Nuklearmedizin

Klinik für Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin wird dafür eingesetzt, verschiedenste Krankheiten zu diagnostizieren oder Schmerzen zu behandeln. Hochmoderne Gammakameras sind in der Klinik für Nuklearmedizin im Einsatz.

Sehen können, wie der Stoffwechsel klappt. Testen, ob die Schilddrüse arbeitet. Klären, ob der Herzmuskel gesund ist. Seit mehr als 50 Jahren perfektioniert die Nuklearmedizin ihre Methoden, um sichtbar zu machen, was im menschlichen Körper vor sich geht. Dabei ist die Strahlung für den Patienten unproblematisch. Dort, wo ein Krankheitsherd ist, oder wo ein Tumor wächst, sind Durchblutung und Stoffwechsel besonders intensiv. Und diese Intensität lässt sich mit schwacher Strahlung und einer für diese Strahlung empfindliche Gammakamera abbilden.

Schonende Untersuchungsmethode

Die Spezialität der Nuklearmedizin war und ist die Untersuchung und die Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen. Mit radioaktivem Jod lassen sich zum Beispiel gutartige Schilddrüsenerkrankungen bei Überfunktion behandeln. Dieses Verfahren ist nur auf einer speziell eingerichteten Therapiestation möglich. Dafür stehen im Klinikum Lippe Lemgo entsprechend technisch ausgestattete Zweibett-Zimmer mit Terrasse zur Verfügung, die sich in ihrem Aussehen nicht von normalen Patientenzimmern unterscheiden.

Mittlerweile gibt es eine breite Palette an Untersuchungsvarianten, bei denen es radioaktive Medikamente ermöglichen, sehr präzise Diagnosen zu stellen. Je nachdem ob Hirn, Herz, Lunge, Knochen oder Schilddrüse abgebildet werden sollen, wählt der Nuklearmediziner eine andere Medikamenten-Mischung. Es ist eine sehr schonende Untersuchungsmethode, die selbst bei Neugeborenen und schwerstkranken Patienten ohne Probleme angewendet werden kann.

Radioaktive Moleküle sind Spione im Körper

Eine Gammakamera bildet ab, was im Körper passiert: Die radioaktive Substanz ist für kurze Zeit ein Teil des Stoffwechselvorgangs geworden. Hochleistungscomputer errechnen in Sekundenschnelle aus den Kameradaten ein Bild, das so genannte Szintigramm. Die Kamera selbst sendet keine Strahlung aus, was sie von den Röntgengeräten unterscheidet. Bereits in kurzer Zeit können dreidimensionale Ganzkörperuntersuchungen durchgeführt werden. Das offene System macht die Untersuchung auch für klaustrophobische Patienten angenehm.

Die Nuklearmedizin ist auch für therapeutische Zwecke geeignet. Die spezielle Stoffwechseleigenschaft von Krebszellen ermöglicht es nicht nur die Krankheit zu untersuchen, sondern auch durch spezielle Medikamente zu bekämpfen. Daneben bietet unsere Klinik eine unterstützende Therapie bei Knochenmetastasen an, die erhebliche Schmerzen verursachen können. Die Schmerzlinderung kann mehrere Monate andauern.

Für das Team der Klinik für Nuklearmedizin ist der verantwortungsvolle Umgang mit strahlenden Substanzen das A und O im Klinikalltag. Es wird sich streng an die deutschen Richtlinien für Strahlenschutz gehalten.

Diagnostische Untersuchungen mittels Positronen-Emissionstomographie (PET) sind in Kooperation mit dem Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen sowie dem Johannes Wesling Klinikum Minden möglich.

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Diese Seite wurde aktualisiert am: 23.11.2011
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