geführt, dass sich F. viele Sorgen um seine Zukunft machte und glaubte, dass er nie einen guten Schulabschluss erreichen werde. In der Familie wollte F. zuletzt oft „in Ruhe gelassen werden“, was immer wieder zu Streit führte. Die Hausärztin, bei der F. vorgestellt wurde, konnte keine körperliche Ursache finden, die die starken Bauchschmerzen erklärten, sodass sie eine psychosomatische Behandlung empfahl.


Die 15-jährige B. ist der Klinik aufgrund eines deutlichen Gewichtsverlustes durch  eine stark eingeschränkte Nahrungsaufnahme sowie gewichtsreduzierende Maßnahmen in der Klinik vorstellig geworden. Die Essproblematik würde seit ca. zwei Jahren bestehen. Bei einem Abnahmeversuch habe B. irgendwann die Kontrolle über ihr Essverhalten verloren. Des Weiteren sei B. oft niedergeschlagen und antriebslos. Sie ziehe sie sich zunehmend zurück, sei mit sich selbst und ihrem Körper nicht zufrieden.

Anmerkung: Die Fälle sind ausgedacht und stellen nur Beispiele  für Schwierigkeiten dar, die zur Aufnahme auf unserer Station führen können.

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Wie wir Ihr Kind behandeln

Diagnostik

Im Vorfeld der Behandlung wird eine umfassende medizinische und psychologische Diagnostik durchgeführt. Die psychologische Diagnostik umfasst, neben einer ausführlichen Eigen- und Fremdanamnese, den Einsatz standardisierter Testverfahren (Fragebögen, Interviews), die sowohl störungsspezifische als auch differentialdiagnostische Aspekte berücksichtigen. Im Rahmen medizinischer Diagnostik kommen unter anderen verschiedene Apparate zum Einsatz.

Testpsychologische Diagnostik je nach Bedarf und Diagnose

  • Angstfragebögen
  • Depressionsskala
  • Schmerzfragebögen
  • Essstörungsfragebögen

Apparative Diagnostik

  • Klinisch-chemisches Labor
  • EKG
  • Blutdruck
  • Bildgebende Verfahren (Ultraschall, MRT, Sonographie)

Therapie

Unsere Therapie erfolgt nach einem multimodalen Behandlungskonzept und setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen:

  • Psychologen
  • Ärztliche Visiten, Medizinische Untersuchungen
  • Ergotherapie
  • Physiotherapie
  • Entspannungsverfahren
  • Je nach Indikation Ernährungsberatung bzw. -therapie
  • Sozio-Milieu-Therapie
  • Besuch der Klinikschule

In regelmäßigen Sitzungen unseres multidisziplinären Teams werden aktuelle Behandlungsergebnisse, -ziele und die weitere Behandlungsplanung besprochen. Um den Transfer des Gelernten in den Alltag zu unterstützen, haben unsere Patienten die Möglichkeit, entsprechend ihres Gesundheitszustandes, das Wochenende zu Hause zu verbringen.

| WIR SIND FÜR DICH DA

Besuch der Klinikschule

Die Schule im Klinikum ist für die schulische Versorgung der schulpflichtigen Patienten*innen zuständig.

Unser Unterricht

  • findet in jahrgangs- und schulformübergreifenden Kleingruppen (bis zu 5 Schüler*innen) oder bei Bedarf auch als Einzelunterricht statt
  • bietet aber auch die Möglichkeit, sich in größeren Gruppen zu erproben
  • richtet sich tagesaktuell nach den individuellen Voraussetzungen (Lernniveau, körperliche wie psychische Belastbarkeit) der Lernenden
  • umfasst in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden täglich
  • beruht auf gemeinsamer Absprache der Unterrichtsinhalte und deren regelmäßiger Reflexion
  • bietet individuelle Rückmeldungen zu Leistung sowie Arbeits- und Sozialverhalten
  • orientiert sich nach Möglichkeit an den Lehrplänen der Stammschule
  • umfasst in der Regel die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch, Latein, Erdkunde, Geschichte sowie künstlerische Angebote
  • wird bereichert durch vielfältige Projekte und gemeinsame Aktivitäten
  • ist verlässlich und verbindlich, da für jede Station der Klinik ein festes Lehrkräfteteam zuständig ist

