Ärztliche Ausbildung

Ausbildungskonzept

Das Praktische Jahr dient dazu, die in den vorangegangenen 5 Jahren des Studiums in Seminaren, Kursen und Vorlesungen erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse im täglichen klinischen Betrieb zu vertiefen.

Im Fokus der Ausbildung stehen vier Bereiche:

  • Die Vermittlung diagnostischer, therapeutischer und organisatorischer Abläufe häufiger Krankheits- und Symptomkomplexe
  • Das grundlegende Verständnis für fachübergreifende Konzepte komplexer Erkrankungen
  • Die Vermittlung praktischer Fähigkeiten
  • Das Heranführen an die eigenverantwortliche ärztliche Tätigkeit


Die Ausbildung erfolgt daher integriert in den Arbeitsablauf der jeweiligen Klinik. Entsprechend ihrem Ausbildungsstand übernehmen die Studierenden zunehmend verantwortungsvollere Aufgaben unter der Aufsicht der Fachkollegen.

In den letzten Wochen eines jeden Tertials sind sie dann in der Lage, unter Aufsicht des Stationsoberarztes jüngere Assistenzärzte zu vertreten, sog. "locum residencies", wie sie in Großbritannien üblich sind. Unser Ziel ist es, die Studierenden während dieser Zeit in die Lage zu versetzen, die Tätigkeit der Assistenzärzte hautnah nachzuerleben und so bereits das nahende verantwortungsvolle Leben als Assistenzarzt zu erproben.

Der Erfolg des Praktischen Jahres hängt maßgeblich von der Motivation von Lehrenden und Lernenden ab. In Zeiten, in denen sich immer weniger Medizinstudenten entscheiden, eine Tätigkeit in der Praktischen Medizin aufzunehmen, möchten wir Ihnen vermitteln, dass die Arbeit mit und am Patienten nach wie vor den beruflich befriedigendsten Aspekt der Medizin darstellt. Insofern hoffen wir auf motovierte angehende Kolleginnen und Kollegen, die die Weiterbildungsangebote nutzen und uns darüber hinaus täglich fordern, damit sie und somit ihre künftgen Patienten von der Ausbildung den größtmöglichen Nutzen ziehen.

Es wird dafür Sorge getragen, dass im Tages- und Tertialablauf genügend Zeit zur theoretischen Aufarbeitung des aktuellen Ausbildungsstoffes zur Verfügung steht. Ergänzend kann hierzu der freie Studiennachmittag genutzt werden, üblicherweise mittwochs, in Absprache mit den Abteilungen aber individuell planbar. Für alle Studierenden steht eine Bibliothek mit Ausleihmöglichkeit gängiger Lehrbücher zur Verfügung.