| Neonatologie/Kinderintensiv

Damit Kinder schnell wieder gesund werden, achten wir besonders auf die Bedürfnisse unserer kleinen Patienten. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist auf die Behandlung von kleinsten Frühgeborenen bis hin zu Teenagern spezialisiert.

Wir bieten folgende Sprechstunden an

  • Adipositas
  • Frühgeborenen-Nachsorge
  • Kinderkardiologie
  • Neuropädiatrie
  • Schreiambulanz

Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter Telefon 05231 72-3171.

| CHEFARZT

Prof. Dr. med.
Thomas Brune

Klinikum Lippe
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Sekretariat: Sabine Schur
Telefon: 05231 72-3171

Dr. med.</br>Beate Ruppert

Dr. med.
Beate Ruppert

Leitende Oberärztin
Dr. med.<br />Michael Fleischer

Dr. med.
Michael Fleischer

Oberarzt
Dr. med. Ulrich Wunderle

Dr. med. Ulrich Wunderle

Oberarzt
Christian Weise

Christian Weise

Oberarzt

| NEONATOLOGIE / KINDERINTENSIV

Unsere Schwerpunkte

Die Betreuung gesunder Neugeborener und die Durchführung der üblichen Vorsorgeuntersuchungen (U1 / ggf. U2) im Neugeborenenzimmer Detmold wird kinderärztlich gewährleistet. Bei entsprechenden Risikofaktoren (mütterlicher insulinpflichtiger Gestationsdiabetes, Vakuumextraktion, Hüftfehlbildungen etc. ) wird eine Ultraschalluntersuchung ergänzend durchgeführt.

Den Schwerpunkt der neonatologischen Arbeit bildet die Betreuung des „Frühgeborenen“. Als Frühgeborene werden Kinder bezeichnet, die vor 37 Schwangerschaftswochen auf die Welt kommen. Durch die Weiterentwicklung der Neonatologie hat sich die Grenze der Überlebensfähigkeit auch von extrem früh geborenen Kindern ab 23 – 24 Schwangerschaftswochen und einem Gewicht von 500 Gramm und weniger insgesamt enorm erhöht. Die hierfür notwendigen Voraussetzungen sind in unserer Klinik durch den Umzug in neue Räumlichkeiten mit Tür-an-Tür Nachbarschaft zum Kreissaal, der materiellen Ausstattung und qualifizierten Besetzung ideal.

Die intensive Unterstützung der lebensnotwendigen Körperfunktionen kann daher bei Bedarf ohne Verzögerung begonnen werden. Sie wird fortgesetzt bis Reifung und Wachstum einen stabilen Stand erreicht haben.
Die Einbeziehung der Eltern in dieser Lebensphase ist uns sehr wichtig. Neben der Förderung des Stillens, der Verfütterung von Muttermilch und Kangarooing, gibt es für die Eltern keine festen Besuchszeiten. Vielmehr sind wir bestrebt in allen Kontakten, pflegerischen Maßnahmen und medizinischen Eingriffen auf die individuellen Bedürfnisse unserer kleinen Patienten einzugehen. Je nach Zustand ist auch die Unterbringung in Eltern-Kind-Zimmern möglich. Hochrisiko-Frühgeborene werden zur Sicherheit noch bis zu 2 Jahren von „ihrem“ Neonatologen nachbetreut (Nachsorge).

Sprechstunden: Früh- und Risikoneugeborennachsorge

Auch bei normal verlaufender Schwangerschaft kann es zu seltenen Anpassungsschwierigkeiten des Kindes kommen oder zu anderen, nicht vorhersehbaren Problemen. Auch hier wird ein Neonatologe hinzugezogen.
Durch die Kooperation mit der Kinderchirurgie, Kinderanästhesie, Mund-Kiefer-Gesichtschirugen, Augen- und Hals-Nasen-Ohrenärzten und der Kinderkardiologie sowie Kinderkardiochirurgie im Herzzentrum Bad Oeynhausen, ist eine optimale Versorgung auch in diesen Bereichen gewährleistet. Unter anderem können so Kinder mit diversen angeborenen Fehlbildungen behandelt werden (z.B. angeborenen Herzfehler, Gastrochisis, Ösophagusatresie, Analatresie, Hiaturhernie, Hämangiom, Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Myelomenigozele, Hydrocephalus).