Unser Team am Standort Detmold

Frau Hermannsdörfer

Frau Hermannsdörfer

Lehrerin

Deutsch, Englisch, Latein und Kunst

Herr Sommerfeld

Herr Sommerfeld

Lehrer

Mathematik, Erdkunde und Geschichte

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Ein starkes Team für die Gesundheit

Das Team der Ernährungsberatung und -therapie der Psychosomatik besteht akutell aus zwei Oecotrophologinnen. Neben der regulären Ernährungsberatung und- therapie stehen sie stets für alle Fragen zum Thema Ernährung zur Verfügung. Die Angebote sollen dazu dienen, die Patienten bei der praktischen Umsetzung einer ausgewogenen, bedarfsorientierten Ernährung im Alltag zu unterstützen. Ebenso sollen die Patienten Handlungskompetenzen erlernen, um ihr Ernährungsverhalten langfristig zu reflektieren und zu optimieren. Zudem werden bei Bedarf die Eltern bzw. die Bezugspersonen der Patienten durch gemeinsame Gespräche unterstützt.

Regelmäßige Angebote:

Kochgruppe
Im Zuge der Ernährungstherapie wird im Gruppenkontext einmal wöchentlich eine therapeutisch geführte Kochgruppe durchgeführt. Dabei werden die Patienten in den gesamten Prozess von der Rezeptauswahl, über den Einkauf bis zur Zubereitung verschiedenster Gerichte mit einbezogen. Im Anschluss wird das Gekochte bei einem gemeinsamen Abendessen verzehrt.

Einzelberatung
Patienten mit Essstörungen erhalten eine Ernährungsberatung im Einzelgespräch. Dabei werden sie durch individuelle Ernährungspläne bei einer Gewichtszunahme, -stabilisierung oder -abnahme unterstützt. Nährstoffdefizite werden, wenn möglich, über die Ernährung ausgeglichen. Eine altersgerechte Mahlzeitenstruktur, bedarfsgerechte Portionsgrößen und eine gesunde Lebensmittelauswahl sind ebenfalls fester Bestandteil der Einzelgespräche. Durch eine wöchentliche Messung der Körperzusammensetzung mit der bioelektrischen Impedanz-Analyse kann dabei die Entwicklung des Ernährungszustandes beurteilt werden. Patienten mit Erkrankungen, die eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten erfordern (z.B. Diabetes mellitus Typ 1, Zöliakie, Lebensmittelunverträglichkeiten), werden in Einzelberatungen individuell geschult und bei der Umsetzung einer bedarfsgerechten, gesunden Ernährung unterstützt.

Gruppenschulungen
Bei den einmal wöchentlich stattfindenden Gruppenschulungen lernen die Patienten das Basiswissen einer gesunden Ernährung kennen. Theoretische Inhalte werden durch praktische Übungen wie Geschmackstestungen oder Genussübungen ergänzt. Zusätzlich zur Wissensvermittlung dient die Gruppenschulung dazu, den Zusammenhalt der Gruppe zu stärken und das Arbeiten im Team zu üben.

Apparative Ausstattung:

  • Bioelektrische Impedanz Analyse (BIA) zur Ermittlung der Körperzusammensetzung und des Ernährungszustandes
  • PC mit Nährwertberechnungsprogramm zur Berechnung von Nährstoffbedarf und -aufnahme sowie der Erstellung von individuellen Tagesplänen

Leitung:

Dr. rer.nat. Bettina Brune
Oecotrophologin (Dipl. oec. troph.) Ernährungsberaterin/DGE

Stellvertretung:

Stina Götmann
Oecotrophologin (Bc. oec. troph.) Ernährungsberaterin VDOE

Ergotherapie hat das Ziel der größtmöglichen Selbständigkeit, Teilhabe und Lebensqualität. Dazu gehört die Ermittlung, Stabilisierung, Förderung und (Wieder-)Herstellung von z.B. Antrieb, Motivation und Belastbarkeit, emotionalen Kompetenzen wie Gefühlsausdruck und Erlebnisfähigkeit, realitätsbezogener Eigen- und Fremdwahrnehmung oder auch einem positiven Selbstbild und Ich-Stärke. Zudem sollen Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, situationsgerechtes Verhalten gefördert werden und Strategien zur Selbstfürsorge, Selbstversorgung und Selbständigkeit entwickelt werden.

Methoden zum Erreichen der Ziele

  • Mit der kompetenzzentrierten Methode sollen verloren gegangene oder nicht vorhandene Kompetenzen erworben werden. Dies kann u.a. durch die Nutzung lebenspraktischer, handwerklicher und/oder arbeitsbezogener Medien zur Übung bestimmter Tätigkeiten gefördert werden. Der Patient soll eine bessere Orientierung und Selbsteinschätzung (Introspektion) erlangen und lernen, einen Bezug zur Realität herzustellen. Die über diesen Behandlungsweg erreichten Erfolge helfen dann, Stabilität und Selbstvertrauen zu stärken.
  • Die interaktionelle Methode ist ein überwiegend prozessorientiertes Gruppenangebot mit soziozentrierten, interaktionellen Übungen. Im Vordergrund steht hier die Förderung von sozialen Kompetenzen und Beziehungsfähigkeiten, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit sowie situationsgerechtem Verhalten.
  • In der ausdruckszentrierten Methode soll der Patient über kreativ-gestalterisches Tun und Handeln eine bessere Wahrnehmung von Erlebnisqualitäten erlernen. Dazu gehört, Wünsche Bedürfnisse und Gefühle verbal und insbesondere nonverbal zum Ausdruck zu bringen. Im Vordergrund steht hier der Gestaltungsprozess als Weg zum besseren Selbstverständnis und Einblick in die darin begründeten persönlichen Reaktions- und Verhaltensweisen.
  • Eine weitere Methode ist das Kognitive Hirnleistungstraining.

(Quelle: DVE)

Sonja Krumwiede
Staatlich anerkannte Ergotherapeutin
B.A. Soziale Arbeit

Wir begleiten die Patienten während ihres Aufenthaltes auf der Station. Dazu gehören das Einnehmen der gemeinsamen Mahlzeiten und die Gestaltung der Freizeit. Wert legen wir auf einen strukturierten Tages – und Wochenablauf, um den Patienten Hilfestellung und Sicherheit im Alltagsgeschehen geben zu können. Zur Bezugspflege ist uns zudem die individuelle Betreuung der einzelnen Patienten wichtig, um ihnen Rückmeldung über ihr Verhalten zu geben; immer verbunden mit dem Ziel einer positiven Verbesserung der persönlichen Situation. In der Soziomilieutherapie versuchen wir, durch zielgerichtete Angebote, die Ressourcen der Patienten zu nutzen um ihnen Möglichkeiten der Umsetzung für den späteren häuslichen Alltag zu geben. Dazu gehören z.B. Aktivnachmittage mit-Ausflügen, Besichtigungen und sportlichen Aktivitäten. Auf der Station bieten wir als praktisches Tun gemeinsames Spiel, kreatives Gestalten und Werken an. Um die sozialen Kompetenzen und das Selbstwertgefühl unserer Patienten zu fördern, bieten wir Soziales Kompetenztraining (SKT), sowie „Darstellendes Spiel“ an. Hierbei lernen die Patienten u.a., mit eigenen Stärken und Schwächen, sowie mit Kritik konstruktiv umzugehen und eigene Interessen zu vertreten. Probleme im Gruppenalltag versuchen wir im gemeinsamen Gespräch, oder in Patientenkonferenzen zu lösen. Hierbei ist es uns wichtig, jedem Patienten zu ermöglichen angstfrei seine Meinung zu sagen. Ein respektvolles Miteinander ist uns sehr wichtig.

