Psychoonkologie

Institut für Psychoonkologie

Es gibt immer wieder Momente, in denen Sie den Wunsch haben über Ihre veränderte Lebenssituation zu sprechen. Die Diagnose Krebs kann bei Ihnen selbst, wie auch bei Ihren Familienangehörigen, das Bedürfnis wecken, sich über die besonderen Belastungen oder über das Erlebte auszutauschen. Vielleicht grübeln Sie viel, können nachts nicht schlafen und wünschen sich, eine Entspannungsmethode kennen zu lernen.

Wir möchten Sie unterstützen und Ihnen zur Seite stehen, das Schöne zu sehen und Wichtiges im eigenen Leben zu erkennen. Kommen Sie in unsere Gruppen. Dort treffen Sie Menschen, die wieder lachen und Freude am Leben gefunden haben. Sie werden Frauen und Männer kennenlernen, die mit Lebensmut, Kraft und Zuversicht in die Zukunft blicken.

In regelmäßigen Abständen finden Informationsveranstaltungen zu medizinischen Themen statt. Spezielle Veranstaltungen finden im Brustkrebsmonat Oktober und im Darmkrebsmonat März eines jeden Jahres statt.

Gespräche entlasten

Hier kann ein Gespräch eine gute Entlastung bieten. Ein Freund oder eine Freundin, die Sie gut kennen und auch sicherlich Zeit für Sie hat, ist hier sehr hilfreich. Wichtig ist, dass Ihr Gegenüber auch zuhören kann und nicht immer sofort einen Ratschlag auf Lager hat. Wir können Ihnen aber auch professionelle Hilfe anbieten, Menschen also, die ausgebildet sind, Ihnen über schwierige Situationen hinwegzuhelfen. Hier können Sie Ängste aussprechen, die Sie in Ihrer Familie nicht formulieren möchten, da Sie Ihre Nächsten nicht belasten wollen.

Krankheit stresst

Oder aber Sie wünschen sich etwas gegen Ihre Unruhe zu unternehmen – eine Möglichkeit wäre das Erlernen einer Entspannungsmethode. 

Seelische Belastungen, Ängste und Stress sind typische Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung. Damit stehen Sie nicht alleine. Manchmal kann es für den Patienten und seine Familie sehr schwierig sein, damit fertig zu werden. In solchen Situationen ist die Unterstützung durch psychoonkologisch geschulte Fachkräfte hilfreich. Auch Sexualität spielt oftmals eine Rolle. Trauen Sie sich, dies offen und direkt bei Fachleuten anzusprechen, damit Ihnen auch in Ihrer Partnerschaft geholfen werden kann.

Informationen gegen die Angst

Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Gedanken ständig um die Diagnose kreisen und Sie keinen klaren Gedanken mehr fassen können? Oder haben Sie vielleicht auch Angst nicht alleine klar zu kommen? Dies ist normal! Bei den meisten Patienten lösen sich diese Gedanken auf, wenn sie Informationen bekommen und damit lernen, umzugehen.Die größten Ängste kommen von Fragen, für die man keine Lösungen findet. Aber dies liegt meistens nur daran, dass Sie im Moment nicht an die richtige Information kommen und Sie deshalb nicht zur Ruhe finden. Meistens lösen sich diese Gedanken auf, wenn man die Möglichkeit hat, sie in Ruhe zu formulieren, um dann Rat zu suchen.

Der Krankheit aktiv begegnen

Wer an Krebs erkrankt ist, soll sich nicht auch noch unnötig mit Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen quälen. Nehmen Sie stattdessen Ihre Erkrankung zum Anlass, sich etwas Gutes zu tun, für Ihre Ausgeglichenheit zu sorgen. Überlegen Sie sich, was für Sie schön und entspannend wäre. Bemühen Sie sich um ein ruhigeres Leben, wenn Sie vorher hektisch und stressvoll gelebt haben. Dies heißt jedoch nicht, dass es nicht auch Tage geben darf, an denen Sie einen „Durchhänger“ haben. Dies geht auch wieder vorbei, wenn Sie aktiv an der Bekämpfung Ihrer Krankheit teilhaben.

Das Recht auf Fragen

Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Fragen schon so oft gestellt wurden, scheuen Sie sich nicht, diese nochmals zu stellen. Haben Sie Mut zum Fragen. Nur so können Sie Unsicherheiten überbrücken. Wir stehen Ihnen gerne zur Seite und unterstützen Sie.

Sie sind nicht alleine, rufen Sie uns an!

Wir sind für Sie da!

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Diese Seite wurde aktualisiert am: 11.09.2013