| NEONATOLOGIE / KINDERINTENSIV

Station

Die Neontaologie und die pädiatrischen Intensivstation sind in unserer Kinik nicht integriert sondern räumlich getrennt. Auf der Neonatologie werden aus Gründen des Infektionsschutzes ausschließlich Kinder, die im eigenen Haus entbunden wurden, versorgt. Kinder, die von außen zu uns verlegt werden, werden auf der pädiatrischen Intensivstation (Päd-ITS) behandelt. Beide Stationen sind durch eine Schleuse getrennt.

Die beiden Stationen verfügen über die personellen und technischen Voraussetzungen zur Behandlung aller intensivmedizinischer Krankheitsbilder (außer extrakorporaler Verfahren) bei Kindern, Kleinkindern sowie Früh- und Neugeborenen. Dafür steht ein Team von 30 Fach-Krankenschwerstern und -Pflegern bereit. Die ärztliche Versorgung erfolgt durch 2 Oberärzte und insgesamt 7 Stationsärzte, die im Schichtsystem eingesetzt werden. Die Patienten werden bei entsprechenden Erkrankungen interdisziplinär durch unsere Kinderchirurgen, Anästhesisten, Kardiologen und Kinderkardiologen sowie Radiologen betreut. Bis auf angeborene Herzfehler und spezielle neurochirurgische Erkrankungen werden alle angeborenen Fehlbildlungen direkt im Klinikum operativ versorgt. In der Versorgung angeborenener Herzfehler besteht eine enge Kooperation mit dem Herzzentrum Bad Oynhausen. Neugeborene mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte werden in Kooperation mit einem Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie behandelt. Ein wichtiger Bestandteil der Therapie ist auch die regelmäßige Durchführung physiotherapeutischer Maßnahmen durch speziell geschultes Personal der krankengymnastischen Abteilung.

Neonatologie

Die neonatologische Station bietet Platz für maximal 16 Kinder. Sie wurde im Januar 2012 bezogen und ist optimal auf die Bedürfnisse der kleinen Patienten ausgelegt. Die Station verfügt darüber hinaus über eine eigenes Eltern-Kind-Zimmer mit separater Nasszelle, in dem die Mutter auch bei Ihrem beatmeten Kind übernachten kann. Der Kreißsaal einschließlich des Sectio-OPs befindet sich in unmittelbarer Nähe zu der neontologischen Station (Wand-an-Wand-Versorgung). So können Früh- und Neugeborene unmittelbar nach Geburt möglichst schonend versorgt werden. Langwierige Transportwege und unnötige Umlagerungen werden somit verhindert.

Nach der Erstversorgung werden die Frühgeborenen und kritisch kranken Neugeborenen in speziellen Wärmebetten (Inkubatoren) versorgt. Aus hygienischen Gründen hat die Neonatologie eine eigene Besucherschleuse, die über den Zugang zum Kreissaal erreichbar ist. Der gesamte Intensivbereich besitzt eine zentrale Be- und Entlüftung mit modernster Luftfilterung.

Neben dem freundlichen Ambiente ist die Ausstattung mit hochmodernen Intensivgeräten zu erwähnen. Die Kreislaufüberwachung erfolgt mit einer leistungsstarken zentralen Monitoranlage. Bei Atemstörungen werden alle etablierten Beatmungsverfahren (einschließlich Hochfrequenzoszillation und NO (Stickstoffmonoxid) Beatmung) angewendet. Es stehen bis zu 9 Beatmungsplätze zur Verfügung. Eine ausreichende Anzahl gut ausgebildeter Pflegekräfte ist der Schlüssel für die individuelle und schonende Pflege gerade der Früh- und Neugeborenen (minimal-handling). Die Station erfüllt sämtliche personellen und räumlichen Anforderungen zur Versorgung extrem unreifer Frühgeborener und ist zusammen mit der Geburtshilflichen Abteilung des Klinikum Lippe als Perinatalzentrum der höchsten Stufe (Level 1) zertifiziert.