Alexandra Schinkel
staatl. anerk. Erzieherin

Robin Matis
staatl. anerk. Erzieher

Vanessa Lange
staatl. anerk. Erzieherin

Einzelphysiotherapie

Häufig beeinflussen psychosomatische Beschwerden den Bewegungsapparat. In der Einzeltherapie gehen wir individuell, mittels Physikal-, Manual- und Reflextherapie, auf die Beschwerden der Patienten ein. Hierdurch erzielen wir eine Schmerzlinderung und einen energetischen Ausgleich. Ebenfalls bieten wir nach Bedarf Bewegungs- und Entspannungstherapien an.

Bewegungstherapie

Bewegung in der Psychosomatik ist wichtig zur Körperwahrnehmung, zur Stärkung des Selbstbewusstseins und zur Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Diverse Studien belegen, dass durch regelmäßiges Ausdauertraining das Wohlbefinden gesteigert wird.

Die Bewegungstherapien finden im Gruppenkontext statt. Zu unseren Angeboten gehören:

Nordic Walking
Einmal wöchentlich gehen wir im zügigen Tempo mit Nordic Walking-Stöcken eine dreiviertelstündige Runde. In unmittelbarer Nähe der Klinik, außerhalb des Stadtverkehrs, haben wir schöne Gehstrecken.
Therapeutisches Boxen
In der Turnhalle des Klinikums findet einmal in der Woche das therapeutische Boxen statt. Vor allem die Patienten, die in sich gekehrt, unsicher und zurückhaltend sind, profitieren hiervon und können ihr Selbstbewusstsein steigern.
Yoga und Gymnastik
Durch Mobilisation, Koordination, Dehnung und leichten Kräftigungsübungen kann der eigene Körper besser erspürt und wahrgenommen werden.

Entspannungstherapie

Die Entspannungstherapie findet ebenfalls einmal wöchentlich im Gruppensetting statt. Hier bieten wir die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, Autogenes Training sowie Phantasiereisen an.

Jessica Janzen
Physiotherapeutin
Manualtherapeutin
Biokybernitsche manuelle Therapie und Reflextherapie bei Kindern
mehrere Fortbildung im Bereich Ess- und Trinktherapie
Atemtherapie bei Kindern
Rehasporttherapeutin
Box Coach

Anna Kunze-Janzen
Physiotherapeutin
Box Coach
mehrere Fortbildungen im Bereich Ess- und Trinktherapie
Therapeutin für Orthopädische Rückenschule

Psychotherapie ist eine Behandlung von psychischen Erkrankungen, die das Erleben, das Verhalten und das allgemeine Wohlbefinden stark beeinträchtigen können. Mithilfe von wissenschaftlich anerkannten Verfahren und Methoden führen wir mit eine umfassende psychologische Diagnostik und Behandlung durch. In der Einzelpsychotherapie, die anhand eines individuell erstellten Behandlungsplanes erfolgt, werden Verfahren aus der kognitiven Verhaltenstherapie und systemischen Familientherapie angewandt. Kognitive Verhaltenstherapie geht davon aus, dass psychische Erkrankungen durch erlernte Verhaltensmuster und Gedanken entstehen, die zu Einschränkungen der Lebensqualität, belastenden Gefühlen, Unsicherheiten und dem Verlust früher vorhandener Kompetenzen und Ressourcen führen. Mittels verhaltenstherapeutischer Techniken wird versucht, problematisches Verhalten und Erleben als solches bewusst zu machen und hilfreiche Verhaltens- und/oder Denkweisen in der Therapie zu erlernen. Die Patienten werden zur aktiven Veränderung ihres Handeln, Denkens und Fühlens motiviert und in ihren Problembewältigungsfertigkeiten gestärkt. Dabei werden die bereits vorhandenen Ressourcen herausgearbeitet, gefördert und für den Veränderungsprozess nutzbar gemacht.

