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Autor: Klinikum Lippe
Stand: 17.10.2019


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Individueller Heilversuch bei metastasierendem, hormonrefraktärem Prostatakarzinom mittels Lutetium-177-markierten PSMA-Liganden

Die Nukleartherapie wird im Klinikum Lippe interdisziplinär gemeinsam von Nuklearmedizinern und Urologen durchgeführt. Zur Sicherstellung einer optimalen Ergebnisqualität arbeiten wir mit externen Spezialisten zusammen, die vor Ort die technisch aufwendige Behandlung unterstützen.

Bei der Lutetium-177-markierten PSMA-Liganden-Therapie handelt es sich um einen individuellen Heilversuch bei Patienten, bei denen der Prostatatumor bereits in Lymphknoten und andere Organe gestreut hat.

Bei „PSMA“ handelt es sich um eine Oberflächeneigenschaft von Prostatazellen und insbesondere bösartigen Zellen, die vom Prostatagewebe ausgegangen sind. Diese Oberflächeneigenschaft unterscheidet die Krebszellen von anderen Geweben im Körper. Das Medikament (Lutetium-177-PSMA-Ligand) besetzt genau diese Strukturen und gibt radioaktive Strahlung ab. Es handelt sich bei dieser Therapie also um eine gezielte Strahlentherapie zur Behandlung von Metastasen eines Prostatakarzinoms.

Die Behandlung erfolgt stationär, in mehreren Zyklen und in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem behandelnden Urologen.

Das Klinikum Lippe arbeitet auf diesem Gebiet kooperativ mit dem Herz-und Diabeteszentrum NRW in Bad Oyenhausen zusammen.

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