Die Anwesenheit der Eltern ist gerade bei schwer erkrankten Kindern unverzichtbar. Daher gibt es keine festen Besuchszeiten. Die Eltern können ihre Kinder jederzeit besuchen. Um eine ruhige Atmosphäre herzustellen haben wir allerdings die Besucherzahl pro Kind auf maximal zwei Personen beschränkt. Bei Besuch von Verwandten/Bekannten muss immer ein sorgeberechtigter Angehöriger anwesend sein. Bei Besuch von Kindern bitten wir, das Pflegepersonal zu informieren. Aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr der Intensivpatienten sollten alle Besucher frei von Infekten sein. Beim ersten Besuch werden alle Besucher in die durchzuführenden Hygienemaßnahmen eingewiesen und über das Verhalten auf den Intensivstationen aufgeklärt. Abgepumpte Muttermilch kann direkt beim Pflegepersonal abgegeben werden. Diese wird in einer eigenen Milchküche dann sofort gekühlt bzw. eingefroren und steht dann den Säuglingen jederzeit zur Verfügung. Früh- und Neugeborenen, die ausreichend trinken, können direkt auf der Station gestillt werden. Bei extrem frühgeborenen Säuglingen erfolgt vor Verfütterung der Nahrung eine mikrobiologische Testung der Muttermilch. Zur Förderung der Eltern-Kind-Beziehung und zur Stabilisierung des Gesundheitszustandes wird bei Früh- und Neugeborenen die Känguru-Methode (Herstellung eines intensiven Hautkontaktes zwischen Kind und Eltern) praktiziert. Stabile Neugeborene werden so schnell wie möglich entweder in das Neugeborenenzimmer oder auf unsere Säuglings-Kleinkinderstation (Eltern-Kindstation 3 D) verlegt.

Pädiatrische Intensivstation

Die Pädiatrische Intensivstation (Päd-ITS) befindet sich in unmittelbarem Anschluss an die Neo-ITS. Der Zugang erfolgt hier über die Besucherschleuse der Erwachsenen-Intensivstation. Die Station verfügt über zwei Patientenzimmer mit insgesamt 4 Beatmungsplätzen. Wie auf der Neonatologie wird zur Kreislaufüberwachung ein zentrales Monitoring durchgeführt und es stehen alle etablierten Beatmungsverfahren (einschließlich Hochfrequenzoszillation und NO (Stickstoffmonoxid)-Beatmung) angewendet. Neben anderen intensivpflichtigen Kindern und Jugendlichen werden auf dieser Station auch die kinderchirurgischen Patienten nach größeren Eingriffen nachbeatmet.

| KINDER- UND JUGENDMEDIZIN

Bildergalerie

| KINDER- UND JUGENDMEDIZIN

Ambulanzen

In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin finden Spezialsprechstunden nach Terminvereinbarung statt. Termine erhalten Sie unter: 05231 72-3161. Damit wir uns ein umfassendes Bild von Ihrem Kind machen können, bitten wir Sie, folgende Unterlagen mitzubringen:

  • Gelbes Untersuchungsheft
  • Arztbriefe und Laborergebnisse
  • Sonstige Vorbefunde
  • Aktuelle ambulante Überweisung von einem Arzt, Kinder- und Jugendarzt oder ggf. Kinderhämatoonkologen