Systemische Therapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren, dessen Schwerpunkt auf dem sozialen Kontext psychischer Störungen liegt. Dabei spielt insbesondere die Interaktionen zwischen Mitgliedern der Familien und deren sozialer Umwelt eine Rolle. Die Systemische Therapie ist an Beziehungsprozessen der Personen interessiert, die an der Entstehung und Aufrechterhaltung eines Problems beteiligt, und daher auch für Veränderungs- und Lösungsprozesse von Bedeutung sind. Ziel der Therapie ist eine Erweiterung der Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten des/der Einzelnen und des Gesamtfamiliensystem. Es wird ressourcenorientiert gearbeitet, dabei wird versucht bisherige Muster und Vorannahmen in Frage zu stellen und alternative Sichtweisen, Interaktionsregeln und Handlungen zu etablieren.

Im Rahmen der Behandlung finden zudem in mind. wöchentlichen Abständen begleitende Eltern- bzw. Bezugspersonengespräche statt. Des Weiteren bieten Gruppentherapie an, die sowohl störungsspezifisch (z.B. für Patienten mit Essstörungen als auch störungsübergreifend (z.B. zur Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen; Ansätze aus der Dialektisch-Behavioralen-Therapie, DBT-A) durchgeführt wird.

Tabea Brakhage
Psychologin, M. Sc.

Agnieszka Wieler
Psychologin, M. Sc.
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

Zum Behandlungsteam der psychosomatischen Station gehören u.a. Ärzte. Sie klären zu Beginn, ob organische, d.h. körperliche Erkrankungen als wesentliche Ursache der Beschwerden ausgeschlossen sind. Außerdem sind sie für die Behandlung von chronischen Erkrankungen zuständig, die von einer psychosomatischen Störung begleitet sein können. Bereits vor Behandlungsbeginn werden vorhandene medizinische Unterlagen gesichtet und bei Bedarf ergänzende Untersuchungen veranlasst. Bei Aufnahme in der Klinik werden die Kinder ärztlich untersucht, eine eventuelle medikamentöse Therapie überprüft und bei Bedarf angepasst. Bei akuten Beschwerden während des Aufenthalts stehen tagsüber die Stationsärzte und bei Bedarf nachts ein diensthabender Arzt zur Verfügung. Zu festen Zeiten werden die Kinder wöchentlich vom Stationsarzt visitiert. Er nimmt an den täglichen Besprechungen im Team teil. Falls notwendig stehen dem Klinikum alle modernen Untersuchungsmethoden zur Verfügung: Labor, EKG, Langzeit-EKG, EEG, Röntgen, CT (Computertomographie), MRT (Magnetresonanztomographie, „Kernspin“), Magen- und Darmspiegelung. Da bereits vor der stationären Aufnahme eine ausführliche Organdiagnostik durchgeführt wurde und deren Ergebnisse vorliegen, sind in der Regel weitere eingreifende Untersuchungen nicht mehr angezeigt. Bei begleitenden chronischen Erkrankungen, wie zum Beispiel ein juveniler Diabetes mellitus, werden selbstverständlich alle notwendigen Laborwerte regelmäßig überwacht und die medikamentöse Therapie bei Bedarf angepasst.

| TEAMARBEIT

Kompetenz für Kinder- und Jugendliche

Das Klinikum Lippe bietet innerhalb der Region und darüber hinaus eine kompetente Versorgung von Kindern. Diese reicht vom Heranwachsenden im Mutterleib (pränatal) bis ins Jugendalter. Die an der Versorgung von Kindern beteiligten Kliniken und Abteilungen bieten ein breites Leistungsspektrum von Kopf – sowohl physisch, wie auch psychisch – bis Fuß.

1 Kinderlachen

bedeutet uns alles

0 - 18 Jahre

sind unsere Patienten alt

100 %

Engagement ist für uns selbstverständlich

350000

Lipper sind unser Ansporn