Adipositasambulanz

Dr. med. Beate S. Ruppert

Frühgeborenen-Nachsorge

Dr. med. Günther Golla

Agnieszka Wieler

Christian Weise

Dr. med. Ulrich Wunderle

Kinderkardiologie

Prof. Dr. med. Thomas Brune

Dr. med. Ulrich Wunderle

Neuropädiatrie

Dr. med. Günther Golla

Schreiambulanz

Prof. Dr. med. Thomas Brune

Dr. med. Michael Fleischer

Dr. rer. nat. Bettina Brune

Tabea Brakhage

Sarah Hennig

Kinderchirurgie

Dr. med. Rolf-Peter Möritz

Andreas Loick

Dr. med. Heike Öhl

| PERINATALZENTRUM LIPPE

Frauenmilchbank

Muttermilch gilt als der Goldstandard, wenn es um die Ernährung von Neugeborenen geht. Dabei zeigen immer mehr Studien, dass insbesondere sehr kleine Frühgeborene von den wertvollen Inhaltsstoffen profitieren, die in ihr enthalten sind. Zahlreiche Enzyme und Abwehrstoffe schützen vor Infektionen sowie anderen Komplikationen und stimulieren die Entwicklung des noch unreifen Immun- und Verdauungssystems. Schon 100 ml Muttermilch am Tag reichen aus, um ein besonders kleines Frühgeborenes zu ernähren und sein Infektionsrisiko deutlich zu senken.

Doch was ist, wenn die Brust der Mutter keine oder nicht ausreichend Milch produziert? Oft steht gerade für die Frühchen in den ersten Tagen nach der Geburt keine oder nicht ausreichend Muttermilch zur Verfügung, da die Milchbildung der eigenen Mutter noch nicht in Gang gekommen ist. Durch die Frauenmilchbank am Klinikum Lippe können auch diese Kleinsten in den ersten Lebenstagen mit gespendeter Frauenmilch versorgt werden, bis ausreichend Milch der eigenen Mutter vorhanden ist.

Warum heißt es Frauenmilchbank?

Den Begriff Muttermilch verwenden wir, wenn es sich um die Milch der Mutter für das eigene Kind handelt. Von Frauenmilch hingegen sprechen Experten, wenn Frauen Muttermilch spenden, die dann für fremde Kinder verwendet wird.

„Spenden können ausschließlich gesunde Mütter mit einer ausreichenden Milchbildung, die ihr Kind im Perinatalzentrum geboren haben. Wenn sie sich bereit erklären, einen Teil ihrer im Überschuss vorhandenen Muttermilch zu spenden, können sie so einem weiteren im Perinatalzentrum zu früh geborenen Kind oder sogar Mehrlingen eine wertvolle Starthilfe ins Leben geben“ betont Prof. Dr. Thomas Brune, Chefarzt der Kinderklinik und Leiter des Perinatalzentrum Lippe. Milchspenden von außerhalb des Klinikums werden nicht angenommen. Jede gespendete Milchprobe wird im Labor sorgfältig untersucht, in der Milchküche pasteurisiert und tiefgefroren gelagert. Dabei gelten höchste hygienische und medizinische Auflagen, die das Klinikum Lippe erfüllt.

Das Klinikum Lippe ist Mitglied im Frauenmilchbank-Initiative e.V..

„Muttermilch für das eigene Kind wird selbstverständlich auch bei uns schon immer in der Milchküche gelagert und bei Bedarf portioniert an das Kind verfüttert. Nun haben wir die zusätzliche Möglichkeit, Spenderinnenmilch, das heißt Muttermilch einer anderen Frau nach ausführlichen Untersuchungen, an ein sehr kleines Frühgeborenes zu verfüttern, wenn dessen eigene Mutter zu dem Zeitpunkt keine Muttermilch produziert. Voraussetzung ist natürlich immer, dass alle Beteiligten einverstanden sind. Wichtig ist auch, dass unsere Milchbank derzeit ausschließlich Spenderinnenmilch von Frauen annimmt, deren Kind im Perinatalzentrum behandelt wird. Wir können keine Milchspenden von außerhalb der Klinik oder von anderen Patientinnen annehmen.“

Dr. rer. nat. Bettina Brune
Oecotrophologin
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

| TEAMARBEIT

Kompetenz für Kinder- und Jugendliche

Das Klinikum Lippe bietet innerhalb der Region und darüber hinaus eine kompetente Versorgung von Kindern. Diese reicht vom Heranwachsenden im Mutterleib (pränatal) bis ins Jugendalter. Die an der Versorgung von Kindern beteiligten Kliniken und Abteilungen bieten ein breites Leistungsspektrum von Kopf – sowohl physisch, wie auch psychisch – bis Fuß.

Rund 3000

Kinder und Jugendliche behandeln wir jährlich stationär

Seit über 80

Jahren gibt es in Detmold eine Kinderklinik

Rund 11000

ambulante Patienten behandeln wir jährlich